Gute Aussichten?

40. Tag seit der Maßnahme

Gute Aussichten sind das nicht, wenn ich mir die täglichen Nachrichten anhöre. Also gute Aussichten im Hinblick auf die Lockerung der Maßnahmen, in denen wir schon 40 Tage feststecken. Frau Merkel hatte gestern in ihrer Rede im Bundestag die Nation gestern noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass wir uns nicht Endphase der Pandemie befinden. Aber einer der Hauptsätze ihrer Rede im Bundestag wurde mehrfach in den Medien unterstrichen. : „Die Pandemie ist eine demokratische Zumutung“ Als gelernter DDR-Bürger kenne ich mich mit eingeschränkter Reisefreiheit aus, d.h. wir ehemalige DDRler haben ja unsere Erfahrung damit. Aber wir durften uns zumindest noch gegenseitig besuchen. Doch die Pandemie lässt das auch nicht mehr zu und wir haben keine Wahl.

Der Coronavirus zwingt uns sogar weltweit, gemeinsam zu handeln und alle müssen an meinem Strang ziehen. Vielleicht kommt am Ende doch noch was Gutes für die Menschen was dabei raus?

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. – J.W. von Goethe

Das erste Mal, soweit ich denken kann, wird die Wirtschaft, die ja sonst marktwirtschaftlich beherrscht wird, zugunsten der Gesundheit der Menschen zurückgestellt. Das ist wirklich bei allem, was wir durchmachen müssen, eine gute Erfahrung. Wir haben eine solide Wirtschaft, ein gutes Gesundheitssystem – anders in Amerika – und können uns darauf verlassen, dass wir im Falle des Falles behandelt zu werden, ohne sich für den Rest des Lebens zu verschulden. Was das betrifft, haben wir in Deutschland und wohl in den meisten europäischen Ländern ganz gute Aussichten auf eine gute Behandlung im Falle einer COVID-16-Erkrankung. Vorausgesetzt, es müssen nicht alle zeitgleich mit derselben Diagnose in die Klinik. Für Schlangestehen hat dann niemand der Erkranten Zeit.

Gute Aussichten habe ich jedoch von meinem Balkon aus. Da möchte man direkt auf dem Balkon Urlaub machen

Auch auf meinem Weg zum Supermarkt zeigt sich der Frühling in voller Pracht.

Erstaunlich, an welchen sonst scheinbar flüchtigen Eindrücken man sich jetzt auch erfreuen kann. Zumindest gilt es für die, die aufgrund der Maßnahmen zu Hause bleiben müssen. Die anderen, die für uns weiter schuften müssen, haben vielleicht kaum Zeit auf die Natur zu achten.

14 Gedanken zu “Gute Aussichten?

    • Darauf hoffe ich auch. Innerhalb des Landes den Tourismus wieder beleben, darauf wartet die Tourismusbranche hier ganz dringend. Gestern meldete unser Bürgermeister Madson, das Rostock Coronafrei wäre. Aber das ist ja nur partiell ein Erfolg und senkt „nur“ die Statistik von RKI. Ziel vom RKI ist es ja, die Reproduktionszahl unter Eins zu halten. Mitte der Woche wird man auf Regierungsebene die Situation wieder neu bewerten, mal sehen, was dabei raus kommt. Der Mund – und Nasenschutz wird ja schon eingeführt und muss auch bei uns ab Montag getragen werden. Danach wird man wieder sehen und wollen das beste hoffen.
      LG Grüße nach Berlin
      LG La We

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        • Na..Ich denke, er hält sich an die gemeldeten Zahlen, mit denen das ganze Land arbeitet. Und ich verfolgte sie auch vom RKI…Danach wurde seit Tagen in Rostock kein Fall mehr gemeldet. Vor 10 Tagen hatte man schon eine Testanlaufstelle geschlossen, weil kein Bedarf da war. Aber so ganz 100 % kann man ja nicht sicher sein, klar. Es gibt ja noch die sogenannte Dunkelziffer. Aber erst mal würde seit Tagen niemand mehr positiv getestet und davon ging der OB wohl bei seiner Aussage aus. Er drängte vorgestern in einem offenen Brief ja auch darauf, dass die Gastronomie langsam wieder öffnen darf. Die Gastronomie macht ja nun schon Deutschlandweit Druck, wie gestern in den Nachrichten zu sehen war.

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          • ich verstehe den druck. wie schön fände ich es, wenn zu dieser jahreszeiten, die biergärten und kneipen wieder öffneten…
            viele gastronomiebetriebe werden nicht überleben. das finde ich überaus bedauerlich als ein mensch, der dieses dienstleistungsgewerbe außerordentlich schätzt.
            schön, wenn in einer region keine neuen fallzahlen registriert werden. aber meine restlichen fünf gehirnzellen sagen mir eben auch: covid 19 kennt keine stadt-, landes- und staatsgrenzen. wir können nur international aus dieser krise herauskommen. sonderwege konterkarrieren die eingeschlagene strategie.

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            • Das ist ja auch nur eine Momentaufnahme und nimmt uns Rostocker vielleicht etwas die Angst. Aber Prof. Drosten sagte ja auch, dass die Grenzen zu den Hotspots diffus sind. Es sickert immer wieder was durch. Es reicht, wenn einige hin- und her reisen und bei der Gelegenheit auch den Virus mit in die Stadt tragen. Ein Rostocker Viriologe sagte sogar, das wir hier oben im Norden wegen der geringen Fallzahlen noch einen Aufschwung dieser zu erwarten haben.
              Die Gastronomie mit Freiluftplätzen haben ja vielleicht auch genügend Platz für Abstand. Und vielleicht testet man das von Regierungsseite nach dem 3. Mai auch aus. Aber der Gesundheitsminister sagt, nur wenn die Reproduktionzahl unter eins bleibt, bleibt die Situation beherrschbar und man kann alle Fälle auch klinisch behandeln.
              Hört man sich den Podcast von Prof. Drosten an, sieht die Welt doch noch etwas anders aus. Er betrachtet alles natürlich wissenschaftlich und ein Wissenschaftler zieht nie ein Resüme. Es gibt immer noch etwas, was es noch zu bedenken und zu beachten gibt.
              Prof. Drosten ist nicht Berater der Regierung, klärt die Nation nach meiner Meinung gut, sachlich, nachvollziehbar und im ruhigen Ton auf, aber er zieht dem Zuhörer so manch euphorischen Zahn.Er ist der perfekte Vertreter deine 5 Gehirnzellen 👍😄

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            • drosten hat wahrscheinlich noch etwas sogenannten gesunden menschenverstand. die eigentliche komplexität einer solchen pandemie kann er laien wie uns sowieso nicht verklickern.
              wie nun die einzelnen staaten/bundesländer/regionen damit umgehen, steht auf einem anderen blatt. der mediziner sagt dir: ralph, wenn du weiter so viel trinkst, gebe ich dir bestenfalls noch ein jahr. und ego ralph sagt: das ist mir scheiß egal…
              nur ein beispiel… ein anderes aktuelles globales beispiel ist die sache mit dem klimawandel durch ego-dummes menschliches verhalten, wobei aber dadurch alle menschen betroffen sind – und nicht nur ein lebensmüdes individuum.
              verstehst du den unterschied, lawe? du kannst für dich sagen, dass du keinen bock mehr auf leben hast… aber in einer sozialen gemeinschaft ist dies bei einer solchen bedrohung durch eine virus-epidemie mit den egoismen etwas schwieriger.

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            • Ja.auf jeden Fall. Wie ich schon schrieb, er zog mir so manchen Zahn, weil die eine oder andere Schlagzeile doch falsche und vor allen Dingen schnelle Hoffnung aufflackern ließ.
              Was du als Beispiel von der Sichtweite des Egos beschreibst, kenne ich aus dem Yogaunterricht. Wir hatten auch Psychologie mit einem guten Lehrer.
              In dem Zusammenhang wurde das Ego an die Bedürfnisbefriedigung gekoppelt. Das Beispiel lässt auch ganz gut über Raucher erklären. Auch der Raucher weiß, dass ihm das Rauchen langfristig krank macht, aber er wird trotzdem sein aktuelles Bedürfnis befriedigen und blendet das in der Ferne liegend weniger befriedigende Ergebnis aus.
              Wir Menschen – oder die meisten Menschen – wollen möglichst schnell ihre Bedürfnisse befriedigen, ungeachtet dessen, welchen Preis sie später dafür bezahlen müssen.
              Was den Raucher betrifft, schadet er sich nur allein, was den Konsum der Menschen betrifft, schadet es dem Klima.
              Die Menschen können auch im großen Stil kurzsichtig und selbstzerstörerisch sein.
              Irgendwie haben wir einen Konstruktionsfehler im Kopf 😁😁😁😁

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            • so sieht es aus. nicht nur das individuum kann einer suchtproblematik unterliegen, sondern auch ganze gruppen/gesellschaften… dies hinsichtlich religion, ideologie und kapitalismus/materialismus… die meisten menschen können noch kein globales bewusstsein aufbauen. sie bleiben bei ihren kleinbürgerlichen/spießigen gedankenansätzen. lieber erfinden sie veschwörungstheorien, als dass sich den wahrheiten stellen.

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            • Es ist die Illusion die wir lieben und leben wollen. Die hilft uns, die Realität auszublendenden, weil sie zu grau und hart ist.
              Die Amerikaner müssen die Illusion besonders lieben, wie sonst hätte so ein Vollpfosten wir Trump in das Präsidentenamt gewählt werden können ?😁😂🤣

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            • es gibt in der politik viel mehr vollpfosten als nur trump. trump steht im focus, weil er der präsident des mächtigsten staates auf der erde ist.
              ich möchte gar nicht speziell auf den amerikanern herumhacken…

              und noch eine sache: unsere welt wird durch die digitalisierung immer mehr von algorithem bestimmt… dabei lässt man außer acht, dass heuristiken bei einer problemlösung mehr erfolg zeitigen können.

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            • Die Frage ist ja.wie kommen die Vollpfosten überhaupt in diese Positionen? Vielleicht sollte man doch lieber auf Waldorfschüler in Politik und Wirtschaft zurückgreifen?
              Ich weiß, über dieses Schulsystem lacht die Welt, aber die Schüler werden gut geerdet und naturverbunden beschult und alles Bewertung von gut und schlecht. 😀

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            • anthroposophen würde ich keine macht geben. womöglich ein faszinierender ansatz… aber ungenügend in der umsetzung für unsere rationalistisch geprägte welt. vollpfosten gibts übrigens auch bei denen – nehmen wir nur mal rudolf steiner…
              wir brauchen wirklich eine wissenschaftliche methodik.
              das leistungssystem der herkömmlichen schulen halte ich auch für abstrus und für die jungen menschen fehlführend. aber deswegen sollte man nicht irgendwelchen irren ideologien folgen…, die erstmal eine freiere pädagogik versprechen.

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