Zitat

Die Zwickmühle

„Der Mensch will immer, dass alles anders wird, und gleichzeitig will er, dass alles beim Alten bleibt.“

Paulo Coelho

Bild

Sternengucker

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Ich weiß, das Bild ist nur mittelmäßig. Mit dem Smartphone schnell geschossen. Mir fiel auf, dass heute ein Stern besonders  hell neben den Halbmond leuchtet.

Welcher Stern mag das wohl sein, der heute am Himmelszelt so nah dem Mond Gesellschaft leistet?

Ich kenne mich mit den Sternen nicht so aus, aber vielleicht ein Leser, der hier zufällig vorbei kommt.

Um das Bild etwas größer zu betrachten, bitte auf Bild klicken.

Nachtrag: Sternenhimmer am 3.1.2017

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nur schwer zu fassen

Ich zermartere mir grade das Hirn und finde darin nur den einen Satz „Wenn du nicht weißt, worüber du schreiben willst, dann lass es sein“ Es einfach lassen, das wäre eine Möglichkeit. Immerhin konnte ich diesen Satz aus meinen Hirnwindungen ziehen. Hat Goethe den bedeutenden Satz gesagt? Ich weiß es nicht genau, aber einer von den großen Dichtern hat es gesagt. Dennoch verharre ich weiter vor dem „unbeschriebenen Blatt“ und warte auf das, worauf sich mein Kopf einschießen könnte

Komisch, warum halten sich bestimmte Sätze in einem Kopf auf der 1.Seite meines Gedächtnisses und andere wieder fallen einfach durch ein Sieb? Werden auf nimmer Wiedersehen verschüttet? Nach welchen System ordnet mein Kopf die Dinge, an die ich mich schnell wieder erinnern oder besser schnell wieder vergessen sollte  Ich habe keine Ahnung, aber es geschieht. Mein Kopf sortiert vor „Die guten ins Töpfchen, sie schlechten ins Kröpfchen“

Und es gibt Ereignisse, die sich für immer in Erinnerung fest einschreiben und sich nicht über das Sieb für Grobes verschütteln lassen. Das Jahr 2016 hatte einiges davon. Nicht nur in den Reihen des Promis hat der Sensemann gewütet, nein, auch in den eigen Reihen hat er seine Sense eingesetzt. Gleich zwei Männer hat es im letzten Jahr getroffen.

Ich nenne sie  „Ernst“, weil sie beide die selben Vornamen tragen Der ältere Egon zog sich im Geiste schon vor Jahren zurück. Er erkrankte an Demenz und vielleicht war sein Tod auch eine Erlösung für ihn. Aber Kafka brachte es auf den Punkt.

Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt trotzdem, wenn es passiert ist

Selbst wenn man auf den Tod vorbereitet ist, man erschrickt und ist bestürzt, wenn es doch passiert. Im Sommer verstarb der Vater unserer Kinder.

Was mag im Menschen vor sich gehen, wenn er auf dem Tod eines nahen Angehörigen nicht vorbereitet ist?

Wenn dieser am Morgen wie jeden Tag zur Arbeit geht, den Nachmittag aber nicht mehr überlebt? Wenn ihm sein Leben gewaltsam durch einen anderen genommen wurde? Durch einen, oh meine, durch 10 Schüsse wurde den Mann das Leben genommen. Mir fällt kein Gefühl dafür ein, das in solch einem Moment  vorherrschend sein kann. Selbst Entsetzen und Bestürzung ist zu milde ausgedrückt. Ist es Wut, Hass, Rache, Ohnmacht, Trauer? Ich denke, eine Überlagerung all dieser Gefühle und die Verarbeitung der blutigen Tat  hat für die Angehörigen noch gar nicht beginnen können. Der Getötete, der Schwager meiner Schwester, wurde aus dem Leben gerissen werden, das hatte ein anderer für ihn entschieden.

Jetzt weiß ich, warum ich vorhin so schwer in die Gänge kam. Ich wollte über den Tod schreiben und dieses Thema fließt nicht so locker flockig über die Tastatur. Ich  konnte noch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Mit Schreckenstaten hat sich das Jahr 2016 verabschiedet und mit Schreckenstaten hat das Jahr 2017 begonnen.

gefallener Mann

Es war schon dunkel, als ich am Samstag den Supermarkt verlies. Meinen Tretroller hatte ich an den Metallpfählen zwischen den Parkflächen  fest gemacht. Mit dem Roller kann ich gut kurze Strecken fahren. Auch wenn der Supermarkt nur eine Bushaltestelle von mir entfernt ist, zu Fuß ist das dann doch ne ganze Ecke.

Während ich mich über den Roller beuge, sprach mich ein Mann von hinten an. Ich fand das gruselig, denn der Parkplatz war nur spärlich beleuchtet, doch als ich den Mann sah, war´s mir noch gruseliger. Ein Mann, so um die 60  oder 70 oder 80 oder 90 ? Das war schwer einzuschätzen. Das erste, was mir von ihm ins Auge stach, weil seine geschundene Nase. Quer über der Nase zwischen den Augenbrauen klaffte eine große Wunde. Sie war nicht mehr ganz frisch. Es sah aus, als wäre er über eine Tischkante oder so etwas gestürzt. Er hielt einen Einkaufsbeutel fest in der Hand, einen Mantel hatte er sich nicht übergeworden und wie es aussah, hatte er auch die festen Schuhe vergessen. Er trug leichtes Schuhwerk. Die Wunde, die quer über der Nase war – in meiner Erinnerung war sie ca 5 cm breit und 7 cm  über die Nase, Ein Wunder, dass sein Auge nicht lädiert war.

“Ich muss dringend in die Schillingalle” seine Stimme klag kratzig  belegt, wie eine stumpf gewordenes Reibeisenstimme. Er sprach genau so unbeholfen, wie er sich bewegte. Schillingsallee ist die Straße, in der die Notaufnahme der Stadt ist.Die liegt im Stadtzentrum, wir befanden uns am Stadtrand. Er müsse dringend zu seinem Arzt und hätte kein Geld, sich ein Fahrschein dorthin zu lösen. “Nur 1 €” um mehr bat er mich nicht. ich atmete durch und holte den €uro  aus meiner Geldbörse. Warum nicht einen Mann in Not helfen.. Es war für mich unschwer zu erkenne, warum der Mann gestürzt war, Der Alkohol hatte ihn sein Leben wahrscheinlich schon vor vielen Jahren genommen und aus ihm ein” Zombie”gemacht. Wahrscheinlich konnte er nicht mehr mit und auch nicht mehr ohne Alkohol leben. Er befand sich sozusagen in einer Zwischenwelt.

Als ich ihm den Euro reichte, überkam ihm eine freudige Erregung. Er bebte förmlich vor Erregung und überschütte mich mit einem Wortschwall, den ich nicht verstand. Es hörte ich an, als hätte ich für einen Rundfunksender, den ich hören wollte, zu schlechten Empfang. Das kratzen in seiner Stimme sollte ein spaßiger Unterton für seine Worte sein, von denen ich nur “Schillingallee”, “mein Arzt” und am “6. Termin” verstand. Ich zeiget ihm die Bushaltestelle. Sie lag nur wenige Meter entfernt.. Unsicher auf den Beinen bog jedoch in  Richtung Supermarkt ab, in Hauslatschen und mit Einkaufsbeutel in der Hand

Der Mann, ein Bild des Jammers, das sich mir bot. Noch auf dem Heimweg klang diese kurze Begegnung mit den gefallenen Mann nach. Was aus einem Menschen doch werden kann. Ich fragte mich, woran der Mann in deinem Leben wohl gescheitert sein mag. Sicher war auch er ein Baby, das der Stolz seiner Eltern war, ein Kind, das nach Abenteuer suchte, ein Jugendlicher, der die Welt erobern wollte. Was man diesen Mann umgehauen habe? Und seit wann läuft er als geknickter “Zombie” durch sein Leben?

Auf dem Heimweg fuhr der Bus an mir vorbei. Weil es draußen dunkel war, konnte ich jedem Fahrgast in Bus sehen. Der gefallene Mann war nicht dabei.

geht´s noch (besser)?

“Ich hätte mir gewünscht….”..ein Satz, den ich in den letzten Wochen mehr als genug von den Politiker zu hören bekam. Ich hätte mir auch so einiges gewünscht und zwar, dass die Politiker mit Patentlösungen daher kommen. Jeder weiß es besser, als Frau Merkel.  Nach ihre Sommerpressekonferenz steht sie mal wieder im Mittelpunkt der Kritik. In der Kritik der Medien, in der Kritik der Politiker des Landes.

Aber mal ehrlich. Das, womit Europa, womit Deutschland zur Zeit konfrontiert wird, ist, fast schon jenseits von gut und böse, zumindest für mich. Ich bin hin- und her gerissen, wischen  Menschen in Not zu helfen.oder sich abschotten. Ach, wie ungestört konnten wir damals noch leben, als die DDR hinter einen eisernen Vorhang verbarrikadiert war. Wie ruhig haben wir gelebt, nachdem aus der BRD Deutschland wurde. Jetzt, wo wir als europäische Gemeinschaft mit anderen Ländern eine Einheit bilden, ist es mit der Ruhe vorbei ?

Der Friede hat seid 1945 in Europa Fuß gefasst, die Demokratie hat sich gefestigt, uns geht es gut.

Fahre ich jetzt mit Straßenbahn und Bus heim, dann wird in meinem Umfeld nicht nur neben deutsch noch russisch sondern auch arabisch gesprochen. Ganze Familien stürmen die Nachverkehrsmittel und wollen heim. Die neue Heimat, Deutschland.. in der ihnen keine Bomben auf den Kopf fallen. Hier können sie ihre Kinder groß ziehen und ihn eine Perspektive geben.

Doch: “es kann der frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt”.

Die Lage in Deutschland ist für mein Gefühl wirklich erst. Ich erwische mich dabei, dass meine Gedanken Sprünge machen. Das ist sensibilisiert bin für die Möglichkeit einer Gewalttat, die plötzlich aus dem Nichts über mich herein brechen kann.

  • Ich sitze in der Straßenbahn.
  • Bin auf dem Heimweg.
  • In der Stadt ist es heiß.
  • Die Bahn ist nur halb besetzt.
  • 2 Reihen vor mir nimmt ein Araber Platz.
  • Das ist nix besonderes.
  • Doch die Art und Weise, wie er sich umschaut, macht ihn für mich verdächtig. Warum schaut er permanent nach hinten? Checkt er die Lage oder was? Ich stecke meine Nase ins Buch und verfolge aus dem Augenwinkel den Mann, den ich so um die 30 Jahre als schätze. Waren die Attentäter nicht alles Jungs.. So Mitte bis Ende 20 ? Ich merke, wie das Blut schneller durch meine Adern läuft. Der Mann macht sich wirklich verdächtig. Warum schaut er sich permanent nach hinten? Die Augensprache des Mannes sieht streng aus.Vielleicht hat er nichts gutes im Sinn? Seid letzten Freitag hämmern die Nachrichte mich mit in kurze Folge mit Amok- und Attentat Nachrichten zu. Diesmal sind sie mir unter die Haut gegangen und ich kann mich gegen das Unbehagen, die sie in mir erzeugt haben, nicht mehr wehren. Warum nur dreht er sich nur permanent um und schaut  verdächtig nach hinten? Ich lese im meinem Buch, ohne auch nur ein Wort davon aufzunehmen.
  • Dann eine Veränderung.. Der Blick des arabisch aussehenden Mannes entspannt sich. Drei Kinder hopsen ihm entgehen, eine Frau folgt ihnen. Ich lehne mich innerlich zurück. Er hatte auf seine Familie gewartet.

Fazit, die Nachrichten der letzten Woche nahmen mir das Gefühl, mich im sicheren Raum zu bewegen.

Später arbeitet mein Gehirn ein Hoffnungsschimmer heraus, der weit in die Geschichte reicht. Europa wurde mit den Nazis fertig, Deutschland wurde mit den RAF Leuten fertig und hoffe ich wieder auf Deutschland, auf Europa, dass die mit dem IS fertig werden. Das wird ein schwerer Weg und mit Sicherheit auch ein langer Weg. Das die Politiker darüber den Verfahrensweg streiten, macht den schweren Weg, der noch vor uns liegt, nicht einfacher. Tut euch bitte zusammen und positioniert euch nicht aus wahltechnischen Gründen gegen die Kanzlerin.

Das ist mein Aufruf an die Politik  !!!!!!!!!

Das hätte ich mir von den Politikern gewünscht. Denn nur Einigkeit macht stark.

Just in diesem Moment wird mir klar, ich seid der letzten Woche den Satz mehr als häufig gehört habe.

100 % ige Sicherheit wird es nie geben.

suche nach neuen Wegen

Ich danke den netten Likern, die auf meinen letzten kurzen Bildbeitrag mit der Überschrift”Testbild” reagiert haben.Dieses Bild liegt nicht, wie die all die anderen Bilder, die hier zu sehen sind, auf der Server von Google, genauer  gesagt, im Picasa-Webalbum, sondern direkt auf den Server von WordPress.

Zu meiner Überraschung las ich gestern,  das das Picasa-Webalbum abgeschafft wird, wenn ich den vom Google-Tool übersetzten Text richtig verstanden habe. Mehr als 10 Jahre Nutze ich Picasa und nach so vielen Jahren, in denen ich das Webalbum Picasa nutzte um die Bilder hier zu verlinken, wird dieses in den nächsten Wochen eingestampft. Das bedeutet, dass sich alle meine bebilderten Blogeinträge in löchrige Texte verwandeln werden, weil das verlinkte Bild nicht mehr zu finden ist.

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Den Umfang aller Beträge wegen der Bildern nachzuarbeiten , wäre ein hoher zeitlicher Aufwand, den ich dafür sicher nicht einsetzen kann.

Deshalb entschloss ich mich heute, die Bilder direkt über WordPress hier im Blog erscheinen zu lassen, bis ich eine passende Alternative finde

Interessanter Weise dachte ich heute darüber nach, was ich alles an Gewohnheiten in meinem Leben ändern oder aus meinem Leben verbannen sollte und mit der Veränderung von Google weiß ich schon mal, was ich  an Gewohnheiten nun auch ändern muss.

Vielleicht hat der eine oder der andere Leser einen Vorschlag, ob es es noch andere Alternativem für ein kostenloses Onlinealbum gibt.

Ostseemaus

Links oder rechts ?

Eingangsbereich zum Ärztehaus

Diese Frage stellte ich mir, als ich nach gefühlter Ewigkeit wieder mal bei meinem Arzt des Vertrauens vorstellig werden musste. Wahrscheinlich ging es mir in dem Moment so schlecht, dass mir das Bestattungsunternehmen neben der Eingangstür das erst mal ins Auge fiel. Sehr makaber, wie ich finde. Zwei Konkurrenten schmiegen sich eng zusammen. Einer kann dem anderen den “Kunden” wegschnappen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Arzt und Bestatter sich jeden Tag erst mal kampflustig in die Augen schauen, bevor sie an ihr Tageswerk gehen.

Ich entschied mich jedoch dafür, meinen Leben eine Chance zu geben und ging in die linke Tür. Die rechte Tür müssten eh meine Angehörigen nehmen, denn das Bestattungsunternehmen würde ich nur über das Himmelstor erreichen.

Ich sollte hier jetzt vielleicht erwähnen, dass ich so selten krank bin,  dass ich schon bei Infekten schwer “leiden” kann. Aber mich triebe kein Infekt zum Arzt, sondern für mich unerklärliche Kreislaufschwankungen, die mich über das Wochenende derart belasteten, dass ich mich am Ende meines Lebens  gesehen hatte. Ob das so ist, DAS wollte ich zum Wochenbeginn doch besser von meinem Arzt des Vertrauens abklären lassen. Wie am Montag zu erwarten, war das Wartezimmer der Praxis gerammelt voll und ich stellte mich auf eine längere Wartezeit ein. Dem war aber nicht so. Ruckzuck und der “Berg” der Patienten vor mir war schnell abgearbeitet.

“Das geht ja bei ihnen, wie beim Brötchen backen” damit begrüßte ich den Allgemeinmediziner, die wie im Fließband zu arbeiten schien. “Ja, aber es wird nicht weniger” antworte auf meine Feststellung. Richtig. in der Praxis war ein stetiges Kommen und Gehen.

“Was führt sie zu mir ?” Ich  erzählte den Arzt von den  Kreislaufproblemen, die mich  am Wochenende geplagt hatten.”Ihr Blutdruck ist aber ok, wie immer”. Mein Puls, diesen prüfte er während wir sprachen, aber auch der war roger. Deshalb sollte eine Blutuntersuchung Licht ins Dunkle bringen. In meinem Fall, ein Test auf Schilddrüsenwerte.

“Alles in Ordnung bei ihnen” so die Auskunft am nächsten Tag zu den Ergebnissen des Blutbildes. Mittlerweile hatte mich ein Infekt erreicht und schon voll im Griff. Deshalb nahm ich an, die Kreislaufschwankungen seien die Vorboten.

Kreislaufschwankungen dieser Art kannte ich jedoch nur als Begleiterscheinung, wenn ich nach einer wilden Party am nächsten Tag mit einem schweren Kater zu kämpfen hatte und wenn mein Blut zu wenig Eisen enthielt.

Ich begab mich auf Spurensuche nach der Ursache, die mich spontan von einem gefühlten gesunden Zustand in einen extrem schlechten Zustand versetzt hatten. Es fand sich ein großes Saatkorn in meinem Kopf, dass darauf wartete, aufzugehen. Ich sage nur “Arsen und Spitzenhäubchen” und jeder weiß, welches Gift gemeint ist, ja Arsen. Meine Lauschlappen stellten sich vor ein paar Wochen auf, als über eine Dokumentation im TV erfuhr, dass die meisten Reisarten auf dem Markt mit Arsen belastet sind.

Ich hatte in den letzten Wochen und Tagen sehr viel Reis  gegessen. Sollte der Reis bei mir alles durcheinander gebracht haben? Ich reagiere immer sehr empfindlich auf Schad- oder ungesunder Zusatzstoffe in Lebensmitteln. Und je mehr ich diese Lebensmittel von meinem Speiseplan verbanne, je intensiver reagiere ich, falls ich doch wieder Fremdstoffe mit der Nahrung aufnehme.

Ob nun tatsächlich erhöhter Arsen – in fast allen Reissorten lässt sich Arsen nachweisen – im Reis war oder nicht, das weiß ich nicht. Sicher ist, dass die verzehrte Sorten meinen Minralstoff und Spurenelemetehaushalt erheblich durcheinander oder zum kippen brachte, weil nahezu alle Depos leer waren an Mineralstoffen und Spurenelemente leer waren.  Zur Zeit nehme ich zusätzlich Eisentabletten und siehe da, der Kreislauf fühlt sich wieder besser an.

Das heißt für mich:

 “Augen auf und hinschauen, was ich meinem Körper anbiete. Nicht alles möchte ich meinem  Körper antun”

Ostseemaus

gegen die Wand

Es gibt Dinge, die man sich mehrmals anhören oder absehen muss, damit der Verstand begreift, was er nicht begreifen kann, aber begreifen muss, weil das Unbegreifliche Realität ist. Vielleicht schaute ich mir deshalb die Nachrichten im TV wieder und wieder an. Aber es gibt keine Zweifel, er hat es getan.

Eine Achterbahn der Gefühle durchlaufen alle, die die neusten Nachrichten über den Absturz des Flugzeuges verfolgen. Was in den Menschen vor sich geht, dessen Angehörigen darin umkamen, kann ich mir kaum vorstellen und als unerträglich zusammenfassen. Auch seine Eltern, die mit der Tat ihres Sohnes nun leben müssen, was geht in ihnen vor?

Um das Unbegreifliche zu begreifen, läuft mein gesunder Menschenverstand wiederholt gegen eine Wand.

Ein 28 jähriger entscheidet in 10 000 Meter über den Wolken über das Leben und ihre Köpfe derer hinweg, dessen Leben ihn anvertraut wurden. Er ließ den Flieger an einer massiven Bergwand  zerschellen.

Als ich das gestern hörte, kam mir u.a. spontan (neben der Depression)  Liebeskummer in den Sinn. Natürlich hatte man mich nach meiner wagen Äußerung gleich in den Boden gestampft. Verfolge ich die Nachrichten, starben die Menschen im Flug von Barcelona nach Düsseldorf auch deshalb ?

Ostseemaus

wieder im Käfig

Den braven Bürger versetzte die Nachricht vor fast 14 Tagen in Angst und Schrecken. Auch wunderte mich, warum der Hubschrauber sogar kurz vor Mitternacht in der Luft hin und seine Scheinwerfer den Boden absuchten. Das kleine Wäldchen, vom die Rede war, lag ich in meiner Sichtweite, stünden keine großen Wohnblöcke dazwischen.

Niemand wollte ich vorstellen, dem Strafgefangen die Arme zu laufen, der seid dem 9. März auf der Flucht war. Es handelte ich um eine Insassen der forensischen Klinik ins Rostock Gehlsdorf, einem abgelegenen Stadtteil von Rostock, es liegt auf der anderen Seite der Warnow.  Wer am dem Platz steht, an dem ich das Haderbild macht, hat die´forensische Klinik im Rücken

Das gesamte Gebiet am Rande der Warnow ist zum Naherholungsgebiet ausgebaut worden und auf einem Flanierweg kommt man der Klinik relativ nah,

jedoch nicht so nahe, wie es auf dem Bild scheint. So ganz wohl fühle ich mich nicht, wenn ich daran vorbei gehe, aber wie man sieht, eine Flucht aus dem Gelände ist kaum vorstellbar.

Und doch ist es einem Insassen gelungen und er floh am vorletzten Montag. Er nutze einen Besuch zum Arzt der HNO Klinik und diese liegt mitten in der Stadt. Er überwältige seine Begleitpersonen und entzog sich so für fast 14 Tage auf dem Gewahrsam der Justiz.

Nervosität machte sich unter der Bevölkerung breit. Aber nicht nur das, auch Unverständnis und Kopfschütteln und Zweifel an ihre Sicherheit, die ihnen gewährt werden sollte.

Seid  gestern Abend, die erlösende Nachricht. Sie haben ihn und fanden ihn in Berlin in einem Obdachlosenheim. Eine Mögliche Ursache sahen sie in Gelingen seines Fluchtplanes, dass er wegen der bevorstehenden OP in der HNO- Klinik von dem Termin schon 3 Tage vorher wusste und so auch 3 Tage Zeit hatte, ein Fluchtplan zu schmieden.

Ostseemaus

farbenfroh zum Frauentag

Mit herrlichen Farben verabschiedet sich der erste warme Frühlingstag im März.

Die Vorfreude auf den bevorstehenden Frühling steigt. Raus aus den zentral beheizten Räumen, raus in die Sonne und ins Grüne. Farbenhungrig sind meine Augen. Besonders nach diesem Winter, der bei uns im Norden nur Schnee für einen Tag hatte. Grau und düster , ohne die weiße Schneepracht,  hatte dieser Winter für mich nur einen einzigen Vorteil, Meine Heizkosten werden gering gering ausfallen. Bei Raumtemperaturen von 19 °. 20 ° C fühle ich mich schon wohl, wärmer muss es nicht sein Aber genug vom Wetter,

Zahlreiche Nachrichten des Tages galten heute dem Frauentag. Dieser geht seid der Wende jedes Jahr spurlos an mir vorbei.. Die Partys der alten Zeiten, als am Frauentag in den Betreiben eine besonderen Status hatte gibt es nicht mehr .

Jetzt , beim schreiben erinnere ich mich wieder daran, das wir in den Betrieben zu DDR-Zeiten diesen Tag feuchtfröhlich begingen,  Für uns Frauen wurde mehr als nur eine Feierstunde organisiert, eine Party wurde geschmissen. Anfangs bedienten uns die Männer, wir fanden das alle eher lustig  Wir bekamen Nelken und  kleine Präsente Wenn Frauen feiern, wollen sie auch tanzen. Damit die Frauen Tänzer hatten, durften die Männer an den Feierlichkeiten teilnehmen und so wurde bis spät in die Nacht das Tanzbein geschwungen.Wir hatten einen Grund zum feiern, denn die Rechte der Frau war für uns keine Frage des Kampfes mehr.

Die Rechte der Frau waren für mich damals selbstverständlich. Ich  kriegte den Mund nicht mehr zu, als ich erfuhr, dass die Frau bis in die 70iger Jahre im Westen des Landes weder ein Konto eröffnen  noch ein Arbeitsverhältnis eingehen konnten, wenn der Mann seinen Segen nicht dazu gab. Nach meiner Vorstellung von der Welt war das tiefstes Mittelalter. Man wird als Mensch in eine bestehende Welt hineingeboren und denkt, so war die Welt schon immer. Die Geschichte war für mich nur Geschichten,

Wenn ich weiter in die Welt schaue und mir die Nachrichten über das Leben der Frauen lese, die keine Rechte in ihren Land haben, dann wird mir klar, die Welt in dieser Beziehung noch in der Zeit der Barbarei. Über die zahlreichen Vorfälle werden wir fast täglich damit konfrontiert, wie grausam mit Frauen in verschiedenen Ländern umgegangen wird. Ich  bekomme beim Lesen eine Gänsehaut und  frage mich, warum arbeiten Männer sich derart grausam und aggressiv an Frauen ab? Warum wird dies in einigen Ländern  per Gesetzt auch noch abgesegnet, bzw. verurteilen Frauen  zum Tode , wenn sie sich dagegen wehren.?

Fast täglich erreichen mich solche Nachrichten und ich danke Gott, dass ich in einem freien Land lebe, in dem die Rechte der Frauen ausgeweitet werden.

Ostseemaus

Old scholl

Manchmal fehlen die Worte, manchmal verstummt die Stimme ganz. So scheint es auch in meinem Blog während der letzten Wochen gewesen zu sein. Nichts mehr über die Tastatur gebracht. Aber dafür schrieb ich mehrere Füllerpatronen leer und Tagebücher voll. Ich brachte Old scholl mäßig meine Gedanken zu Papier, hielt in einem kleinen Buch den Tagesablauf fest und in einem anderen Buch meine Gedanken des Tages. Ich bearbeitete überlebte Erschütterungen, die sich im inneren ein genistet haben, als´sich der Boden unter meine Füßen zu öffnen drohte, auf dem ist stand..

“Flachbildschirme, Fernsehfilme, Werbespots können einem sehr viel Geld, Aufmerksamkeit und Lebensqualität rauben. Was könnten wir alles mit dieser wertvollen Zeit anfangen: Tagebuch schreiben, Ordnung schaffen, ein Buch lesen, mit anderen Menschen zusammen sein, ihnen zuhören und lauschen lernen.

„Oh, Seele besinn Dich Deine Taten besinn Dich,
Oh, Seele besinn Dich Deine Taten, besinn Dich!“

steht in der Isavasya-Upanishad. Es ist ein Aufruf an uns alle, innezuhalten und unbefangen erkennen zu lernen, was wir mit unserer kostbaren Lebenszeit so alles anfangen.”

Der kleine Ausschnitt einer Rundmail von heute zur Mondscheinmeditation meiner Yogaschule traf genau das  was mein Hinterkopf schon vor Wochen registriert hatte. Ich fragte mich, wie viele Stunden ich in Laufe eines Tages auf einen Bildschirm starre. An manchen Tagen, so wurde mir bewusst, wechselte ich in der Freizeit nur den Bildschirm. Sah vom Smartphone auf um auf den Bildschirm meines PC s zu schauen, oder ich sah mir auf meinen Flachbildschirm eine Natur Dokumentation an. Und als ich dann endlich vor die Tür ging, war meine freie Zeit aufgebraucht, so das ich keinen Blick mehr für die reale  Natur vor meinen Augen hatte.

 

Ich liebe den morgendlichen Ausblick aus meinen Fenster, auch wenn die Natur nur abgespeckt zu sehen ist und Naturliebhaber ernüchtern wirkt, weil statt Rasen nur Autodächer im Vordergrund zu sehen sind. Heute gefielen mir z.B. die weißen Mützen der Autodächer. Der letzte Schnee von heute Nacht überstand die ersten Sonnenstrahlen der Morgensonne.

Ostseemaus

full house oder die Königstrasse?

Karten sind neu gemischt

Zum Jahresbeginn werden die Karten für das eigne Leben neu gemischt. Die Punkte des letzten Jahres sind auf einem Zettel notiert und zählen sich jährlich mit den schon vorhandenen Zusammen. So wie bei einem  Kartenspiel hängt  ein Teil des eigene Leben auch vom Glück ab. Ich kann noch so clever sein , doch bleibt ein Teil meines Lebens vom Glück abhängig.

Eine Trumpfkarte für dieses Jahr in meiner Hand, das wäre nicht schlecht. Halte ich sie schon in meiner Hand? Wenn ja, dann hoffe ich, das ich rechtzeitig erkenne, wann ich sie auszuspielen habe. Oder aber , ich behalte den schwarzen Peter in der Hand und habe das Nachsehen, während andere auf der Gewinnerseite sind.

Der Jahreswechsel regt mich immer wieder auf´s neue an, über die Inhalte meines Lebens nachzudenken. Will ich alles so weiter machen wie bis bisher oder stehen dringende Veränderungen an. Ich sortiere sozusagen das Blatt in meiner Hand so, dass ich schnell einen Überblick bekommen, welche Karten ich behalten sollte und welche ich besser ablegen sollte, damit  sie am Ende des Jahres nicht als Minuspunkte in die Gesamtrechnung eingehen. Dann hoffe ich noch auf das Glück, das mir eine Karte zufällt, die mein Leben einfacher macht. So hätte ich mehr Zeit Dinge zu tun, die ich schon immer mal machen wollte, sofern ich sie nicht vergessen habe.

alles gute

Allen Lesern

dieses Blog wünsche ich

ein erfolgreiches, gesundes und frohes neues Jahr 2015

Ostseemaus

Endspurt im Gewimmel

Ich halte ich  mich  mitten im Gewühle des Weihnachtsmarktes auf, stelle ich immer wieder eins fest. Alle Menschen sehen an diesen Tagen irgendwie gleich aus. Sie tragen fast alle dunkle bis schwarze Klamotten. Halten sich entweder an einer Bratwurst oder an einem Becher Glühwein oder an den prall gefüllten Einkaufstaschen fest. Sie hetzten, suchen krampfhaft nach den passenden Geschenken, die noch nicht ausgewählt wurden.

“Es gibt die Decke nur noch in weiß” Der Mann hat sein Smartphone am Ohr und spricht so laut, dass alle mithören müssen. Wahrscheinlich klärt er mit seiner Frau den Kaufauftrag ab. “Sie hat die Größe von 1,20 x 1,80 m..soll ich die kaufen?” will er nun wissen. Wie die Antwort ausfielt, weiß ich nicht. Aber das große Rennen um die Beschaffung der letzten Geschenke hat schon begonnen.

Düstere Gestalten an den Eingangstoren. Die beiden Herren stehen rechts und links an den Flügeln der Eingangstür von C&A, sie könnten auch Wachmänner sein, wenn sie nicht so finster ausgesehen hätten, Fast könnte man glauben, dass sie gemeinsam etwas planen, was am nächsten Tag in der Schlagzeilen der Medien zu lesen ist. “Bewaffneter Überfall auf Kaufhauskunden” oder so   Aber ihre Blicke sagten mir, dass die geistig schon längst abwesend sind und sich, statt im nasskalten Wetter draußen zu stehen, lieber daheim auf der Couch mit Bierchen und so den Abend beginnen würden. Aber statt dessen begleiten sie ihre Frauen zum Weihnachtseinkauf  und warten auf ihre Rückkehr aus dem Kaufhaus und das kann dauern.

Von weiten sehe ich sie schon. Die kleinen jungen Hundchen, die ganz brav und bündig bei ihrem Herrchen sitzen Die Herrchen sehen fast alle gleich aus. Sie sind alt, haben dicke Rauschbärte, sitzen auf dem Boden. Vor ihnen steht eine Bettelschale und neben ihnen der junge Hund. Eine neue Masche der organisierten Bettelei.  Ich frage mich, wo die Kassierer stehen, die sich sofort das Geld, was in der Bettelschale landet, einstecken.

Ihn sah ich schon öfter, auch im Sommer. Er begleitet seinen lauten und kräftigen Gesang mit seinem Akkordeon. Die Geldschale, die auf dem Boden steht, ist in der Dunkelheit kaum zusehen. Alle Passanten machen um ihn einen großen Bogen . Komisch, wie sich die Bewegungsströme der Menschen plötzlich aufteilen und sich wieder schließen, nur um  auf einen respektablen Abstand zum Straßenmusikant zu kommen.

Es ist schon 17 Uhr vorbei, das Tageslicht schon eine Weile weg. Ich tauche ab ins nächste Geschäft. Will nur kurz mal was schauen,  mir eine Inspirationen holen,. was ich meiner Enkeltochter schenken könnte.  In dem Geschäft dränen sich die Menschen und aus dem Gedränge heraus bleibt ein junger Mann vor mir stehen, hält mir eine Liste unter die Nase. Zeigt stumm auf den Text, der in großen Lettern zu lesen ist. “Wir sind taubstumm” darunter noch einige Sätze, die ich nur überfliege. Erst nahm ich an, nur eine Unterschrift oder so. Aber nein, es geht um Geld und einige haben schon fette Spenden eingetragen.  “Ich habe kein Bargeld bei mir”  antworte ich schnell. Er versteht mich sofort und geht weiter. Wahrscheinlich hat er als Taubstummer meine Schwingung gespürt. Ich frage mich, an welcher Ecke der Mann steht, der sich die Kohle anschließend in die Tasche stecken wird.

Kurze Zeit später steige ich in die nächste Straßenbahn Richtung Nikolei Kirche Rostock. Im gegenüberliegenden Gewölbekeller treffen sich die Trainer des Vereins, verabschieden das Jahr 2014.

Ostseemaus