Monat: Oktober 2014

neuer Zeitgeist ?

Wieder bündig,  mit der Zeit, Endlich, nach 7 Monaten Sommerzeit hab ich nicht mehr das Gefühl, dass mir die Zeit im Nacken steht. Sie schmiegt sich nun wieder bündig an mich und verbindet sich wieder mit meine Biorhythmus.

Wir Menschen denken effizient und alles  Leben sollte sich dem unterordnen. Nicht immer gelingt es so, wie der Mensch es sich vorgestellt hat.

Energie sollte mit der Sommerzeit gespart werden, Schon nach 10 Jahren hatte man erkannt, ein Wunschvorstellung. Und selbst wenn es so gewesen  wäre. Damals, als man die Sommerzeit einführte, gab es gefühlt nur 10 % der technischen Geräte, die wir heute ständig im Betrieb haben. Angefangen über PC, Laptop. Smartphone, schnurlose Telefone und was sonst noch alles  täglich an der Steckdose hängt. Der Fernseher ebenso, als Stand-by, der Geschirrspülautomat, was der Traum alles Hausfrauen der Vergangenheit war und und und, wenn ich dann noch an den ganzen oft sinnlosen und quietschenden Schnickschnack der Kinderspielsachen denke? Die hängen zwar nicht an der Steckdose um die nervenden Geräusche zu machen, aber dafür an den Batterien, die häufig wieder aufgeladen werden müssen.  Der gesparte Strom ist schon längst wieder aufgefressen von zahlreichen Elektrogeräten, die in alles Hauhalten stehen.

Für die Russen ist nun Schluss mit Sommerzeit und dem hin und her springen zwischen den Zeiten. Die Russen haben sich beschwert, kamen morgens nicht mehr aus den Betten, weil die Sommerzeit für ewig gelten sollte. Die 11 Zeitzonen wurden auf 9 Zeitzonen reduziert – mein Gott, was für ein großes Land – das brachte ihren Biorhythmus noch mehr durcheinander. Gute Entscheidung vom Kreml., würde ich sagen. Warum den Menschen Zeit stehlen, auch wenn es nur eine Stunde ist.

Wir Menschen leben schon seid Jahrtausenden mit der Natur und dem Rhythmus der Zeit der auf- und untergehenden Sonne. Wir haben uns daran gewöhnt, dass sich die Tage im Laufe des Jahres verlängern und wieder verkürzen, unser Organismus braucht diese Zyklen. Ich hoffe darauf, dass Europa dem Kreml nacheifern wird und die Normalzeit wieder einführt.

Ostseemaus

5 Minuten Gedanken

Der Wecker ist gestellt – auf 5 Minuten schreiben. Will wissen, welche Gedanken in dieser Zeit  über meine Tastatur fließen.

Hab gestern Abend eine Dokumentation über Angeline Jolie gesehen. Eine Frau, noch  keine 40 Jahre und so bemerkenswert als Persönlichkeit. Dabei sah ich eine Film mit ihr kaum. Wenn ich hoch rechne sah ich nur .1 Film. Ansonsten sehe ich sie nur über den roten Teppich laufen und erfahre einiges über ihre Tätigkeit als UNO-Sonderbotschafterin. Heut früh  nach dem Aufwache bearbeite mein Hirn noch einmal, was was es gestern gesehen hat. Das kleine Mädchen eine zerstrittenes Ehepaares, das Bad Girl, die Drogensüchtige und die Mutter von eigenen und Adoptivkindern. Diese Frau füllt ihr leben wahrlich aus.

5 Minuten sind rum.

Ostseemaus

nur 10 Minuten

Warum nicht ?

Warum sollte ich mal nicht früher als gewöhnlich zu Bett gehen? Mein Lieblingsendung hatte ich mir schon einverleibt und damit sollte es für den Abend genügen. Schon öfter nahm ich mir vor, ohne zu zappen den TV nach dem ausgesuchten Programm einfach nur aus zu machen. Dafür muss man heutzutage nicht mal aufstehen. Aber nein, die Fernbedienung scheint mit den Händen verwachsen zu sein und lässt sich nur mit festen Willen abstreifen.

Nur 10 Minuten zappen und sehen, was noch so im TV Programm am laufen ist. Aber aus den 10 Minuten werden 20 oder 30 Minuten und wenn noch was von Interesse im TV läuft, werden aus den 10 Minuten schnell mehr als 1 Stunde und es ist um den Schönheitschlaf vor Mitternacht geschehen. Anschließend frage ich mich, warum? Warum hab ich mich wieder gegen den Schlaf vor Mitternacht entschieden?

Aber gestern Abend erlag ich der weitreichenden Macht der Fernbedienung nicht, nein, gestern Abend war ist entschlossen und die Flimmerkiste hörte mit dem Flimmern auf, weil ich die Macht darüber hatte.

ICH habe die Macht zurück erobert und machte mich ab, ins Bett. Statt Flimmerkiste bis in die Puppen, Schlaf vor Mitternacht, der soll ja besonders erholsam sein.

Gleich einschlafen konnte ich jedoch nicht. Meine Gedanken nagten noch an einigen Problemen und Problemchen, die schon am nächsten Tag auf mich warteten, als mein Schlafzimmer im Blaulicht flimmerte. Ohne Tatü Tataa aber mit viel Blink Blink Blink Blink und das genau unter meinem Fenster. 

Oh..brennt draußen irgendwo die Luft oder der Keller unter meinem Hintern? Warum das Blaulicht ? Neugierig spring ich aus dem Bett, das fährt schon der 2 und der 3 und der 4. Löschzug vor. Die Leiter ist noch nicht ausgefahren, zeigt aber Richtung meinem Haus. Die ersten Feuerwehrmänner bewegen sich in das Haus, 2 Nummer weiter von meiner. Die Feuerwehrmänner sind ruhig, wirken gar nicht hektisch. Krankenwagen und Notarztwagen standen auch schon vor der Tür, wahrscheinlich waren sie schon in der Wohnung, wo der Notruf abgesetzt wurde.

Geduldig reihten die Löschzüge sich nacheinander ein oder schoben sich auf der engen Straße ans  Haus voran. Aber alles blieb ruhig. 

Nach gefühlten 10 Minuten zieht der Trupp wieder ab und alles sieht so aus, als wäre nichts geschehen. Was geschehen war, weiß ich allerdings nicht. Würde ich in einem Dorf leben, wäre mir im Laufe des Tages noch zugetragen worden, was geschehen war. Ich lebe aber in einer Stadt und so bekommt man von den Schicksalen der Menschen, die in der Nachbarschaft leben nur ab und zu solch dramatischen Vorfälle mit. Doch bei wen etwas und was geschehen ist, das erfährt man eher selten.

Dramatisch sah es gestern aus, aber noch der Kürze der Zeit des Einsatzes zu urteilen, ging gestern Abend wohl doch alles glimpflich aus.

Ostseemaus