Muttertag

Ehre das Mutterherz,
solange es schlägt,
wenn es im Grabe liegt,
ist es zu spät

Den Spruch fand man in meinen Kinderjahren in fast jedem Poesiebuch und in meinem stand es mehrfach, wie ich auch diesen kurzen Spruch mehrfach in andere Poesiealben meiner Mitschüler  schrieb.

Damals war der Gedanke daran, dass ich die eigene Mutter irgendwann mal auf dem Friedhof besuchen müsste, in meinem Kopf gar nicht vorhanden. Später, als ich älter wurde und erkannte, wie verletzbar  das Leben sein kann, mochte  ich daran nicht denken, es war für mich immer noch unvorstellbar, dass eines Tages die eigene Mutter für immer gehen muss.

Als es dann doch geschehen war, stand die Welt für mich still. Wohin sollte ich nun, wenn ich in Not war? Vorher vertraue ich alles, was mir auf der Seele brannte, meiner Mutter an. Der Verlust war schmerzlich, ich fühlte mich schwach  und verletzlich. Ich lag im wahrsten Sinne des Wortes am Boden und schloss die Augen.

Die Augen verschließen, vor der Sorgen, die ich damals zu der Zeit hatte, da war alles,. Ich versank in einem Traum oder eine Traumreise?  Im Traum lag ich nicht auf dem Fußboden, sondern auf der Wiese. Warme Sonnenstrahlen erwärmten  und eine frische Brise erfrischte meinen Körper. Ich lag direkt vor einem Hügel. auf dem die Gänseblümchen den  Rasen mit weißen Punkten gesprenkelt. Ich sah auf den Hügel, in dessen Blickrichtung ich mich gelegt hatte.. Der Hügel reichte aus der Perspektive fast bis in den Himmel und der Gipfel berührte den Himmel.

daisy-50997_640Auf der anderen Seite des Hügels zum Gipfel schein jemand aufzusteigen. Erst sah ich nur den Kopf, dann wuchs der Körper und nahm Gestalt an. Als die Gestalt den Gipfel überschritten und auf den Weg zu mir war, erkannte ich die Gestalt. Es war meine Mutter, sie zu mir kam, als sei sie vom Himmel herabgestiegen. Ihr Lächeln, das ich schon aus der Ferne erkannte, erweckten schon meine Lebensgeister, die kurz zuvor ermüdet waren. Meine Mutter kam näher und berührte mich in dem Traum. Sofort kehrte meine Kraft wieder zurück und mein Lebenswille stellte mich wieder auf die Beine.

Als ich erwachte, war meine Mutter  verschwunden, ich lag immer noch auf dem Fußboden meines Wohnzimmers, doch meine Energie war wieder zurück gekehrt. Vielleicht trat ich im Traum mit meiner Mutter noch über ihren Tod hinaus mit ihr in Kontakt. Noch bis heute habe ich das schöne Bild vor Augen, wie meine Mutter den Hügel zu mir herabsteigt.

Ostseemaus

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2 Gedanken zu “Muttertag

    • flotterblogger schreibt:

      Hallo Klaus,
      nein.. ich denke mehr als einmal an meine Mutter. Auch meine Kinder denken wohl öfter an ihre Mutter, als nur an diesem Tag 😉
      Ich wünsche dir noch einen schönen Restsonntag 😉

      LG Ostseemaus

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