Der letzte Sommer

Das Leben kann manchmal hart sein , aber es kann noch härter zuschlagen. Und gestern war es wieder mal soweit. Nicht für mich, sondern für meine Freundin. Wir kennen uns eine gefühlte Ewigkeit, sehen uns zwar selten, aber wenn, dann intensiv. Wir haben immer ausreichend Stoff über das wir uns stundenlang unterhalten können, ohne dabei zu ermüden. Im Gegensatz zu mir, ist Wasser ihr Element. Auch wenn ich mich hier Ostseemaus nenne, bezieht sich dies nur auf die Nähe zur Ostsee, wohin gegen meine Freundin eine Wohnung direkt (5 Minuten Fußweg) an der Ostsee hat .

Gestern teilte meine Freundin mit den WhatsAppern im Status ein Filmchen, in dem sie durch die Ostsee schwimmt, abtaucht und wieder auftaucht, wendet und weiter schwimmt. „Wenn ich im Wasser bin, bin ich glücklich“ sagte sie immer. Ich reagierte auf ihr geteiltes Video, schrieb ein paar Worte per WhatsApp. Wenig später kam auch schon eine Rückantwort, in der die mich liebevoll ansprach und mir mitteilte, dass man bei ihr vor 3 Wochen einen Gehirntumor diagnostiziert hat, mit Null Aussicht auf Heilung. 😥 „Mir bleibt ein schöner Sommer. … Solange es dauert“😥😥😥😥 „Ne Weile später darfst du anrufen“

Wieder einmal schlägt die unwirkliche Realität zu.

Wieder einmal sitze ich in Tränen aufgelöst und muss ohnmächtig zusehen, wie liebe Menschen schon vor ihrer Zeit von dieser Welt verschwinden.

salonfähig gemacht?

„Ist das Kunst? Oder kann das weg?“ Das werden sich genau so viele, wie ich am Freitag gefragt haben, als man aus den Medien von der Aktion „#allesdichtmachen“ erfuhr. Und nein, ich applaudierte nicht oder stimme gar verhalten der Aktion der Schauspieler zu, die sich zusammen taten, um der Regierung mangelnde Transparenz zu ihren Entscheidungen im Umgang mit der Pandemieverdeckt hinter einem – für meine Ohren – geschwollenen Gerede.

Sie wollten revolutionär sein und aufmerksam darauf machen, darauf, dass ……… ja, worauf denn? Ist mir da was entgangen? Die im vorletzten Satz „……..“ lassen sich für mich nicht schließen. Man sagt ja.: „Der Empfänger bestimmt die Botschaft“ Es könnte ja auch sein, dass mir eine Gehirnwindungen dafür fehlt, die die subtil verpackten Botschaften nicht deuten zu können.

Kunst ist ja auch nicht immer leicht zu verstehen. Vielleicht muss man sie ja nicht verstehen, sondern fühlen, sie gefühlt begreifen? Mein Gehirn hatte sich geschunden, um meine Abwehrreaktion zu blockieren, denn immerhin waren bei der Kunstaktion „#allesdichtmachen“ auch Schauspieler dabei, denen ich vertraue und glaube und sie bei mir deshalb auf der Bestenliste stehen. „Wie können sie mir und sich das antun?“ Kreuz und quer wirbelten meine Gedanken durch den Kopf. Mir wurde im wahrsten Sinne des Wortes schlecht, als hätte ich einen Schlag in die Magengrube bekommen und kämpfte nun mit echtem akuten Brechreiz.

Noch am Abend sah ich Jan Liefers, den Liebling aller Münsteraner Tatort-Zuschauer im TV. Er wurde noch am selben Abend in einer Talkrunde zugeschaltet. Er sah aus, als wäre von einem Bus überfahren worden. Wahrscheinlich hat ihn neben den Lobgesängen der Shitstorm überrascht. Für einen erfolgsverwöhnten Schauspieler, schwer auszuhalten, aber er kämpft wie ein Löwe gegen den Wind an, der ihm neben dem Applaus in den Ohren von der „Querdenker – und AfD-Szene“ nachhallt, der kalten Wind der Kritiker und ihr Entsetzten um die Ohren weht.

Warum wurde mir übel? Seit Wochen verfolge ich über den Telegram-Kanal die Querdenker-Szene – sprich Herrn Wendler. Und ich sage euch, wer sich all die verteilten Infos der führende Köpfe der Querdenker reinzieht, wird irgendwann Gift und Galle spucken. Und das gebräuchlichste Vokabular inklusive Superlative der Querdenker und Erzähl- Narrative sind, z.B. „Die da oben und wir hier unten“ – „Wir sind die Guten und die da oben sind die Bösen“ – „Die Medien belügen euch – wir sagen euch, was wahr ist“ ..fand sich in den Texten der Schauspieler wieder.

Letzten Slogan hatte Jan Liefers bedient. Er sprach in geschwollenen Gerede und subtil ein Gleichschaltungsgesetz aus der Nazi-Zeit an. Zitat Wiki 👇

Gleichschaltung bezeichnet die erzwungene Eingliederung aller sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Kräfte in die einheitliche Organisation einer Diktatur, die sie ideologisch vereinnahmt und kontrolliert. Seit den 1930er Jahren bezeichnet das Wort den Prozess der Abschaffung des Föderalismus und der Vereinheitlichung des gesamten gesellschaftlichen und politischen Lebens in der Machteroberungsphase der Zeit des Nationalsozialismus. Ziel war es, bis 1934 den als Zerrissenheit verstandenen Pluralismus in Staat und Gesellschaft aufzuheben. Mit der Gleichschaltung strebte man an, alle Bereiche von Politik, Gesellschaft und Kultur gemäß den nationalsozialistischen Vorstellungen zu reorganisieren.“……….

(Ob sein Arbeitgeber, die ARD es gut findet, dass einer seiner „Angestellten“ ihn als „Scherge“ einer verdeckt aufstrebenden Diktatur bezeichnet? Ich nutze die harten Begriffe in meiner Fragestellung auch mal das Instrument der Überspitzung, wie es in der Kunst üblich ist, es sichtbar zu machen.)

  • Und ich habe noch ein große Frage. Wem nützt diese Kunstaktion von namhaften Schauspielern?
    • Dem schon ohnehin schon gespaltenen Land, deren Graben zwischen den Fronten nun noch tiefer geworden ist, als er schon war?
    • Den Menschen im privaten Bereich, die sich wegen der unterschiedlichen Auffassungen zur Risikobewertung und der Maßnahmen fast kriegerisch in den Haaren liegen? Der Graben zwischen Freunde und Freunde, bzw. Bekannte und Bekannte hat sich nun vertieft.
    • Hat nach dieser Kunstaktion nicht jeder auf seine Weise aufgerüstet, um noch intensiver aufeinander loszugehen?
  • Und wer bekommt nach der Aktion Schützenhilfe in dem schon tief gespaltenen Land?
    • Die AfD
    • Die Querdenker – Sammelbecken für Skeptiker und Zweifler
  • Ich werfe das ☝ einfach mal in den Raum, ganz einfach, weil nur aus den Szenen tosender Beifall kam

Und ich werfe noch etwas einfach mal so in den Raum. Die Strippenzieher der Kunstaktion in der hinteren (versteckten) Instanz die Anführer der Querdenker-Szene, der mit viel Geld tief im Kaninchenbau sitzen und sich jetzt einst ins Fäustchen lachen und sich die Hände reiben. Ihnen ist es gelungen, die Schauspieler gekonnt für ihre Idee zu instrumentalisieren.

Und was war/ist ihr Ziel? Querdenken soll mit Hilfe bekannter Schauspieler in der breiten Bevölkerung salonfähig gemacht werden. Auf diese Weise outen sich die, die noch im verborgenen quer gedacht haben. Sie bekamen nun durch die Künstler die Bestätigung gekommen.

Doch was ist schon schlimm an der Querdenker-Szene, dass man als Kritiker der Maßnahmen in selben Atemzug von ihnen distanziert, schließlich kämpfen sie für Demokratie und Freiheit? Oder liegt im Verborgen doch ein anderes Motiv? Wenn sie bei Demonstrationen ihre Transparente ausrollen und das Licht durchscheint, sehe ich dahinter ihr wahres Motiv , das da lautet:

  • „Wir kämpfen für die Entsolidarisierung der Gesellschaft.“
  • „Nieder mit der Regierung, die ihre Maßnahmepolitik darauf ausrichtet, die Verletzlichen und Schwachen zu schützen“
  • „Nieder mit der Regierung, die mir sagt, was ich zu tun und zu lassen habe“

Letztes wird man ja einfach mal so sagen dürfen,, ohne dass man mich als *AA bezeichnet.

*AA- Angepasst – Angsthase – oder angepasster Angsthase ?

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Überstanden

Hier ein 2 1/2 minütiger Bericht des an COVID 16 erkrankten ehemaligen ZDF-Moderator von „Volle Kanne“ (Montags bis Freitags von 9 – 10.30 Uhr) Ingo Nommsen, Man kann seiner Mitteilung Glauben schenken oder auch nicht, man seine Schilderung respektieren, relativieren oder auch bagatellisieren. Ich glaube ihn und nehme seine Hinweise weiter ernst.

Leider hat es auch Günter Jauch getroffen. Ich hoffe für ihn, dass er mit leichten Symptomen davon kommt.