Welttag des Radios

Heute vor 5 Jahren wurde wieder ein neuer Welttag  ins Leben gerufen – der Welttag des Radios und wenn ich Radio höre, denke ich wirklich nur an die Art Modell, wie sie auf dem Bild zu sehen ist. Ein Kiste aus Holz mit Röhren., Drähten, Potentiometer als Laustärkeregler und verstellbare Kondensatoren für die Senderwahl, dicke Tasten, wie auf einem Klavier und einer Skala über die hörbaren Sender. Besonders beliebt war damals, als der auf den Bild dargestellte Oldtimer noch in Mode war, die quietschige Kurzwelle. Nur über diese Wellenlänge konnte man damals die Sender hören, die damals im frühen Ostzeiten verboten waren – Rado Luxemburg. Für die Politik war das der unsichtbare Feind in Kurzwelle. 

Lebhaft erinnere ich mich noch an die spannende Unterhaltung am Abend. Hörspiele waren beliebt und konnten genau so spannend wie ein “Tatort” heute sein. Das Fernsehen später löste diese Art Unterhaltung später ab. Aber die Unterhaltung, die das Radio mir damals mit seiner Musik, Dokumentationen und Hörspielen bot ist bei mir noch in guter Erinnerung.

Viele Sangeskünstler verdankten ihre Karriere dem Radio, denn  wurden ihre Platten aufgelegt und gehört , wurde bei Gefallen auch ihre Platten oder Alben gekauft und auf diesem Weg wurde auch ihnen eine Berühmtheit.

Noch heute soll das Radio immer noch das am meisten genutzte Medium für Unterhaltung und Nachrichten sein. Tagsüber läuft bei mir auch das Radio, damitw erde ich Nachrichten-technisch am schnellsten auf den neusten Stand gebracht.

total normal

Vor einem Jahr war der Anblick für mich non ungewohnt und befremdlich. Besonders in der Staßenbahn, wenn die Fahrgäste auf engstem Raum in der Bahn sitzen. Ich fühlte mich besonders am Abend fast umzingelt, von Menschen, die kein deutsch sprachen. Darunter war nicht nur die für meine Ohren harte Klang der syrischen Sprache sondern auch russisch war dabei und viele andere Sprachen, die ich gar nicht zuordnen konnte. Ich hatte das Gefühl, ich wäre im Ausland und nicht daheim in Rostock.

Mitte der letzten Woche fuhr ich mal wieder mit der Bahn in die Stadt. Mit mir stieg eine Gruppe junger Menschen ein. Niemand von ihnen sah aus, als käme er aus Deutschland. Ich hörte ausschließlich den Klang der für meine Ohren harten Sprache der Südafrikaner. Sie kamen aus der Berufsschule, die in der Nähe der Haltestelle ist. Es stürmte sozusagen eine ganze Klasse in die Straßenbahn. Ich saß facto unter ihnen und? was mich wunderte, das war für mich schon total normal geworden. Die syrische Sprache zu hören wurde schon zu den ganz normalen Eindrücken meines Alltags

Ein anderes mal beobachtete ich sogar, wie sich 2 junge Männer in gebrochenen Deutsch unterhielten. An ihrem Aussehen konnte ich deutlich erkennen, sie waren keine Europäer. Einer von ihnen hatte asiatisches Aussehen, der andere kam aus Afrika. Auch das war für mich total normal geworden. Es gab nichts mehr, was befremdlich für mich gewesen wäre.. Ganz im Gegenteil, ich fand es jetzt sogar ungeheuer spannend, den Prozess der Veränderung mitzuerleben.

In den Kinder- und Yogagruppen, die ich betreue, findet zur Zeit auch der Nationen aus den unterschiedlichsten Kontinenten statt. Ich weiß gar nicht mehr, als welchen viele Herrenländern die Teilnehmer sind. Sie gegen den Weg der Integration in Europa, Deutschland über die Sportvereine  der Stadt. Eine gute Entscheidung, wie ich finde

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Sie kommen aus Syrien, Eritrea, Somalia, Indien, Bulgarien, Togo, Jugoslawien, Kroatien und und und..so genau weiß ich es es gar nicht. Die Kinder, die in unsere Gruppe kommen sprechen Deutsch, weil sie hier geboren wurden und und und und.

Ein bunte Mischung und das finde ich total normal. Ich freue mich sogar, dass ich denen, die de Weg zu den Sportvereinen finden, bei der Integration zu unterstützen.

Auch das ist auch  total normal für mich.

 

geht´s noch (besser)?

“Ich hätte mir gewünscht….”..ein Satz, den ich in den letzten Wochen mehr als genug von den Politiker zu hören bekam. Ich hätte mir auch so einiges gewünscht und zwar, dass die Politiker mit Patentlösungen daher kommen. Jeder weiß es besser, als Frau Merkel.  Nach ihre Sommerpressekonferenz steht sie mal wieder im Mittelpunkt der Kritik. In der Kritik der Medien, in der Kritik der Politiker des Landes.

Aber mal ehrlich. Das, womit Europa, womit Deutschland zur Zeit konfrontiert wird, ist, fast schon jenseits von gut und böse, zumindest für mich. Ich bin hin- und her gerissen, wischen  Menschen in Not zu helfen.oder sich abschotten. Ach, wie ungestört konnten wir damals noch leben, als die DDR hinter einen eisernen Vorhang verbarrikadiert war. Wie ruhig haben wir gelebt, nachdem aus der BRD Deutschland wurde. Jetzt, wo wir als europäische Gemeinschaft mit anderen Ländern eine Einheit bilden, ist es mit der Ruhe vorbei ?

Der Friede hat seid 1945 in Europa Fuß gefasst, die Demokratie hat sich gefestigt, uns geht es gut.

Fahre ich jetzt mit Straßenbahn und Bus heim, dann wird in meinem Umfeld nicht nur neben deutsch noch russisch sondern auch arabisch gesprochen. Ganze Familien stürmen die Nachverkehrsmittel und wollen heim. Die neue Heimat, Deutschland.. in der ihnen keine Bomben auf den Kopf fallen. Hier können sie ihre Kinder groß ziehen und ihn eine Perspektive geben.

Doch: “es kann der frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt”.

Die Lage in Deutschland ist für mein Gefühl wirklich erst. Ich erwische mich dabei, dass meine Gedanken Sprünge machen. Das ist sensibilisiert bin für die Möglichkeit einer Gewalttat, die plötzlich aus dem Nichts über mich herein brechen kann.

  • Ich sitze in der Straßenbahn.
  • Bin auf dem Heimweg.
  • In der Stadt ist es heiß.
  • Die Bahn ist nur halb besetzt.
  • 2 Reihen vor mir nimmt ein Araber Platz.
  • Das ist nix besonderes.
  • Doch die Art und Weise, wie er sich umschaut, macht ihn für mich verdächtig. Warum schaut er permanent nach hinten? Checkt er die Lage oder was? Ich stecke meine Nase ins Buch und verfolge aus dem Augenwinkel den Mann, den ich so um die 30 Jahre als schätze. Waren die Attentäter nicht alles Jungs.. So Mitte bis Ende 20 ? Ich merke, wie das Blut schneller durch meine Adern läuft. Der Mann macht sich wirklich verdächtig. Warum schaut er sich permanent nach hinten? Die Augensprache des Mannes sieht streng aus.Vielleicht hat er nichts gutes im Sinn? Seid letzten Freitag hämmern die Nachrichte mich mit in kurze Folge mit Amok- und Attentat Nachrichten zu. Diesmal sind sie mir unter die Haut gegangen und ich kann mich gegen das Unbehagen, die sie in mir erzeugt haben, nicht mehr wehren. Warum nur dreht er sich nur permanent um und schaut  verdächtig nach hinten? Ich lese im meinem Buch, ohne auch nur ein Wort davon aufzunehmen.
  • Dann eine Veränderung.. Der Blick des arabisch aussehenden Mannes entspannt sich. Drei Kinder hopsen ihm entgehen, eine Frau folgt ihnen. Ich lehne mich innerlich zurück. Er hatte auf seine Familie gewartet.

Fazit, die Nachrichten der letzten Woche nahmen mir das Gefühl, mich im sicheren Raum zu bewegen.

Später arbeitet mein Gehirn ein Hoffnungsschimmer heraus, der weit in die Geschichte reicht. Europa wurde mit den Nazis fertig, Deutschland wurde mit den RAF Leuten fertig und hoffe ich wieder auf Deutschland, auf Europa, dass die mit dem IS fertig werden. Das wird ein schwerer Weg und mit Sicherheit auch ein langer Weg. Das die Politiker darüber den Verfahrensweg streiten, macht den schweren Weg, der noch vor uns liegt, nicht einfacher. Tut euch bitte zusammen und positioniert euch nicht aus wahltechnischen Gründen gegen die Kanzlerin.

Das ist mein Aufruf an die Politik  !!!!!!!!!

Das hätte ich mir von den Politikern gewünscht. Denn nur Einigkeit macht stark.

Just in diesem Moment wird mir klar, ich seid der letzten Woche den Satz mehr als häufig gehört habe.

100 % ige Sicherheit wird es nie geben.

farbenfroh zum Frauentag

Mit herrlichen Farben verabschiedet sich der erste warme Frühlingstag im März.

Die Vorfreude auf den bevorstehenden Frühling steigt. Raus aus den zentral beheizten Räumen, raus in die Sonne und ins Grüne. Farbenhungrig sind meine Augen. Besonders nach diesem Winter, der bei uns im Norden nur Schnee für einen Tag hatte. Grau und düster , ohne die weiße Schneepracht,  hatte dieser Winter für mich nur einen einzigen Vorteil, Meine Heizkosten werden gering gering ausfallen. Bei Raumtemperaturen von 19 °. 20 ° C fühle ich mich schon wohl, wärmer muss es nicht sein Aber genug vom Wetter,

Zahlreiche Nachrichten des Tages galten heute dem Frauentag. Dieser geht seid der Wende jedes Jahr spurlos an mir vorbei.. Die Partys der alten Zeiten, als am Frauentag in den Betreiben eine besonderen Status hatte gibt es nicht mehr .

Jetzt , beim schreiben erinnere ich mich wieder daran, das wir in den Betrieben zu DDR-Zeiten diesen Tag feuchtfröhlich begingen,  Für uns Frauen wurde mehr als nur eine Feierstunde organisiert, eine Party wurde geschmissen. Anfangs bedienten uns die Männer, wir fanden das alle eher lustig  Wir bekamen Nelken und  kleine Präsente Wenn Frauen feiern, wollen sie auch tanzen. Damit die Frauen Tänzer hatten, durften die Männer an den Feierlichkeiten teilnehmen und so wurde bis spät in die Nacht das Tanzbein geschwungen.Wir hatten einen Grund zum feiern, denn die Rechte der Frau war für uns keine Frage des Kampfes mehr.

Die Rechte der Frau waren für mich damals selbstverständlich. Ich  kriegte den Mund nicht mehr zu, als ich erfuhr, dass die Frau bis in die 70iger Jahre im Westen des Landes weder ein Konto eröffnen  noch ein Arbeitsverhältnis eingehen konnten, wenn der Mann seinen Segen nicht dazu gab. Nach meiner Vorstellung von der Welt war das tiefstes Mittelalter. Man wird als Mensch in eine bestehende Welt hineingeboren und denkt, so war die Welt schon immer. Die Geschichte war für mich nur Geschichten,

Wenn ich weiter in die Welt schaue und mir die Nachrichten über das Leben der Frauen lese, die keine Rechte in ihren Land haben, dann wird mir klar, die Welt in dieser Beziehung noch in der Zeit der Barbarei. Über die zahlreichen Vorfälle werden wir fast täglich damit konfrontiert, wie grausam mit Frauen in verschiedenen Ländern umgegangen wird. Ich  bekomme beim Lesen eine Gänsehaut und  frage mich, warum arbeiten Männer sich derart grausam und aggressiv an Frauen ab? Warum wird dies in einigen Ländern  per Gesetzt auch noch abgesegnet, bzw. verurteilen Frauen  zum Tode , wenn sie sich dagegen wehren.?

Fast täglich erreichen mich solche Nachrichten und ich danke Gott, dass ich in einem freien Land lebe, in dem die Rechte der Frauen ausgeweitet werden.

Ostseemaus

Paradox

Nachdem die Nation während der letzten Tage permanent unter Dauerinformation  über den Mauerfall vor 25 Jahren stand, reihe ich  mich auch ein. Ich will erzählen, wie es mir erging, als die Grenze damals  geöffnet wurden.

Meine Wahrnehmung war ähnlich wie in einem Film, wenn man als Zuschauer ein Auto ins Bild fahren sieht. Obwohl das Fahrzeug sich deutlich sichtbar vorwärts bewegt, die Räder drehen sich rückwärts, Es läuft was vor den Augen der Zuschauer ab, was das Gehirn als unlogisch einordnet und die Gehirnwindungen sich zu verrenken drohen.

Damals vor 25 Jahren hatte ich mein Leben nach der Ehescheidung grade neu geordnet und ihm eine neue Richtung gegeben. Auch was mein Einkommen betraf, hatte mich mir 2 Jahre zuvor eine bessere Basis geschaffen, mein Leben konnte neu beginnen. Mein 3. Kind war grade geboren, am 9. November 89 kamen wir nach 5 Tage Klinik auf der Wochenstation heim.

“Guck mal” rief mein Partner aufgeregt. “Die Menschen gehen alle in den Westen” Er verfolgte das Geschehen wie Millionen andere Menschen auch über die Berichterstattungen im Fernsehen. Alles wurde live übertragen, wir konnten im Wohnzimmer miterleben, wie die Massen Richtig Westen strömten. Sie schienen alle weg zu wollen. Nur weg hier ohne noch einmal zurück zu schauen.

Die Menschenmassen schienen statt in den Westen zu strömen alle in meine Wohnung eindringen zu wollen. Mein Wohnzimmer wimmelte von Menschenmassen, drängten sich in meine kleine Wohnung, machten mich klein und kleiner,. nahmen mir die Luft zum Atmen, Mit beiden Händen hielt ich mir die Augen zu., aber es half nichts., die Bedrängnis hörte nicht auf.

Während mein Partner dem Geschehen mit Begeisterung folgte, floh ich in  mein Schlafzimmer zu meinem kleinen Sohn, dort war die Welt für mich noch in Ordnung. Mit ihm zusammen verzog ich mich unter der Bettdecke und hoffe, dass ich nur in einem bösen Traum war und meine Welt am nächsten Tag wieder die selbe war, wie ich sie schon immer kannte.

Mir war klar, das ich als nächstes meinen Arbeitsplatz verlieren würde, dass ich wieder bei Null anfangen muss, mein Leben wieder neu aufbauen musste. So, wie es bis dato war, wird es nie wieder werden.

Ostseemaus

was blieb

1/4 Jahrhundert, wie gewaltig sich dies anhört. Aber 25 Jahre  ist halt der 4.Teil eines Jahrhunderts.

Vor 25 Jahren 

Mein 3. Kind hatte sich nach ein paar Tagen Wartezeit nach den errechneten Geburtstermin  dazu entschlossen, auf die Welt zu kommen. “Mein letztes Kind kam sehr schnell auf die Welt” sagte ich damals meiner Betreuerin im Krankenwagen auf den Weg in Klinik. Mit Sondersignal und Blink Blink nahm der Krankenwagen danach Fahrt auf. Aber so schnell sollte es dann doch nicht gehen. Es nahm sich noch ein paar Stunden Zeit, wartete bis sein Vater auch in die Klinik kam. So gegen 16 Uhr waren wir zu dritt, Sohnemann war geboren. Ein großes Baby erblinkte die Welt, die sich vor seinen noch  geschlossenen Augen wandelte.

Auf den Straßen tobten die Unruhen.

Niemand wusste, was kommen wird, doch jeder wusste, so kann es nicht weiter gehen. Es ging was in der Luft, was unsere Welt auf den Kopf stellen sollte.  Das Volk ging auf die Barrikaden, war voller Wut und Hass auf die Politiker, die Politiker waren sprachlos. In ihre ideellen Welt gab es keine Revolution der Arbeiter und Bauern. Eine solche Volksbewegung im sozialistischen Staat war undenkbar. Doch das undenkbare geschah, jeden Tag und jeden Tag etwas heftiger. Demonstrationen auf den Straßen mit den deutlichen Hinweis: “WIR sind das Volk” Ein Politiker nach dem anderen ging vor  unseren Augen in die Knie, das Volk hatte nun die MACHT.

Lenin beschrieb

in seinen zahlreichen Werken diese damals entstandene Situation als Gesetzmäßigkeit wie folgt: “Wenn die unten nicht mehr wollen, die oben nicht mehr können und  es besteht bereits ein neuer subjektiver Faktor (Parteien, Vereinigungen etc.) dann ist eine revolutionäre Situation erreicht” Davon hatte ich mal in der Schule  gehört, Wir recht der Mann hatte erkannte ich vor 25 Jahren ganz deutlich. Dies 3 Säulen kennzeichnen eine revolutionäre Situation.

Dem Volk wurde 40 Jahre der Marxismus/Leninismus  gepredigt,

nun war es soweit, eine der zahlreichen Theorien wurde bestätigt. Das Volk machte zur Überraschung der Politiker  von damals eine gewaltfreie  Revolution nach Feierabend, denn an keinem Tag wurde die Arbeit niedergelegt.

Heute ist Sohnemann

25 Jahre alt  geworden. Von der DDR hörte er nur aus meinen Erzählungen und im Geschichtsunterricht. Für ihn gibt es nur ein Land – Deutschland. Selbst die (West)Mark ist nur noch dunkel in deiner Erinnerung.

Vor kurzem entdeckte

ich hinter einem Bild, das schon seid Ewigkeiten an der Wand im Wohnzimmer hängt, einen Zwanzig Markschein aus der Zeit von damals. Wie durch ein Wunder entzog  der Schein sich dem Währungsumtausch.   

Ostseemaus

Tag der deutschen Einheit

Dieser Tag ist für mich immer mit einer Reise in die Vergangenheit verbunden und lässt mich wieder und wieder beide Systeme unpolitisch miteinander vergleichen.

Ich war jung und stand mitten in meinem Leben. Kinder noch zu Hause..jeder Tag lief seinen sozialistischen Gang. Ich hatte viel Vertrauen in dieses System, dass sich seiner Losung nach nicht auf das Kapital sondern auf das Soziale konzentriert. Alleinerziehend musste ich mir keine Sorgen, dass ich eines Tages meinen Job verlieren würde. In den Betrieben kämpften wir um den Titel “sozialistische Brigade”. Druck hatten nur die Leitunsgkader, die eine Planerfüllung anstreben mussten, die eigentlich gar nicht möglich war.

Meine Kinder- und Jugendarbeit fand bei den Pionieren , in dem wir  Timur und sein Trupp nacheiferten und in der FDJ statt, andere Organisationen gab es nicht. Wer die Wahl nicht hat hat die Qual der Wahl nicht. Es gab nur die Optionen – ja oder nein.

In den Familien träumten wir von Westwaren, die über die Westpakete zu uns kamen. in unsere Familie kamen keine. Nur ein Verwandter Westen und der hatte wahrscheinlich mit sich selbst zu tun. Wir nahmen dass, was der ostdeutsche Markt hergab und da war die Qual der Wahl auch kein Thema.

Selbst ist der Mann oder die Frau stand ganz weit oben, wenn es um das Individuelle ging. Die Wirtschaft hatte zu tun, den normalen Bedarf der Bevölkerung abzudecken, auf Sonderwünsche der Verbraucher eingehen, das konnte sie nicht. So haben fast alle das getan, was sie konnten, gestrickt, gehäkelt, genäht, gemauert, gezimmert, gemalert und und und. Jeder half jeden und bekam auch ein Scheinchen dafür. Heut würde man es Schwarzarbeit nennen.

Unvergessen aus der Zeit ist für mich Paul. Er holte mich in den 80iger Jahren zu sich als seine Mitarbeiterin. Wir organisierten gemeinsam Großveranstaltungen. Er erzählte mit in der Zeit einiges aus deinem Leben, erlebte, was ich nicht erleben musste. Als Flüchtling schlug er sich in den Nachkriegsjahren vom Süden in den Norden von Deutschland und lernte dabei die Menschen auch in ihren Abgründen kennen. Nicht selten wurde ihm Hilfe als er in Not war verweigert., er fühlte sich verraten.  Das prägte ihn. So etwas soll anderen Generationen nie wiederfahren. Mit der Gründung der DDR fand er in ihr seine Passion. Er arbeitete emsig an der Verbesserung der Welt. Als auch diese Welt plötzlich in Scherben lag, war er ein trauriger gebrochener Mann. Er legte seine Hand auf meine Schulter – er  bliebt sonst immer in einem korrekten Abstand zu mir – und sagte zu mir: “Sie haben uns alle verraten”, danach sah ich ihn nie wieder.

Die DDR war zerschlagen, Paul war es auch. Dann wurden die Betriebe abgewickelt, Paul tat gleiches mit sich selbst. Er überlebte die Wende nur ein Jahr. Er erkrankte an Magenkrebs, verweigerte trotz flehen seiner Frau jede medizinische Therapie und lies sich erst in die Klinik bringen als es ans Sterben ging.

Heute hat sich jeder DDR Bürger in sein neues Leben eingerichtet. Einige von ihnen haben es ganz weit nach oben – Frau Merkel und Herr Gauck-  geschafft, andere treiben im Mittelfeld, andere wieder sind auf der Strecke geblieben.

Nach 24 Jahren BRD-Bürger liegen die DDR Jahre in weiter Ferne, aber ich bin trotzdem froh, dass ich die Jahre  auf der Ostseite  – von den Anfängen bis zum Niedergang – erleben durfte.

Ostseemaus

kaum zu ertragen

Täglich werden wir bombardiert, von den Medien, mit Nachrichten aus alles Welt. Die meisten davon berichten über die kleinen und großen Katastrophen, die sich in er Welt ereignen. Ein Schrecken weicht dem anderen in kurzen Intervallen. Um uns herum knallt es wieder kräftig und ich danke wieder einmal Gott, das ich in einer ruhigen Gegend lebe, in einem Land im dem das Kriegsbeil von vor meiner Geburt begraben wurde.

Doch wenn ich die Bilder vom jüngsten Flugzeugabsturz über der Ukraine sehe, überkommt mich eine tiefe Traurigkeit. Jeder Moment begleitet die Opfer mit einer bewegenden inneren Rührung, der ich freien Lauf lassen muss, wie die Tränen, die dann einfach fließen.

Unschuldige Menschen werden in der Sog der kriegerischen Spannungen hineinzogen, von ihnen zermalmt und in schwarze Plastiksäcke gelegt. Die Separatisten stehen mit der Knarre in der Hand, zum Teil vermummt bis an die Haarwurzeln und halten die Aufklärer vom aufklären zurück. Sie haben etwas von abgerichteten Pitpulls. Ich hoffe, die Verantwortlichen  werden ihre gerechte Strafe früher oder später bekommen.

Die Opfer werden nun nach und nach in den Niederlanden eingeflogen und bekommen den Respekt und die Ehre, den sie auf ihren letzten Weg verdient haben.

Mich fragt man ja nicht, aber wenn, dann würde ich Putin empfehlen, nach dem er seiner politischen Pflicht zur Aufklärung der wahren Ursachen nachgekommen ist, die politische Bühne zu verlassen. Sein Zutun in der Krise der Ukraine hat alles verschärft und schlimmer gemacht, mit Auswirkungen, die auch unschuldige Menschen mit in den Tod reißen

Die Welt klagt an !!!!!!!!!!!

Ostseemaus

feige Mörder

Es geschah fast vor meiner Haustür und ich frage mich noch heut,warum ich damals das nicht mitbekam. Dabei kaufte ich dort auch ab und zu mal einen Döner für meinen Sohn. Genauso wenig bekam ich nicht mit, das die kleine freistehende Dönerbude plötzlich verschwand. Statt dessen übersah ich in umliegenden Dönerbuden die Aushänge nicht, in denen nach Zeugen für die Mordtat gesucht wurden Da lag Tat jedoch schon ein paar Jahre zurück. Aber ich war in den Jahren von 2003-2005 mit der Pflege meiner schwer erkrankten Schwester beschäftigt und hielt mich in den Jahren für große Zeiträume nicht in Rostock auf.

Erst nach dem Bekanntwerden der “Dönermorde” – wie das klingt ?  –erkannte ich den Zusammenhang. Und überhaupt – Dönermorde – welch irreleitender Begriff. Daran kann man schon erkennen, auf welchen Holzweg unser Rechtsstaat war. Wie müssen die Täter sich doch eins ins Fäustchen gelacht haben,, wenn sie die zahlreichen Stellungsnahmen der Politiker hörten, bei denen betont wurde, dass es sich nach ihren Erkenntnissen ausschließlich um einen kriminellen Hintergrund handelt. Heut weiß man, welch ein Irrtum..fataler Fehler – totale Fehleinschätzung.

Das ist der Platz, an dem die kleine Dönerbude stand. Wie man sieht, ist noch nicht wirklich Gras darüber gewachsen. Sie lag auf den Weg zur Straßenbahn und war deshalb für viele ein Anlaufpunkt zur oder von der Straßenbahn. So wie jede dieser Buden hatten sie ihre Stammkunden, von denen der Betreiber leben konnte.

Ich frage mich, wie diese Leute der NSU-Zelle überhaupt hier an dieser Ecke gelandet sind, denn diese Bude stand nicht am Straßenrand, sondern lag an einem Trampelpfad zwischen zwei Straßen. Man muss schon ins Wohngebiet hinein fahren und gezielt Ausschau danach halten. Die Lage zur Autobahn ist jedoch günstig, binnen weniger Minuten ist man von hier auch schon auf der Autobahn Richtung Berlin.

Nicht der Betreiber stand an diesem Tag in seiner Dönerbude, sondern es soll ein junger Verwandter an diesem Tag ausgeholfen haben. Er war allein und sie haben in aller Stille – mit Schallschutz – den jungen Mann hingerichtet.

Wenn man sich das Geschehen genau betrachtet, steckten in den Hüllen des Trios Feiglinge, wie sie im Buche stehen. Heimtückisch wurden ahnungslose Menschen hingerichtet und als ihnen das Feuer unter dem Arsch brannte, entzogen sie sich mit Selbsttötung der Verantwortung. So handeln im Grunde nur Menschen, die im tiefsten Inneren Feiglinge vor dem Herren sind.

Die Nazibraut Beate Zschäpe steht jetzt vor Gericht und – so die Reporter – macht den Eindruck, dass sie morgen wieder in ein normales Leben einsteigen wird. Sie ist entspannt und lächelt sogar. Wahrscheinlich schaut sie auch den Angehörigen ihrer Opfer auch freundlich in die Augen. Zusammenfassend kam bei dem Bericht zum Ausdruck, das Rechtsradikalismus viele Gesichter haben kann und auch mal mit einer scheinbar echten Freundlichkeit daher kommen kann. Als freundlich wurden sie auch als Nachbarn wahrgenommen.

Für ein paar Tage ist erst mal Schluss mit Gerichtsverhandlung. Befangenheitsanträge als Muskelspiel zwischen Verteidiger und Richter. Für die Angehörigen der Opfer heißt das wieder Warten auf Aufklärung

Ostseemaus

Hasenjagd und Waffenlobby

Eine Woche brauchte die Waffenlobby in Amerika, um sich nach dem letzten Massaker auch zu Wort zu melden. Zu deutlich wird die neue Richtung über den Waffenbesitz auch in der Bevölkerung angezeigt. Die Bevölkerung hat Angst vor einer weiteren Gewaltwellte eines Amokläufers, der plötzlich aus dem Nichts austaucht. Viele wollen. dass die Waffen aus den Haushalten verschwinden. Wenn ein Mensch aus den unterschiedlichsten Gründen aggressiv ist, ist der Griff zu Waffe schnell, wenn eine in greifbarer Nähe ist.

Glauben kann ich es ja nicht..wenn ich höre..das in den Haushalten bis zu 3 Waffen zu finden sind…darunter auch Sturmgewehre für den Privatgebrauch. Die Verfassung sichert den Amerikaner den Besitz von Waffen zu. Ist dieses Recht in Friedenszeiten noch nötig oder geht es hier nicht um Geschäfte, die nicht versiegen sollten und für den Käufer darum, auf dicke Eier machen? Kinder werden von den Eltern im Umgang mit Waffen ausgebildet…und wenn sie 18 sind, dürfen sie sich eine Waffe kaufen aber keine Zigaretten..ohne nach weisen, dass sie 21 Jahre sind. Wie subtil ist das denn. Worum geht es da überhaupt ?

Die 20 sinnlos getöteten Kinder gingen auch dem Präsidenten Obama ans Herz…wen würden die Opfer nicht ans Herz gehen ? Man stelle ich sich vor…ein Mann mit einem Sturmgewehr stürmt die Grundschule und richten 6 jährige Kinder hin..jagt sie wie Kaninchen in einem Kaninchenstall. Ich mag und kann diesen Gedanken nicht zu ende denken..wie diese Kinder nach ihrer Hinrichtung ausgesehen haben.

Seid heut geht die Waffenlobby auf Angriff über. “Wer kann vor einem bösen Mann mit deiner Waffe schützen?” Sie beantwortet diese rhetorische Frage selbst: “Ein guter Mann mit einer Waffe”

Kaum zu glauben..die Waffenlobby greift das ewige Märchen von gut und böse auf und glaubt, dass mit Waffen in der Hand das Gute siegen wird und alles in Verbindung mit dem Wort “Schutz“ oder “beschützen”. Noch subtiler geht es nicht. In Friedenszeiten wird jetzt, wenn es nach dem Willen der Waffenlobby geht, noch nur in den amerikanischen Haushalten aufgerüstet – nein, auch in den Schulen soll aufgerüstet werden. …aber was soll man von einer Waffenlobby anderes erwarten? Noch mehr Waffen, die das vor dem  Böse schützen sollen? Die Waffenindustrie kann weiter verdienen und der Steuerzahler soll die Rechnung zahlen

Echt..mich gruselt es..man stelle sich vor..Kinder werden nun auch in der Schule an den Anblick von Waffen gewöhnen.

Ostseemaus

jetzt auch im Norden,

Nachdem die Nachrichten über Schneemassen im Süden berichteten, haben wir im hohen Norden nun auch den ersten Schnee..der  länger als 3 Stunden liegt. Die Nebenstraßen sind saumäßig glatt – die Chirurgen können schon mal genügend Gips ordern –  die ersten Knochenbrüche werden nicht lange auf sich warten lassen. Ansonsten soll sich laut Nachrichten das übliche Verkehrschaos auf den Straßen abspielen. Wir gut, dass ich kein Autofahrer bin und sich mein Leben – auch berufliches Leben – auf´s Nicht- Auto-fahren- müssen ausgerichtet hat. So bleibt mir ne Menge Stress erspart und ich kann mich mehr den winterlichen Natur in der Stadt widmen.

Autos mit Nachtmützen

Nachts stehen sie da – die parkenden Autos..als schliefen sie unter Nachtmützen…ein schönes Bild, das meine Kamera auch um Mitternacht noch einfangen konnte.

Laubbäume mit Zuckerguss

Ein kräftiger Laubbaum wird im Winter zu einem zarten Gehölz wie aus Zuckerguss

auf dem Heimweg von der Staßenbahn

Wer sein Rad liebt..der schiebt..so ein altes Sprichwort, dass ich noch aus den Kinderjahren kenne. Weiß der Teufel..woher der Spruch kam und welche Bedeutung er zu seiner Entstehung hatte. Dieser Radfahrer zog einen kleinen Hund an einer langen Leine hinter sich sehr. Er war nicht größer als die größte Schneeflocke und schaute sich stauend nach allen Seiten um. Jeder Schatten, der aus der Dunkelheit kam, schien dem Kleinen verdächtig. Herrchen forderte ihn mehr als einmal auf : “Nun komm aber”  der Kleine schien die Menschensprache nicht zu verstehen. und blieb stehen 😉

ein Mandelbaum im Winter

Und noch mal ein Laubbaum mit Zuckerguss. Bei diesem Bild setze ich das Blitzlicht mit ein, damit sich das dunkelweiße Geäst noch stärker von der Dunkelheit absetzt.

Amsel

Diese Amsel lies sich von mir nicht verschrecken..mit Zoom und respektablen Abstand zu ihr. bleib sie als Model für mich sitzen. Die Vögel haben in der Stadt sich an die Bewegungen der Menschen gewöhnt und fliegen nicht davon, wenn man an ihnen vorbei geht. Bleibt der Fußgänger stehen, machen sie sich aus dem Staub und sind schneller verschwunden, als man die Kamera in der Hand hat. An dieser Stelle bewundere ich jeden Natur- und Tierfotografen, der zu guten Bildern nur mit der allergrößten Geduld kommt.

nicht so groß...wie es scheint

Diese rote Frucht ist nicht größer als die Kuppe des kleinen Fingernagels. Leider kenn ich diesen Zierstrauch nicht mit Namen. Im Winter ziert er mit seinen kleinen roten Minifrüchten, die wie Miniaturäpfel aussehen, jede winterliche Grünanlage.

Und was es sonst noch gibt:

Aber die winterliche Idylle wird empfindlich gestört. Es knistert in Rostock, denn seid gestern beraten die Innenminster  der Länder in Warnemünde über das NPD Verbot. In dem Zusammenhang erfuhr ich, das die NPD 1,2 Mio. Euro vom Staat bekommt. Die finanziellen Unterstützung bekommen alle Parteien ein deinen demokratischen Staat. ich denke, das ist u.a. auch ein Grund, warum man sich verstärkt mit der Möglichkeit seines Verbotes auseinandersetzt. Die Politiker streiten über Sinn und Unsinn und so einfach..wie es scheint..ist es jedoch nicht. das Parteiengesetz kann nicht teilweise ausgehebelt werden und so kann dieses Verfahren an das Verfassungsgericht weiter geleitet werden.

Doch ersten Reaktionen auf die Beratung, die quasi vor der Tür statt findet, waren und sind im Anmarsch.

  • Es wird zu einer Demonstration der NPD am Tagungsort aufgerufen.
  • Die Lichtenhagen-Gedenktafel wurde ich der Nacht entfernt und  “an die Stelle der Gedenktafel klebten die möglicherweise aus dem rechtsextremistischen Umfeld stammenden Täter ein weißes Schild mit der Aufschrift „Für immer Deutschland!“, teilte die Polizei mit. Dabei sei das „s“ in Runenschrift geschrieben worden” Zitat OZ.

Oh je..das kann im Winter ja noch heiß im Norden werden.

Ostseemaus