kleine neidische Diebin

Kaum hatte ich die Sporthalle betreten, drängte sich schon ein Mädchen ganz bündig an mich. Egal, wohin ich sah oder mich drehte, die stand ganz nah, ich spürte sie auch körperlich. Mit leiser Stimme erzähle sie mir gleich ihre Sorgen, während die anderen Kinder lärmend an uns vorbei liefen. Es muss was wichtiges sein, das keinen Zeitaufschub duldet,. 

„Frau H…., A.. hat meine Turnhose letzten Dienstag geklaut. Sie nein, doch ich weiß das das stimmt.“  Ich erinnerte mich an einen ähnlichen Vorfall, der schon ein paar Wochen zurück liegt. Da hatte das selbe Mädchen dem selben Mädchen schon mal die Turnhose gestohlen. Meine Kollegin überprüfte damals die Anschuldigung und siehe da, die gestohlene Hose lag im Rucksack der  kleinen Diebin. Und nun schon wieder ? „Wir werden das nachher überprüfen“ antwortete ich ihr. Am Donnerstag bin ich mir der „Horde von 30 Kindern“ für 30 Minuten allein. Erst dann kommt die 2 Kollegin dazu. Als musste ich mich erst um die Masse kümmern, bevor das Einzelschicksal beachtet werden konnte.

In Sportkleidung stürmen die Kinder die Halle und ein weiteres mal das Mädel auf mich zu. Wieder so bündig, dass sie stets vor mir stand, egal in welche Richtung ich mich drehte. Die Sporthalle ist riesig und ich muss den Rundumblick nutzen, damit ich alle Kinder im Auge behalte. „Jetzt trägt sie auch meine Hose“. So richtig glauben konnte es nicht. „Doch, das ist meine. Die Hose hat die gleichen Schadstellen, wie meine. DAS ist MEINE Hose, die sie trägt“ Während dessen lief die Beschuldigte an uns vorbei, bleib aber unbeeindruckt von unseren Blicken. 

Ich musste mit dem Training beginnen und 30 Kinder nach dem Unterricht in Bewegung bringen und halten. Zwischenzeitlich traf meine Kollegin ein und sofort stand  J.. ebenso bündig an meiner Kollegin, wie an mir. Die verließen gemeinsam mit der Beschuldigten die Sporthalle zu einem Gespräch. Wenig später lief das J… an mir vorbei, zeigte mir die gestohlene Hose, sie war wieder im ihrem Besitz. 

Im Trubel und Lärm der Sporthalle tauschten meine Kollegin und ich uns schell über den Vorfall aus. Die kleine Diebin wurde von ihr nicht mit der Frage sondern mit der Behauptung, sie hätte die Hose gestohlen, weil sie es ja schon mal gemacht hatte, konfrontiert und sie diesmal gab es sofort zu. Zog die gestohlene Hose aus, übergab sie der Eigentümerin und zog ihre eigene wieder Hose an. Diese sah in einem Augen auch nicht anders aus, als die gestohlene. Sich gegenseitig zu bestehlen, ist das Letzte, was wir in der Sportgruppe dulden, kündigte meinen Kollegin einen Elternbesuch bei der kleinen Diebin an. 

Das Training lief normal weiter, die kleine Diebin sah unbeeindruckt aus und lief mit den anderen mit. Sollte sie wirklich so „abgebrüht“ sein, wie sie zur Schau trug? Nein, war sie nicht. Wenig später saß sie allein auf einer Bahn und die Tränen liefen wie Wasser von den Wangen, Damit durfte ich sie nicht allein lassen. Ich ging zu ihr und ließ mir erzählen, warum sie sich grade in Tränen auflöst. „Meine Eltern werden mich jetzt bestrafen und ich bekomme wieder Hausarrest“ Die kleine Diebin hatte nun Angst vor den Konsequenzen im Elternhaus. 

„Aber warum hast du das gemacht ?Warum hast du die Turnhose wieder an dich genommen?“ Ich hoffte auf ein Motiv, warum sie zum wiederholten  gestohlen hat, wieder die selbe Sache von dem selben Mädchen. Weil sie im Weinen sprach, verstand ich nur die Hälfte, vom dem, was sie sagte. Nur ein einziges Wort verstand ich deutlich – NEID – . „Ich war neidisch“ Auf was sie neidisch war, ging abermals im Tränen unter. 

Neid ist ein starker Impulsgeber und wenn er stark genug ist, zu unüberlegten Handeln führen kann. Ich versuchte ihr das zu erklären. Ich verschwieg ihr nicht, das auch Erwachsene darunter leiden können. Doch sie haben das besser als Kinder unter Kontrolle. Wenn ich sie richtig verstanden und gedeutet hatte, war die kleine Diebin neidisch auf die Klamotten des anderen Mädels. Vielleicht hat sie damit auch angegeben oder geprahlt. Diese Art Gespräche führen sie in der Umkleidekabine. Dort wird auch so mancher Zwist ausgefochten, von dem wir Trainer nichts mitbekommen. 

Langsam beruhigte die kleine Diebin sich.  Ich bat sie, wann immer sie Neid und den Impuls spürt, einem anderen Mädel etwas zu stehlen, solle sie zu mir kommen und wir umschiffen gemeinsam den kritischen Punkt.

Ich nahm  ihr kein Versprechen ab, sondern bat sie nur um ihre Mitarbeit. Im Gegenzug bot ich ihr an, noch einmal mit meiner Kollegin zu sprechen, vielleicht würde sie Abstand vom Elternbesuch nehmenm denn wenn sie das Motiv für handeln kennt, können  sie gemeinsam sie unterstützen, damit sie sich nicht wieder an fremde Sachen vergreift.

Die kleine Diebin war erleichtert, als ich ihr mitteilte, dass ihre Eltern nichts davon verfahren werden und ich bat sie ein weiteres mal – dabei legte ich ihr meinen beiden Hände auf ihre Schultern – dass sie sich sofort an mich wendet, wenn der Neid sie wieder mal quält. „Ich verspreche, ich werde mich  bessern“ Das war nicht, was ich hören wollte, weil das ein sinnloser Standardsatz ist, aber ich wusste, was sie damit gemeint hatte. Sich bessern und ändern, dass fällt sogar Erwachsenen schwer, wie soll das ein Kind schaffen, wenn es seinen Gefühlen und Impulsen hilflos ausgeliefert ist ? 

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von oben

Im September war mal wieder so weit. Solange der Spaß auf Malle nicht ganz vorbei ist, wollten wir Mädels die Zeit noch nutzen und am  „Ballermann“ den Alltag hinter uns lassen. Nein, eine Sause am Ballermann ist damit nicht gemeint, sondern unsere Hotel  das sich genau befindet. Sonne, Strand und Meer und abends in die „Bierstraße“ zu Yvonne – eine Kellnerin in der Bierstraße- , nicht mehr und nicht weniger. 

Als wir im Hotel zum einchecken eintrafen, lief es dieses mal nicht so wie gewohnt. Der Hotelier an der Rezeption sah verwundert abwechselnd in seine Unterlagen, dann auf seinen PC und wieder zurück, teilte uns dann mit,  das geplante Zimmer für uns schon bezogen wäre. Ihnen war ein Irrtum unterlaufen. Am ersten Tag der Anreise wollten nur 2 von uns 3 Mädels im Hotel einchecken und 2 Tage später würde die 3. dazu kommen. Doch man verstand es genau anders herum. Am Tag der Reise checkte ein) ein und 2 Tage späte erwartete man die nächsten 2 Gäste. Und so gaben sie das Zimmer der Einperson, die vor uns eincheckte. Damit war das „Juniorzimmer“ – so nennen sie die Hotelzimmer mit einer Aufbettung. Echt dumm gelaufen. Wir bekamen aber ein Ersatzzimmer, erst mal für 2 Gäste. 

Nach 2 Tagen kam die 3. im Bunde und wir hofften, dass es von Hotel aus mit dem „Juniorzimmer“ geklappt hat.

Und es hatte geklappt und besser, als wir zu hoffen wagten. 2 Zimmer, die mit einander verbunden sind und jedes der Zimmer hatte einen Balkon. Und das beste daran war, es lag in der 5. Etage. So weit oben haben wir im Hotel noch nie gewohnt und waren neugierig auf den Ausblick. So weit das Auge reichte, konnten wir in die L´Arenal sehen. 

unser Urlaub kann beginnen, mit  Sommer, Sonne, Strand und Meer

Anfangs konnten wir uns an der wunderschönen Aussicht gar nicht satt sehen. Was vor uns lang, war die wunderschöne Strandbucht. Wir fühlten uns privilegiert und besonders. Deshalb konzentriere ich mich heute nur auf ein paar Bilder, die ich von hoch oben aus luftiger Höhe machte.

Blick auf den ehemaligen B6 – ist jetzt zu einen Edelstrand umgewandelt worden
Dafür schmiegt sich das einfache Volk rechts und links vom B6 ganz eng zusammen
in Deutschland brannte noch die Sonne, auf Mallorca wurde sie knapp und die Strände leerten sich 
an manchen Tagen sah es wettermäßig  trübe aus. 
und hier gab es nur noch Grauzonen für meine Kamera einzufangen.
Blick auf den Hängekorb, auf dem Mann oder Frau sich im wahrsten Sinne des Wortes hängen lassen konnte. 
Eine Festnahme fand direkt unter unseren Augen statt. Der Zugriff erfolgte plötzlich. 
Auf diesem Bild sieht man Palma, ein Boot auf dem Wasser und einen Flieger in der Luft
Die Insel wird im Minutentakt bis in die späten Abendstunden angeflogen.Es sah für mich aus der Ferne aus, als würden große fette Bienen in die Bienenkorb fliegen.

wilde Zeiten

Der Zufall wollte es, dass ich noch einmal in die alte Zeit von damals gebeamt wurde.  Ein Bild war der Auslöser. Ich schaute mich mal wieder  auf Facebook um. Nicht um etwas zu posten oder zu kommentieren. Halt nur mal gucken, was es so neues in der virtuellen Welt von Facebook gibt. Ein Account nennt sich „DDR-Erinnerungen“ und postet ab und zu über Ereignisse aus alten Zeiten, die das einfache Leben ohne politischen Hintergrund darstellen.

Heute posteten sie ein Foto, dass mich an aufregende Zeiten von damals erinnerte. Das Foto wurde im Herbst gemacht und zeigt Soldaten, die alljährlich die Bauern bei der Kartoffelernte unterstützten, Auch die Kinder mussten mithelfen. Deshalb nannte man die Herbstferien damals auch Kartoffelferien, aber zur Haupterntezeit wurden die Soldaten von der LPGn angefordert.

Und diese Zeit war wirklich aufregend, für alle im Dorf.

Die Eltern bewachten ihre Töchter.  Die Jungs hatten Revierkämpfe an den Nagel hängen müssen, dem soldatischen Männeraufgebot  waren sie nicht gewachsen. Die Mädels des Dorfes waren außer Rand und Band. Die Soldaten hatten Abwechslung vom knallharten Soldatenleben der NVA. Also für jeden war etwas dabei, was sie aus ihrem Alltag katapultierte. 

Im Herbst mussten die Kartoffeln möglich schnell aus dem Boden und eingelagert werden. Maschinen dafür standen kaum zur Verfügung. Nur eine maschinelle Kartoffelkralle gab es. Sie beförderte die Kartoffeln ans Tageslicht. Der Rest wurde von Hand gemacht. Jede Kartoffel aufsammeln und große Kiepen damit auffüllen.  Die schweren Kiepen zum Hänger tragen und ausschütten. Dafür erhielt man einen Chip und diesen konnte man am Abend gegen bare Münze umtauschen. Ein Leistungslohn und wer im Akkord arbeitete, hatte an Abend richtig Geld in den Taschen. Alle mussten damals ran, ja, auch sogar die Kinder waren gefordert. Echte Knüppelarbeit und über Kinderarbeit dachte damals noch niemand nach. Die Bevölkerung musste ernährt werden. Ich fand Feldarbeit nicht erbaulich, aber wenn die schicken Soldaten mit dabei waren, fand ich den Job nicht mehr soo hart.

Und in der Freizeit hatten wir Mädels nur eins im Kopf, schick machen und vor die Tür gehen. Ich ging in der Zeit so oft durchs Dorf spazieren, wie sonst den Rest des Jahres nicht. Ich fand kaum ein Klamöttchen, was für die Spaziergänge schick genug war. Eine Mädels gingen sogar mit Pumps auf den Feldwegen spazieren, natürlich in der Nähe der arbeitenden Soldaten. Nein, soweit ging ich nicht 😉 . Wir hoben zwar die Nasen,wenn die Soldaten uns hinter her gepfiffen haben, aber hätten sie es nicht getan, wären wir entsetzt gewesen. Damals nahm niemand wirklich Anstoß daran und es wurde unter „Flirt“ abgelegt.

nach der Arbeit das Vergnügen 🙂 

Zum Abschluss des Einsatzes wurde im Kultursaal des Dorfes noch ein Tanzabend organisiert. Damit kamen die Eltern erst richtig ins Schwitzen. Sie mussten dafür sorgen, dass ihre Töchter nicht knutschend in dunkle Ecken verschwanden. Deshalb standen sie Eltern vor dem Tanzsaal, schauten in die Fenster und behielten ihre Töchter im Auge. Wohin die Jungs sich damals verzogen, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Wir hatten ja spontan keine Augen mehr für sie. Wahrscheinlich zogen sie die Köpfe ein und warteten, bis der ganze „Spuk“ vorbei war. Und der dauerte 2 oder 3 Wochen.

Ein Soldat aus der Zeit von damals blieb in unserem Dorf, er hatte dort seine Liebe des Lebens gefunden, gründete eine Familie. Er lief später in  ziviler Kleidung durchs Dorf und da fand ich ihn gar nicht mehr sooo attraktiv. Ich habe keinen abgekriegt. Aber dafür wäre ich auch zu jung gewesen, denn ich war ja noch ein Schulkind, hatte noch ein paar Jahre Schule vor mir, hatte aber schon ein Auge für die Jungs und für die Soldaten sowieso 😀 

Über Nacht

Ich habe darauf gewartet, dass sich die alten freudigen Gefühle wieder einstellen, wenn ich über die Brücke fahre. Aber vergeblich, diesmal traten sie nur spärlich auf. Vielleicht, weil der Rügendamm nicht mehr als Überfahrt vom Festland auf die Insel genutzt wird ? Zumindest von denen, die über die Autobahn auf die Insel wollen. Seit 2007 überspannt eine hohe Brücke den Strelasund.

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Mächtig gewaltig“, würde Egon von der Olsenbande sagen. Den alten Rügendamm gibt es noch, kann auch weiter befahren werden. Er signalisierte mir die alten Heimat und ließ mein Herz immer gleich höher schlagen. Doch wir fuhren über die neue Brücke und der Anblick, der sich für mich als Beifahrer für kurze Zeit bot, war herrlich. Ebenso herrlich, wie das Wetter. Sonne satt, so weit das Auge reichte.

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Schwesterherz und ich, wir taten uns wieder zusammen und fuhren nach einigen Jahren mal wieder Richtung Heimat. Auch bei ihr setzte das freudige Gefühl während der Überfahrt nicht mehr ein. wie sie es von früher kannte. Damals, als unsere Eltern noch lebten und wir uns wieder für ein paar Tage wie Kinder fühlen durften. Unsere Eltern sind schon seit Jahren im Himmel und das Elternhaus verkauft. Wir besuchten den Sohn unserer verstorbenen Schwester und der lebte in der Kleinstadt.

Unsere Neffe hatte uns zur Bergener Musiknacht eingeladen und weil Schwesterherz und ich die Tanzmäuse der Familie sind, ließen wir uns nicht lange bitten. Veranstaltungen dieser Art gibt es in fast allen Städten, nur ihre Bezeichnungen variieren. Kneipen und Restaurants öffnen bis 3 Uhr und in ihren Häusern spielen Bands. Nach Zahlung eines einmaligen Eintrittspreises kann man von Kneipe zu Kneipe ziehen und nach Livemusik tanzen.

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Wir zogen als Familie in und durch die Nacht. Aus dem ersten Lokal kamen uns zwei sich schupsenden Männer entgegen. Es brauchte nur einen minimalen Funken und eine handfeste Prügelei wäre daraus entstanden. Zum Glück verließen sie das Lokal und vielleicht haben sie im Freien ihren Kampf fortgesetzt. Im Lokal wäre dafür kein Platz gewesen, denn wir mussten uns sogar seitlich hinein schieben, um in die Lokalität zu kommen, Für Menschen mit Platzangst wäre das eine Unmöglichkeit. Mir macht solche Enge nichts aus und so drangen wir erst mal bis zum Tresen vor.

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Die Barkeeper waren voll im Stress und man durfte nicht ungeduldig werden, wenn man an ein Getränk wollte. Ich sah derweil in die Runde und dachte an die Zeit von damals zurück, als ich in der Stadt als Verkäuferin im Rundfunk- und Fernsehladen arbeitet. Damals waren die Menschen, die sind in dem kleinen Gang vor der Bar drängten, noch Kinder oder sogar noch Quark im Schaufenster.

Kinder, wir die Zeit vergeht. Sind seit dem wirklich schon 40 Jahre ins Land gegangen? Ja, es sind und es wird mich niemand mehr kennen. Ich bin für sie eine Fremde und sie sind für mich Fremde. Meine Nichte, die an dem Abend auch dabei war, zog mich mit den Worten: „Tante I…., ich habe eine Überraschung für dich“ an einer Hand aus den tanzenden Massen. Im engen Gang vor dem Tresen angekommen stellte sie mir einen jungen Mann vor, denn ich auf den ersten Blick nicht kannte. „Das ist F…. H…..“

„Waaaaaas. das ist F…..? „ Spontan brach in einen extremen, mir bis dato unbekannten überschwänglichen Gefühl von Wiedersehensfreude aus. Ich umarmte ihn und ließ ihn für ein paar Minuten nicht mehr aus meinen Armen. Was er wohl gedacht haben mag? Er war der Neffe meines Ex- Mannes und sah ihn seit Anfang der 80iger Jahre, also nach unserer Scheidung, nie mehr wieder. Das einzige, was von ihm in meiner Erinnerung haften blieb, war ein Kinderbild in Schwarzweiß, das von einem Fotografen gemacht wurde.

Nachdem ich mich dann wieder eingekriegt hatte, unterhielten wir uns über die vergangenen Zeiten und es dauerte nicht lange, bis wir auch das Familiengeheimnis in unsere Gespräch aufnahmen. Sein Großvater und der Vater meines Ex-Mannes verschwand Anfang der 50iger Jahre aus dem Leben seiner Familie über Nacht und ließ die Mutter seiner 6 Kinder allein zurück..

Mein Ex-Mann erzählte mir seine Version: Er ist einfach (in den Westen?) abgehauen. Doch von F…… erfuhr ich noch von anderen Versionen von den Kindern über das Verschwinden ihres Vaters über Nacht. Für den einen wurde er erschlagen, für den anderen hatte er sich das Leben genommen. Die Geschichten variierten, doch einiges haben sie gemeinsam. Der Mann verschwand über Nacht und niemand weiß, was aus ihm geworden ist-

Als wir bei dem traurigen Thema ankamen, stellten wir fest, dass die alte Familiengeschichte doch zu anstrengend für eine Musiknacht wäre und wir stürzten uns dann wieder in pralle Musikleben der Nacht und jeder ging zu seinen Leuten zurück. ich sah F….. nur noch einmal flüchtig, aber am nächsten Tag beschäftigte mich unsere Begegnung doch noch etwas. Ich fragte mich, warum ich so emotional auf das Wiedersehen reagierte? Er war für mich damals einer meiner Neffen und wir sahen uns eher selten. Aber ich nahm ihn schon damals, als er noch klein war, als freundlichen sympatischen Jungen war. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja doch noch einmal. 🙂