Es knallt

Auf dem Weg zum Penny – Markt in meiner Nähe schoss ich auf die Schnelle mit meinem Handy ein paar Fotos. Am Himmel zogen sich dichte Wolken zusammen und ich wollte aber trotzdem auf jeden Fall noch vor dem großen Regen wieder in meinen 4 Wänden sein. Die Wettervorhersage hatte ja schon seit Tagen auf eine mögliche Gewitterfront hingewiesen.

Aber schon oft hing der Himmel so voller grummeliger Wolken und genau so oft verzog sich die dicke Wolkenwand auch stillschweigend wieder. Deshalb hetzte ich mich beim Einkauf nicht. Schaute alle Regale gründlich durch. Ich kaufe immer ohne Einkaufszettel ein und wollte nichts vergessen und am Sonntag womöglich vor „Hunger sterben“ müssen. Oder was noch blöder wäre, mir fehlt eine Zutat und ich muss umdisponieren. Na ja.ganz so schlimm wäre es in unserer Wohlstandsgesellschaft nicht gekommen und flexibel kann ich auch sein.

Als ich an der Kasse stand, brachen die Wolken auf und schütteten Kübel weise Wasser über Rostock. Jetzt die große Frage. Soll ich warten, bis alles vorbei war oder durch den Regen panschen? Ich hatte eine Großpackung Eis im Einkaufbeutel, also entschied ich – ich werde mich für das Eis opfern und durch den Platzregen laufen. Mit 3 vollen Einkaufsbeutel und einer großen Handtasche über der Schulter stelle ich mich dem Unwetter. Nur 5 Minuten Fußweg, halb so schlimm.

Ich sage mal, meine Augen hätten Scheibenwischer gebraucht, denn permanent lief mir Wasser von der Stirn in die Augen. Und mit dem Regen kam das Gewitter. Krach Wum…bloß schnell nach Hause. Nicht das der Blitz noch in meine Hacken schlägt. Hatte ich nicht vor 2 Tagen im Videotext gelesen, dass in Indien 100 Menschen an einem Tag vom Blitz erschlagen wurden? Ich wollte auf diese Weise auch keine Schlagzeile machen.

Ich wurde nicht vom Blitz getroffen, sondern war nur bis auf die Haut nass, von Scheitel bis zur Sohle.

Die Turnschuhe werden gute 3 Tage Trockenzeit brauchen

Das Unwetter zog so schnell ab, wie es gekommen war. Nach kurzer Zeit schien wieder die Sonne, als wäre nichts gewesen.

Aber nicht alle erlebten in Rostock einen so sorglosen Tag nach dem kurzen Gewitter, wie ich. Eine Familie verlor in Lichtenhagen Dorf ihr Haus. Der Blitz hatte eine halbe Stunde, nachdem ich die Fotos mit meinem Handy gemacht hatte, das Reetdachhaus getroffen und es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Wie traurig. Ich kann mich gar nicht in solchen eine Situation hineinversetzen.

Aber das Leben geht immer weiter und weiter und weiter

Ich hab’s wieder getan

Yoga im Freien

Nach 3 Monaten Abstinenz wegen der Coronakrise rief ich meine Yogis wieder zusammen, um wie jeden Sommer Freilandyoga auf der grünen Wiese zu machen. Wir trafen uns auch in den vergangenen Jahren immer zu dem Sommerferien – in der Zeit haben alle Vereine Sommerpause – auf Grünflächen, um auch mal außerhalb der Sporthallen gemeinsam Yoga zu machen.

Gestern trafen wir uns im Leichtathletikstadion der Stadt Rostock, das jedermann nutzen darf, wenn nicht grade Wettkämpfe im Stadion stattfinden. Es liegt mitten in der Stadt in unmittelbare Nachbarschaft zum Ostseestadion. und es ist immer ein buntes Treiben vieler Sportler

Wir alle waren froh, dass wir uns wieder treffen dürfen und sich niemand von uns den Corornavirus an Land gezogen hatte oder wegen der langen Auszeit das Handtuch geworfen und seine Mitgliedschaft gekündigt hatte

Das war leider nicht in allen Gruppen so. Eine Gruppe habe ich auf dem Weg durch die Coronakrise verloren. Vielleicht war ihnen der Geduldsfaden gerissen und sie kündigten ihre Mitgliedschaft im Verein. Die Vorschriften für die Wiederaufnahme des Vereinssportes sind eng geknüpft, dass sie eine Sportstunde kaum möglich machte. Gesundheit geht eben vor.

Also machte ich gestern im kleinen Kreis weiter.

Nächste Woche treffen wir uns wieder, soweit das Wetter es zulässt.

Das Leben geht weiter und weiter und weiter