Ausfallerscheinungen

Wie sich ein frostiger Winter im Winter doch auf das Alltagsleben auswirken kann, bekam ich am Mittwoch zu spüren.

Mittwoch früh: Anruf von der Vereinschefin „Das Training für die Kindergartenkinder fällt heute aus“ Die Kleinen haben einen 20 minütigen Fußmarsch  zur Sporthalle und wieder zurück zu tippeln. Nicht das die Kinder in Watte  gepackt werden müssen, wenn es in Winter etwas frostiger zugeht. Die Erzieher befürchteten, dass die Kinder nach dem Training zu verschwitzt wären und sich auf dem Rückweg erkälten könnten. Die Eltern würden das gar nicht gut finden.

Mittwoch Mittag:  Eine Info über WhatApp bat um einen Rückruf“Wenn die Zeit hast, ruf mich bitte an“ Das liest sich nicht gut. Die Bitte kam von meiner Kollegin, wir machen seit 15 Jahren Kindertraining. „Ich habe keine gute Nachricht“ begrüßte sie mich und erzählte, dass sie wie jeden Morgen am Warnemünder Strand zu einem Spaziergang unterwegs war – sie wohnt in unmittelbare Nähe vom Strand – an diesen Tag jedoch unglücklich gestürzte. Ein verdeckter kleiner Eishügel brachte die zu Fall. Dabei zog sie sich einen komplizierten Ellenbogenbruch zu. OP-Termin am Donnerstag. Ein Ersatztrainer lies sich zum Glück schnell finden.

Mittwoch Mittag:  Eine nächste Info für mich über WhatsApp. „Das Yoga muss heute ausfallen. In der Nähe war ein Rohrbruch, daher wurde die Sporthalle bis auf weiteres gesperrt. Bitte informiere deine Gruppe darüber, damit da niemand umsonst vor der verschlossenen Tür stehen muss“ Die lokalen Nachrichten brachten mich auf den neusten Stand. Es hatte sich auf einer Kreuzung in einer Senke ein See gebildet, die Straße musste gesperrt werden.

Donnerstag früh: „Wir können nicht mit den Bus fahren“ sagte Sohnemann mir. „Warum nicht?“ „Weil die Straße noch immer gesperrt ist, auf der unsere Buslinie fährt. Alles klar, also zur Straßenbahn. Die hat zum Glück noch ungehindert freie Fahrt in die Innenstadt.

Donnerstag abend: Für einen weiteren Linienbus muss die Strecke Stillgelegt werden. Die frostige Nacht hat eine weiteres Wasserrohr platzen lassen und damit die nächste Straße unter Wasser gesetzt.

Wer hatte gedacht. was ein paar eisige Wintertage doch so alles nach sich ziehen kann.

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4 Kommentare

  1. Jo stimmt, dieser Winter hat es in sich 😉 das kennen wir ja gar nicht mehr und darum ist das ganze auch ohne Wasser und Ellenbogenbruch (GUTE BESSERUNG) hinderlich. Ich bin immer froh das ich nicht auf z.B. einen Rollator angewiesen bin denn die älteren Damen und Herren haben es jetzt auch besonders schwer, noch schwerer wenn sie nicht schnell genug über die Straße kommen und die genervten Autofahrer sich das Hupen nicht verbeißen können 😉 lG Regina

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    1. Hallo Regina,
      es ist wirklich erstaunlich, wie sind solch ein Extremwetter bei uns in den gemilderten Zonen bemerkbar macht.

      Meine Kollegin hat es noch härter getroffen, als sie anfangs annahm. Ein paar Tage Klinik wird sie noch erdulden müssen.

      Wer jetzt nicht gut zu Fuß ist, hat es nicht leicht. Aber die Gehwege sind sorgfältig geräumt, so dass es keine Stolperfallen geben dürfte. Wir sind halt im Winter nicht so geübt, wie in schneesicheren Gegenden.
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende
      LG Ostseemaus

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