nicht linear denken

Du denkst schon wieder linear“ Dieser Satz fällt mitten im Film von „Tenet“.

Ja..ich habe mir den Film gestern Nachmittag angesehen. Mit mir waren gestern noch 6 weiter Kinogäste im Saal. 😁 Aber die 2. Vorstellung ab 19.00 Uhr wurde dann doch besser besucht.

Ganze 153 Minuten in einem Film mit zahlreichen Zeitenwechsel und keine Minute davon hatte ich mich gelangweilt. Auch fühlte mich nicht überfordert. Aber einmal mit den Gedanken woanders sein und schon fehlt einem ein wichtiger Baustein, um den Fortlauf des Filmes so weit wie möglich folgen zu können. Also volle Aufmerksamkeit ist angesagt. Der Regisseur Christopher Nolan erwartet das nicht nur viel von seinen Zuschauern, nein, er setzt auch einiges voraus, wie z.B. nicht linear zu denken. Oder zu verstehen, was man unter Inversion zu verstehen hat, oder was Algorythmen – davon macht Google Gebrauch – bedeutet.

Um dem Film folgen zu können, stellte ich mir die Zeiten wie Tonspuren auf einem Tonband vor, wobei die Gegenwart vorwärts und die Zukunft rückwärts lief. Nolan ließ die gegenläufigen Zeiten zusammenfließen und deshalb bewegten sich Menschen im Film Teileweise vorwärts oder rückwärts. Je nachdem, in welche Richtung der Zeit der Protagonist sich bewegte. Musste er in die Vergangenheit zurück, lief er rückwärts und die anderen bewegten sich vorwärts. Bewegte der Protagonist in die Zukunft, dann trug er einen Mundschutz wie von einem Beatmungsgerät. Wahrscheinlich, weil die Atmung verständlicherweise anders herumlief. Es kam auch vor, dass er sich selbst begegnete. Also gar nicht so schwer😁. Denke ich mal.

Ich hatte nur ein Problem. Es tauchte – für mich aus dem nichts – eine Zeichnung auf, die so was von wichtig war, dass sie einen großen Teil der Handlung beeinflusste. Vielleicht war ich mit den Gedanken grade mal unterwegs, als die Zeichnung das erste Mal erwähnt wurde. 😮 Aber das ist nicht so schlimm, denn ich sehe mir den Film am Dienstag noch einmal an. Diesmal will Sohnemann sich doch darauf einlassen. Das will er wohl doch nicht auf sich sitzen lassen. Seine Mutter kann in großen Zügen dem Film folgen und er als junger Mann sieht ihn sich nicht an, weil viele, die den Film sahen, meinten „Ich nix verstanden“ Nein, Sohnemann will jetzt auch mitreden können.

Viele Szenen wurden von einer grandiosen Musik getragen. Obwohl unmelodisch, laut und donnernd störte sie keinesfalls, sondern verlieh dem Film noch mehr Kraft und Wucht.

Für mich war das ein Film der Extraklasse. Ein Meisterwerk, das Zeichen setzt und zur Zeit seines Gleichen sucht. Ein Kunstwerk, was die eigene Logikspirale im Kopf auf die Sprünge hilft. Von der Handlung erzähle ich hier nicht, weil man sie nur schwer erzählen kann. Der grobe Plot – das Gute bekämpft das Böse und rettet damit die Menschheit. Ich zitiere einen weiteren Satz aus dem Film „man muss es nicht verstehen, man muss es fühlen“ Und dieses „fühlen“ hat nichts mit Herz-Schmerz zu tun.

soll ich ?

Oder soll ich nicht? Sollte ich besser mein Geld sparen oder es ausgeben, um mitreden zu können? Was das Geld betrifft, spare ich diese Woche sogar etwas Geld, auch wenn ich Geld dafür investieren würde. Ich habe eine Cinecard und mit der kann ich den Film der Woche für 5 € ansehen. Das würde bedeuten, dass ich bei Nichtgefallen nur 5 € in den Wind schreiben kann. Gemeint ist der Film „Tenet“ . Ein Film vom bekannten Regisseur Christopher Nolan ( u.a. Interstellar), der in seinem Filmen von seiner Zuschauern verlangt, seinen eigen Logikapparat im Hirnkasten auszuschalten und der Handlung einfach zuzuschauen, auch wenn man ihr nicht folgen kann.

Will ich das wirklich? Werde ich mir dabei nicht vorkommen, als würde ich ein Buch mit chinesischen Buchstaben lesen wollen, ohne die Schriftzeichen zu kennen. Aber ich weiß, dass jedes Schriftzeichen ein Bild oder mehrere Bilder darstellen und mit etwas Fantasie kann ich das eine oder andere Symbol doch deuten, oder nicht?

Aber ich laufe Gefahr, das ich mit dem Gefühl „ganz und gar nix verstanden“ das Kino verlassen und ich bin damit nicht zufrieden sein werde. Kann ich es aushalten, einer Handlung zu folgen, ohne etwas von dem was ich sehe, zu verstehen? Sohnemann wollte ich dazu überreden, mit ins Kino zu kommen. Wir hätten uns im Nachgang über die Handlung austauschen können. Doch der sträubt sich mit Händen und Füßen, obwohl er ein Fan von Nolan-Filmen ist, sich den Film anzusehen. Er hätte Kritiken darüber gelesen, bei dem der Film nicht so gut wegkommt. Also muss ich mich allein durch den Film arbeiten, wenn ich mitreden will.

Ich möchte auch nicht darauf warten, bis man den Film vielleicht in ein paar Jahren auf Netflix sehen kann. Solch ein Siene-Fiction-Action-Spionage-Film auf dem heimischen TV-Gerät mir anzusehen, kann ich mir sparen. Das wäre für mich wie eine tief gefrorene Suppe, an der ich ohne Genuss knabbern müsste.

aus der Männerhöhle

33. Tag seit der Maßnahme

Ich freue mich über jedes Lebenszeichen von Johnny Depp, was ihn nicht ins negative Bild rückt. Die letzten Jahre haben es in dieser Hinsicht nicht gut mit ihm gemeint. Johnny Depp wird grade auf Instagram aktiv und veröffentlichte ein Video, wie unter diesem Abschnitt zu sehen ist. Leider verstand ich kein Wort, denn es spricht ja englisch. Heut Abend werde ich Sohnemann bitten, mir das zu übersetzen. Auch seine Stimme ist mir fremd, denn ich kenne ja nur seine Synchronstimme. Die Medien stürzten sich darauf und so wurde ich ebenfalls auf sein Posting aufmerksam

Als Johnny Depp vor Jahren seine Frauen austauschte, war ich entsetzt. „Wie kann er nur seine Vanessa Paradis und Mutter seiner Kinder gegen eine femme fatale eintauschen? Mit dem Film: „Fluch der Karibik“ kam er, der sonst lieber Sonderlinge Filmrollen erfolgreich übernahm, im Mainstream an. Danach änderte sich sein Leben radikal. So war zumindest meine Beobachtung. Leider bestätigte sich meine Vermutung, Johnny Depp hatte eine Femme Fatale geheiratet und entsprechend gab es eine Schlammschlacht und er verlor nicht nur einen großen Teil an seinem Vermögen, sondern auch sein Ansehen, weltweit. Mehr Demütigung weltweit für einen grandiosen Schauspieler gibt es in meinen Augen nicht. Das tat mir als seinen ungebrochen weiblichen Fan weh. Hätte er mich gefragt, hätte ich ihm geraten: „Lass die Finger von der Frau“

Mit seiner Schauspielkunst zog mich Johnny Depp stets in seinem Bann und machte jeden Film mit ihm für mich unvergesslich. Wie stark sein Bann auf mich wirkte, erkannte ich aber erst vor ein paar Jahren. Ich sah mir 2016 den Film: „Die fantastischen Tierwesen und wo sie zu finden sind“ im Kino an. Der Film war schon fast abgelaufen, nur noch wenige Minuten vor dem Abspann und unerwartet erschien Johnny Depp im Film. Es war wirklich nur eine kurze Einblende von ein paar Sekunden und schon lief der Abspann. Als ich das Kino verließ, hatte ich das Gefühl, Johnny Depp hätte die Hauptrolle von A bis Z gespielt und alle anderen Schauspieler hatten Nebenrollen. Damit will ich nur sagen, wie stark seine Ausstrahlung als Schauspieler für mich auf der Leinwand war und immer noch ist.

Meine Sammlung an Sonntagsnachmittagsfilmen hatte ich schon Anfang der Woche um einen Film erweitert. Er ist noch auf dem Postweg zu mir, Ich orderte mir den Film „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ aus 1993 den sicher schon jeder kennt. Das passt ja.