Kartoffelbücher und ihr Nachspiel

Nur im Vorbeigehen und im Seitenblick sah ich das Cuver mit der Kartoffel drauf. Die 3 Schritte, die ich daran vorbei ging. ging ich rückwärts und schaute mir das Buch genauer an.

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Neuanschaffung

Auf dem Weg zur Straßenbahn komme ich immer an der Deutschland bekannten Buchhandlung „Thalia“ vorbei. Auf einen der Stapel fiel fand ich ein preisgünstiges Buch, von denen ich bereits schon schon 3 gelesen hatte. In jedem der Titel findet man die Kartoffel.

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letzter Titel in der Reihe der Nachkauf
  1. Brennholz und Kartoffelschalen
  2. Capri und Kartoffelpuffer
  3. Champagner und Kartoffelchips
  4. Quetschkartoffeln und Karriere
  5. Küsse am Kartoffelfeuer

Nun musste ich mir heute wegen der neuen Anschaffung ein weiteres Buch der liebevoll aufgeschriebenen Geschichte von den Nachkriegsjahren bis zur Wende, von Horst Bosetsky aufgeschrieben. anschaffen. Die Quetschkartoffeln waren mir durch die Latten gegangen und durch diese muss ich mich erst durchlesen, bevor ich mir die Küsse am Kartoffelfeuer zu Gemüte führe.

Jedes der Bücher führt den Leser in das Leben der einfachen Menschen, angefangen in der Nachkriegszeit Berlin Neukölln und bis zur Wende und der Leser erlebt den Romanhelden Manfred Matuschewski, dem Schlüsselkind, was aus ihm in dieser Zeit geworden ist.

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mit Glück

Die beiden Bilder habe ich mit Absicht zusammengefügt, weil sie bis heute Abend zusammengehören. Auf dem rechten Bild lässt sich vielleicht unschwer ein Zusammenhang mit Fußball erkennen, aber was hat das mit dem linken Bild zu tun?

Kurz erklärt. Mein Kocher hatte schon seit längerem ein Leck und er musste dringend ausgetauscht werden. Gestern hatte ich endlich Zeit, mir einen neuen Kocher aus dem Saturn- Markt in Rostock zu holen. Alles, was ich vor Ort einkaufen kann, erledige ich auch vor Ort und order nur sehr selten online. Warum? Weil ich gern beim shoppen die Ware auch anfassen mag, weil ich mein Geld vor Ort lassen will und meinen Beitrag auf diese weise dazu leisten will, dass der Handel in der Stadt nicht verkümmert und am Ende nur noch Schuhläden in den Geschäftsstraßen zu finden sind.

Aber zurück zum Bild. Mit meinem Einkauf bekam ich eine Karte vom Kassierer überreicht. Er fragte mich, ob ich mitspielen wollte. Das Glücksspiel sei ganz einfach. Die freigerubbelte Nummer würde die Rückennummer – in meinen Fall 17 mit Jérôme Boateng als Spieler – des Fußballers unserer Nationalmannschaft freilegen und wenn dieser Spieler im Spiel am Samstag , also heute, einen Tor schießt und Deutschland das Spiel gewinnt, dann bekomme ich das Geld für meinen Einkauf zurück. Na, wenn das alles ist und mein Glücksspiel nix kostet, bin ich natürlich mit dabei.

In meinem stillen Kämmerlein hatte ich bedauert, dass ich mir gestern keinen neuen Fernseher angeschafft hatte, aber man will ja nicht gleich gierig werden und so kann ich heute Abend auch auf ein kleines Glück hoffen.

Ich bin kein Fußballfan, und so bekomme ich nur am Rand mit, wie unsere Jungs gespielt haben. Und in letzten Spiel sahen sie ja nicht so gut aus. Ich möchte heute Abend nicht in ihrer Haut stecken, denn die Erwartungen der Nation und ihrer Fans sind heute heute doppelt hoch. Sie MÜSSEN das verlorene Spiel gegen Mexiko vergessen machen.

Den Jungs wünsche ich nicht nur wegen meines Wasserkochers Glück im Spiel heute Abend gegen Schweden. Und Jerome, streng dich nicht nur für Deutschland und deine Fans an, sondern auch für meinen Wasserkocher 😉

Jérôme Boateng
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auf der Eröffnungsfeier der Berlinale 2017

Personalia
Name Jérôme Agyenim Boateng
Geburtstag 3. September 1988
Geburtsort Berlin, Deutschland
Größe 192 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
1998–2002 Tennis Borussia Berlin
2002–2006 Hertha BSC
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005–2007 Hertha BSC II 24 (1)
2006–2007 Hertha BSC 10 (0)
2007–2010 Hamburger SV 75 (0)
2010–2011 Manchester City 16 (0)
2011– FC Bayern München 156 (4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2005 Deutschland U17 4 (1)
2005–2007 Deutschland U19 17 (2)
2007–2009 Deutschland U21 15 (1)
2009– Deutschland 72 (1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2017/182 Stand: 17. Juni 2018

Jérôme

Heute ist wieder so ein Tag

Blidquelle Klick Bild

..der einen zusätzlichen Namen bekommen hat. Heute ist der Weltyogatag. Obwohl Yoga schon auf eine zig-Tausendjährige Geschichte – die ersten Schrifte dazu tauchten bereits ca 700 v. Chr. auf – zurück blicken kann, ist der Weltyogatag noch relativ jung. In 2014 wurde beschlossen, das Yoga alljährlich am 21. Juni seinen Welttag bekommt. Die Begründung dafür sind vielfältig, aber um nur einige zu nennen, dass Yoga förderlich für die Gesundheit ist, das Yoga die Menschen über die Ländergrenzen hinaus verbindet. Yoga ist international und bedarf keine Anpassung an die unterschiedlichen Nationen..

Für mich entdeckte ich Yoga erst mal auf körperlichen Ebene, denn ich fühlte mich nach jeder Yogapraxis nicht nur kräftiger und wohl, sondern auch entspannter. Ich konnte besser schlafen und das ohne „Hamsterrad“ im Kopf. Das hatte zuvor nachts immer mit einem Gedanken begonnen und der wiederum löste den nächsten und der den nächsten und den nächsten Gedanken aus. Am Morgen steig ich erschöpft aus meinen Bett und startete übermüdet und zermürbt in den Arbeitstag. Seit ich Yoga praktiziere, haben sich die Plagegeister der Nacht aus dem Staub gemacht.

Später erkannte ich, dass Yoga meine mentalen Kräfte wachsen lies. Stress stresste mich nicht mehr so sehr, wie ich es sonst in meinem Leben gewöhnt war. Er lies sich von meiner neu gewonnenen mentalen Kraft gut beherrschen und damit gewann ich für mich eine neue Form der Lebensqualität.

Meine Kinder meinen immer, „Du wirst nicht krank, du machst ja Yoga“ Und wenn ich zurück schaue, gehört ein Arztbesuch für mich wirklich zur Seltenheit. Vielleicht habe ich auch nur gute Gene, ober ich habe Glück oder ich habe mir meine Gesundheit mit Yoga erhalten können.

Zur Zeit leite ich mehrere Yogagruppen und gefühlt kann ich das noch 30 Jahre machen. Die älteste Yogalehrerin, die zur Zeit unterrichtet, ist jetzt 99 Jahre alt.

Die Ohren mit Schwung angelegt

Viele Eltern schicken ihre Kinder schon in frühen Kindesalter zum Sport. Manche von ihnen können grade erst laufen und schon finden sie sich in einer großen Sporthalle wieder. Und ? Sie haben Spaß. Die Kindergärten, in denen die Kleinen tagsüber sind, verfügen z.T. auch über Sporträume, aber solche eine große Sporthalle hat was. Das gefällt auch die Kleinen.

Während die Kleinen mit ihrem Trainer in die Tiefen der Sporthalle – hier eine Turnerhalle – verschwinden, schauen die Eltern von Rand der Halle ihren Kindern zu.

Das Training wird altersgerecht durchgeführt. Im Breitensport stehen laufen, springen, klettern, kriechen, hopsen auf dem Programm. Sie lernen dabei Koordination, Kondition, Geschicklichkeit und Ausdauer. Die Kleinen wollen gefordert werden.

Am letzten Mittwoch kamen 2 weitere Kinder in die Gruppe, ein Junge und ein Mädchen. Während der Junge sich sofort an Werk machte, wollte das Mädchen sich das Geschehen lieber aus der Ferne ansehen.  Als ich dem Mädchen dabei behilflich sein wollte um die „Schwelle“ zu überschreiten und ihr dazu meine Hand reichte, schlug sie diese heftig weg. Sie hatte mich wieder abgeschlagen  😀 . Wie klar doch die Charaktere der Menschen im Kleinkindalter schon zu erkennen sind. Wie die Oma meine Sohnes immer sagte: „Da legst du die Ohren mit Schwund an“ 😉

Dem Jungen wiederum konnte es gar nicht schnell genug gehen. Er stürzte sich ins Geschehen, überwand den Parkour locker, der für unterschiedliche Bewegungsarten aufgebaut wurde, Es drehte sogar noch eine Extra-Runde, borvor er sich der nächsten Aufgabe stellte. Das kleine Mädchen wagte sich später dann doch noch in die Gruppe, um dann in Intervallen wieder zur Mutter zu flüchten. Sie hatte sich auf`s Pendeln eingespielt.

Nach 60 Minuten Trainingszeit übergaben wir – es sind immer 2 Trainer im Einsatz – den Eltern ihre Kinder wieder. Bevor ich die Halle verlassen konnte, musste ich prüfen, ob alle meine Teilnehmer die Umkleide verlassen haben. So kam ich mit der Mutter ins Gespräch, deren Sohn  sich ohne Umschweife in die Gruppe einband.  Die Mutter erzählte mir nebenbei, das sie für ihren Sohn noch keine Kindergartenplatz bekommen hätte. Deshalb sei ein Sportverein für ihn jetzt wichtig. Sie wären erst kürzlich nach Rostock gekommen und das eher Hals über Kopf. Der Vater neige zur häuslicher Gewalt und deshalb wären sie quasi in einer Nacht- und Nebelaktion in eine fremde Stadt gezogen.

Ich hatte also eine kleine Flüchtlingsfamilie vor mir. Die Mutter des Kindes hat entschieden, sich und ihren Sohn aus der schwierigen Lage, in der sie sich befanden, zu befreien. Richtig entschieden, dachte ich mir. Dabei erinnerte ich mich an einen Satz, den ein Lehrer vor Jahren zu uns Schülern sagte. Die Mutter entschied sich, nur für ihr Kind dazu sein und dazu benötigte sie Ruhe und Kraft. „Du musst immer dafür sorgen, dass es dir gut geht, dann kannst du auch anderen helfen“ Dieser Satz nistete sich damals sofort in den Fundus meine gesammelten Lebensweisheiten ein, auf den ich immer mal wieder zurück greife. Er passte zur Entscheidung der jungen Mutter.

Noch auf dem Heimweg musste ich an das Schicksal dieser kleinen Familie denken und wünschte ihnen das beste für ihr neues Leben in Rostock. Vielleicht kann man als Trainer im Sportverein seinen Teil zum Gelingen beitragen. Ich würde es mir wünschen.