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Der Himmel hat seine Tore für Jerry Lewis geöffnet

und dort darf er nun  die Engel zum Lachen bringen.

Seit gestern geht die Nachricht durch die Medien. Ein großer Künstler vergangener Tage hat die Welt  verlassen. Jerry Lewis  verstarb mit 91 Jahren. Er schaffte es wirklich weit..bis ins biblische Alter.

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Gehört oder gesehen habe ich schon lange nichts mehr von ihm. Aber in den 70iger sah ich mir jeden Film von ihn an, wenn der im TV lief und ich habe immer herzlich gelacht. Aber das beste, was ich von ihm sah, war der „Luftschreibmaschinenschreiber“ Die Szene aus dem Film „Der Ladenhüter“ vergaß ich nie.

Ruhe in Frieden Jerry Lewis

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lange nicht gehört und gesehen

Einer meiner Lieblingsfilme für verregnete Wochenenden oder gegen traurige Stimmung.

Wiedererkennung

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte mal im Kino war. Schließlich habe ich mein Homekino, spricht Smart-TV, DVD-Player, Digital-Recorder und Netflix , schon so weit ausgebaut, dass mein Tag 48 Stunden bräuchte um mir alles anzusehen, was sich am Möglichkeiten mir schon allein zu Hause bietet.  Aber nichts von all dem erreicht für mich den Zauber einer Kinovorstellung. In völliger Dunkelheit und ohne Ablenkung kann ich in die Handlungen eintauchen, die sich vor meinen Augen auf der großen Kinoleinwand abspielen. Diese Intensität erreiche ich zu Haus auf der Couch und nicht selten noch zusätzlich mit einem Smartphone in der Hand, niemals erreichen.

Deshalb gönnte ich mir gestern den Film: „Das Pubertier“. Als Regisseur Leander Haußmann und Schauspieler Jan Liefers, beides bei mir ein „muss ich sehen“ . Also lies ich mich berieseln von grandiosen Schauspielern in dem Film das Leben einer Familie darstellten, dessen Kinder in die Pubertät sind. Vieles, was gezeigt wurde, kann ich unterschreiben. Ohje…was war meine Tochter damals zickig, war kaum auszuhalten. Und mein Sohn erst. Tagelang sah ich ihn nur unter der Kapuze. Und das Weckszenario jeden Morgen, mein Gott, was hat mich das Kraft gekostet. Danach spürte ich schon am Morgen die ersten Erschöpfungserscheinungen an meiner Willenskraft.

Leander Hausmann hat nach gleichnamiger Romanvorlage von Jan Weiler das Leben einer Familie mit den pubertären Kindern liebevoll in Szene gesetzt. Anfang kam schien mir alles etwas überzogen, doch dann hatte sich die Handlung eingegroovt und mir kamen am Schluss wie dem Vater die Tränen, als aus dem pubertären Kind eine kleine Erwachsene wurde und das Elternhaus verlies.

alles im Fluss

und das damit meine ich nicht nur die Geschichte, die im Film erzählte wurde,den ich gestern in der Abendvorstellung im Kino sah, sondern auch das Blut, natürlich Kunstblut Zwinkerndes Smiley, der Figuren in der Geschichte. Gestern war es soweit. Sohnemann “schleppte” mich ins Kino. “Filme von Tarantino muss man im Kino gesehen haben” Er ist ein bekennender Fan von Tarantino

Als Eintrittskarte ein einfacher Kassenbon

Was den Zuschauer bei Filmen von Tatrantino erwartet, weiß ich seid ich die beiden Filme von “Kill Bill” gesehen haben. Natürlich auch auf Anregen meines Sohnes. “DEN musst du dir unbedingt ansehen” sagte er zu mir, als er die DVD in den Player schob. “Die härtesten Szenen werden eh in schwarz/weiß gezeigt”

Bei dem aktuellen Film von Tarantino wartet der Zuschauer vergeblich auf die hochauflösenden Bilder der neusten Digital-Technik, sondern er hat alles auf siebzig Millimeter Ultra Panavision!, so heißt es. Die Kritiker, so las ich eben im Internet, hatten diesen Film eher verrissen übertitelt die Kritik mit der Überschrift “An der Schlachtbank der Kinogeschichte”  aber DAS spiegelte sich in niedrige Besucherzahlen im Kino Rostock gestern nicht wieder. Gemeint ist der Film “The Hateful  Eight”

Screenshot

Am Ende des Filmes mit einer fast 3 stündigen Spielzeit floss das Blut wie in Tarantinio-Filmen erwartet, das Blut wieder im Strömen

Für mich war es großes Kino und hatte eine klare Botschaft. Er zeigte uns Menschen wieder, wie grausam wir sein können, wenn wir von Hass durchsetzt sind. Der Hass ist wie eine tödliche Krankheit, die den Menschen tötet, egal auf welcher Seite er steht, auf der gute oder der schlechten.

Was bin ich froh, dass Hassgefühle mich nur schwer erreichen

Ostseemaus

buntes Wochenende

“Nee…den will ich nicht sehen “ …”und ich will den anderen nicht sehen”  So geht es eine Weile hin und her, bis Sohnemann und ich uns auf einen Film einigen können. “OK…dann treffen wir uns um 19 Uhr am Schröderplatz”

Wir entschieden uns für eine Spätvorstellung im Lichtspieltheater Wundervoll, kurz gesagt; LiWu. Ein altes Kino aus DDR Zeiten – ehemals Metropol Theater – was noch keine großartigen Umbauten hinter sich hat. Die Filme, die man sich dort ansehen kann, sind schon aus den großen Kinos raus, so wie der Film, für den wir uns entschieden haben.

“Bevor wir ins Kino gehen, spielen wir Billard im PleitegeierNa super, Sohnemann zeigt mir die Kneipen von Rostock Zwinkerndes Smiley. Die rustikale Kneipe liegt mitten in der Stadt und hat im Keller einen Billardraum. Wer es gelackt mag, für den ist die Kneipe jedoch nicht geeignet, Sie wird vorwiegend von jungen Leuten aufgesucht.

Bevor ich mich in das Kneipenleben und den Kinosaal stürze, flaniere ich noch eine Weile durch die Kröpeliner Straße. Hätte ich die Zeitung gelesen, hätte ich auch gewusst, dass am Samstag der Christopher Street Day wäre. Doch als ich in der Innenstadt eintraf war so gut wie alles schon gelaufen. Der Umzug war schon lange durch, die schrill bunt gekleideten Menschen waren schon am feiern.

Den Umzug 2015 habe ich leider verpasst. Der war bestimmt wieder eine Augenweide. Hier und da liefen noch ein paar “bunte Vögel” über den Neuen Markt. Die meisten, die ich sah, waren Mädels, die sich ebenso so schrill wie die Männer kleideten.

Vor ein paar Jahren zog ein Umzug an mir auf dem Boulevard vorbei. Ich war grade einkaufen und traf einen alten Bekannten. Wir unterhielten uns über längst vergangene Zeiten. “Da kommen wieder die Verrückten” sagte der Bekannte – ein sonst netter sanftmütiger Kerl – , als der Umzug sich mit Musik schon aus der Ferne ankündigte, Wieder einmal bestätigt sich, das die Menschen ohne Unterlass für mehr Toleranz kämpfen müssen. Niemand soll sich wegen seiner Veranlagung verstecken müssen.

Unter die CSD Besucher mischten sich auch die jungen Bräute, die mit ihren Freundinnen ihren Junggesellinnen Abschied machten.

Um 19 Uhr traf ich Sohnemann wie verabredet. Er brachte seinen Freund mit. Wir gingen zu dritt in den Pleitegeier um gemeinsam Billard zu spielen. Höchstleistungen waren von mir nicht zu erwarten. So weit ich zurück denken kann habe ich das 2. Mal in meinem Leben einen Oueue in der Hand und auch keinen Plan, wie ich die Poolbillardkugel einlochen soll. Unter dem Motto: “Dabei sein ist alles” übe ich nach meiner Verliererrunde noch am einlochen, als die Jungs schon gemütlich ihr Bier trinken.

Zum Abschluss des Tages war eine Filmvorstellung vorgesehen. Wir entschieden uns für “Escobar Paradise Lost” So eine richtige Ahnung hatte ich nicht, welch ein Film auf mich wartet, denn ich hatte mir den Inhalt nur flüchtig durchgelesen.

Ich wollte mich überraschen lassen. Anfangs dachte ich:”Naja” und dann.. “Oh je” .. und die Augen weit auf, Dann dachte ich” Oh nein” wir furchtbar, wie grausam. Statt auf die Leinwand zu schauen, schloss ich die Augen, statt zu hören, stopfte ich mir die Finger auf die Ohren. Ich wollte weder sehen noch hören, wie es weiter ging, denn der gesunde Menschenverstand sagte mir, wie es weiter gehen wird. “Auf keine Fall geht DAS gut aus”

Die Spannung stieg weiter, weiter und weiter, Ich war mit dem Protagonisten schon so sehr verbunden, dass ich mit ihm litt, Es wurde unerträglich für mich, ich entwickelte Fluchtgedanken. Vielleicht sollte ich aus dem Kino fliehen? Überstürzt aus dem Kino rennen? Oder bis zum bitteren Ende die Augen und Ohren schließen und mich längst zwischen die Sitze legen? An diesen unterschiedlichen Alternative nagte ich, während er Film seinem traurigen Ende entgegenlief.

“Ich konnte am Ende nicht anders” sagte Sohnemann “mir kamen die Tränen” Nach dem Film unterhielten wir uns nach lange über den Film. Ich wurde darüber aufgeklärt, dass es den Drogenhändler tatsächlich gab und seinen Lebensweg auch real von Leichen gepflastert war, bis man ihn in den 90iger Jahren erschoss

Ostseemaus

alles neu ?

Mit den Jahren sah ich schon viel kommen und gehen…sogar ein Staat verschwand  über Nacht, wurde von einem neuen ersetzt.  Mit ihm verschwand nicht nur das DDR-Geld, sondern auch vieles, was über Jahrzehnte vertraut war, jede Menge Firmen wurden abgewickelt, der Konsum und die HO verschwanden, leider auch zahlreiche Bäcker und Fleischer. Alle stürmten nun die Supermärkte und Discounter, kleine Handelsunternehmen  waren dem Untergang geweiht.

Loslassen  war das Thema, was mich die  Jahre  danach  weiter begleiten sollte. Die Kinder wurden größer und verließen ihre Kinderzimmer, ich musste auch liebe  Menschen  aus meinem Umfeld in den Himmel ziehen lassen.

Deshalb war es eine Wohltat,, wenn etwas altbekanntes Bestand hatte und nicht einfach von der Bildfläche einfach verschwand, wie z.B. ein altes Kino,

Bildquelle: Klick Bild

dass ich wegen der moderaten Preise öfter besuchen konnte, als die modernen Kinos in denen nur die Blockbuster  für viel Geld gezeigt wurden. Der Hansa Filmpalast  liegt abseits der Flaniermeile und die Besucher blieben trotz  kleine Preise weg. Dann fiel der Projektor aus  und für die neue teure digitale Technik  fehlte das Geld und es lohnte sich die Investition auch wegen des geringen Zulaufes nicht.

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Langzeitwirkung

Es gibt wohl kein Film. dessen Abschlussszene ich über Jahrzehnte niemals vergessen konnte, ich ihn niemals sehen konnte, ohne in mein Taschentuch zu schnäuzen. Selbst wenn ich an diese Szene heute noch denke, berührt mich der Moment, als die Hauptdarstellerin  sich entschließt, das hoffnungslose Warten auf ihren Liebsten zu beenden. Er war im Krieg gefallen. Sie hat die harte Realität akzeptiert und überreichte jeden eine Blume aus dem Strauß, der für ihren Liebsten war, an andere Heimkehrer. Dafür löst sie den gebundenen Strauß auf.

Eine symbolische Handlung, wie man mit einer traurigen Vergangenheit Frieden schließen kann. Die stagnierte Liebe über einfache Gesten an andre weiter reichen.

Erzählt wird in dem Film die Geschichte von Boris und Veronika – er nannte sie liebevoll “mein Eichhörnchen” und sie nannte ihn gleich 3 mal beim Namen “ach..Boriiis..Boriiis..Boriiiis “- , die ihren Anfang und ihr Ende mit Beginn des 2. Weltkrieges findet. Heute noch selig vor Glück und morgen ist schon alles vorbei.

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