Leben, Menschen, Natur, Sport

Schluss, aus und vorbei

..mit der Gammelei der letzten Wochen. Seit gestern sind die Sporthallen und Übungsräume wieder meine Arbeitsräume. Die Yogis und Kinder warten auf ihre Programme und Angebote im Sport. 6 Wochen Ferien in Meck-Pom liegen hinter uns und wir dürfen wieder in die Sporthallen.

Für mich wurde es Zeit. Vom vielen Sitzen bekam ich schon Rückenschmerzen und Stimmungsschwankungen. Rente zu bekommen ist toll, macht aber nicht nur körperlich träge, sondern auch im Kopf und wenn man sich kein bewegtes Leben selbst organisiert, verfällt man in dumpfes Brüten. Der Schweinehund hatte mich im Griff und lässt nun nachhaltig mit steifen Gelenken grüßen 😦 . Aber nach ein/ zwei Yogastunden – auch als Vorturner – ist der Rückenschmerz schon wieder Geschichte. Zum Glück. 😀

Statt den Schweinehund zu pflegen, kultiviere ich nun wieder den Yoga – Hund und schon hat sich der Rücken wieder eingekriegt.

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Hanse Sail 2019

Viel gesehen hatte ich nicht, wenn man davon ausgeht, dass die Hanse Sail 2019 von Donnerstag bis Sonntag geht, d.h. sie ist immer noch, während ich hier schreibe, am laufen, war es fast gar nix, was ich mir gesten angesehen habe. . Nur 90 Minuten lief ich über den Stadthafen , nur mit einem Begleiter, meiner Kamera. Meine Familie hatte noch nie Bock auf Menschenmassen. Also ziehe ich allein los. Doch dieses Jahr musste ich mich echt motivieren. damit die 29. Hanse Sail nicht ganz ungesehen, an die mir vorbei rauscht.

Ein paar männliche Vorboten der Hanse Sail hatte ich schon in der Stadt gesehen. Männer in Seemannsuniformen sehen für´s Frauenauge ja immer schneidig aus 😀 und auch meinen Blick zogen sie an, ich sah ihnen nicht nur nach, sondern fotografierte ihnen auch hinterher. Bevor sie hinter der Hausecke verschwanden erwischte meine Kamera sie noch auf den letzten Pfiff.

Warum mir die Motivation fehlte? Ich glaube, es war eine Kombination aus Müdigkeit und Lustlosigkeit. Seit Tagen fühlte sich das Wetter in Rostock labberig an. Lauwarm und bewölkt, kein Reizklima, das ließ meinen Blutdruck noch tiefer sinken, als er ohnehin schon ist. Vielleicht zog die Müdigkeit die Lustlosigkeit auch nach sich. Mit einem inneren Schups verließ ich gestern nachmittag endlich das Haus, mit der Absicht, mich unter die Leute zu wagen, die dicht gedrängt den Stadthafen rauf- und runter gingen. Im Gegensatz zum Rest meiner Familie beleben mich Menschenmassen, ich tanke regelrecht Energie auf und darauf hoffe ich gestern auch. Es funktionierte.

Kaum stand ich im Gedränge, schon verflogt die Trägheit aus meinen Knochen. Die Sonne schien und die Menschen waren bester Laune und hatten Spaß, wie man auf dem Bild sehen kann. …..

….und meine Kamera hatte gleich zu tun, um alle die Boote und Segelschiffe für meine Ewigkeit festzuhalten. Zuerst fiel mir das kleine Boot ins Auge. Es legte grade ab, als ich am Kai vorbei lief. Ich gehe dort nur noch selten entlang – es war mal meine Lieblingsspaziermeile – weil die gegenüberliegenden Bauten massiv und furchtbar die schönen Kulisse verdorben haben. Die Städtebauer haben auf dem Stückchen Land direkt am Wasser dicht gedrängt hohe Gebäude errichten lassen. Die Menschen, die dort für hohe Mieten leben werden, haben weniger grün um sich herum. als ich in meinem schnöden Neubauviertel. Natürlich haben die Bewohner in der Randlage den begehrten Blick auf das Wasser, aber der Rest schaut nur auf Mauern und Fenster der Nachbarhäuser. Naja..genug gemault, weiter geht´s .

Als nächstes fiel mir eine Rostlaube namens Undine ins Auge. Ich glaube, sie wird jedes Jahr zu Hanse Sail zur Schau gestellt.

Obwohl UNDINE so viel Rost angesetzt hatte oder vielleicht auch deshalb, UNDINE war für jeden Fotografen ein beliebtes Fotomodell und immer hatte ich einem Fotografen vor der Nase, der schneller an sein Model dran war, als ich. 😀 Auf dem Foto sah die rostige UNDINE sogar noch schöner aus.

Aber ist wollte noch mehr von der Hanse Sail sehen, als nur UNDINE. Dieses Jahr lagen auch die größeren Segelschiffe im Stadthafen und nicht wie sonst am Kai von Warnemüde. Aber wirklich schön sehen sie aus, wenn sie mit aufgeblähten Segeln auf dem Wasserweg unterwegs waren. Doch den Anschluß hatte ich verpasst, denn für die Windjammer- Parade hätte ich mich um 10 Uhr auf der Mole von Warnemünde platzieren müssen., dann hätte ich auch solch prächtige Segelschulschiffe wie die Krutenshtern gesehen.

Als ich endlich in die Püschen kam, hatte man die Segel schon eingezogen.

Statt dessen nahm ich die Kleinboot- Parade ab 😀

Dann endlich bekam ich doch etwas besonderes zu sehen – jaaa…ein Drachenboot und gleich mit 3 Köpfen 😀 Auch ein blindes Hund findet mal ein Korn 😀

Damit hatte sich meine Ausbeute von Bildern an tollen Segelbooten schon erschöpft. Dafür gab es dieses Wirrwarr von Masten, Seilen und Menschen, was ich noch auf meiner Kamera festhalten konnte.

Dann wandte ich mich dem Volksfest der Hanse Sail zu und sah den Line Dancern eine Weile zu. In Line tanzen, das ist etwas für jung und alt, dick oder dünn, egal, jeder kann mit machen, wer Spaß daran hat und wer nicht nur was für seinen Kreislauf sondern auch für seinen Kopf tun will. Die zahlreichen Schrittkombinationen mit vor-, zurück- und seitwärts Bewegungen muss Mann oder Frau sich gut merken könne, will man nicht aus der Reihe tanzen.

An den mittelalterlichen Piraten kam ich auf den Weg zu nächsten Bühne nicht vorbei, ohne sie für meinen Blog zu verewigen.

Auf der nächsten Bühne wurde es rockig. Die Jungs hatten mich null komma nix in ihren Bann gezogen. Handgemachte Musik mit starken Gitarrensound, was will man mehr.

Die Jungs warfen ihre Haare im Rhythmus ihrer Musik von rechts nach links.

Die jungen Künstler – die nennen sich Lout Shout Band – ließen den guten alten Rock´n Roll wieder aufleben. Neben eigenen Songs gab es auch etwas von AC DC zu hören.

Die Jungs kamen zwar nicht so hart rüber, wie die echten ACDCs , gaben aber alles. Der durchdringende Gitarrensound des Intros drang schnell unter meine Haut und ich vergaß dabei sogar die dicken Regenwolken, die sich über unsere Köpfe zusammenschoben.

Kaum hatten die Band sich verabschiedet, öffneten sich die Schleusen der Regenwolken und ich nahm den kürzesten Weg zur Straßenbahn. Als ich aus der Bahn wieder ausstieg, war der Himmel schon wieder blau und die Sonne strahlte hell und frisch über die Hanse Sail 2019.

Was ist sonst noch alles verpasst habe, kann am in diesem Artikel der Ostsee- Zeitung nachlesen.

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und den Nagel auf den Kopf getroffen 😀, dem ist nichts hinzuzufügen

Leben, Menschen, Politik

Helge hat gesprochen…

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Ich hatte auf dem CSD den Auslöser wohl versehentlich gedrückt und erst im Großformat auf dem PC gesehen gesehen, was für einen Schnappschuss ich mit heim genommen habe. Die Schlüssel im dichten Gedränge an einen Karabinerhaken so leger am Rucksack baumeln lassen, würde mich zumindest unter Strom setzten. Ich würde pausenlos prüfen, ob meine Schlüssel noch am Haken sind. 😀 ..achja…das ist die Unbekümmertheit der Jugend 😀 😀

Leben, Menschen, Spaß

Schnappschuß

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ist mir Scheiß egal….

Nein, damit war nicht eine Aussage von mir gemeint. Bevor mir solch ein Satz rausrutscht, muss es schon ganz ganz dicke kommen. Den Satz hörte ich gestern ist der S-Bahn nach Warnemünde. Die S-Bahn vom Hauptbahnhof Rostock nach Warnemünde fährt alle 7 Minuten. Die Bahn ist lang, aber nicht doppelstöckig. Ich wollte gestern auf halber Strecke zusteigen, als die Ansage kam, dass eine Bahn auffällt. Sohnemann: „Ohje..dann wird die nächste Bahn knall voll sein“ Und so war es auch. Als die nächste Bahn einfuhr, fanden wir kaum Platz zum stehen, die die nach mir in dein Zug einsteigen wollten, mussten sich schon quetschen.

An der nächsten Haltestelle das selbe Spiel. Die aussteigen wollten, mussten sich akrobatisch zur Tür vorarbeiten und die einsteigen wollten , sahen besorgt in die prall gefüllte S-Bahn. Ob sie noch mit einsteigen können? Ich konnte die Fragezeichen auf ihrem Kopf regelrecht tanzen sehen. Aber ich hatte Glück. beim Wechseln konnte ich einen Sitzplatz ergattern. Na super. Nur noch ein paar Haltestellen, dann bin ich in Warnemünde.

Aber Pustekuchen, die S-Bahn rührte sich nicht von der Stelle und statt dessen melde sich eine jung klingende Stimme aus den Lautsprechern. Es wurde eine dringende Ansage von Lokführer gemacht. „Wenn ihr dahinten nicht gleich aufhört, Blödsinn zu machen und die Tür weiter blockiert, dann bleibe ich hier stehen. Das ist mir scheiß egal. ich habe erst um 23 Uhr Feierabend.“

„Houw…ich habe die gesprochen.“ …wir Fahrgäste sahen uns lachend an. Wahrscheinlich hatten im hintern Wagen einige Fahrgäste zu nah an der Tür gestanden und damit die Abfahrt blockiert. Der Lokführer fand das gar nicht lustig.

Aber bei dem Wetter, das wir gestern hatten, strömten Massen von Menschen Richtung Warnemünder Strand. Ich war rundum von Menschen umzingelt, dabei war es schon vorgerückter Nachmittag.

Auf der Brücke wartete schon der weiße Mann auf die „Zugereisten“ und begrüßte den einen mit einem Pfeifen, den anderen mit einem Handschlag oder Handkuss, wie man auf dem Bild gut sehen kann. Wer öfter in Warnemünde ist, kennt den weißen Mann sicher schon. Er steht schon seit Jahren an der selben Stelle und verdient seinem Lebensunterhalt als lebende Statur. Die Massen strömen zum Strand.

Etwas Abseits vom Alten Strom wurde es wieder ruhig und man begegnete nur ab und zu Menschen.

Der Park ist unweit vom Strand und man kann sich nach einem Strandtag in ihm wunderbar erholen. Für die Leseratten findet sich im Park eine Saule…

die sich „Bücherbüxe“ nennt und man kann sich Bücher nehmen oder auch ausgelesene Bücher darin deponieren. Ein perfekten Geben und Nehmen für Leseratten und solche, die es werden wollen.

Der zweite Park – dafür muss man eine Straße übergueren – , nennt sich Stephan- Janzen-Park und entstand 1999 aus deinem Friedhofsgelände. In dem geht es noch besinnlicher zu, denn der Besucher teilt den Park mit berühmten Verstorbenen der Stadt.

Warnemünde hat halt für jeden Platz. Für die Einwohner sowieso und jeder der dort leben darf, kann sich glücklich schätzen. Für viele viele Urlauber und noch mehr Tages- und Badegäste.

Und für die, die es lieber ruhiger und abgeschiedener mögen und für die, die in Warnemünde ihre ewige Ruhe gefunden haben.

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Clips, Emotionen, Erinnerung, Leben, Menschen, Musik, Tränen

gleich drei….

Musikfilme, die mich in letzter Zeit ins Kino gezogen hatten. Einer davon bekam ja schon vier Oscars und es wurde schon viel darüber geredet. In den letzten Monaten sind „Bio-Pics“ über weltberühmte Künstler ausreichend produziert worden. Für die jüngere Generation ist das bestimmt ein Zugewinn ihrer Musik, die sie ständig über Kopfhörer hören und für die älteren Fans der Künstler ein willkommenes Wiedersehen mit dem Künstlern, die sie ein Teil ihres Lebens begleiteten.

Wer den unvergessenen Freddie Mercury noch einmal erleben wollte, wurde mit dem Film „Bohemian Rhapsody“ auf keinen Fall enttäuscht. Zumindest erging es mir so. Die Wucht seiner Kraft und seiner Genialität kamen noch einmal 1:1 bei mir an, wie damals, als Freddie noch lebte. Im Rausch von der Queen-Musik verließ ich das Kino und ich musste ihn mir den Filmrausch noch einmal und noch einmal gönnen Was für ein genialer Künstler hatte uns doch damals schon viel zu früh verlassen müssen. Ich könnte heute noch heulen.

Nr. zwei meiner Musikfilmerlebnisse war der Film über Elton John „Rocketman“

Achja.. dieser Film rührte mich zu Tränen, gleich von Beginn an. Was waren das damals doch für harte Zeiten für schwule Männer. „Du weißt, dass du nie geliebt wirst“ sagte die Mutter zu dem noch jungen Elton. Was für ein vernichtender Satz und diesen dann noch aus dem Mund der eigenen Mutter zu hören, wie grausam. Fast magisch zog mich der Darsteller von Elton John – Taron Egerton – in seinem Bann. Bis zum Ende des Filmes war ich genau so gerührt, wie gleich zu Beginn des Filmes. Ich musste mir wie Elton John es auch tat. nachdem er seinem Film gesehen hatte, mir die Tränen noch in rausgehen aus den Augen wischen.

Und es gab noch ein Nachspiel wegen des Filmes zwischen Elton John und Putin. Im Film wurde ein paar Schwulenszenen etwas ausführlicher, als man es sonst in Kinofilmen gewöhnt war, gezeigt. In Russland wurden diese Szenen aus dem Film geschnitten und das lies Elton John nicht unkommentiert. Putin bekam einen Brandbrief von ihm. und die beiden Männer gaben sich öffentlich die Kante. Und dabei kam raus, dass man immer noch Russland laut Putin, – angeblich wissenschaftlich belegt – Homosexualität eine Frage der Erziehung wäre. Na, gut, dass wir drüber geredet haben und ein Politiker mal wieder seine Katze aus dem Sack gelassen hat.

Achja.. für Rocketman ging ich noch ein zweites mal ins Kino. Frau gönnt sich ja sonst nichts. 😀

Nr. drei – den Film sah ich gestern. Er kam ja am. 11.7. erst in die deutschen Kinos. Dieser läßt den Zuschauer noch einmal in der Zeit der Beatles eintauchen.

Durch ein Blackout brach das StromNetz weltweit für 12 Sekunden zusammen und just in dem Moment wurde ein erfolgloser Sänger, der sich kurz vorher von der Hoffnung verabschiedet hatte, einmal auf den ganz großen Bühnen spielen zu dürfen, von einem Bus angefahren wurde. Danach war seine Welt eine andere. Nur er konnte sich an die Songs der Beatles erinnern. Niemand sonst, nicht einmal Google hatte einen Eintrag über die Beatles. Mit den Songs der Beatles eroberte der bis dato erfolglose Sänger die Bühnen der Welt erobern, aber nicht, ohne das ihn das schlechte Gewissen plagte. selbst mir ging, während ich zuschaute, das schlechte Gewissen des Sängers unter die Haut. Am liebsten hätte die die Filvorstellung schon vorzeigt verlassen, dann müsste ich das dicke Ende, wenn eine Lüge einstürzt, filmisch nicht miterleben.

Nicht seine Stimme war für seinen Erfolg entscheidend, sondern die grandiosen Texte der Songs. D.h. Text. Stimme und Melodie …alles muss passen, wenn der Erfolg eintreten soll.

Also wer noch mal etwas von den Beatles hören möchte, für den ist der Film ein Muss. Mir gefiel der Sound ihrer Musik heute besser. als damals, als ich sie noch gierig in Radio hörte.

Achja.. und wer John Lennon auch noch mal sehen möchte, wird ihn als weisen und zufriedenen alten Herren noch einmal sehen dürfen. 😀

Und der 4. Film im Bunde über einen englischen Musiker, der es zum Welterfolg brachten. lief mir gestern beim zappen eher zufällig über den Bildschirm.

Eine Dokumention über George Michael.

Den Künstler hatte ich außer „Last Chrismas“ gar nicht mehr auf dem Schirm und so hatte ich dank der guten Dokumention von Arte eine Bild von dem Mann, der nicht nur gut aussah, sondern auch unvergessliche Songs für die Welt schrieb und sang und dessen Leben auch kein einfaches Leben war.

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Erinnerung, Leben, Menschen, Spaß

jetzt habe ich mal…

meine 5 Minuten und schreibe mal ohne Plan. Los geht s – Timer an

Auch meine Katze – leider zu früh verstorben, weil vom Auto überfahren – hatte ihre 5 Minuten. Sie rannte dann wie wild durch mein Wohnzimmer. Dabei legte sie die Ohren an. als würde sie damit noch mehr Geschwindigkeit aufnehmen können. Sie raste nicht nur über den Boden und Tisch und Couch, nein, sie frequentierte auch meine Topfpflanzen. Der Katze gehörte damals meine Wohnwelt komplett.

Sie bekam bei mir ein gutes, wenn auch nur kurzes Leben. Kinder brachten sie damals als kleines miauendes Kätzchen ins Haus. Nicht größer, als ihr Handteller. Wahrscheinlich hatte Mutter Katze ihre Jungen verschleppt und eins davon verloren und oder vergessen, oder wurde beim Verschleppen gestört.

So nahm ich das Kätzchen auf und zog es mit einer kleinen Flasche – von Liebesperlen . vielleicht kennt diese Miniaturflaschen mit kleinen Nuckel noch jemand? – auf und sie wurde groß wild, wie ich es beschrieb. Halt eine Jungkatze mit viel Energie. Ich wollte sie nicht nur in der Wohnung einsperren und leben lassen, sondern sie sollte die Freiheit genießen können. Ich lies sie also vor die Tür……..5 Minuten sind um.

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Emotionen, Leben, Menschen

Wer erinnert sich noch …

an den verführerischen Song mit der verfüherischen Stimme von Amanda Lear ?

Bin grade ein wenig in Youtube versackt und weil ich eine alten Hit angeklickt hatte, kam auch dieser Vorschlag mit Amanda Lear. Als sie den Song damals sang, ging das Gerücht um, sie wäre mal ein Mann gewesen und hätte sich umoperieren lassen. Natürlich mochten wir damals solche Geschichten, dass machte uns die Künstlerin damals noch interessanter. Und jedesmal wenn wir sie im Fernsehen sahen, war auch jedesmal einer unter uns, der die Geschichte von Amanda Lear noch nicht kannte. Er wurde unverzüglich aufgeklärt. „Das war mal ein Mann“. „Oh…“ Erstaunen konnte man damit schnell ernten. Geschlechtsumwandlungen waren zu der Zeit ja noch eine Seltenheit. Nicht nur aus medizinischer Sicht, sondern auch in den Köpfen der Menschen.

Erst viel viel später klärte Amanda Lear ihre Fans auf. Das mit der Geschlechtsumwandlung war nur ein PR-Gag. Das Gerücht hätten sie nicht gestreut, aber dem Gerücht auch nicht widersprochen. Etwas verworren liest es sich dazu aber in Wiki

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Emotionen, Fragen, Kinder, Leben, Menschen, Sport

dieser Schlingel

fast ein Schuljahr lang beschäftige mich ein kleiner Junge im Kindersport mit seinem Leiden. Alles begann damit, dass er mir im vorbeigehen sagte, er hätte einen Herzfehler und bekäme deshalb keine Luft. Es nahm Asthmaspray, wenn ihm die Luft nach den schnellen Lauf ausging. Es brach förmlich auf dem Weg zu seinem Medikament zusammen und lag erst mal am Boden. Sowas darf ich als Trainer nicht unbeachtet lassen und so betreute ich den Kleinen nach jedem Zusammenbruch, bis er seine Atemnot überwand, während meine Kollegin das Training weiterleitete Hatte sich der Kleine wieder erholt, schoss er aber wieder los und warf sich ins Kindergetümmel.

Seine Zusammenbrüche während der Sportstunde nahmen zu und ich musste mehrfach mit ihm vor die Hallentür gehen, damit er sich wieder erholen konnte. Ich machte mir um ihn Sorgen wie um meine eigenen Sohn, konnte mir aber nicht vorstellen, dass mit dem Stand der Dinge der ärztlichen Möglichkeiten das Ende seiner Fahnenstange an Lebensqualität schon erreicht waren. Ich rang mit mir, denn ich hätte ihm gern geholfen, aber wie? Ich sah nur eine Möglichkeit. Mein Schwager ist ein bekannter Herzchirurg, der auf Kinderherzen spezialisiert ist. Warum den Kleinen mal nicht einen anderen Facharzt vorstellen?

Als ich mich endlich dazu durchgerungen hatte, wollte ich dem Vater den Hinweis auf den bekannten Herzchirurgen geben. Doch der Vater blockte mich vorher schon ab. „Mein Sohn hat nichts mit dem Herzen, er bekommt „nur“ keine Luft“ Sein Sohn widersprach, doch auch den Sohn blockte der Vater sofort ab. Verdutzt und mit tausend Fragezeichen im Kopf brach ich das Gespräch ab. Ich fragte mich aber, ob die Eltern des Kleinen uns ein Herzleiden ihres Sohnes verheimlichen wollten. Er wurde als ein „nur“ am Asthma erkranktes Kind avisierte. Ich konnte mir aber auch keinen Reim darauf machen, warum uns die Eltern dies verheimlichen sollten. Auch behauptete der Vater , sein Sohn würde nur in der Sporthalle zusammenbrechen, ansonsten springt er wie alle anderen Kinder wild rum, ohne dass es zu dramatischen Zusammenbrüchen kommt und schon gar nicht wie ich die Zusammenbrüche 3- 4 viel mal in einer Trainingseinheit erlebte. Es wurde nach dem kurzen Gespräch noch rätselhafter für mich.

Nachdem ein anderes Kind uns erzählte. dass der Kleine während er am Boden lag, für einen kurzen Moment verschmitzt lächelte, wunderten meine Kollegin und ich uns ein weiteres mal. Man konnte förmlich die Fragezeichen auf unseren Köpfen tanzen sehen. Er lag so oft filmreif am Boden, hielt dabei eine Hand an seinem Herzen, wenn ich ihn nach einem Zusammenbruch vorfand. Ich hob ihn genau so oft vom Boden auf und ging unter den Armen gestützt und mit eingeknickten Beinen mit ihm vor die Sporthalle. Dort schnappte er dann heftig nach Luft und erholte sich wieder. Wir baten den Kleinen in einem kurzen Gespräch, er sollte uns nur um Hilfe bitten, wenn er sie auch wirklich benötigt. Und wir sprachen noch einmal mit den Eltern.

Seit dem kippt der Kleine nicht mehr aus den Latschen und muss auch nicht mehr nach jeder Anstrengung an die frische Luft geführt werden. Er läuft und springt mit der Ausdauer eines fast gesunden Kindes 90 Minuten durch die Sporthalle, ohne auch nur einen einzigen klitzekleinen Schwächeanfall. Die tanzenden Fragezeichen schwirren noch immer um meinen Kopf, trotz der Klarheit, die ich nun endlich gewonnen habe.

Dieser kleine Schlingel hat sich nach seinen Regeln der Kunst von mir während der Zeit fürsorglich bemuttern lassen und wusste genau, wie er meine fürsorgliche Aufmerksamkeit bekommen konnte. Meine Kollegin und ich konnten es aber auch verstehen und mit einem schmunzeln nachvollziehen. Auch wenn er „nur“ keine Luft bekommt, ist Asthma etwas dramatisches, auch wenn alle so tun, er hätte nur einen leichten Schnupfen.

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