ein altes Lied

berührt mich heute noch. Der „Song „der kleine Trommler“ hat schon 82 Jahre auf dem Buckel. Ich hörte ihn während der Neujahrsveranstaltung in Warnemünde in der Version, wie sie im Video zu sehen und zu hören ist. Seit dem kreist die Melodie fast in Dauerschleife als Ohrwurm in meinem Kopf.

Die Jungs – for KING &COUNTRY – im Video geben wirklich alles, damit der Song mit seiner ganzen Kraft das Publikum erreicht. Es ist zwar ein kirchliches Thema, aber auch für mich als Nichtgläubige erzeugt der Song ein gewisses Wohlbefinden.

Alles in Bewegung – Auf ein Neues

Das Wetter gibt heute wieder alles. Es begann mit blauem Himmel, dann wurde es schwarz, verhagelt und verdonnert, jetzt lichtet der Himmel sich wieder und die tief schwarzgraue Farbe der dicken Wolken tauscht sich gegen weiß aus. Zurzeit überstrahlt die Sonne die irdische Szene und nur ein paar Regentropfen an meiner Fensterscheibe erinnern an den Regen/Hagelschauer von vorhin.

Seit der Sonnenwende am 21. Dez. 22 hat die Tageslänge wieder an Licht gewonnen, um genau zu sein, sind es 1 Std. 24 Minuten, die die Nacht an den Tag verloren hat. Ja..ich zähle gern die Minuten, wenn die Tage wieder länger werden. Sie geben mir Hoffnung, dass das warme Licht bald wieder zurückkehren wird. Anfangs wird der winzig kleine Zugewinn an Tageslicht kaum bemerkt, die großen Sprünge kommen später.

Für den Sohn beginnt ab Mittwoch wieder die reale Arbeitswelt. Vorstellungsgespräch und Probearbeiten zum Jahresende sind positiv für ihn gelaufen. Er bekam die mündliche Zusage für Arbeitsbeginn März 2023 schon Ende letztes Jahres. Etwas Unsicherheit blieb. Mündlich muss nicht verbindlich bleiben. Doch nun wurde der Arbeitsbeginn auf den 1. Februar vorgezogen und damit heißt es für den Sohn: „Ab, durch die Mitte“ – ab zum Traumjob in einer kleinen Stadt, die sich Kühlungsborn nennt.

„Pass(t du) auf, was du sagst!?“

Zuerst mal das Positive an den Anfang gestellt. Die Seitenleiste habe ich wieder herstellen können. Ein altes benutztes Themes war in der Lage, den Konflikt zwischen ANPASSUNG und WEBSEITE aufzulösen, nun ist wieder alles beim alten. Ich mutmaße einfach mal. Ich hatte den neuen Beta-Editor probiert, er wird für die neusten Themes von WordPress angeboten und beim Rückweg zum alten Editor blieb die Seitenleiste mit den Widgets auf der Strecke. Als neugieriger Mensch MUSS ich Neues gleich ausprobieren.

Die Titelzeile meines Beitrages klingt eher bedrohlich, statt als Fragestellung. Zumindest triggert der Satz in meinen Kopf sofort eine Alarmstufe an. „Pass auf“ reicht schon, die Alarmstufe rot zu aktivieren. Das Ausrufezeichen am Ende des Satzes verstärkt die Alarmstufe zu einem Blink Blink. „Sag nichts falsches“ werde ich gewarnt „Sonst knall`s“ Klare Ansage, es droht Gefahr, wenn ein falsches Wort fällt. Das falsche Wort als Waffe verstanden und schon kann die Luft brennen.

Mit Fragezeichen und einer Ergänzung versehen hat der Satz eine ganz andere Bedeutung und löst in mir die selbst reflektierende Frage aus „Passe ich wirklich auch auf, was ich sage?“ Die richtigen Worte nutzen, damit meine Aussage auch so viel Klarheit bei dem Zuhörer erzeugt, dass ich im Anschluss nicht lange erklären muss, was ich damit gemeint habe. Das ist nicht so einfach und ich bekomme schnell die Rückmeldung im Kindersport oder in der Yogastunde, wenn ich mich nicht klar ausgedrückt habe. Die Teilnehmer machen etwas anders, als ich es gemeint habe.

Aber darauf wollte ich nicht hinaus, sondern darauf, was Worte mit uns machen, und zwar die Worte, die wir selber nicht aussprechen, sondern diesem Part andere übernehmen. Eine Anregung zu diesen Gedanken gab mir das Buch von Wolf Schneider „Wörter machen Leute“ Die Ausgabe, die ich in der Hand halte, stammt aus 1979. Damals gab es noch kein Internet und damit kein Youtube, kein Twitter und und. Ich zitiere:

„Ob das Volk noch denkt? Mehr als 600 Millionen Wörter prasseln im Lauf eines Lebens aus Lautsprechern und Zeitungsspalten auf den Mitteleuropäern nieder – ein Sturzbach von Vorkabeln, treffenden, und verfälschenden, noblen, nichtsnutzigen, qualligen und aggressiven; gespeist von anonymen Redakteuren, die in fernen Sendehäusern sitzen, die Empfänger nicht kennen…..

Wolf Schneider „Wörter machen Leute“

Der Buchautor – er war Journalist – machte Ende der 70iger Jahre die Feststellung, dass die Menschen über Radio und Fernsehen doppelt so viele Worte höre, als sie sprechen. „Man bedenke, wie es vorher war. Der einzelne Mensch sprach eben soviel, wie er andere Menschen sprechen hörte – mit Verschiebungen zugunsten von Häuptlingen und Propheten……“

Nach nur ein paar Seiten in o.g. Buch rattert mein Hirn und analysiert die zurückliegenden 3 Jahre und was diese Zeit mit uns Bürgern gemacht hat. Die 1 : 1 Kommunikation war nahezu aufgehoben und viele selbsternannten Häuptlinge übernahmen die Führung nach dem Motto „Mir nach, Cannalien“

Ohne Kommentar

Vater und Sohn

Vielleicht doch ein Kommentar, aber nur kurz. Es ist einfach nur traurig und für beide Männer gilt „charchait la femme“ (Suchet die Frau).

Der Lauf des Lebens

Seit Tagen versuche ich hier die Seitenleiste wieder herzustellen, aber was sich im Anpassungsmodus darstellt, findet sich nicht auf der Onlineseite wieder. Alle Widgets verschwinden augenblicklich wieder. Ich hoffe, dass mein Text nicht genauso schnell verschwindet. Warten wir es ab.

Kaum ist das Jahr zu Ende, schon zieht das neue Jahre schnell durch das Land. Meine Tage sind wieder angefüllt, mit Kindersport und Yogagruppen leiten. Alles will gedanklich, aber auch handschriftlich vorbereitet werden, d.h. ich stelle Programme auf, die sich, so hoffe ich, sehen lassen können.

Während ich meinem Lauf des Lebens weiter folgen kann, läuft das für andere nicht so gut. Die Nachricht über viel zu frühen Tod von der einzigen Tochter von Elvis Presley – Lisa Marie – erreichte und erschütterte die Welt, zumindest die meisten. Sie folgte ihrem Vater auf ebenso so plötzliche Art und Weise. Die Welt hing an ihr, wie sie an ihrem Vater hing und nun ist sie weg. Er gibt keinen Ersatz. Der einzige männliche Enkel von Elvis hat freiwillig die Welt verlassen. Vielleicht war für ihn der Druck zu groß, permanent mit seinem Großvater vergleichen zu werden? Alles nur Spekulation, alles nur Mutmaßungen.

Aber auch in meiner Nähe spielte sich ein ähnliches Drama ab. Eine meiner Yogafrauen fand ihren Mann, als sie am Abend nach Hause kam, tot am Boden liegend. Er ist, soweit konnte man noch rekonstruieren, von seinem Hometrainer Trimmrad gefallen und lag dort bis seine Frau Hause kam. Die Reanimation schlug fehl. Später konnte man an der Uhr, die alles kann, auch medizinische Werte speichern, ablesen, dass das tragische Ereignis schon 20 Minuten vor dem Eintreffen seiner Frau stattfand.

Wieder einmal machen mir solch dramatische Ereignissen bewusst, wie schnell alles vorbei sein kann, auch das eigene Leben könnte davon betroffen sein. Und ich schaue auf mein Leben, was hinter mir liegt und was vor mir liegt und wie ich diese Zeit verbringen möchte. Ich war ja schon in der Vergangenheit eine Frohnatur und werde mich an diese Leitlinie auch weiter halten, auch wenn die Welt nicht so ist, wie ich sie mir wünsche. Letztendlich glaube ich, dass die Welt so ist, wie ich sie sehe. Es kommt immer auf den Blick und die Blickrichtung an. Das schließt aber nicht aus, dass mein Blick auch auf das fällt, was die Welt grausam macht und manchmal kaum zu ertragen ist, wie z.B. der Putinkrieg.

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