Die Tage sind gezählt

Nein, nicht die Tage meiner Lebenszeit, sondern die Tage bis zu meinem Abflug. D.h. in 72 Stunden werde ich um diese Zeit im Hotel Playa Golf einchecken. Und wir Mädels hoffen darauf, dass wir wieder solch ein schönes Zimmer wie im letzten Jahr bekommen, wie auf dem unteren Bild zu sehen ist. Also in 72 Stunden werde ich es wissen und ich werde es euch wissen lassen.

Hotelbett mit Aussicht

Mit meinen Ablug lasse ich auch für 14 Tage meinen Job als Ehrenamtliche in 3 Sportvereinen hinter mir. Damit bessere ich nicht nur meine Rente auf, sondern ich halte über diese Tätigkeit Kontakt zu allen Altersgruppen von Menschen. Angefangen bei den ganz Kleinen – ab 3 Jahre – bis hin zu denen, die auch noch im Alter fit bleiben wollen. Ich habe mal gezählt, wieviele Menschen ich die Woche über bewege. Da kommen 100 Kinder von 3 – 10 Jahre und 35 Erwachsene zusammen. Wer hätte das gedacht, nicht mal ich 😀 .

Vorbereitung für die Kleinen

Die letzten Arbeitstage des alten Bürgermeisters in Rostock sind auch gezählt. Mit dem letzten Wahlsonntag steht fest, Rostock hat links – ehemaliger Sozialsenator LINKE – und weltoffen – einem Dänen ohne deutschen Pass – gewählt. Am 16.Juni 2019 wird es die Stichwahl zwischen den beiden ersten Kandidaten geben und erst dann werden die Rostocker wissen, wer die Strippen der Stadt in die Hände bekommt. Ich habe meine Stimme gestern schon in den Briefkasten geworfen. Die Briefwahl ist eine tolle Sache, so kann man keine Wahl verpassen. Als gelernter DDR- Bürger kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Wahl ohne meine Stimme an mir vorbei läuft.

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ab und auf

so ist das Leben. Für ´s Leben wird es ja umgekehrt formuliert. Im Leben geht es manchmal auf und und dann ab.

Für die Wohnblocks um mich herum sah es in der Vergangenheit anders aus. Zahlreiche Blöcke wurden abgerissen, denn die Menschen zogen weg. Sie bauten sich ihr eigenes Häuschen im Speckgürtel von Rostock und zogen dort hin, wo sie Arbeit fanden. Die Wohnunsgesellschaften ließen die Blöcke abreißen, die zum Teil leer standen.

Vor knapp 10 Jahren riß man im östlichen Wohngebieten ganze Straßenzüge ab und damit hatte es sich.

20 Jahre wurde darin gewohnt und dann verschwanden die Wohnungen.

Um ihrer zu Gedenken, machte ich damals ein paar Bilder und auch ein Video.

Doch die Zeiten haben sich geändert.

Die Menschen suchen preiswerten Wohnraum, den man in der Innenstadt nicht mehr finden kann. Also wird am Stadtrand wieder aufgebaut und die Lücken werden geschlossen.

Na super, es wird wieder gewohnt in den schnöden Plattenbausiedlungen.

Der „Papst“

„Was, du kennst die alte urige Kneipe nicht?“ Nein. Sohnemann kannte sie noch nicht. Ich erzählte ihn von den urigen Kneipen, die Bo. ab und an in seinem Blog zeigt. Wir waren grade unterwegs zum Stadthafen, als wir drüber sprachen. Wir wollen nach dem Essen in der Stadt den sonnigen Dienstag nutzen und am Stadthafen Richtung Heimat zu gehen. Da dem Gespräch erinnerte ich mich an eine alte Seemannskneipe, die es schon 150 Jahre in Rostock gib „Zur Kogge“.

Ich war auch schon seit 10 Jahren nicht mehr da und weil die „Kogge“Q auf unseren Weg lag, zog es Sohnemann, wie sollte es auch anders sein, in die unbekannte urige Kneipe. Eine alte urige Kneipen, da leuchten seine Augen und nun, wo er von ihr erfahren und einen freien Tag hatte, wollte er die „Kogge“ unbedingt auch von innen sehen. Also lies ich mich überreden und ging mit. Die Kogge erinnertne mich noch einmal an meinen verstorbenen Ex-Mann der viele Jahre dort als Koch arbeitete.

Schon an der Eingangtür wurde man auf die Historie hingewiesen – anno 1856

Ein altes ehrenwertes Haus, dass seiner Gründung schon sehr viel gesehen und erlebt haben musste. Die Inneneinrichtung wurde wie eine Kogge gebaut, mit Ober- und Unterdeck. Wir nahmen im Unterdeck Platz. Wer da wohl alles schon ein und ausgegangen sein muss?

Alte Erinnerungsfotos zeigen den Besuchern, wie man es sich damals in der Kogge gut gehen lies.

Das bekannteste und älteste Inventar, der Tresen. Den gibt es schon seit 1859 und ist für jeden, der die Lokalität das erste mal betritt, sofort ein Foto wert. Der hat nun wirklich alles gesehen, was sich in der Lokalität seit 150 Jahren abgespielt hat. Doch was rechts zu ihm noch zu entdecken gab, dass das hat der Tresen noch nie sehen können. Aber ein zu reichlicher Ausschank hat so machen Feierwütigen in den hinteren Raum gezwungen.

Nach einem großen „Rostocker“ musste Sohnemann erst mal nach hinten für kleine Jungs. Er kam mit Staunen wieder zurück. Sowas hatte er noch nie gesehen. Mit weiten Armen zeigte er mir, wie groß das Becken im Herrenklo war. Es sah wie ein übergroßes Pullerbecken, doch die Abschrägung fehlte. Und um mir den Abfluss zu beschreiben, brauchte er beide Hände. Kann es das sein, was wir dabei dachten? Er holte sich Gewissheit beim Kellner. Ja, wir lagen richtig. Es war ein großes Kotzbecken oder auch Speibecken genannt und dieses nannte man in der Kogge „Den Papst“ . Es wäre das Größte in Europa, wusste er mit Stolz zu berichten. Ich hab s nicht gesehen, aber die weit ausgebreiteten Arme meines Sohnes ließen darauf schließen, das der Durchmesser in etwas1 Meter große gewesen sein musste.

mein SoftDrink -Wodka-Soda – würde mich zum Glück nicht geradewegs zum „Papst“ führen. Ich sah später nach, einen „Papst“ fürs Weibervolk gab es nicht 😉

Der Seebär in der Ecke sah uns zu. Und wie auf dem Foto gut zu erkennen ist, es wurde an dem runden Tisch schon kräftig gefeiert.

Wer noch mehr über die historische Kogge erfahren möchte, wird in diesem kurzen Bericht, den der NDR vor 6 Jahren machte, noch über weitere Begebenheiten in der Geschichte der urigen Kneipe erfahren.

Und für alle, die einen Besuch in Rostock planen, es lohnt sich, diese Lokalität auch auf seinen Zettel auf haben 🙂

Nix neues…

gibt es aus Rostock und meinen Leben zu berichten. Mein Leben läuft und läuft, kaum habe ich mich am Morgen aus den Federn erhoben, ist der Tag auch schon vorbei. Die Tage unterscheiden sich nur durch die Richtung, in die ich gehe oder fahre und mit welchen Menschengruppen ich an den Tag arbeite. Ich wechsle vom Kindersport, zu Yoga und Breitensport.

Vor kurzem überschlug ich die Anzahl der Kinder, die zusammengerechnet in den Gruppen sind. Es sind ja fast 100 Kinder. Nicht schlecht, Herr Specht. Deren Namen ich mir aber merken muss, will ich sie persönlich ansprechen. Das wäre kein Problem wenn ihre Eltern ihnen Namen wie Paul oder Willi gegeben hätten. Nein, heute bekommen die Kinder Namen wie Liara oder Kiara oder Alea. Und dann sind sie noch auseinander zu halten und ich darf nicht zu verbiestern zwischen, Lina, Lea, Leni, Lara oder Laura. Und immer wenn ich mich irre, hagelt es Protest. Ja..manchmal schwirrt mir wirklich der Kopf, wegen der unbekannten oder ähnlich klingenden Namen. Aber es macht Spaß, mit all den Kindern im Alter von 3 – 10 Jahren zu arbeiten. Die Fantasie muss ins Spiel gebracht werden, damit die Kinder sich immer wieder neu herausgefordert fühlen

Im Wohngebiet wird wieder gebaut, aufgebaut, was vor Jahren abgerissen wurde. Seit Monaten werden die Löcher, die die Wohnungsgesellschaften zuvor in die Struktur der Wohngebietes gerissen haben, wieder aufgebaut. Dazu muss man wissen, dass dieses Wohngebiet – in den 80iger Jahren begonnen – nach den neusten Erkenntnissen über Windkanäle gebaut wurde. D.h. wenn über Deutschland ein heftiger Sturm weht, fliegt von meinem Balkon nicht mal die Zeitung, die ich dem Balkontisch hab liegen lassen.. Doch als man einige Blöcke abriss, wurde es auch in meinem Wohngebeit ungemütlich und zugig. Zur Zeit aber fühle ich mich von Baukränen regelrecht umzingelt

Jeder freie Fleck wird gegenwärtig bebaut. Aus dem schnöden Plattenbauwohngebiet soll jetzt was Besseres werden?

Ich lasse mich überraschen. Man plant für die nahe Zukunft sogar einen Bürgerpark. Wir werden sehen, denn dieser wir von der Stadt aufgebaut, wofür die entsprechenden Fördergelder schon bereit gestellt wurden.