das kleine und das grosse Glück

Ich habe aufgehört, nach dem großen Glück zu suchen.

Das ist keine Resignationen, sondern es kann zum einen auch von der Desillusion beim älter werden geschuldet sein oder von meiner Erkenntnis vor vielen Jahren,  dass ich bei der Suche nach dem großen Glück die kleine Glücksmomente übersah. Ich denke, beide Komponenten trugen dazu bei, das ich zwar immer wieder mal über den Horizont schaue, um es vielleicht zu entdecken, doch in der Regel kümmere ich mich mehr um die kleinen Momente, die mir Freude geben.

So muss man leben! Immer die kleinen Freuden aufpicken, bis das große Glück kommt. Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die kleinen Glücke gehabt.  Theodor Fontane

Ostseemaus

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7 Gedanken zu “das kleine und das grosse Glück

  1. anglogermantranslations schreibt:

    Das Fontane-Zitat verwundert. Das klingt ihm aber gar nicht ähnlich … Na ja, doch, teilweise schon. Aber dieser Auszug aus seinem Gedicht „Nicht Glückes bar sind deine Lenze/ du forderst nur des Glücks zuviel […]“) drückt genau das aus, was ich darüber denke:

    Das Glück, kein Reiter wirds erjagen,
    Es ist nicht dort, es ist nicht hier;
    Lern überwinden, lern entsagen,
    Und ungeahnt erblüht es dir.

    Mehr hier: http://gedichte.xbib.de/gedichtband_Spr%FCche_Fontane,30,0.htm

    Das „große Glück“ (was immer das sein mag) lässt sich nicht erzwingen. Für mich ist Glück (was ist überhaupt „kleines“ Glück?) eine innere Einstellung, Zufriedenheit, Sich-freuen-Können, ganz besonders, wenn man in der Vergangenheit nicht immer Grund dazu gehabt hat.

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    • flotterblogger schreibt:

      oh..das klingt so richtig schön…dabei bin ich gar keine Gedichte-Leserin..Vielleicht sollte ich mehr bei den alten Klassikern lesen, als Thriller für Thriller. Aber vielleicht lese ich die, weil mein eigenens Leben mir manchmal langweilig erscheint ;-).

      Dieses Zitat fand ich in einer kelinen Zitaten- und Geschichtensammlung, die als kleines handliches Büchlein von meinen Yogafrauen geschenk bekamt. Ab und zu lese ich eins der Zitate kurz bevor ich die Entspannung wieder beende vor.

      Als junge Frau war auch manchmal gehetzt nauf Glückssuche. Ich denke, diesen Prozeß das Glück außerhalb von sich selbst zu finden, macht jeder erst mal durch. Das Loslassen dieser falschen Vorstellung brachte mich schließlich weiter. Ich möchte wie mein Vater in seinem Testament an uns Kinder schrieb, mir wenigen Worten zusammenfassen können. „Ich habe ein erfülltes Leben gehabt“ Dabei hat der Mann nur gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet, aber er war innerlich frei und daher nie unzufrieden mir sich und der Welt…das fand ich schon als Kind bei ihm bemerkenswert.

      Das Leben läuft selten gradlinig, auch bei mir nicht. Später erkannte ich, dass es grade die schwierigen Phasen im Leben mich prägten..im positiven Sinne. Entscheident ist, was man aus dieser Erafung macht..ich kann verbittert oder gesträrkt daraus hervorgehen 😉

      LG Ostseemaus

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  2. silbenwerkstatt schreibt:

    Ist es nicht so, dass die Wirklichkeit nur in dem Moment existiert, der jetzt ist? Wer bestimmt, ob dieser Moment, den ich gerade erlebe, glücklich ist oder nicht? Wer bestimmt, ob es das große oder das kleine Glück ist? Ich, oder?

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    • flotterblogger schreibt:

      ich denke, ob es ein Glück war oder nicht,, das kann man nur selbst bestimmten, besser gesagt, erkennen Egal ob sich dabei um das große oder das kleine Glück oder nur einen Glücksmoment handelt. Endscheind ist, welcher Bedeutung man den Moment oder der Sache gibt.
      Das Glück z.B.vom großen Geld nur nur wenige wirklich glücklich gemacht und so manch Lottogewinner verarmte wieder. Er konnte dein Glück nicht halten.

      Ich erwische mich manchmal dabei, das ich in Klagen zu versinken drohe. Ach..die Welt, die Menschen, die Politik sind so schlecht. Das hört nicht auf, wenn ich es nicht selbst unterbreche und mich mit de Worten: „Ich habe das große Glück, das in meinem Alter mein Körper noch zu 100 % funktioniert dass ich mir für mein Leben noch etas vornehmen kann. Ich kann immer noch in die Zukunft schauen und das, obwohl ich den größten Teils meines Lebens schon gelebt habe“

      Das oder ähnliches sind für mich die kleinen Freunden, die mich täglich neu aufrichten.

      Wer Bestimmt? Ich denke, man selbst bestimmt es, auch wenn es mal ein Unglück im Leben gibt. Der Mensch entscheidet immer wieder neu, ob er sich wieder dem Glück zuwenden möchte..ob er es finden wird, das wird man erst am Ende wissen.

      LG Ostseemaus

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