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Hanse Sail 2019

Viel gesehen hatte ich nicht, wenn man davon ausgeht, dass die Hanse Sail 2019 von Donnerstag bis Sonntag geht, d.h. sie ist immer noch, während ich hier schreibe, am laufen, war es fast gar nix, was ich mir gesten angesehen habe. . Nur 90 Minuten lief ich über den Stadthafen , nur mit einem Begleiter, meiner Kamera. Meine Familie hatte noch nie Bock auf Menschenmassen. Also ziehe ich allein los. Doch dieses Jahr musste ich mich echt motivieren. damit die 29. Hanse Sail nicht ganz ungesehen, an die mir vorbei rauscht.

Ein paar männliche Vorboten der Hanse Sail hatte ich schon in der Stadt gesehen. Männer in Seemannsuniformen sehen für´s Frauenauge ja immer schneidig aus 😀 und auch meinen Blick zogen sie an, ich sah ihnen nicht nur nach, sondern fotografierte ihnen auch hinterher. Bevor sie hinter der Hausecke verschwanden erwischte meine Kamera sie noch auf den letzten Pfiff.

Warum mir die Motivation fehlte? Ich glaube, es war eine Kombination aus Müdigkeit und Lustlosigkeit. Seit Tagen fühlte sich das Wetter in Rostock labberig an. Lauwarm und bewölkt, kein Reizklima, das ließ meinen Blutdruck noch tiefer sinken, als er ohnehin schon ist. Vielleicht zog die Müdigkeit die Lustlosigkeit auch nach sich. Mit einem inneren Schups verließ ich gestern nachmittag endlich das Haus, mit der Absicht, mich unter die Leute zu wagen, die dicht gedrängt den Stadthafen rauf- und runter gingen. Im Gegensatz zum Rest meiner Familie beleben mich Menschenmassen, ich tanke regelrecht Energie auf und darauf hoffe ich gestern auch. Es funktionierte.

Kaum stand ich im Gedränge, schon verflogt die Trägheit aus meinen Knochen. Die Sonne schien und die Menschen waren bester Laune und hatten Spaß, wie man auf dem Bild sehen kann. …..

….und meine Kamera hatte gleich zu tun, um alle die Boote und Segelschiffe für meine Ewigkeit festzuhalten. Zuerst fiel mir das kleine Boot ins Auge. Es legte grade ab, als ich am Kai vorbei lief. Ich gehe dort nur noch selten entlang – es war mal meine Lieblingsspaziermeile – weil die gegenüberliegenden Bauten massiv und furchtbar die schönen Kulisse verdorben haben. Die Städtebauer haben auf dem Stückchen Land direkt am Wasser dicht gedrängt hohe Gebäude errichten lassen. Die Menschen, die dort für hohe Mieten leben werden, haben weniger grün um sich herum. als ich in meinem schnöden Neubauviertel. Natürlich haben die Bewohner in der Randlage den begehrten Blick auf das Wasser, aber der Rest schaut nur auf Mauern und Fenster der Nachbarhäuser. Naja..genug gemault, weiter geht´s .

Als nächstes fiel mir eine Rostlaube namens Undine ins Auge. Ich glaube, sie wird jedes Jahr zu Hanse Sail zur Schau gestellt.

Obwohl UNDINE so viel Rost angesetzt hatte oder vielleicht auch deshalb, UNDINE war für jeden Fotografen ein beliebtes Fotomodell und immer hatte ich einem Fotografen vor der Nase, der schneller an sein Model dran war, als ich. 😀 Auf dem Foto sah die rostige UNDINE sogar noch schöner aus.

Aber ist wollte noch mehr von der Hanse Sail sehen, als nur UNDINE. Dieses Jahr lagen auch die größeren Segelschiffe im Stadthafen und nicht wie sonst am Kai von Warnemüde. Aber wirklich schön sehen sie aus, wenn sie mit aufgeblähten Segeln auf dem Wasserweg unterwegs waren. Doch den Anschluß hatte ich verpasst, denn für die Windjammer- Parade hätte ich mich um 10 Uhr auf der Mole von Warnemünde platzieren müssen., dann hätte ich auch solch prächtige Segelschulschiffe wie die Krutenshtern gesehen.

Als ich endlich in die Püschen kam, hatte man die Segel schon eingezogen.

Statt dessen nahm ich die Kleinboot- Parade ab 😀

Dann endlich bekam ich doch etwas besonderes zu sehen – jaaa…ein Drachenboot und gleich mit 3 Köpfen 😀 Auch ein blindes Hund findet mal ein Korn 😀

Damit hatte sich meine Ausbeute von Bildern an tollen Segelbooten schon erschöpft. Dafür gab es dieses Wirrwarr von Masten, Seilen und Menschen, was ich noch auf meiner Kamera festhalten konnte.

Dann wandte ich mich dem Volksfest der Hanse Sail zu und sah den Line Dancern eine Weile zu. In Line tanzen, das ist etwas für jung und alt, dick oder dünn, egal, jeder kann mit machen, wer Spaß daran hat und wer nicht nur was für seinen Kreislauf sondern auch für seinen Kopf tun will. Die zahlreichen Schrittkombinationen mit vor-, zurück- und seitwärts Bewegungen muss Mann oder Frau sich gut merken könne, will man nicht aus der Reihe tanzen.

An den mittelalterlichen Piraten kam ich auf den Weg zu nächsten Bühne nicht vorbei, ohne sie für meinen Blog zu verewigen.

Auf der nächsten Bühne wurde es rockig. Die Jungs hatten mich null komma nix in ihren Bann gezogen. Handgemachte Musik mit starken Gitarrensound, was will man mehr.

Die Jungs warfen ihre Haare im Rhythmus ihrer Musik von rechts nach links.

Die jungen Künstler – die nennen sich Lout Shout Band – ließen den guten alten Rock´n Roll wieder aufleben. Neben eigenen Songs gab es auch etwas von AC DC zu hören.

Die Jungs kamen zwar nicht so hart rüber, wie die echten ACDCs , gaben aber alles. Der durchdringende Gitarrensound des Intros drang schnell unter meine Haut und ich vergaß dabei sogar die dicken Regenwolken, die sich über unsere Köpfe zusammenschoben.

Kaum hatten die Band sich verabschiedet, öffneten sich die Schleusen der Regenwolken und ich nahm den kürzesten Weg zur Straßenbahn. Als ich aus der Bahn wieder ausstieg, war der Himmel schon wieder blau und die Sonne strahlte hell und frisch über die Hanse Sail 2019.

Was ist sonst noch alles verpasst habe, kann am in diesem Artikel der Ostsee- Zeitung nachlesen.

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ist mir Scheiß egal….

Nein, damit war nicht eine Aussage von mir gemeint. Bevor mir solch ein Satz rausrutscht, muss es schon ganz ganz dicke kommen. Den Satz hörte ich gestern ist der S-Bahn nach Warnemünde. Die S-Bahn vom Hauptbahnhof Rostock nach Warnemünde fährt alle 7 Minuten. Die Bahn ist lang, aber nicht doppelstöckig. Ich wollte gestern auf halber Strecke zusteigen, als die Ansage kam, dass eine Bahn auffällt. Sohnemann: „Ohje..dann wird die nächste Bahn knall voll sein“ Und so war es auch. Als die nächste Bahn einfuhr, fanden wir kaum Platz zum stehen, die die nach mir in dein Zug einsteigen wollten, mussten sich schon quetschen.

An der nächsten Haltestelle das selbe Spiel. Die aussteigen wollten, mussten sich akrobatisch zur Tür vorarbeiten und die einsteigen wollten , sahen besorgt in die prall gefüllte S-Bahn. Ob sie noch mit einsteigen können? Ich konnte die Fragezeichen auf ihrem Kopf regelrecht tanzen sehen. Aber ich hatte Glück. beim Wechseln konnte ich einen Sitzplatz ergattern. Na super. Nur noch ein paar Haltestellen, dann bin ich in Warnemünde.

Aber Pustekuchen, die S-Bahn rührte sich nicht von der Stelle und statt dessen melde sich eine jung klingende Stimme aus den Lautsprechern. Es wurde eine dringende Ansage von Lokführer gemacht. „Wenn ihr dahinten nicht gleich aufhört, Blödsinn zu machen und die Tür weiter blockiert, dann bleibe ich hier stehen. Das ist mir scheiß egal. ich habe erst um 23 Uhr Feierabend.“

„Houw…ich habe die gesprochen.“ …wir Fahrgäste sahen uns lachend an. Wahrscheinlich hatten im hintern Wagen einige Fahrgäste zu nah an der Tür gestanden und damit die Abfahrt blockiert. Der Lokführer fand das gar nicht lustig.

Aber bei dem Wetter, das wir gestern hatten, strömten Massen von Menschen Richtung Warnemünder Strand. Ich war rundum von Menschen umzingelt, dabei war es schon vorgerückter Nachmittag.

Auf der Brücke wartete schon der weiße Mann auf die „Zugereisten“ und begrüßte den einen mit einem Pfeifen, den anderen mit einem Handschlag oder Handkuss, wie man auf dem Bild gut sehen kann. Wer öfter in Warnemünde ist, kennt den weißen Mann sicher schon. Er steht schon seit Jahren an der selben Stelle und verdient seinem Lebensunterhalt als lebende Statur. Die Massen strömen zum Strand.

Etwas Abseits vom Alten Strom wurde es wieder ruhig und man begegnete nur ab und zu Menschen.

Der Park ist unweit vom Strand und man kann sich nach einem Strandtag in ihm wunderbar erholen. Für die Leseratten findet sich im Park eine Saule…

die sich „Bücherbüxe“ nennt und man kann sich Bücher nehmen oder auch ausgelesene Bücher darin deponieren. Ein perfekten Geben und Nehmen für Leseratten und solche, die es werden wollen.

Der zweite Park – dafür muss man eine Straße übergueren – , nennt sich Stephan- Janzen-Park und entstand 1999 aus deinem Friedhofsgelände. In dem geht es noch besinnlicher zu, denn der Besucher teilt den Park mit berühmten Verstorbenen der Stadt.

Warnemünde hat halt für jeden Platz. Für die Einwohner sowieso und jeder der dort leben darf, kann sich glücklich schätzen. Für viele viele Urlauber und noch mehr Tages- und Badegäste.

Und für die, die es lieber ruhiger und abgeschiedener mögen und für die, die in Warnemünde ihre ewige Ruhe gefunden haben.

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Bunt ist die Welt

Am Wochenende war es wieder mal soweit. Der Tag, an dem viele Menschen auf den Straßen in Rostock zeigen wollten, wie bunt die Menschen sind. Mit schillernden und extrem weiblichen Kostümen zogen die Menschen durch die Straßen von Rostock. Aber es ging nicht um sie bunten schillernden Kostüme, sondern um die unterschiedlichen sexuellen Ausrichtungen der Menschen, die in der Vergangenheit gern an den Rand der Gesellschaft gestellt wurden. Der CSD in Rostock fand am 20.Juli 2019 statt.

Mit meinen Enkelkindern stand ich am Straßenrand. Wir waren nur Zuschauer. Sie sind noch Teenies und mochten anfangs den Lärm und vor allen Dingen die Menschenmassen nicht, die sich für den bevorstehenden Umzug auf dem Marktplatz zusammen fanden, Aber dann fanden sie doch Gefallen daran. Vielleicht marschieren sie in nächsten Jahr sogar mit. Wer weiß. Meine große Enkeltochter notierte sich schon mal den Termin für den CSD 2020 in ihrer Heimatstadt.

Wer keine schrille Kleidung tragen wollte, hüllte sich in ein buntes Tuch, einer Regenbogenfahne. Die Farben variierten, so wie die Bedeutung der Regenbogenfahnen variierten. Mich bewegen solchen Moment immer etwas, Stehen sie doch für friedliches und tolerantes Leben miteinander. Ich fragte mich schon in jungen Jahren, warum man Menschen, die z.B. schwul oder lesbisch waren,, anders sah, als jeden anderen auch? Mensch ist und bleibt doch Mensch, egal, was er sexuell bevorzugt. Das konnte als junge Frau schon nicht begreifen.

Zum Glück haben die Schwulen und Lesben in Deutschland wie in vielen anderen Ländern auch, ein ganz normales Dasein. Und doch sind sie immer noch Ziel von Übergriffen und sie müssen sich für die Gesellschaft unermüdlich präsentieren, so wie sie sind und weiter für Toleranz werben.

Leider musste das anschießende Straßenfest vorzeitig beendet werden, Wegen einer Unwetterwarnung mussten alle Zelte schon um 19 Uhr abgebrochen werden.

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Sonnenuntergänge

Heute mache ich es mir ganz einfach. Setze ein Bild nach dem anderen in den Blog. Bilder sprechen ja bekanntlich für sich.

Im Juni geht die Sonne auf Mallorca immer hinter dem höchsten Punkt von Palma unter und damit hatten wir jeden Abend ein wunderschönes Naturschauspiel mit einem perfekten Aussichtspunkt. Wie brachten uns in Positur und warteten jeden Abend auf das Lichtspiel der untergehenden Sonne.

Einige Bilder nahm ich mit meinen mittelmäßigen Smartphone auf, andere Fotos machte ich mit meiner richtigen Kamera. Daher ist die Bildqualiät untertschiedlich.

Und wir nahmen alles an Abendsonne mit nach Hause. Frauen gönnen sich ja sonst nix 🙂

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der Himmel kann warten

Und, kaum hab ich mich einmal umgesehen, ist mein Urlaub auf Mallorca in die Geschichte eingegangen. Kaum zu glauben. Heut sah ich mir noch einmal die Bilder an und kann gar nicht glauben, dass ich für 9 Tage in die Spanien war. Aber noch weniger konnte ich glauben, dass die Möglichkeit bestand, dass ich gar nicht erst an meinem Urlaubsort ankommen könnte. Nur ab und zu holte mich ein Gedanke ein. Was ist, wenn der Flieger abstürzt? Kaum taucht ein ängstlicher Gedanke zum Fliegen auf, wische ich ihn auch schon fort. Täglich gehen tausende und abertausende Flugzeuge in die Luft und alle sind heil wieder runter gekommen. Warum also sollte der Flieger von „Condor“ nicht auch heil runterkommen?

Bevor wir als Mädelsgruppe gemeinsam in die Luft gehen können, musste ich vor meiner Abreise noch ein paar Vorbereitungen treffen. Dann standen endlich der Reisekoffer vor der Tür und meine Fahrt mit dem Fernbus nach Kiel war meine erste Etappe für unsere gemeinsame Reise.

Am nächsten Morgen .. ach, was schreibe ich, noch in der Nacht stand das Taxi vor der Tür. Zu um 3.20 Uhr bestellt und es stand pünktlich bereit. Nach einer knappen Stunde Schlaf mussten Schwesterherz und ich uns wieder aufraffen, der Flieger wird auf uns nicht warten. Mein Schwester wohnt am Stadtrand von Kiel und wir machten uns deshalb als erste auf den Weg. Unterwegs würde die 3.aus unserem Bunde noch dazu kommen und gemeinsam sollte es zum Flughafen Hamburg gehen.

Meine Schwester setzte sich neben den Taxifahrer und ich döste auf dem Hintersitz. Kaum Verkehr auf der Straße, nur ein paar LKW s zogen auf der Gegenfahrbahn an uns vorbei. Ich sah aus dem Seitenblick ihre gefühlten tausend Lichter auf Motorhaube und rund um die Fahrerkabine. Ich wusste gar nicht, dass die Brummis bei Nacht wie überbelichtete Tannenbäume aussehen.

Es rauschte ein Brummi seitlich vorbei, schon kam der nächste Brummi und der nächste Brummi war auch schon in Sicht. Einer nach dem anderen, kurz hinter einander. Der dritte Brummis hätte auch an meinem linken Auge vorbei fahren müssen, tat er aber nicht Unausgeschlafen, wie ich war, wunderte ich mich, dass das Lichtermeer des Brummis direkt auf uns zu fuhr und nicht, wie anderen wenige Momente zuvor, nicht links an uns vorbei fuhr. „Warum fährt er auf uns zu?“ Irgendwas stimmt da nicht. Irgendwas ist hier nicht richtig. Während ich mich wunderte und mich fragte, was hier nicht richtig ist, machte der Taxifahrer eine Vollbremsung und lenkte das Auto zeitgleich nach rechts. Ruckartig standen wir am rechten Rand eine Straßengrabens und nun stimmte auch das Bild wieder, was ich sah. Der Brummis zog links an uns vorbei.

„Wollte der uns überfahren?“ fragte ich naiv. Ich war noch nicht aus meinen Wundermodus raus. Hatte ich vielleicht als nächstes gedacht, das Taxi fährt die Flügel aus und überwindet im Überflug dem Brummi, der von der Gegenrichtung auf unserer Fahrbahn kam? Der Taxifahrer wetterte dem Brummifahrer hinterher, weil dieser wahrscheinlich mit Augen zu und durch auf unserer Fahrbahn die beidenBrummis überholen wollte und Dank des Taxisfahrer an uns vorbei rauschen konnte. Er hatte ja grade zu einem Überholmanöver angesetzt und deshalb beschleunigt. „Klar, wir wären jetzt platt gewesen. Den Frontalzusammenstoß hätten wir nicht überlebt“ sagte meine Schwester.

Ich fasse für mich zusammen. An diesem Morgen wären wir auch unter diesem Umstanden in den Himmel gegangen und ich wahrscheinlich mit dem fragenden Gedanken, warum der 3. Brummi nicht links an uns vorbei zieht, wie die anderen beiden auch, sondern seine Lichter direkt auf die Frontscheibe des Taxis zufahren. Für mich war der Moment so ein Art Nahtoderfahrung, bei der ich feststellte, dass meine Seele wundernd in die Himmel aufgestiegen wäre. Ich erinnerte mich noch an den Titel der letzten Blogeintrage „Die Tage sind gezählt“ Ich fand sie damals makaber und deshalb lustig.

Doch das Schicksal hatte zum Glück für uns zwei Schwestern kein so dramatisches plötzliches Ende vorgesehen und vor uns lagen wieder 9 lustige gemeinsame Tage auf Mallorca. Unser Flieger hob pünktlich 6.20 Uhr vom Hamburger Flughafen ab.

Von dem Schrecken in den frühen Morgenstunden erholten wir uns schnell, denn unser Fokus war ja auf Urlaub gerichtet. Nur ab und an schoss mit der Schrecken wegen des Beinaheunfalls noch in die Glieder.

Hotelzimmer mit Ausblick

Wie erhofft bekamen wir wieder ein Hotelzimmer in der oberen Etage und die Bucht lag wieder vor unseren Füßen. Die Mädels legten erst mal die Füße hoch und ich hielt den Moment auf der Kamera fest.

Der erste Urlaubstag kann beginnen

Nein, auf dem Tisch liegen keine Zigaretten, sondern ein Rommyspiel. Die Mädels haben endlich das Rauchen hinter sich gelassen und da dachte ich, falls sie doch noch eine Jieper auf eine Zigarette bekommen, dann sollten sie sich z.B. mit einen Kartenspiel ablenken können. Aber sie bekamen weder einen Jieper noch spielen wir Karten.

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Die Tage sind gezählt

Nein, nicht die Tage meiner Lebenszeit, sondern die Tage bis zu meinem Abflug. D.h. in 72 Stunden werde ich um diese Zeit im Hotel Playa Golf einchecken. Und wir Mädels hoffen darauf, dass wir wieder solch ein schönes Zimmer wie im letzten Jahr bekommen, wie auf dem unteren Bild zu sehen ist. Also in 72 Stunden werde ich es wissen und ich werde es euch wissen lassen.

Hotelbett mit Aussicht

Mit meinen Ablug lasse ich auch für 14 Tage meinen Job als Ehrenamtliche in 3 Sportvereinen hinter mir. Damit bessere ich nicht nur meine Rente auf, sondern ich halte über diese Tätigkeit Kontakt zu allen Altersgruppen von Menschen. Angefangen bei den ganz Kleinen – ab 3 Jahre – bis hin zu denen, die auch noch im Alter fit bleiben wollen. Ich habe mal gezählt, wieviele Menschen ich die Woche über bewege. Da kommen 100 Kinder von 3 – 10 Jahre und 35 Erwachsene zusammen. Wer hätte das gedacht, nicht mal ich 😀 .

Vorbereitung für die Kleinen

Die letzten Arbeitstage des alten Bürgermeisters in Rostock sind auch gezählt. Mit dem letzten Wahlsonntag steht fest, Rostock hat links – ehemaliger Sozialsenator LINKE – und weltoffen – einem Dänen ohne deutschen Pass – gewählt. Am 16.Juni 2019 wird es die Stichwahl zwischen den beiden ersten Kandidaten geben und erst dann werden die Rostocker wissen, wer die Strippen der Stadt in die Hände bekommt. Ich habe meine Stimme gestern schon in den Briefkasten geworfen. Die Briefwahl ist eine tolle Sache, so kann man keine Wahl verpassen. Als gelernter DDR- Bürger kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Wahl ohne meine Stimme an mir vorbei läuft.

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ab und auf

so ist das Leben. Für ´s Leben wird es ja umgekehrt formuliert. Im Leben geht es manchmal auf und und dann ab.

Für die Wohnblocks um mich herum sah es in der Vergangenheit anders aus. Zahlreiche Blöcke wurden abgerissen, denn die Menschen zogen weg. Sie bauten sich ihr eigenes Häuschen im Speckgürtel von Rostock und zogen dort hin, wo sie Arbeit fanden. Die Wohnunsgesellschaften ließen die Blöcke abreißen, die zum Teil leer standen.

Vor knapp 10 Jahren riß man im östlichen Wohngebieten ganze Straßenzüge ab und damit hatte es sich.

20 Jahre wurde darin gewohnt und dann verschwanden die Wohnungen.

Um ihrer zu Gedenken, machte ich damals ein paar Bilder und auch ein Video.

Doch die Zeiten haben sich geändert.

Die Menschen suchen preiswerten Wohnraum, den man in der Innenstadt nicht mehr finden kann. Also wird am Stadtrand wieder aufgebaut und die Lücken werden geschlossen.

Na super, es wird wieder gewohnt in den schnöden Plattenbausiedlungen.

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Der „Papst“

„Was, du kennst die alte urige Kneipe nicht?“ Nein. Sohnemann kannte sie noch nicht. Ich erzählte ihn von den urigen Kneipen, die Bo. ab und an in seinem Blog zeigt. Wir waren grade unterwegs zum Stadthafen, als wir drüber sprachen. Wir wollen nach dem Essen in der Stadt den sonnigen Dienstag nutzen und am Stadthafen Richtung Heimat zu gehen. Da dem Gespräch erinnerte ich mich an eine alte Seemannskneipe, die es schon 150 Jahre in Rostock gib „Zur Kogge“.

Ich war auch schon seit 10 Jahren nicht mehr da und weil die „Kogge“Q auf unseren Weg lag, zog es Sohnemann, wie sollte es auch anders sein, in die unbekannte urige Kneipe. Eine alte urige Kneipen, da leuchten seine Augen und nun, wo er von ihr erfahren und einen freien Tag hatte, wollte er die „Kogge“ unbedingt auch von innen sehen. Also lies ich mich überreden und ging mit. Die Kogge erinnertne mich noch einmal an meinen verstorbenen Ex-Mann der viele Jahre dort als Koch arbeitete.

Schon an der Eingangtür wurde man auf die Historie hingewiesen – anno 1856

Ein altes ehrenwertes Haus, dass seiner Gründung schon sehr viel gesehen und erlebt haben musste. Die Inneneinrichtung wurde wie eine Kogge gebaut, mit Ober- und Unterdeck. Wir nahmen im Unterdeck Platz. Wer da wohl alles schon ein und ausgegangen sein muss?

Alte Erinnerungsfotos zeigen den Besuchern, wie man es sich damals in der Kogge gut gehen lies.

Das bekannteste und älteste Inventar, der Tresen. Den gibt es schon seit 1859 und ist für jeden, der die Lokalität das erste mal betritt, sofort ein Foto wert. Der hat nun wirklich alles gesehen, was sich in der Lokalität seit 150 Jahren abgespielt hat. Doch was rechts zu ihm noch zu entdecken gab, dass das hat der Tresen noch nie sehen können. Aber ein zu reichlicher Ausschank hat so machen Feierwütigen in den hinteren Raum gezwungen.

Nach einem großen „Rostocker“ musste Sohnemann erst mal nach hinten für kleine Jungs. Er kam mit Staunen wieder zurück. Sowas hatte er noch nie gesehen. Mit weiten Armen zeigte er mir, wie groß das Becken im Herrenklo war. Es sah wie ein übergroßes Pullerbecken, doch die Abschrägung fehlte. Und um mir den Abfluss zu beschreiben, brauchte er beide Hände. Kann es das sein, was wir dabei dachten? Er holte sich Gewissheit beim Kellner. Ja, wir lagen richtig. Es war ein großes Kotzbecken oder auch Speibecken genannt und dieses nannte man in der Kogge „Den Papst“ . Es wäre das Größte in Europa, wusste er mit Stolz zu berichten. Ich hab s nicht gesehen, aber die weit ausgebreiteten Arme meines Sohnes ließen darauf schließen, das der Durchmesser in etwas1 Meter große gewesen sein musste.

mein SoftDrink -Wodka-Soda – würde mich zum Glück nicht geradewegs zum „Papst“ führen. Ich sah später nach, einen „Papst“ fürs Weibervolk gab es nicht 😉

Der Seebär in der Ecke sah uns zu. Und wie auf dem Foto gut zu erkennen ist, es wurde an dem runden Tisch schon kräftig gefeiert.

Wer noch mehr über die historische Kogge erfahren möchte, wird in diesem kurzen Bericht, den der NDR vor 6 Jahren machte, noch über weitere Begebenheiten in der Geschichte der urigen Kneipe erfahren.

Und für alle, die einen Besuch in Rostock planen, es lohnt sich, diese Lokalität auch auf seinen Zettel auf haben 🙂

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Nix neues…

gibt es aus Rostock und meinen Leben zu berichten. Mein Leben läuft und läuft, kaum habe ich mich am Morgen aus den Federn erhoben, ist der Tag auch schon vorbei. Die Tage unterscheiden sich nur durch die Richtung, in die ich gehe oder fahre und mit welchen Menschengruppen ich an den Tag arbeite. Ich wechsle vom Kindersport, zu Yoga und Breitensport.

Vor kurzem überschlug ich die Anzahl der Kinder, die zusammengerechnet in den Gruppen sind. Es sind ja fast 100 Kinder. Nicht schlecht, Herr Specht. Deren Namen ich mir aber merken muss, will ich sie persönlich ansprechen. Das wäre kein Problem wenn ihre Eltern ihnen Namen wie Paul oder Willi gegeben hätten. Nein, heute bekommen die Kinder Namen wie Liara oder Kiara oder Alea. Und dann sind sie noch auseinander zu halten und ich darf nicht zu verbiestern zwischen, Lina, Lea, Leni, Lara oder Laura. Und immer wenn ich mich irre, hagelt es Protest. Ja..manchmal schwirrt mir wirklich der Kopf, wegen der unbekannten oder ähnlich klingenden Namen. Aber es macht Spaß, mit all den Kindern im Alter von 3 – 10 Jahren zu arbeiten. Die Fantasie muss ins Spiel gebracht werden, damit die Kinder sich immer wieder neu herausgefordert fühlen

Im Wohngebiet wird wieder gebaut, aufgebaut, was vor Jahren abgerissen wurde. Seit Monaten werden die Löcher, die die Wohnungsgesellschaften zuvor in die Struktur der Wohngebietes gerissen haben, wieder aufgebaut. Dazu muss man wissen, dass dieses Wohngebiet – in den 80iger Jahren begonnen – nach den neusten Erkenntnissen über Windkanäle gebaut wurde. D.h. wenn über Deutschland ein heftiger Sturm weht, fliegt von meinem Balkon nicht mal die Zeitung, die ich dem Balkontisch hab liegen lassen.. Doch als man einige Blöcke abriss, wurde es auch in meinem Wohngebeit ungemütlich und zugig. Zur Zeit aber fühle ich mich von Baukränen regelrecht umzingelt

Jeder freie Fleck wird gegenwärtig bebaut. Aus dem schnöden Plattenbauwohngebiet soll jetzt was Besseres werden?

Ich lasse mich überraschen. Man plant für die nahe Zukunft sogar einen Bürgerpark. Wir werden sehen, denn dieser wir von der Stadt aufgebaut, wofür die entsprechenden Fördergelder schon bereit gestellt wurden.

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Glück gehabt..

das Wetter war super. Nachdem der Orkansturm Zeetje das Turmleuchten am 1.1.2019 im wahrsten Sinne des Wortes regelrecht weggeblasen hatte.

Kaum hatten damals die Veranstalter nach wochenlanger Vorbereitung all ihre Technik zum 1.1. 2019 aufgebaut, mussten sie alles null Komma nix wieder abbauen. Trotz des extremen Sturmes besuchten viele Warnemünde. Sie folgten dem Naturschauspiel. Sie sahen zu, wie das Wasser über die Mole stäubte oder wie Wagemutige sich in die Wellen stürzten.

surfen bei Orkansturm ..endlich Wellen an der Ostsee

Man musste sich auf der Mole schon gegen den Sturm stemmen um vorwärts zu kommen. Die eisige Kälte hielt meine Spaß an den Naturextrem in Grenzen. Wenig später wurde der Nachholetermin für die Turmleuchten bekannt geben, am 6. April.

Am 6. April herrschten nahezu sommerliche Temperaturen und nicht nur das Wetter lockte viele Besucher nach Warnemünde. Alle wollten das Licht – Laser- und- Feuerwerk- Spektakel Turmleuchten erleben. Wer die Promenade in Warnemünde kennt, weiß, es muss richtig eng geworden sein. Ich mischte mit 3 von meinen 5 Enkelkindern auch unter die Massen. Der Rest meiner Familie verzichtete lieber das die „extra kuschlige“ auf der Promeade. Mir macht es nichts aus. eng an eng zu stehen. Ich sehe nach vorn und gut ist es. Meinen kleinen Begleitern ging es ebenso.
Das „Bombenwetter“ war natürlich perfekt für die große Show und schon am Nachmittag strömten die Menschen von allen Seiten Richtung Leuchtturm.

Zustrom über eine Nebenstraße
das sommerlich warme Wetter lud zum Sonnenbaden ein
das Klettergerüst am Strand hing voller Kinder
jeder suchte dann besten Ausschauplätzen
Bis zum Beginn sind es noch 90 Minuten, es ist noch zu hell. Die Zeit muss vertreiben werden

Dann endlich, es ging los.

Das große Staunen konnte beginnen
das große Staunen konnte beginnen

Die Lichtverhältnisse hatten sich für das große Spektakel entwickelt, es war dunkel. 20.45 Uhr wurde des Startknopf von einem 9 Jährigen gedrückt und das 30 minütige große Staunen konnte beginnen.

Das Licht- Feuerwerks- und Musikspektakel versetzte mich in die unterschiedlichsten Stimmungen und besonders emotional war das Gedenken an die lieben Menschen, die nicht mehr bei uns Erdenmenschen sein können. Da musste ich doch etwas mit dem Tränen kämpfen.

Nach 30 Minuten kehrte die Realität zurück und die Menschenmassen strömten Richtung S-Bahn. Dem Nahverkehr stand nun eine große Aufgabe bevor. 75 000 Menschen strömten Richtung S-Bahn. Wer schon mal in Warnemüde war, weiß, dass der Weg zum S-Bahnhof nur über eine Brücke führt.

Allen haben das selbe Ziel – S-Bahnhof hinter der Brücke

Damit zu guter Letzt kein Unglück passiert, wurde die Brücke zeitweilig gesperrt und die Menschenmassen mussten auf dir Freigabe warten. Wir fädelten uns in den 2. Schwall ein und hielten uns fest an den Händen. Nur ein kurze Weg und wir würden auf der anderen Seite sein. Zum Glück litt keiner von uns vier unter Platzangst, denn auf der Brücke wurde es richtig kuschlig eng.

Jetzt gab es nur noch eine Hürde zu nehmen. Mit der S-Bahn Richtung Innenstadt. Man hatte 3 S-Bahnen hintereinander gekoppelt, trotzdem stand man auch in die Bahn eng an eng. Aber es klappte alles gut. Es gab deshalb natürlich wieder ein paar Meckerer, aber ich denke, der Nahverkehr der Stadt hatte sein bestes gegeben.

Es war ein wunderschöner Abend, den hoffentlich auch meine Enkelkinder in bester Erinnerung behalten.

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