Wieder da

Er ist wieder da

Wer Rostock in der Vergangenheit besucht hat, traf ihn in den letzten Jahren fast immer am Uni-Platz im Rostocker Stadtzentrum an. Mit den Jahrzehnten seines Daseins wurde er nicht nur zu einem viel fotografierten Original von Rostock, er bekam auch einen unverwechselbaren Namen von seinen Fans verpasst. Man nannte ihn liebevoll Spielmann-Opa.

Auch Wikipedia weiß einiges über den Rostocker Spielmann-Opa zu berichten und wer meinem Link folgt, findet dort auch das Denkmal, was man zu seinem 2. Todestag eingeweiht hatte. Und wieder dürfen ihn seine Fans fotografieren und sogar auch mal die Teufelsgeige auf Rücken streicheln.

Am 27. Mai wurde sein Denkmal am Uni-Platz offiziell eingeweiht.

Aber auch ich bin wieder da

Die letzten Wochen und Tage waren voll gepackt,

mit Möbel packen, Wohnung renovieren und fast sanieren,

mit Besuch und noch mal mit Besuch,

mit einer Reise und

einer Feier im Kreise der Familie.

Zum Glück ließen all die Lockerungen in der Coronakrise alles das zu, was es zu tun gab.

Es gab gute Nachrichten, über die man sich freuen konnte😀, es gab aber auch traurige Nachrichten, die es noch zu verarbeiten gilt. 😥

Und das Leben geht weiter und weiter und weiter

paradox

46. Tag seit der Maßnahme

Schon den 11. Tag in Folge wurden in Rostock keine COVID-19-Erkrankungen mehr gemeldet. Die Zahl blieb seit dem auf 75 stehen. Noch 3 Tage, dann sind 14 Tage rum und Rostock ist „clean“. „Rostock ist Corona frei“, verkündete der Bürgermeister unserer Stadt schon vor ein paar Tagen. Es heißt: „Die Möglichkeit, sich in Rostock anzustecken, ist derzeit zwar nicht ausgeschlossen, die Wahrscheinlichkeit aber gering.“ (Zitat aus diesem Beitrag)

Die Frage ist, warum hat der Rostocker Bürgermeister dies seinen Bürgern wissen lassen, wohl wissend, dass es sich dabei nur um eine Momentaufnahme handelt? Nicht alle haben seine Mitteilung mit Applaus aufgenommen, denn sie befürchteten einen laxen Umgang mit den Regeln, die uns von oben auferlegt wurden. Der OB wollte seinen Bürgern eine Perspektive bieten und das tat er, zumindest bei mir.

Jetzt braucht es nur eine Mauer um Rostock und das alte vertraute Leben kann wieder aufgenommen werden? Wir Rostocker wären wieder frei, dank einer Mauer um die Stadtgrenze? Ist das nicht paradox? Freiheit und Mauer in einem Satz?

Natürlich wird nicht ausgeschlossen, dass der Corona-Virus sich wieder einschleicht und ein neuer Hotspot aufploppt und alles wieder von vorn beginnt. Denn seit gestern sind die Spielplätze wieder offen und ab heute dürfen auch die großen Geschäfte wieder öffnen. In den letzten Wochen wir braven Bürger es ja, uns auf Abstand zu halten.

Mein 1. Mai war gestern vom herumsitzen geprägt. Na gut – Mittag gekocht habe ich zumindest im Stehen. Den Rest des Tages verbrachte ich auf dem Balkon zum Zeichnen und auf der Couch. Dabei sah ich mir den Film „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ an. Bei starken Szenen im Film kamen mir sogar die Tränen. Frau gönnt sich ja sonst nichts und zeigt auch Gefühle. Das Wetter war wie allerorts. Sonnig, verregnet und sogar Gewitter zog über die Stadt.

Freddie lässt grüßen

35. Tag seit der Maßnahmen

„Wenn wir ihn nicht hätten, säßen wir alle mit unseren Hauslatschen zu Hause“, sagte der Gitarrist von Queen Brain May und zeigte dabei auf den neuen Frontmann Adam Lambert

Bildqueller: Wikipedia

Gestern Abend arbeitete ich mich durch eine 4-stündige Dokumentation auf VOX – die Doku kann heute ab 12.00 Uhr noch einmal in der Wiederholung gesehen werden – mit dem Titel „We are the Champions! – 50 Jahre Queen“. Noch einmal durften die Fans von Queen die erfolgreichen aber auch schwierigen Jahre der Rockband erleben. Und wieder einmal kämpfte ich mit den Tränen, als man über den letzten Videodreh von Freddie Mercury erzählte. Er wollte eine letzte Szene noch einmal drehen und – so wird es interpretiert – bei dem er mit einem Blick und einer letzten Geste sich von seinen Fans und der Welt verabschiedete. Kurze Zeit später wurde der Tod von Freddie Mercury über die Medien bekannt gegeben.

Bei der Gelegenheit erfuhr ich, dass seit 2011 eine neuer Leadsänger mit der Rockband tourt und weiter touren wird. So lebt Freddie Mercury für seine Fans weiter. Der Sänger bringt seinen eigenen Stil in die Songs, ohne den Song so zu verändern, dass man ihn dann vielleicht nicht mehr wiedererkennen würde.

Ich denke, Freddy wäre damit einverstanden und er kann sich nun im Himmel darüber freuen, das seine Musik lebendig geblieben ist und man sie jetzt nicht nur aus der „Konserve“ genießen muss, sondern man kann sie auch live erleben, mit einem fabelhaften Sänger, der auch ein Faible für Extravaganzen, was Bühnenoutfit betrifft, hat. Freddie meinte ja, er müsse seinen Fans auch was Visuelles bieten. Auch was das betrifft, sieht man deutliche Parallelen zu Freddy.