Gammeltag

Noch heute erinnere ich mich an die kleinen Anekdoten meines Vater, wenn er von seinen Beobachtungen um unser Haus erzählte. Wir lebten auf dem Land, ein einfaches Leben, aber nicht langweilig. Ich hatte eher die Jungs als die Natur um mich herum im Blick. Am frühen Morgen kam ich nur aus dem Bett, wenn der Wecker mich gnadenlos dazu aufforderte. Ich war eine Langschläferin.  Mein Vater, der Frühaufsteher der Familie, war jedoch schon lange vor meinem Aufstehen in Haus und Garten unterwegs.

Ab und an erzählte er, was er auf unserem Hof in der Natur beobachtet. Ich glaube, es kannte jeden Vogel, der sich in unseren Garten einnistete. Und auch so war das liebe Vieh, wie Hühner, Hähne, Katzen und Hund, unterwegs und hatte wie mein Vater so seine Gewohnheiten. Er sah, was ich nicht sah. Doch heimlich beneidete ich ihn für seinen Fähigkeit die Natur um ihn herum zu beobachten. Ich hatte damals nicht gedacht, dass es auch auf einen einfachen Bauernhof spannend sein kann.

Erst als ich vom Land in die Stadt zog, spürte ich, wie sehr mir die Natur fehlte. Ich landete in einer Betonstadt. Die Neubaugebiete der Stadt schossen aus dem Boden und ich fühlte mich zwischen den Betonwänden regelrecht eingeklemmt. Es sollte mehr als 10 Jahre dauern, bis ich mich an den Stadtleben gewöhnt hatte.

Heute bin ich in die Jahre gekommen und meine Blickrichtung hat sich geändert. Nicht  mehr die Jungs stehen bei mir ganz oben auf der Liste, sondern die Natur. Sie ist logischerweise in einem Wohngebiet, den man früher Plattenbausiedlung nannte, nur mäßig üppig. Die Innenhöfe sind begrünt und hier und da ein paar Grünflächen. Naja.. eine Stadt ist halt kein ländliches Gebiet.

Mein Innenhof ist meine grüne Oase, wenn ich aus dem Fenster schaue. In Sommer ganz angenehm, im Winter  eher grau in grau. Trotzdem halt ich den einen oder anderen bildlichen Eindruck fest, wenn ich mal wieder einen Gammeltag einlege, so wie gestern, als die Sonne die weiße Wäsche im Sonnenlicht das Geäst  durchscheinen ließ.

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frische Wäsche

Aber auch tierisches Leben regt sich wieder, wenn die Sonne den Tag erstrahlen lässt. Die Amseln im Hof sind an solchen Tagen in einer lautstarken Unterhaltung vertieft.

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Frau oder Herr Amsel

Immer, wenn ich das natürliche Leben in der kleine Oase vor meinen Balkon beobachte, denke ich daran, wie mein Vater dies früher auch tat. Sohnemann würde mit Sicherheit abwinken, denn er ist heute so alt, wie ich damals war. Er hat noch andere Dinge im Kopf als leuchtende Wäsche auf dem Innenhof oder zwitschernde Amseln 😉

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Lebensgefühl – nackte Haut ?

Ich habe mich in der Vergangenheit  schon  des öfteren gefragt, warum einfache Produkte mit erotischen Hintergedanken beworben werden. Entweder sind die Mädels, die auf dem Bild zu sehen am an- oder am ausziehen. Egal ob grade an- oder ausgezogen wird, . auf welches Lebensgefühl  von Rauchern und Raucherinnen  Bezug genommen  wird, weiß ich nicht.

Klar, man will Aufmerksamkeit erregen… doch erregt nackte Haut  wirklich noch Aufmerksamkeit?

Aber angesichts der aktuellen #MeToo# -Debatte, fällt mir diese Werbung der Zigarettenindustrie eher etwas stachlig ins Auge.

Zur Zeit ist halb Rostock damit plakatiert.

Dem Himmel so nah

Ich erinnere mich noch genau an dem Moment, als ich von der schrecklichen Nachricht erfuhr. Die Erde schien deshalb still zu stehen und die Menschen hatten nur noch Gesprächsthema, der Tod von Lady Di.

Ich arbeitete damals in der Immobilienbranche. Ende August, Anfang September fand in Rostock die Immobilienmesse statt und es war Sonntag. Ich war an dem Tag Standbetreuer für unsere Baufirma. Ich machte mich schon früh auf den Weg ans andere Ende der Stadt. Damals war man nicht permanent online, wie heute, als bekam ich bis zu meinem Eintreffen in die Messehalle nichts von den neusten Nachrichten mit. Auch am Morgen hörte ich weder Radio oder hatte vielleicht die Flimmerkiste laufen. Nichts dergleichen. Für mich war die Welt noch so,wie sie am Tag zuvor war.

In der Messehalle angekommen, begrüße mich mein Kollege mit den Worten: „Weißt du noch nicht, was passiert ist ?“ Er stand vor mir, die Arme vor dem Brustkorb verschränkt und schaute mich fragend an. „Nein, weiß ich nicht. Was ist denn passiert?“ „Lady Di ist tot“ er sah immer noch bestürzt aus. Mein Kollegen kannte ich als jemand, der sich nicht mit Yellopress und Königshäuser beschäftigte, diese Themen waren ihn zu banal und klatschträchtig. Aber der Tod von Lady Di muss ihn tief getroffen haben.  „Nein, das glaube ich nicht“ Ich erinnerte mich noch an den letzten Zeitungsartikel, denn ich über Lady Di las. Man veröffentlichte Urlaubsbilder. Lady Di war im Badeanzug zu sehen und saß auf dem Dach einer Yacht. Ich hatte sie gestern doch noch „gesehen“, wie kann das sein?

Bis heute ist mir der Moment noch genau in Erinnerung, als ich das erst mal vom Tod Dianas hörte.

Was die Welt erschütterte, konnte ich noch nicht glauben Erst als ich am Abend die Nachrichten dazu sah, begriff ist, dass das Unglaubliche doch passiert war Jeder, aber auch jeder Sender beschäftigte sich mit Dianas Tod. Und ich sah mir alle Beträge an, die ich zeitliche nacheinander sehen konnten. Ich hoffte, das ein Sender den Menschen sagen konnte, Diana hat den Unfall doch überlebt und ist auf den Weg der Besserung. Ich hoffte, man könnte die Zeit zurück drehen und die Fahrt würde im 2. Anlauf doch nicht tödlich verlaufen. Dem war aber nicht so.. was die Welt nicht glauben wollte. war passiert. Nach einer Woche kam die schreckliche Nachricht dann auch in meinem Innersten an.

Die Königin der Herzen  hat für immer die Welt verlassen

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Schon gewusst?

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hat alles ein Ende ?

Heute, am 2.August, ist der sogenannte Welterschöpfungstag„. Ich halte mal für mich fest, von solch einem Tag habe ich noch nie gehört. Im Jahr 2016 lag der Welterschöpfungstag 6 vor den 2. August.
Aber was bedeutete der Welterschöpfungstag für uns Menschen? Weiß das jemand von den Bloggern?

Die Zwickmühle

„Der Mensch will immer, dass alles anders wird, und gleichzeitig will er, dass alles beim Alten bleibt.“

Paulo Coelho