Freddie lässt grüßen

35. Tag seit der Maßnahmen

„Wenn wir ihn nicht hätten, säßen wir alle mit unseren Hauslatschen zu Hause“, sagte der Gitarrist von Queen Brain May und zeigte dabei auf den neuen Frontmann Adam Lambert

Bildqueller: Wikipedia

Gestern Abend arbeitete ich mich durch eine 4-stündige Dokumentation auf VOX – die Doku kann heute ab 12.00 Uhr noch einmal in der Wiederholung gesehen werden – mit dem Titel „We are the Champions! – 50 Jahre Queen“. Noch einmal durften die Fans von Queen die erfolgreichen aber auch schwierigen Jahre der Rockband erleben. Und wieder einmal kämpfte ich mit den Tränen, als man über den letzten Videodreh von Freddie Mercury erzählte. Er wollte eine letzte Szene noch einmal drehen und – so wird es interpretiert – bei dem er mit einem Blick und einer letzten Geste sich von seinen Fans und der Welt verabschiedete. Kurze Zeit später wurde der Tod von Freddie Mercury über die Medien bekannt gegeben.

Bei der Gelegenheit erfuhr ich, dass seit 2011 eine neuer Leadsänger mit der Rockband tourt und weiter touren wird. So lebt Freddie Mercury für seine Fans weiter. Der Sänger bringt seinen eigenen Stil in die Songs, ohne den Song so zu verändern, dass man ihn dann vielleicht nicht mehr wiedererkennen würde.

Ich denke, Freddy wäre damit einverstanden und er kann sich nun im Himmel darüber freuen, das seine Musik lebendig geblieben ist und man sie jetzt nicht nur aus der „Konserve“ genießen muss, sondern man kann sie auch live erleben, mit einem fabelhaften Sänger, der auch ein Faible für Extravaganzen, was Bühnenoutfit betrifft, hat. Freddie meinte ja, er müsse seinen Fans auch was Visuelles bieten. Auch was das betrifft, sieht man deutliche Parallelen zu Freddy.

Ich hab geträumt heute Nacht

31. Tag seit der Maßnahme

In 8 Wochen wäre es wieder so weit gewesen. Reise, Reise. Am 3. Juni wollten wir Mädels wieder Richtung Mallorca fliegen und uns den Spaß gönnen, den wir uns jedes Jahr gönnen. Sommer, Sonne, Strand und mehr. Schön, schön, wenn es der Virus nicht wäre.

Reise, Reise ?

Ich habe geträumt heute Nacht. Nein, nein, nicht nur einmal, nein gleich zweimal zum selben Thema: Reise, Reise.

Im ersten Traum wollte wieder meine Reise nach Spanien antreten und ein paar schöne Tage auf den Balearen, am Stand von Palma de Mallorca verbringen, wie jedes Jahr im Juni. Mein Koffer, gepackt und überschaubar groß steht bereit. Die Reise kann beginnen. Am Flughafen hieß es dann aber, das wird heute nichts mit fliegen nach Palma de Mallorca. Was nun? Mein Gepäck hatte ich noch nicht aufgeben. Guter Rat teuer. Wann gehts los? Die Durchsage hatte dazu keine Information. Bleiben und warten? Ich entschloss mich, nur mein Gepäck dort zu lassen und stellte meine Koffer in einem langen Gang ab. Dort wurden schon jede Menge Koffer von anderen Reisenden abgestellt wurden. Nachdem ich meine Koffer dazu gestellt hatte, wachte ich auf. Gott sein Dank, ich hatte nur geträumt und schlief schnell wieder ein

Im zweiten Traum wollte ich die Reise wieder antreten. Ich betrat den Flughafen erneut. Mein Koffer war ja schon gepackt und abgestellt. Ich musste ihn nur vom Abstellort abholen. Eine unüberschaubare Menge an Koffer standen im Gang. Wo war mein Koffer? Ich fand ihn nicht auf Anhieb und lief mir die Hacken auf dem langen Gang wund, um meinen Koffer endlich aufgeben zu können. Die Durchsage im Flughafen, eine dringliche Aufforderung. Man sollte schnellstmöglich für Flug so und so einchecken. Wo war mein Koffer? Wurde er mir oder wusste ich nicht mehr, wo ich meinen Koffer abgestellt hatte?

Flughafen Hamburg

Die Zeit drängte, ich fand meinen Koffer nicht. Ich stand vor der Frage: Wollte ich den Flieger nicht verpassen, dann müsste ich ohne Koffer auf Reise gehen. Würde ich meinen Koffer weiter suchen wollen, dann würde der Flieger ohne mich in die Luft gehen. Wie sollte ich mich entscheiden? Bevor ich mich entschied, wurde ich wach. Mein Hals war trocken und ich hatte mir zum Glück am Abend zuvor eine Trinkflasche ans Bett gestellt. Bevor ich mich wieder auf die Seite legte, um weiter zu träumen, nahm ich einen kräftigen Zug aus der Wasserflasche. Zum Traum fand ich jedoch nicht mehr zurück, so blieb auch der Ausgang meine Entscheidung noch offen.

Hintergrund für meinen Traum war der Beitrag aus dem Mallorca-Magazin. „Tourismusstart auf den Balearen nicht vor August“ so denke mal. Den Malleurlaub im Juni hatte ich mir schon in den Wind geschrieben, der Septemberurlaub steht noch in den Sternen. Mein Unterbewusstsein hat mir die Szenarien schon mal durchgespielt.

warte, warte noch ein Weilchen

25.Tag der Maßnahme

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Ostern steht vor der Tür

So richtig weiß ich mit den kommenden Festtagen nichts anzufangen, außer vielleicht einen Osterspaziergang zu machen ? Auf mehr wird es wohl auch nicht hinauslaufen. Das Wetter lädt dazu ein und es riecht schon nach Frühling. Wir leben zur Zeit alle in einer Welt, die so unwirklich ist, dass man sich am liebsten selber aus dem Traum reißen möchte. Doch liest, hört oder sieht man die Nachrichten, wird alles, was man zu träumen glaubt, doch zu Realität.

Es werden die Infizierten, die Genesenen und die Toten gezählt und sie werden alle Teil der Statistik und ich verfolge täglich die Statistik die das RKI veröffentlicht in der Hoffnung, ich könnte daraus die Zukunft ablesen. Wann kehren wir wieder zum Alltag zurück? Doch niemand, weder Politiker, noch Wissenschaftlicher wagen einen Vorstoß und lassen durchblicken, ab wann das Leben wieder pulsieren darf.

Selbst auf dem Lande war damals mehr los, obwohl es weder TV, noch Autos oder anderes technisches Know How gab. Die Menschen standen vor ihren Häusern und unterhielten sich miteinander. Das liebe Vieh sorgte ebenfalls für eine stetige Geräuschkulisse. Traktoren tuckerten Laut durch Dorf. Aber solch eine Stille, wie sie heut auf den Straßen im Zentrum der Stadt vorherrscht, gab es noch nie, solange ich denken kann. Diese Arte Stille kennen ich nur von Trauerfeiern. Auch heute scheint es mir, die Menschen würden sich nur im Flüsterton unterhalten.

In solchen Zeiten, die man sich eher wegwünscht, half mir in der Vergangenheit immer nur ein Gedanke über eine zähflüssige Zeit, die scheinbar nicht enden wollte, Der Grund dafür war auch oft eher banal, wie z.B eine Ewigkeit auf einen zugigen Bahnsteig stehen und auf den Zug zu warten. Man sehnt sich den Moment herbei, in dem der Zug in den Bahnhof einfährt. Man glaubt, die Zeit ist gekommen und der Zug fährt jeden Moment ein. Doch statt des Zuges kommt eine Durchsage: „Der Zug hat heute 60 Minuten Verspätung“ 🙄😌😏

Statt auf Jammern und Klagen schaltete mein Hirn mit folgenden Worten auf Hoffnung um: „Alles geht einmal zu Ende. Wenn das eigene Leben auch eines Tages enden wird, so wird auch dieses unendliche Warten auch bald ein Ende haben“

Auf den Supervollmond hatte ich zwar nicht gewartet, doch ich hatte heute früh das Glück, noch eine Rest von ihm zu erwischen. Gegen 6 Uhr hing er über den gegenüberliegenden Häuserblock und ich konnte noch kurz vor seinem Abtauchen ein Foto mit in den Tag nehmen.