mal wieder….

…stand Warnemünde auf meinem Ausflugsplan für Ostern.

Genauer gesagt, für Ostersamstag. Ein großer Fackelumzug mit anschließenden Osterfeuer am Strand wurde angekündigt. Warnemünde als Touristenort will seine Besucher immer bestens unterhalten, deshalb ist alle naselang was los und die Massen strömen Richtung Strand.

Vom Fackelumszug habe ich nix gesehen. Angeblich sollten 30 Minuten vor Beginn Fackeln verkauft werden und dann sollte es mit brennenden Fackeln gemeinsam Richtung Strand gemeinsam weitergehen. Ich nehme an, dass der Fackelumzug der erhöhten Waldbrandgefahr Stufe 4 zum Opfer fiel . Seit Tagen wurde darauf schon hingewiesen und Ostern durften deshalb nur wenige große Osterfeuer angezündet werden. In Warnemünde wurde das Osterfeuer zum Glück der vielen Besucher nicht untersagt.

Als wir den Strand erreichten, war das Feuer schon von weitem zu sehen. In der Nähe war nur noch Platz, wenn man sich in die schwarze Rauchwolke stellte. Naja…soweit ging meine Intresse, ganz nah ans Feuer zu kommen nicht. Ich hätte mich leicht verräuchert auf den Heim machen müssen. Also blieb ich auf Abstand.

Die Kinder hatten sich aber gute Aussichtsplätze sichern können.

Andere Zuschauer machten es sich am Strand so richtig gemütlich 🙂 und hatten den heimischen Chouchmodus am Strand weiter gepflegt. Mann gönnt sich ja sonst nix.

Am Ende wurde das Hotel Neptun kräftig eingeräuchert. Die Hotelgäste sollen ja schließlich auch was davon haben. Um 19 Uhr war das Feuerzauber vorbei, doch vor dem Leuchtturm wurde noch Musik gemacht und getanzt.

Und über alles stand er Warnemünder Osterhase und sah aus luftigen Höhen dem menschlichen Treiben zu

Mir war es inzwischen kalt geworden, denn vom Wasser wehte ein kräftiger kalter Wind und ich war als Sommerfrischler mit Flip Flops unterwegs.

Der Tag ging eh zu Ende und die warme S-Bahn wartete schon darauf, mich wieder heim zu bringen.

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so langsam wird´s

Schon 4 Tage alt ist der Frühling 2019. In diesem Jahr stand die Sonne schon am 20. März um 22.58 Uhr direkt über den Äquator. Na super schon einen Tag eher als sonst. Die Südstaatler Deutschlands hatten ja schon richtig warmes Wetter, wir Nordstaatler müssen noch warten. Nicht, das der Himmel über Rostock nicht blau ist, nein, so ist es nicht. Aber bis Mittag muss man sich gedulden und die Wärme bleibt dann doch hinter dem Horizont hängen.

Zu meinen kurzen Ausflug nach Warnemünde hätte ich mir gestern besser eine dickere Jacke angezogen. Auf der Fähre war es dann doch frisch, aber das hielt die Menschen nicht von ihren Wochenendausflügen ab.

Eigentlich war es kein richtiger Ausflug. Sohnemann wurde Freitag aus seinem freien Tag zur Arbeit gerufen. Eine Kollegin war plötzlich erkrankt und konnte nur zum Arzt, wenn jemand für sie einspringt.

Na super …ade..freier Tag. Er wurde erst weit nach Mitternacht abgelöst und übernachtete bei einem Kollegen, der seine Wohnung in Warnemünde hat. Nicht schlecht, Herr Specht, damit ersparte Sohnemann sich die Nachtfahrt von A nach B. Aber, er hatte keine Tabletten gegen seine Epilepsie für den nächsten Tag dabei. Also, was macht Mutters? Packt ein kleines „Köfferchen“ und legt zum Medikament auch gleich ein frisches weißes Hand dazu. Man weiß ja nie.

Am Abend erzählte Sohnemann mir, dass das besagte Hemd nicht er, sonder sein Kollege tragen würde. Einer der Köche hatte seine Kelleneroutfit aus Jux und Dallerei einmal kurz mit dem Schlauch der Spüle nass gespritzt. So richtiger Spaß konnte dabe aber nicht aufkommen. Naja..ich hätte es auch nicht lustig gefunden, wenn ich tropfnass vor die Gäste treten müsste. Aber Jungs lieben halt die derben Späße.

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endlich…

..durfte ich heute die Uhren wieder zurück stellen. Kaum zu glauben, aber in meinem Haushalt befinden sich noch 5 Uhren, die ich per Hand nachstellen muss. D.h. ein Wecker, den ich für meinen Yogaunterricht nutze, den hatte ich nie umgestellt. Das ist noch ein gutes altes Stück aus der Zeit, als man von der Zeitumstellung nur aus der Geschichte wusste.

Ich erinnere mich noch an den Moment, als mein damaliger Mann den Zeiger schon am Abend eine Stunde vorstellte. Er war Frühaufsteher, dem machte es nichts aus. Mir  tat der Moment richtig weh, körperlich weh. Mit einem mal war es nicht mehr 19 Uhr, sondern schon 20 Uhr. Ich litt nicht nur bei dem Anblick, sondern auch bei dem Gedanken, am nächsten Tag eine Stunde früher aus dem Bett zu müssen. Nein, das war so gar nicht meins. Nein, ich wollte mich dagegen auflehnen, aber Entscheidungen der Politik nehmen auf Einzelschicksale, wie meins, keine Rücksicht. Ich glaube, ich litt in den ersten Jahren der Sommerzeit einige Wochen noch so vor mich hin, bevor ich mich daran gewöhnte. Dazu muss man wissen, dass ich KEIN Frühaufsteher bin. Nie konnte ich Menschen verstehen, die es an den Wochenenden morgens um 6 Uhr aus dem Bett trieb, weil sie es darin nicht mehr aushielten. Wie kann das sein ? Die gemütlich warme Höhle schon so früh zu verlassen, wenn man es nicht dringend sein muss? Muss das sein? Nein.

Die Erleichterung bei mir war groß, als die EU sich diesen Sommer der Zeitumstellung widmete. Soll das hin und her zwischen den Zeiten bald wieder vorbei sein? Die Bürger stimmten für „weg mit der Zeitumstellung“ und man wünscht sich die dauerhafte Sommerzeit. Nun ist diese im Gespräch. Das verlängerte Tageslicht am Abend ist verlockend.

Es dauerte nicht lange, da meldeten sich die Kritiker der dauerhaften SZ zu Wort. Der Schulbeginn sollte im Winter dann eine Stunde später beginnen. Ich kann die Lehrer verstehen, sie haben so schon Mühe, die Kinder in den ersten Stunden wach zu halten. Auch Mediziner meldeten sich zu Wort. Für den Körper wäre die Sommerzeit auf Dauer nicht gesund, weil die Aktivität sich nach dem Stand der Sonne richtet. Wenn die Sonne am höchsten steht, dann hat der Mensch die meiste Power. Wir würden also permanent gegen unseren BioRhythmus arbeiten und das würde uns Menschen auf Dauer krank machen. Unter anderen wurde die Zunahme von Depressionen prognostiziert und auf die erhöhten Ausgaben der Krankenkassen hingewiesen.

Ich trage beide Standpunkte mit und so weit ich weiß, hatte man in Russland das Projekt dauerhafte Sommerzeit schon mal gestartet und das nach kurzer Zeit wieder eingestampft. Die Menschen fanden aus der Müdigkeit nicht mehr raus, kamen morgen nur noch schwer aus den Betten. Darauf wurde die Winterzeit als dauerhaft erklärt, aber auch dies nicht zur Freude aller Russen. 

Der verlinkte Artikel ist lustig und unterhaltsam zu lesen, vor allen Dingen die Begründung, warum man nun doch wieder die Zeitumstellung wünsche.