Traum und Wirklichkeit

Sie erschienen aus dem Nichts. Plötzlich waren sie da..standen auf einem Plateau, das nicht auf meiner Augenhöhe war. Zwei schwarze Raben halten sich auf der kleinen Fläche auf. Ungewöhnlich für mich der Anblick der Neon grün leuchtenden graden Streifen am unteren Rand des Flügels eines Raben. Mit aufgeplusterten Federkleid schient der gestreifte Rabe mit aufgeregten Bewegungen den anderen Raben etwas mitteilen zu wollen.  Doch dieser lässt sich davon  nicht beeindrucken, pickt weiter Ruhe sein Futter auf

Die Neonfarbe leuchtet schrill aus dem Federklein, erzeugt ein warnendes Gefühl in mir. ich finde es seltsam, dass die Raben solch Signalfarben in ihrem Federkleid tragen.  Nach einem Augenzwinkern hat sich der Streifen zu einem ZickZack-Muster zusammengezogen, es sticht förmlich in  meinen Augen. Auch die warnenden Bewegungen werden heftiger, nachdringlicher, doch bleiben auch diese vom andern Raben unbeachtet. Es kommt zu keiner Kommunikation zwischen ihnen. Die Traumszene verläuft sich für mich im Sande, ohne ein Ende genommen zu haben.

Statt dessen lande ich in einer anderen Szene, in der farblich die gegensätzlich Farbe vorherrscht. 3 kleine weiße Hundewelpen sitzen am Tisch und bestaunen den Neuankömmling, auch in weiß gehüllt ist. Kaum hat der Kleine einen Platz bekommen, trinkt er schon in kräfti9gen Zügen aus der Flasche, die ihm von der Seite gereicht wird. Das neue Leben hat  sich zu den anderen 3 kleinen gesellt..eine lustige Rund knuddeliger Hundewelpen in weiß.

“Ich komme und bring dir die Schlüssel vorbei” sagt Sohnemann. Der Weg von ihm zu mir ist nur kurz, ich setz schon mal Kaffeewasser auf. Er hätte schon da sein müssen, aber ich will eine Unruhe nicht aufsteigen lassen. Diese aber kam aus dem Nichts, weil Sohnemann auf dem kurzen weg schon viel zu lange unterwegs ist. ich lege das Handy wieder zurück, will nicht hinterher telefonieren. “Nein..halt dich zurück” ermahn ich mich selbst. Doch dann versuche ich es doch noch.Nehm das Handy in die Hand und schaue in die Richtig, aus der er kommen müsste. Was ich sehe, ist das Blinken eines Krankenwagens. Jetzt kann ich meine Unruhe nicht mehr im Zaume halten. Sie ist da und ich muss ihr folgen. ich laufe zum Krankenwagen, darin liegt mein Sohn. “Machen sie sich keine Sorgen. Er ist schon wieder bei Bewusstsein” Meine Unruhe hat sich bestätigt. Passanten sahen, wie Sohnemann zu Boden fiel und haben sofort den Notarzt gerufen. Die Sanitäter fahren uns nach Haus. Weil ich am Tag zu haus bin, kann sich Sohnemann seinen Anfall bei mir ausschlafen.

Er schläft nur unterbrochen und wirkt immer noch unruhig auf mich. Er wollte am nächsten Tag verreisen, ob das noch was wird?  Nach einem epileptischen Anfall muss er sehr viel schlafen, aber wenn er weiter so unruhig bleibt, dann wird es mit dem Schlaf nicht ausreichen. Meine innere Anspannung will sich nicht lösen. “Mir geht es gut” sagt er mir. “Ich könnte jetzt schon Bäume ausreißen” Aber die beruhigenden Worte lösen meinen Anspannung nicht. Zwischen seinem Schlafen und Wachen erledige ich den Haushalt um dann die Außerhausbesorgungen zu machen. Sohnemann, der eben noch fest schlief, wurde wach und setzte sich wieder. “ich werde jetzt schon losgehen” und erzähle ihm, was ich noch alles erledigen will, bevor ich die Yogastunde für die Gruppe gebe.

Ein gruseliges düsteres Geräusch aus seinem Kehlkopf versetzt mich in Alarmbereitschaft. sein Köper biegt sich noch hinten, ich kann ich grade noch auffangen. Ich halte den steifen krampfenden Körper meines Sohnes im Arm, mein verzweifeltes Herz schreit auf, doch ich halte ihn gefasst und lasse ihn behutsam zu Boden sinken. Das Blut aus seinem Mund breitet sich auf dem Fußboden aus. Für einen Moment entspannt sich sein Körper, doch dann bebt der Körper erneut, erhebt sich fast von allein. Seine schnaufendem Atemgeräusche habe ich noch lange im Ohr.

Noch während sein Körper im Krampf liegt, rufe ich den Notarzt, der wenig später schon in der Tür steht. “Das ist schon der 2. Anfall in wenigen Stunden, das gab es noch nie” “Wir nehmen ihren Sohn mit in die Klinik” Nach wenigen Minuten liegt mein Sohn schon wieder im Krankenwagen, doch diesmal orientierun0sglos. Als ich ihn am Abend wieder aus der Klinik abhole, hat man zu Glück keine Kopfverletzung nach dem Sturz feststellen können. Weil er sich wieder unter meine Obhut begibt, muss er die Nacht nicht mehr in der Klinik verbringen.

Wiedermal hat ein emotionaler Konflikt meinen Sohn zu Boden geworfen.  Zum Glück verließ er an diesem Tag seine Wohnung, um zu mir zu kommen, sonst hätte er in seiner Wohnung 2 epileptische Anfälle allein durchleben müssen.

Seid heut ist er wieder der Alte und will die Bäume wieder aus dem Wald tragen.  Mir brummte noch 2 Tage der Kopf, weil die Stresshormone so schnell nicht weichen wollten.

“Na,  mein Kind, wie geht es dir?” ich erkundige mich seit Tagen fast täglich bei meiner Tochter fast täglich nach ihrem Befinden. Eher mürrisch kommt die Antwort:  “Immer noch alles beim alten” Es sollte ein Sonntagskind werden.  Doch der Kleine hat noch keine Lust auf die Welt zu kommen, er wartet noch, die ganze Familie wartet noch und wenn er noch länger wartet, kann ich vielleicht als Geburtshelfer meinem 4. Enkelkind zur Seite stehen, denn am Sonntag wollte ich bei ihm persönlich vorbei schauen. Aber ich kenne die Geburt nur aus der Sicht der Gebärenden und wäre bestimmt keine Hilfe.

Doch heute am Freitag, den 13.  hat der Kleine sich entschieden, auf die Welt zu kommen. “Er ist da” verkündet meine Tochter erfreut. “Mutter und Kind sind gesund und die Geschwister haben ihren kleinen Bruder auch schon bewundert. Die Nacht verbringen sie aber  bei Freunden und Bekannten” Ich muss das neue Enkelglück erst fassenZwinkerndes Smiley

Am späten Nachmittag kam ein kleiner Erdenbürger auf die Welt und hofft auf alles Glück der Welt, was ich ihm auf jedem Fall schon mal mit auf den Weg geben möchte.

Ostseemaus

4 Gedanken zu “Traum und Wirklichkeit

    • Hallo Cyperhonder,

      danke..das neue Familienmitglied hat jetzt schon seinen Platz in der Familie. Mein Sohn hat seine Krise erst mal wieder überstanden. da er vom Drama nicht viel mitbekommt, „leidet“ er nicht so sehr, wie ich als seine Mutter.

      LG Ostseemaus

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  1. Hallo Klaus,

    danke für deinen Kommentar.
    Der erste Teil des Beitrages mit den tierischen Symbolen wie Rabe und Hundewelpen war ein intensives Traumerlebnis, das ich wenige Tage vor dem Vorfalll mit meinem Sohn – am Mittwoche – hatte.
    Mein 4. Enkelkind ist kam am Freitag zur Welt.
    Meine gegensätzlich Gefühle wurden in dieser Woche von meinen Kindern besonders intensiv angesprochen.

    Ich wünsche dir auch ein schönes WE

    LG Ostseemaus

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  2. nun sitze ich hier und weiß nicht, was ich schreiben soll, was ist denn nun Traum und was ist Wirklichkeit, schön wäre, wen das erste ein schlechter Traum wäre und das zweite Wirklichkeit, schönes Wochenende, Klaus

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