total normal

Vor einem Jahr war der Anblick für mich non ungewohnt und befremdlich. Besonders in der Staßenbahn, wenn die Fahrgäste auf engstem Raum in der Bahn sitzen. Ich fühlte mich besonders am Abend fast umzingelt, von Menschen, die kein deutsch sprachen. Darunter war nicht nur die für meine Ohren harte Klang der syrischen Sprache sondern auch russisch war dabei und viele andere Sprachen, die ich gar nicht zuordnen konnte. Ich hatte das Gefühl, ich wäre im Ausland und nicht daheim in Rostock.

Mitte der letzten Woche fuhr ich mal wieder mit der Bahn in die Stadt. Mit mir stieg eine Gruppe junger Menschen ein. Niemand von ihnen sah aus, als käme er aus Deutschland. Ich hörte ausschließlich den Klang der für meine Ohren harten Sprache der Südafrikaner. Sie kamen aus der Berufsschule, die in der Nähe der Haltestelle ist. Es stürmte sozusagen eine ganze Klasse in die Straßenbahn. Ich saß facto unter ihnen und? was mich wunderte, das war für mich schon total normal geworden. Die syrische Sprache zu hören wurde schon zu den ganz normalen Eindrücken meines Alltags

Ein anderes mal beobachtete ich sogar, wie sich 2 junge Männer in gebrochenen Deutsch unterhielten. An ihrem Aussehen konnte ich deutlich erkennen, sie waren keine Europäer. Einer von ihnen hatte asiatisches Aussehen, der andere kam aus Afrika. Auch das war für mich total normal geworden. Es gab nichts mehr, was befremdlich für mich gewesen wäre.. Ganz im Gegenteil, ich fand es jetzt sogar ungeheuer spannend, den Prozess der Veränderung mitzuerleben.

In den Kinder- und Yogagruppen, die ich betreue, findet zur Zeit auch der Nationen aus den unterschiedlichsten Kontinenten statt. Ich weiß gar nicht mehr, als welchen viele Herrenländern die Teilnehmer sind. Sie gegen den Weg der Integration in Europa, Deutschland über die Sportvereine  der Stadt. Eine gute Entscheidung, wie ich finde

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Sie kommen aus Syrien, Eritrea, Somalia, Indien, Bulgarien, Togo, Jugoslawien, Kroatien und und und..so genau weiß ich es es gar nicht. Die Kinder, die in unsere Gruppe kommen sprechen Deutsch, weil sie hier geboren wurden und und und und.

Ein bunte Mischung und das finde ich total normal. Ich freue mich sogar, dass ich denen, die de Weg zu den Sportvereinen finden, bei der Integration zu unterstützen.

Auch das ist auch  total normal für mich.

 

ich könnte schon wieder

den Stift in die Hand nehmen und zeichnen, was aus  meinem Kopf kommt.

Fantasiebaum (kein Atompilz 😉

Das sieht zwar alles noch unfertig aus, denn so wie ich dem Stift gerne führen will, so wollen meine Hände noch nicht.

Fantasiegebilde

Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Fantasiegebilde

Auf jeden Fall kann Frau sich austoben mit Stift und Farbe in Zentangle-Manier.

Ostseemaus

Brautschau

Keine Frage, der Schalk unter uns 4 Geschwistern ist unsere jüngste Schwester. Damit will ich nicht sagen, dass sie das Leben nicht ernst nimmt. Sie ist der Meinung, das das Leben lustiger ist, wenn man sich auch Spaß im Leben gönnt. Schlagfertig reagiert sie auf ihr Umfeld und so richtig in Fahrt kommt sie, wenn wir auf Mallorca unterwegs ist..

Es ist kein Geheimnis und jeder weiß – auch der Nicht-Malle-Besucher – das die meisten Urlauber auf der Promenade angeheitert  unterwegs sind und die sonst Fremden so tun, als kennen sie sich schon seid Jahren.. Der Alkohol hebt die Distanz zwischen fremden Menschen auf und viele geben sich so dort so, wie sie sich es zu Hause nicht trauen würden. Wer will schon als Blödmann bezeichnet werden.

Doch auf dem Strandabschnitt vom B6 („Balneario Nº 6“ (spanisch für „Heilbad“). ist vieles erlaubt und findet sogar Anklang. Nach wüsten Saufereien hält der Zuschauertourist heute jedoch vergeblich Ausschau. Spanien hat aufgeräumt und duldet nicht mehr alles. was deutsche aber auch englische Touristen ihnen boten.

Während sich meine beiden Mädels ab und zu schon  ein Bier am Strand gönnen, halte ich mich eher an der Wasserflasche fest. Der erste Tropfen Alkohol darf erst am Abend über meine Kehle schwappen. In der Hitze der spanischen Sonne wäre ich für den Abend dann nicht mehr zu gebrauchen.

Am Abend erwacht die 2 Welt am S´Arenal . Auch wir wollen in die Nachtwelt abtauchen .„Atemlos durch die Nacht“ ist die Hymne vom S`Arneal geworden. Unser Weg war jeden Abend der selbe.  Die Bierstrasse auf den Weg in die Nacht bietet zur Einstimmung jede Menge Spaß und dieser wird nicht von der donnernd lauten Musik angeheizt, sondern auch von reichlich Alkohol der Dank Happy Hour  doppelt sprudeln kann.

Ich bin auch wieder nur mit einer schwachen Nummer dabei.. Wodka Wasser… nicht jeder Manns Sache. Ich musste mir keine Sorgen machen, dass mir jemand meinen Longdrink weg nehmen würde. Selbst als ich ihn verschenken wollte ich ihn nicht los werden. Die Mädels trinken lieber GinTonic. Die Herrlichkeiten, die ab und zu unseren Tisch aufsuchen trinken lieber ihr Bier.

Im September reist die Altersgruppe Ü 40 an und entsprechend werden die coolen Sprüche auf den Tshirts zur Schau getragen. Aber Spaß muss sein und wer auch richtig über sich selbst lachen kann,, hat echten Humor.

Wenn es 23 Uhr ist, erlischt das Licht auf der Bierstrasse und die Gäste zünden die Wunderkerzen an….

..und es erklingt die alte Weise.. Sierra Madre, das ursprünglich von Ronny geschrieben und gesungen wurde. Diese kurze Einlage ist aus der Bierstrasse heute nicht mehr wegzudenken.

Weit sichtbar ist das Lichtermeer der zahlreichen Wunderkerzen zu sehen. Die Menschen sind für kurze Zeit angetan und erfüllt von dem Klang der einfachen Weise, die das einfache und arbeitsreiche Leben der Bergbauern beschreibt.

Für eine Stunde donnert weiter die Musik aus den Lautsprechern., denn ab 24 Uhr ist Schluss mit lustig, donnernde Musik darf nur noch in Innenräume gespielt werden –   All die Gassenhauer, die alle mitsingen können, ach wenn die Zunge schon zu schwer von Bier und Longdrinks geworden ist.  Wir Mädels stellen fest, dass wir alles andere als Textsicher sind und wir genau wie die meisten Besucher der Bierstraße nur eine oder 2 Zeilen vom Refrain drauf haben. Aber wen stört das schon, die Musik ist eh laut genug und unsere Stimmen werden übertönt.

Unter den Gästen sind diesmal auch Besucher dabei, die sich auf Brautschau machen wollen. Die aufgelockerte Stimmung macht das anbandeln leichter und vielleicht wird ja was draus. In einem älteren Blogbeitrag beschriebt ich die Suche nach einem Mann am S´Arenal.

Wir Mädels singen und geben dabei unser Bestes, während die Musik weiter über unsere Köpfe hinweg donnert, als sich ein junger ..um nicht zu sagen, ganz junger Mann zu uns durcharbeitet. Er reicht er mir die Hand und ich nehme an, er will nur “Gib mir 5” mit mir spielen. Ich gebe ihm meine “5” und er arbeite sich weiter an das Ohr meiner Schwestern ran. Bei dem Lärm ist eine Verständigung schlecht aber nicht unmöglich. Irgend wann hat er es geschafft, sein Anliegen ins Ohr meiner Schwester zu transportieren. Sie wären 2 Brüder und hätten ihren Vater mitgebracht.  Er zeigte auf einen der Biertische an dem ein schwankender Mann  – Mitte Ende 50 vielleicht – stand und seine Augen nur mit Mühe offen halten konnte. wahrscheinlich war eins von 30 Bierchen schlecht.

“Wir suchen für unseren Vater eine Frau” und weil sie meine Schwester angesprochen hatten, war klar, die Jungs konnten sie sich ganz gut als Stiefmutter vorstellen.

Wie ich eingangs schon schreib meine Schwester ist schlagfertig und sagt nicht nein: “Ok…er soll aber erst mal nüchtern werden, dann sehen wir weiter” Wir sahen den Vater mit seinen 2 Söhnen nur noch einmal und das am selben Abend, auf den Weg zum Oberbayer.

Die Jungs stützen ihren Vater und waren fest entschlossen eine Frau für ihn zu finden. Ich musste  schmunzeln und fand es schon eher rührend, wie die Jungs das Glück für ihren Vater auf die Sprünge helfen wollten.

Ostseemaus

Männertag

So klein hat jeder mal angefangen. Die Füße gehören zu meinem kleinsten Enkelsohn, der seinen Männertag auf dem Spielplatz verbachte. Das war neben dem altersgerechten Eisbecher im Gartenlokal “Heumond” das Highlight des Tages.

Der Spielplatz im Lindenpark war umlagert von Menschen aller Generationen. Es standen Urgroßeltern, Großeltern, Eltern und Kinder am Klettergerüst, um ihre Kleine eine Kletterpartie zu ermöglichen.

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Video

Straßenkunst

Seid Jahren steht der junge Straßenkünstler an diesem Platz und führt seine Tanz vor.

Vor 10 Jahren machte ich das erste Foto von seinem Auftritt im vorbeigehen. Damals wandte er sich häufiger vom Publikum ab, die Aufregung war wohl noch zu groß

Ostseemaus

Selbstkritik

Mitternacht vorbei

der vergangene Tag ist nun einerlei

alles ist gelaufen

nicht alles war zu gebrauchen

 

Hab mich redlich abgemüht

in meiner Energie gesprüht

doch dann hab ich´s doch verpatzt

und am Ende wie blöd gezockt

Dabei hatte ich einen anderen Plan

doch dafür zu wenig getan

bin erst gelaufen und hab gerackt

den Abend aber dann doch verkackt

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kleine Geister

vog-02Von 0 auf 100 beschleunigt sich mein Tag, wenn die kleinen Geister wieder einschwirren. Sie nehmen alle Räume in Beschlag, auch die in meinem Kopf, die sonst auch ab und an Raum für Tagträume haben. Doch auch die letzten Winkel werden von den kleinen Geistern besetzt und in Beschlag genommen.

Schon der Morgen beginnt zu einem Zeitpunkt, an dem von hellwach bei mir noch keine Rede sein kann. Ich bin kein Langschläfer aber auch kein Frühaufsteher.  Ich treibe im Mittelfeld dazwischen. Doch das interessiert die kleinen Geister nicht. Sie rücken an, wenn sich ihre Augen vom ersten Tageslicht öffnen. Ihr Lebenshunger treibt sie aus ihrem Bett  in mein Bett, in dem dann kein Platz mehr für mich ist, ich liege am Boden.

Statt Männer umschwirren die kleinen Geister mich bei allem. was ich im Haushalt zu erledigen habe. Mein noch verschlafener Geist muss sich konzentrieren und die kleinen Geister in die richtigen Bahnen lenken. “Stell schon mal die Frühstücksteller auf den Tisch” oder “Du legst das Besteck dazu” oder “Du kannst schon mal Staub saugen”. und der Kleinste müht sich mit der Wäsche auf dem Balkon ab. Er ist kaum hinter den großen Badetuch zu sehen, dass er mühevoll auf die Leine hängt. Aber egal, dabei sein ist alles Zwinkerndes Smiley

Die kleinen Geister sind fleißig wie die Bienen, wenn sie Aufträge bekommen, bekommen sie keine, dann rummelt es auch gleich in Karton. Hauptstreitpunkt ist das Eigentum, das jeder für sich beansprucht. “Das ist meeeeeeeeeinnnns” ist der Lieblingssatz, wenn einer von den kleinen Geister einen Übergriff auf das Eigentum des anderen wagt. Wenn der Protest nicht reicht, wird  das Eigentum ohrenbetäubend verteidigt und wenn das nicht reicht, hagelt es schon mal ein Knuff oder Schupser und wenn das nicht reicht, hagelt es Beschwerden bei der Mutter oder bei mir. Egal, wie die Erwachsenen den Streitfall regeln, ein kleiner Geiste protestiert immer “Das ist aber ungereeeeeeeecht !”

Schon vor dem Frühstück  werden von den Erwachsenen schon zahlreiche Streitfälle gerichtet und geschlichtet. Dabei immer und für jeden Gerechtigkeit walten zu lassen ist wie ein Kampf gegen Windmühlen, denn jeder noch so kleine Geist sieht das Recht auf seiner Seite. Sogar der kleinste Geist im Krabbelalter mischt mit und will an sich reißen, was ihm gefällt.

Wie kleine Enten  folgen die kleinen Geister der Mutter in die Stadt auf der Suche nach Spaß, Spielplätze und Ostseestrand. Sonne, Sand und Meer sind auf ihrer Favoritenliste ganz weit oben und von allem haben wir zum Glück ausreichend. Die kleinen Geister machen sich sofort ans Werk, gestalten ein Stück des Standes nach ihrem Vorstellungen um. In Kurzer Zeit steht die erste Kleckerburg am Wasser, von einem Wassergraben umgeben, mit angeschwemmten Strandgut verziert.

Die Erwachsenen können die Schlichtungsstelle für Streitfälle erst mal reduzieren. Nur noch wenige Beschwerden werden eingereicht. Die kleinen Geister sind damit beschäftigt aus der Kleckerburg eine Kleckerburgenstadt werden zu lassen. Erst jetzt können sich die Erwachsenen über Gott und die Welt unterhalten.

Auf dem Rückweg wollen die kleinen Geister sich schon mal die besten Plätze im Leben sicher. “Erzählst du uns heute Abend eine Gruselgeschichte? “ werde ich gefragt, “Neeinnn…ich will keine Gruselgeschichte” meldet sich ein kleiner Geist dazwischen. “OK..dann lese ich euch was aus – der kleine Prinz – vor” schlage ich als Ausgleich vor. “Neeeeeeinnnn, du sollst dir eine Geschichte ausdenken” und dann bestellen die kleinen Geister, was alles in der ausgedachten Geschichte vorkommen soll. Ein Prinz oder eine Prinzessin oder eine Zauberin darf nicht fehlen.-

Mit müdem Haupt setze ich mich neben die kleinen Geister, die schon unter ihre Federn gekrochen sind. “Aber keine Gruselgeschichte” werde ich vom Kleinsten noch einmal gebeten. Ok..ich lass mir was einfallen und warte auf die Einfälle, der beim Erzählen wie Blumen am Wegesrand wachsen sollten. Die selbstgemachte Geschichte wird als Mehrteiler jeden Abend weiter entwickelt. Am Ende war es die Geschichte eines kleinen Prinzen, der wegen Angeberei und Aufschneiderei von einer Zauberin zu einem winzigen kleinen  Prinzen verzaubert wurde, der nur noch auf den Schultern der Erwachsenen aus dem dunklen Wald ohne Sonne wieder nach Haus gebracht werden konnte. Alle Hindernisse, um wieder nach Haus zu kommen,  konnten nur mit einer guten Tat des kleinen verzauberten Prinzen überwunden werden.

Am Sonntag flogen die kleinen Geister wieder aus, sind wieder zu Haus und verleben die letzten Ferientage dieses Sommers in ihrer Heimatstadt und dann geht es wieder mit Schultasche in das  nächste Schuljahr.

Kinder, wie die zeit vergeht.

Ostseemaus

lachen steckt an

“Mach du” sagte mein Trainer, als ich ihm vorschlug, wie wir das gemeinsame Wochenende einleiten könnten. Naja..so habe ich es mir nicht vorstellt, aber wer A sagt muss nun auch B sagen, also übernehme ich den ersten Teil, der das gemeinsame WE einleiten sollte. Später erfuhr ich von einem Teilnehmer, der sinngemäß zu sich selber sagte: “Worauf hab ich mich eingelassen?”

Doch der Verlauf der Gesamtveranstaltung söhnte ihn dann wieder aus, er war bei allen Angeboten mit viel Spaß und großer Leidenschaft dabei.

Der Ort, wo wir uns trafen, was Idylle pur.

Die zahlreichen Räume konnten wir nutzen um Yoga, Tai Chi, Qi Gong und Meditation zu machen.

Hier im sogenannten Ahnensaal, der mit viel Liebe und Hingabe nach alten Fotos wieder hergestellt wurde.

Oder hier, im Nebengebäude. Es diente mal als Scheune und nun ist es ein Raum, in dem wir gemeinsam Yoga machen, bzw. Tai Chi, Qi Gong, Meditation. Auch Trance Tanz mit verbundenen Augen stand auf unseren Plan.

Die Teilnehmer waren  Mitglieder des Vereins und einige davon brachten ihre Partner mit. So war es eine bunte Mischung von Menschen, die mehr oder weniger Erfahrungen mit all dem hatten.

Den Anfang sollte ein Spaliertanz sein, der, wenn man Spaß daran hat, gleich die richtige Stimmung bringt, um den Alltag schnell ablegen zu können. Dazu stellten die Teilnehmer sich in ein Spalier und jeder durfte mal durch die Gasse tanzen, Er konnte sich so der Gruppe vorstellen und bekam auch Aufmerksamkeit der gesamten Gruppe. Zuvor tanzten wir uns jedoch etwas warm und ein, der Spaliertanz war das Finale. Mein Trainer und Leiter des Wochenendes, der auch Gi Gong Meister ist, hat es mit dem Tanzen nicht so und überlies mir das Feld der Anleitung und Vorführung.

Damit konnten man den Alltag abhängen und angekommen. Für´s erste sollte das reichen, der Abend kann kommen, der nächste Tag auch. Das Wetter meine es gut mit uns und wir plauderten bis zum  dunkel werden im Innenhof und fielen müde ins Bett. jeder hatte eine Arbeitswoche hinter sich.

Der Samstag war ausgefüllt mit zahlreichen Veranstaltungen, wie dynamische oder stille Meditation oder auch Atemmeditationen, ja sogar eine Babbelstunde war dabei,.Jeder konnte für sich nutzen was er wollte oder auch auf die Teilnahme verzichten und sich der grünen ländlichen Idylle widmen.

Zuschauer und Zaungäste gab es nicht, außer ein paar Kühe, die jeden mit ihren neugierigen Blicken verfolgten.

Am Samstag Abend saßen alle beisammen. Ein Teilnehmer hatte seine Gitarre und eine kräftige Stimme dabei. Mit gemeinsamen Gesang beendeten wir den 2. Tag.

Am Sonntag übten wir uns im Lachyoga. Die ersten inneren Widerstände waren schnell gebrochen. Jeder lachte über jeden und über sich selbst. Lachen steckt an , davon konnte sich jeder nun auch überzeugen.

Zum Abschluss gab es den schon bekannten und berühmten Trance Tanz, der für jeden ein anderes Erlebnis bringt. Die Augen werden verbunden, damit man nicht den anderen oder sich selbst beobachtet. Die Seele soll zum Tanzen angeregt werden und ca. 60 Minuten tanzte jeder nach seiner Fasson nach der lauter Trommelmusik die in unsere Ohren dröhnte. Schwitzend und zufrieden beendeten wir unser gemeinsames Wochenende und hoffen darauf, dass die ländliche Idylle uns noch erhalten bleibt. Während unsere Anwesenheit lief ein Maklermit Interessenten über das Gelände, Die große Burg soll verkauft werden. Aber noch ist nicht alle Tage Abend und wenn sie doch den Besitzer wechselt, wird sich sicher ein anderes idyllisches Plätzchen für unsere Aktivitäten finden.

Ostseemaus

So ein Theater

Er breitet seine Arme aus, als wollte er just in diesem Moment in den Himmel aufsteigen, Er warte nur auf den richtigen Wind, der sich unter seine Flüge schob, um ihn in die Lüfte zu tragen.

ER …der Hauptdarsteller des Bühnenstückes “Sonnenallee”.

Statt für Sohnemann eine Geburtstagsparty zu schmeißen, lud ich ihn ein. mit mir ins Theater zu gehen…lang lang ist es her, als ich das letzte Mal in Theater war.

ER – der Hauptdarsteller breitete am Ende der Vorstellung seine Flüge aus, als würden die Aufwinde in jedem Moment in die Lüfte tragen “Das war die schönste Zeit in meinem Leben. Egal..was war..wie es war…wir waren jung und verliebt” das Strahlen seiner Augen traf mich und warf mich zurück in die Zeit, von damals.

Die Schulzeit – auch eine Zeit der Schwärmerei..der Verliebtheit,  des Liebeskummers, der Sehnsüchte, der Hoffnungen…die Welt lag mir damals noch zu Füßen, sie wollte erklommen werden.

Damals stand neben den Prüfungen für den Schulabschluss auch das Herz ganz weit oben im Kurs. und die Gefühle fuhren mehrmals am Tag Achterbahn mit mir. Der, der mir am Herzen lag, sah mich nicht an…der, dem ich am Herzen lag, war Luft für mich.

Wie schwierig war doch das Gelände zwischen uns jungen und heranwachsenden Menschen.

Die Welt lag und damals zu Füßen, Die  ein Adler in Horst breitet wir unsere Flügel aus und warteten auf die Aufwinde, die uns in die Luft heben und ich die weite Ferne tragen sollte. Dort..wo die Abenteuer auf uns warten.

Ja..die “Sonnenallee” hatte mich einmal emotional mal in die alten Zeiten zurück geworfen.

Sonnenallee–Rostocker Theater

Sohnemann hatte die Vorstellung ebenfalls gut gefallen, war begeistert und  beeindruckt von der schauspielerischen Leistung der Darsteller.

Ostseemaus

vorgeführt

Auf Zuruf erfuhr ich, dass mein Verein zum Tierheimfest mit einer Vorführung ihrer asiatischen Kampfkunst antreten wird. Ich wollte mir schon immer mal ansehen, welche Tiere im Tierheim Rostock untergekommen sind, “Du kannst ja ein paar Videoclips von der Vorführung machen” bat mein Trainer mich.

Als ich eintraf, war schon buntes Treiben. Interessenten strömten von alle Seite herbei, wollten sich die Tiere im Heim ansehen, oder Ihre Spenden abgeben oder sich auch nur so das bunte Treiben ansehen.

Zahlreiche Stände waren aufgebaut und von Frischfleisch für Hunde bis zum Trödelstand – Imbissstände bis Informationsstände – alles war vertreten.

Meine Leute fand ich schnell, sie waren dabei, die Matten für ihre Vorführung aufzubauen. Das Wetter meinte mit ihnen und all den Besuchern der Veranstaltung. Während meine Leute sich auf die Vorführung vorbereiteten, schaue ich mit die Tiere im Tierheim an.

Die kleinen Hundchen im Mittelteil der Collage waren mit ihren Herrchen da, die kleinen rechts und links warten noch auf eine Adoption. Ich hoffe, dass für sie bald wieder die besseren Zeiten kommen. Im Tierheim geht es ihnen den Umständen entsprechend gut, doch ein Ersatz für eine Familie als Haustier ist das natürlich nicht. Die Interessenten und Zuschauer wollten die Hunde erst mal verbellen, entsprechend war ihr Gekläffe schon von weitem zu hören. Die Katzen rollten sich zusammen und blendeten der Zuschauerstrom auf ihre weise aus.

Meine Leute hatten für ihre Vorführung alles vorbereitet und ich kam rechtzeitig wieder an die Matte, um die Aufzeichnungen machen zu können.

Meine regelmäßige Trainingszeit liegt schon eine Weile zurück, Aber ich werde alles daran setzen, dass ich im nächsten Jahr wegen Unsicherheit nicht wieder am Mattenrand verbringen werde. Aikido ist für jeder Altersklasse geeignet und umsetzbar, auch wenn der freie Fall mitunter gewaltig auszieht – wie hier Meine Mitwirkung auf der Matte könnte auch ältere Zuschauer dafür interessieren, die bisher glaubten, dies wäre nur für junge Leute  geeignet.

oder hier…

Nach 30 Minuten  Vorführung verneigten die Aikidokas mit Respekt vor der Kampfkunst….

..überließen den Platz dem nachfolgenden Sportverein, deren Teilnehmer ebenfalls einen Einblick in ihren sportlichen Fähigkeiten zeigen werden.

Ostseemaus

geben und nehmen

Also das ist wirklich nicht der Ort, auf dem man mit einem Rollator gut voran kommt. Schon von weitem sah ich den gebrechlichen Mann, der sich mühevoll mit dem Rollator über eine holprige Wiese mit hoch gewachsenem Gras bewegte.

Und dazu kommt noch, dass zwischen ihm und dem nahegelegenem Gehweg ein tiefer Graben lag, auf dem ich mich flott mit meinem Cityrolle von A nach B bewegte. Ich schickte gleich mal meinen Wunsch an´s Universum, das es meine Beweglichkeit bis zu m einem jüngsten Tag erhält. Es sah wirklich sehr mühevoll aus, wie der gebrechliche Mann auf dem grünen Randstreifen sich bewegte.

Als ich auf seine Höhe kam, sah ich einen schwarzen Hundeschwanz wedelnd über das hohe Gras herausragen. Sein Fell glänzte in der Sonne, die Leine war mit dem Rollator verbunden. Der Hund beschnüffelte die Gegend Grashalm für Grashalm. War vertieft und glücklich mit dem, was er tat. Ebenso glücklich sah der gebrechliche Mann auf seinen Hund, der sich sichtlich auf dem Rasenstück in seinem Element fühlte.

Der gebrechliche Mann wirkte nun nicht mehr gebrechlich auf mich, sondern wandelte sich in meinen Augen zu einen fürsorglichen Hundehalter.Auch wenn er körperliche Einschränkungen hatte, sein Hund sollte darunter nicht leiden. Der Hund – ein schwarzer Spitz – machte seinem Herrchen sichtlich Freude, wenn er begeistert mit Schnüffelnase und Schnauze die Wiese untersuchte und nicht nur das. Für Herrchen gab es keinen Zweifel, er musste 2 – 3 mal täglich bei jedem Wetter vor die Tür um seinem Hundchen die nötige Bewegung zu verschaffen und das konnte nur gut für den Mann sein, dem das gehen sichtlich sehr schwer fiel. Doch mehrmals täglich an die frische Luft zu kommen, ist tausend mal besser, als vor dem TV auf den jüngsten Tag zu warten. Der Hund gibt dem Mann wieder ein Stückchen Lebendigkeit und Lebensfreude zurück.

Ostseemaus