total normal

Vor einem Jahr war der Anblick für mich non ungewohnt und befremdlich. Besonders in der Staßenbahn, wenn die Fahrgäste auf engstem Raum in der Bahn sitzen. Ich fühlte mich besonders am Abend fast umzingelt, von Menschen, die kein deutsch sprachen. Darunter war nicht nur die für meine Ohren harte Klang der syrischen Sprache sondern auch russisch war dabei und viele andere Sprachen, die ich gar nicht zuordnen konnte. Ich hatte das Gefühl, ich wäre im Ausland und nicht daheim in Rostock.

Mitte der letzten Woche fuhr ich mal wieder mit der Bahn in die Stadt. Mit mir stieg eine Gruppe junger Menschen ein. Niemand von ihnen sah aus, als käme er aus Deutschland. Ich hörte ausschließlich den Klang der für meine Ohren harten Sprache der Südafrikaner. Sie kamen aus der Berufsschule, die in der Nähe der Haltestelle ist. Es stürmte sozusagen eine ganze Klasse in die Straßenbahn. Ich saß facto unter ihnen und? was mich wunderte, das war für mich schon total normal geworden. Die syrische Sprache zu hören wurde schon zu den ganz normalen Eindrücken meines Alltags

Ein anderes mal beobachtete ich sogar, wie sich 2 junge Männer in gebrochenen Deutsch unterhielten. An ihrem Aussehen konnte ich deutlich erkennen, sie waren keine Europäer. Einer von ihnen hatte asiatisches Aussehen, der andere kam aus Afrika. Auch das war für mich total normal geworden. Es gab nichts mehr, was befremdlich für mich gewesen wäre.. Ganz im Gegenteil, ich fand es jetzt sogar ungeheuer spannend, den Prozess der Veränderung mitzuerleben.

In den Kinder- und Yogagruppen, die ich betreue, findet zur Zeit auch der Nationen aus den unterschiedlichsten Kontinenten statt. Ich weiß gar nicht mehr, als welchen viele Herrenländern die Teilnehmer sind. Sie gegen den Weg der Integration in Europa, Deutschland über die Sportvereine  der Stadt. Eine gute Entscheidung, wie ich finde

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Sie kommen aus Syrien, Eritrea, Somalia, Indien, Bulgarien, Togo, Jugoslawien, Kroatien und und und..so genau weiß ich es es gar nicht. Die Kinder, die in unsere Gruppe kommen sprechen Deutsch, weil sie hier geboren wurden und und und und.

Ein bunte Mischung und das finde ich total normal. Ich freue mich sogar, dass ich denen, die de Weg zu den Sportvereinen finden, bei der Integration zu unterstützen.

Auch das ist auch  total normal für mich.

 

lass(t) mich in Ruhe

Ihre Fluchtdistanz hielt sie auf 15 m. Das entsprach der Breite der Sporthalle, in der wir uns aufhielten. Kam ich auch nur 2 Schritte näher, lief sie mit den Worten “Lass mich in Ruhe” in die nächste Ecke der Sporthalle. Sie wollte niemanden mehr an sich ran lassen, nicht näher als die Breite oder Länge der Sporthalle hergab.. Bewegten sich die Kindergruppe, die bereits schon mitten im Training war, in ihre Nähe, floh sie ebenfalls, Sie wollte niemanden in ihrer Nähe haben. Was hatte die Kleine so sehr in Aufregung versetzt?

Vor Beginn der Trainingszeit gab es Beschwerden über sie. Sie hätte dies und das gemacht. Alles sah für mich nach einen Ausraster aus und nicht zuletzt deshalb, weil die Mutter uns eine Info zukommen lies, bei der sie darauf hinwies, ihre Tochter wäre ab und zu schwierig im Umgang.

Nun war es also so weit. Bis data gab es keinen Vorfall, bei dem die Kleine aufgefallen wäre. Sie war neu in der Gruppe und ich sah sie gern an, weil sie ein echt hübsches Mädchen war. Einer ihrer Eltern kam nicht aus Deutschland, das war an den pechschwarzen Haaren und der dunklen Haut zu erkennen.

Das Kind, was in der Sporthalle vor uns davon lief, wirkte auf mich, wie ein Menschenkind das auf der Flucht war. Trotzdem musste ich darauf achten, dass sie nicht aus der Halle verschwand und vielleicht nach Hause flüchten wollte. Unsere Aufsicht als Trainer geht bis zum Ende der Trainingszeit und diese dürfen wir auch bei eine Konflikt nicht vernachlässigen.

Während meine Kollegin das Training weiter  fortsetzte, behielt ich die Kleine im Auge. Durch die Bewegung der Kindergruppe floh sie letztendlich aus der Halle. Ich musste ihr folgen und das nur, um sie zu bitten, sie möchte in der Halle bleiben und wenn sie kein Training mitmachen möchte, von der Zuschauertribüne ganz weit oben uns zuschauen.  Aber die Kleine floh durch die Gänge im Hinterland der Sporthalle. Sie versteckte sich in den Ecken oder in der Umkleidekabine. Auch wenn sie sich bedrängt fühlt, durfte und wollte ich sie mit ihrem aufgewühlten Gemüht nicht allein lassen .

Schließlich stoppte sie in  einem der Umkleideräume und lies mich nur ihre Hand sehen, der Körper verschwand hinter der Ecke. Ich versprach ihr, dass ich NICHTnäher kommen würde, wenn sie dort, wo sie jetzt ist, bliebe. Sie glaubte mir und blieb stehen. Ich erzählte ihr, dass  sie für mich immer ein hübsches Mädchen war, “aber heute sehe ich davon nichts mehr, von dem hübschen Mädchen” ich fragte sie, wo das hübsche Mädchen der letzte Tage geblieben war.  Sie begann zu weinen, konnte kaum sprechen. Ich sah nur ihre Hand und hörte ihre Stimme. So nach und nach erzählte sie mir von dem Streit, der sich beim Umkleiden in der Kabine ereignet hatte. Ein Mädchen der Gruppe hätte ihr die schwarzen Haaren und die dunkle Haus vorgeworfen. Sie weinte, der Raum bebte dabei, in dem sie sich aufhielt. Ich ging zu ihr und sie lies es zu. Mir wurde klar die Kleine fühlte sich verletzt und “rastete” deshalb aus.

Ich gab ihr zu verstehen, dass wir so etwas in unserer Gruppe nicht dulden werden und versicherten ihr unseren Beistand, wenn das noch einmal vorkommen würde. Mit ihr zusammen an der Hand kehrten wir in die Halle zurück, die Trainingsstunde war schon fast rum. Sie wollte auch die letzten Minuten nicht daran teilnehmen. Also lud ich sie ein, auf einer Matte in unserer Nähe zu sitzen. Das tat sie auch, versteckte aber immer noch ihren Körper hinter dem Sportgerät, das in der Nähe stand. Nebenbei erzählte sie mir, dass ihr Vater aus Indien wäre, sie ihn aber noch nie gesehen hätte. Sie wollte ihn auch nicht sehen, auch wenn er in Deutschlang lebt, erklärte sie mir mit großen Augen.  Ich dachte mir, daher könnte ihre Verletzlichkeit rühren.

Zügig informierte ich meine Kollegin, die das Training während meiner Abwesenheit leitete. Sie nahm die beiden Mädchen zusammen,  die während der Umkleidezeit aneinander geraten waren. Sie versprachen sich in die Hand, sich in Zukunft einander zu respektieren. Dem kleinen Mädchen versicherte ich noch einmal, dass sie uns vertrauen kann und ich denke, nach diesem Vorfall wird sie dies auch im Zukunft tun.

Schönen Taaaag noch…

Das war der Nachruf für mich einer jungen Mutter an mich gerichtet, nachdem sie sich nicht so durchsetzen konnte,wie sie es gern gehabt hätte..

Das Vorspiel für diesen verzickten Nachruf war im Grunde nur kurz.

Die Trainingszeit war noch nicht ganz vorbei, als die Klingel der Sporthalle laut rasselt. Dabei kann es sich nicht mehr um ein verspätetes Kind handeln und die Abhol-Eltern warten vor der Halle auf ihre Kinder. War das ein Klingelstreich? Klingelstreiche sind immer noch sehr beleibt bei Kindern. Klingel kräftig rasseln lassen und dann aus dem Staub machen. Daran hat sich wohl seid 100 Jahren noch nichts geändert. Obwohl das beauftragte Türöffner-Kind weiß, dass es keine Fremden in die Hallo lässt, tat dieses Kind es doch. was uns als Trainer wieder mal zeigt, dass so manche Order öfter erneuert werden muss, als bisher.

Noch bevor ich das Kind in seinem Eifer bremsen konnte, stand ein Pulk Leute schon im Vorflur der Sporthalle. “Wir wollen zum Akrobatiktraining” sagte mir die begleitende junge Frau. Neben ihr standen 2 Mädels im Teenie-Alter und sahen mich fragend an. “Nein, wir sind die Breitensportgruppe. Ihr Trainer kommt später”

Oft  ist es so, dass die Trainer sich die Klinke in die Hand geben. Doch den Trainer für Akrobatik traf ich noch nie, was besagt, das die Trainingseinheit für Akrobatik deutlich später nach unserer Trainingseinheit beginnt.

“Können wir hier auf den Trainer warten?” Der goldene Oktober hat das Zepter an das Mistwetter abgegeben und entsprechend ungemütlich war es vor der Halle. “Sie dürfen nur mit ihrem Trainer die Sporthalle betreten” Darauf weise ich die Mutter hin. An ihren Gesicht kann ich sehen, dass ihr  die Antwort nicht gefällt, denn sie schaut auf das diesige Wetter vor der Tür. Es ist feucht draußen, aber das war es auch schon. Mutter und Teenies bewegen sich keinen Zentimeter vor die Tür. “Wenn wir mit unseren Kindern die Halle verlassen und ihr Trainer ist noch immer nicht eingetroffen, dann müssen sie mit uns die Sporthalle verlassen. Jeder Trainer haftet nur für seine Trainingseinheit und darf niemanden nach ihm in die Halle lassen, wenn kein verantwortlicher Trainer dabei ist”

Dazu muss an dieser Stelle noch gesagt werden, dass  sich ab den Nachmittagsstunden kein Hallenwart mehr in der Sporthalle aufhält und deshalb der letzte Trainer, der die Halle verlässt, niemand Unbefugtes in der Sporthalle aufhalten lassen darf

“Klare Ansage” dachte ich, aber auch nur ich.  Die Fremden – ich nenne sie jetzt einfach mal so – dachten gar nicht daran, ihren Platz zu räumen. Die Mutter als super Vorbild für die Teenies weigert sich, dem Rechnung zu  tragen. “Ok..ein paar Minuten bis zum unserem Trainingsende bleiben ja noch. Vielleicht taucht der andere Trainer auf” so hoffte ich. Doch vergeblich gehofft: Der nachfolgende Trainer tauchte nicht auf und  die Fremden klebten förmlich im Vorflur fest. Wenn es vor der Tür Strippen geregnet hätte oder ein bedrohlicher Wintersturm draußen getobt hätte, dann wäre das Verhalten für mich nachvollziehbar  gewesen. Aber die feuchte Luft, die an diesem Tag herrschte ? Nicht wirklich nachvollziehbar für mich.

Das letzte Kind unsere Gruppe verließ die Sporthalle. Nachdem ich die Fremden schon mehrmals darauf hingewiesen hatte vor die Tür zu gehen, blieben sie voll Unverständnis stehen. “Aber unser Trainer kommt doch in 10 Minuten” sagten die Mädels. “Trotzdem darf sich niemand in der Sporthalle aufhalten, wenn der verantwortliche Trainer nicht dabei ist” Die Begründung hatte ich schon zum x-ten mal wiederholt, doch die Einsicht bei den Fremden war gleich Null. Die Mutter rollte mit den Augen als wollte sie antworten: “Ich kann das nicht mehr hören” Ich bat jetzt zum letzten mal, dass sie gehen möchten und hielt dabei die Tür auf. Widerwillig schoben sie sich vor die Tür.

Mir stand schon die Zeit im Nacken, denn die nächste Groppe wartete an einem anderen Ort schon auf mich. Die Fremden standen endlich vor der Tür. Ich schnappte mir meinen Rucksack und meine Yogamatte und verlies die Halle. Die Tür sollte gedämpft ins Schloss fallen. Das höre ich immer als letztes Geräusch. So bin ich sicher, dass die Halle wieder geschlossen ist

.Auf das Schnappgeräusch hätte ich diesmal lange warten können, denn als ich mich umsah, hatte die Mutter die Klinke in der Hand. Sie wollte verhindern, dass die Tür sich von selbst zuzog. “Ich möchte sie bitten, die Halle nicht zu betreten!!!” forderte ich die Mutter nun doch energischer auf. Ungewollte schlug ich den Ton an, den ich sonst während des Trainings einsetzen muss, wenn Kinder ihre Ohren zu Hause gelassen haben und zum x-ten mal aus der Reihe tanzen.

Die Mutter fühlte sich ertappt und wurde entsprechend zickig. “Ich wollte nur verhindern, dass die Tür zuknallt” Wer´s glaubt, wird selig und ich glaubte es nicht. “Nur mit dem verantwortlichen Trainer dürfen sie die Halle betreten. Er trägt dann die Haftung, solange liegt diese bei mir” Nachdem das hörbare Geräusch, dass die Tür wieder geschlossen ist, mir zu Ohren kam konnte ich mich endlich auf den Weg zur nächsten Gruppe machen.

“Schönen Taaag nooch” rief mir die Mutter mit einem deutlichen Unterton noch hinter. Wahrscheinlich war sie angepestet,  weil sie ihren Willen gehen mich nicht durchsetzen konnte, auch nicht mit einem Trick 17, wie sie es vorhatte.

Ostseemaus

ganz nah dran

Alle Jahre wieder verziehen wir uns in der Sommerpause ins Freie, um dort unsere Yogapraxis zu machen. Gestern trafen wir uns im IGA-Park, nahe dem Weidendom. Ein schönes Fleckchen Erde und ganz nah an der Natur zu sein, während der Yogaübungen ist, wenn es auch erst anstrengend scheint, belebend.

Seid gestern lies sich auch wieder bei uns im Norden der Sommer nieder, fast kein Wölkchen am Himmel.

Aus der Ferne hörte ich hämmern und schwere Geräte auf und ab fahren.. Ungewöhnliche Geräusche in einer Naturanlage wie diese, in der man nicht mal ein Hundegebell hörten kann, weil Hunni keinen Zutritt hat.

Einer Teilnehmerin kam die Erleuchtung, Xavier Naidoo ist auf Tour und wird am 15. August im IGA-Park seine Fans begrüßen. Die Bühne wurde schon aufgebaut.

Also flanierte ich anschließend über das Gelände und nahm ein paar Eindrücke vom Aufbau der Bühne mit.

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alles neu ?

Mit den Jahren sah ich schon viel kommen und gehen…sogar ein Staat verschwand  über Nacht, wurde von einem neuen ersetzt.  Mit ihm verschwand nicht nur das DDR-Geld, sondern auch vieles, was über Jahrzehnte vertraut war, jede Menge Firmen wurden abgewickelt, der Konsum und die HO verschwanden, leider auch zahlreiche Bäcker und Fleischer. Alle stürmten nun die Supermärkte und Discounter, kleine Handelsunternehmen  waren dem Untergang geweiht.

Loslassen  war das Thema, was mich die  Jahre  danach  weiter begleiten sollte. Die Kinder wurden größer und verließen ihre Kinderzimmer, ich musste auch liebe  Menschen  aus meinem Umfeld in den Himmel ziehen lassen.

Deshalb war es eine Wohltat,, wenn etwas altbekanntes Bestand hatte und nicht einfach von der Bildfläche einfach verschwand, wie z.B. ein altes Kino,

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dass ich wegen der moderaten Preise öfter besuchen konnte, als die modernen Kinos in denen nur die Blockbuster  für viel Geld gezeigt wurden. Der Hansa Filmpalast  liegt abseits der Flaniermeile und die Besucher blieben trotz  kleine Preise weg. Dann fiel der Projektor aus  und für die neue teure digitale Technik  fehlte das Geld und es lohnte sich die Investition auch wegen des geringen Zulaufes nicht.

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kleine Schlafmütze

Wir sind noch nicht ganz an der Sporthalle,

da kommen einige Kinder uns schon entgegen gelaufen. Oft wollen sie uns – meine Kollegin und mich – nur begrüßen oder sie wollen sich schon vor Beginn des Trainings einen Posten sichern:”Darf ich heute wählen?” Obwohl unsere Antwort immer die selbe ist: “Das entscheiden wir erst zum Trainingsbeginn.” sind die Kinde nie müde, die selbe Frage immer wieder zu stellen. Am Donnerstag liefen sie uns wie gewohnt entgegen, aber diesmal gab es schon die ersten Eingaben über einen Jungen der Gruppe: “C. macht immer solch einen Blödsinn” und sie zählen auf, was B. alles gemacht hat und das sogar die Eltern, die ihre Kinder zur Sporthalle brachten sich über C. beschwerten. C. bekommt von uns schon vor Trainingsbeginn einen Hinweis, dass er sich etwas zügeln sollte.

C ist ein schwieriges Kind, denn er hat das Problem. was heut zu Tage viele Kinder haben. Er kann sich nicht konzentrieren und wurde deshalb schon auf ein Medikament eingestellt. Seid dem gelingt es ihm in der Norm zu bleiben, nur ab und zu schlägt er über die Strenge. Diese Kinder sind in meinen Augen doppelt gestraft, weil sie ihr Verhalten nur schwer kontrollieren können und deshalb jede Menge böse Blicke Und Ermahnungen von Kindern und Erwachsenen ernten.

Mit uns stürmen die Kinder in die Halle. Die ziehen sich in der Umkleide um. Meine Kollegin und ich stellen die Grundausstattung für unser Trainingsprogramm zusammen – Bälle jeder Art ,Reifen, Springseile – dann kann es los gehen. Die Kleinen drängen schon in die Halle. Bevor die Aufwärmung beginnt, hole ich die Bummelanten aus den Umkleidekabinen.  Die Mädels verquatschen sich oft und die Jungs haben für sich hochwichtige Sachen zu klären. Als wäre ich ihr Motor,. die Mädels werden schneller, als ich die Tür zur Umkleide öffne und nach nicht mal einer Minute stürmen auch sie die Sporthalle.

Als ich die Tür zur Jungs Kabine öffne, finde ich C. im Tiefschlaf zusammengekauert auf einer Bank liegend. Sein Anorak lieg ausgebreite auf der Bank, seine Beine angewinkelt und angezogen, seine Hände liegen unter seinen Wangen. Er ist ein einen derartigen Tiefschlaf, das sich ihn nicht mehr wecken kann. Das gefällt mir gar nicht und ist für mich genau so auffällig, wie sein aufgedrehtes warten vor der Sporthalle.

In dieser Situation zeigt sich wieder, dass es Sinn macht, das immer 2 Trainer das Kindertrainig durchführen müssen. Während ich mit den Kindern,. die Aufwärmung machte, ruft meine Kollegin die Eltern zur Sporthalle. Sie kommen so schnell sie können, bekommen ihren Sohn aber auch nicht wach. Er lässt sich setzen, öffnet aber nicht die Augen.

Mit Fragezeichen darüber in meinem Kopf beende ich den Tag.Was war mit dem Jungen los ?

Ostseemaus

extrem und schön

Wer`s  glaubt, wird selig. Nach diesem Leben, ein neues Leben zu bekomme, daran glauben nur der Gläubige. Der nüchterne Betrachter sieht die Realität anders. Es gibt nur ein Lebern das gelebt werden kann und dann ist Schluss mit lustig. Und wer sein aktuelles Leben vertrödelt, der kann den vertanen Jahren  am Ende seines Lebens nachheulen oder auch nicht.

In meinem Kopf pendelt diese Einstellung zur einer möglichen Wiedergeburt hin und her. Mein rationaler und gesunder Menschenverstand sieht darin eine Unmöglichkeit, mein Glaube an das Überleben meiner Energie nach meinem Ableben lässt mich zu einem anderen Abschluss kommen und deshalb konditioniere ich mein Karma schon mit Wünschen für mein nächstes Leben auf Erlebnisse, die ich in diesen Leben nie erleben werde. Bestenfalls als Zuschauer kann ich z.B. dem Lebensgefühl folgen,  das die Extremsportler in diesem Clip für die Zuschauenden festgehalten haben. Und sicher ist, wenn ich noch mal auf die Welt komme, werde ich meinem Körper nicht mit Party machen und rauchen schädigen, sondern ihn ihn andere Dinge erleben lassen, die mir keinen Kater bereiten,  werde nach den Aufwachen sondern in späteren Jahre, wenn das Bewusstsein erwacht. Große Worte, die, so hoffe ich , in Gottes Ohren vordringen.

Mit einer speziellen Kamera, die am Helm befestigt ist, erlebt der Zuschauer in diesem Clip die sportlichen Aktivitäten aus der Ich – Perspektive. Aber wie mein Yogalehrer immer zu sagen pflegt: “Glaub mir kein Wort. Finde es selber heraus” und schau es dir an.

Ostseemaus

Ende der Sommerpause

Was sind 6 Wochen? Wenn sie vor einem liegen, eine lange Zeit, wenn sie hinter einem liegen, eine kurze Zeit.

Die Ferienzeit in Mecklenburg Vorpommern ist beendet, der Unterricht für das Schuljahr 2013/2014 beginnt am Montag. Für die Kinder gibt es ab Montag wieder Freizeitsport, die Sportvereine erhalten wieder ihre Sportstätten zurück.

Die Yogagruppen einiger Sportvereine haben keine Lust auf Sommerpause, treffen sich auf dem grünen Rasen,  machen Yoga in der freien Natur. Das Wetter zeigte sich während der Feriensaison von der besten Seite. was kann schöner sein, als Yoga in der sonnigen Natur zu machen.

Die Mädels freuen sich über meine Mitwirkung und auf die Programme, die ich mich für sie ausgedacht habe. Manchmal kommen auch Bestellungen, um ein paar Wehwehchen oder Stimmungsschwankungen wieder zu relativieren. Nach Jahren von praktischer Erfahrung im Anleiten von Gruppen kann ich zum Glück flexibel darauf reagieren. Ich bin immer wieder erstaunt, wir stark die Gruppen zusammengewachsen sind, obwohl sie sich in einigen Gruppen nur  nur 1 mal die Woche treffen.

Und deshalb endet die Sommerpause immer mit einem gemütlichen Beisammensein mit Grillen und anderen mitgebrachten Leckereien.

Vorgestern saßen wir vor dem Haus einer Teilnehmerin. Auf dem Grill landete nicht nur die Bratwurst, sondern auch Zucchini und Champions. Es war ein schöner Abend mit zahlreichen Gesprächen über Gott und die Welt und was wir uns sonst noch von Leben wünschen.

 

Eine weitere Gruppe traf sich im IGA-Park direkt neben den bekannten Weidendom. Nach der Yogapraxis breitete wir unsere Leckereien aus. Für die Besucher des IGA-Parks stehen dafür Tische und Bänke zur Verfügung. Auch ein schöner Abend, der seinen Abschluss im Sommerkino des Weidendoms fand.

Auf dem Plan stand “Barbara”.ein Film, der uns noch einmal in die Zeit der DDR führte. So blieb es nicht aus, dass wir uns später noch über die alten Zeiten austauschten, die jeder auf seine Weise erlebte, doch niemand mit dem Hintergrund eines gestellten Ausreiseantrages in den Westen.. Niemand von uns fand sich im Stimmungsbild des Filmes wieder, doch nachvollziehbar für mich, wenn ich mit der politischen Strömung und dem Handeln der Machthaber des Landes nicht einverstanden gewesen wäre. Die bedrückende Stimmung, die er Film erzeugte, war nicht mein Lebensgefühl von damals.

Aber genug der alten Zeiten, die hinter uns liegt, wie die Sommerferienzeit von 2013. Am Montag starten wir wieder in den vertrauten Räumen durch und wir werde sehen, was das Jahr uns noch bringt. Zwinkerndes Smiley

Ostseemaus

ganz Ohr

Viel Input habe ich ja gar nicht mehr, d.h. meist rede ich und dann sind die anderen still. Damit will ich nicht sagen, dass bei mir niemand zu Wort kommt, sondern das es in meiner Wohnung still geworden ist – außer TV Kulisse – denn niemand ist mehr da, dem ich ein Ohr abkauen  bzw. dem ich mein Ohr leihen kann. Nur ab und zu bin ich mal Ohr und dann eher ungewollte. Das kommt daher, dass Mitreisende in der Straßenbahn oder S-Bahn so laut reden, dass man sich ihrem Gespräch nicht entziehen kann, wenn man nicht grade auf seine eigenen Ohren sitzt.

Vor mir in der StraBa sitzt ein ältlicher Herr – dumpf vor sich her blickend. Nach rechts, nach links – niemand nimmt Notiz davon oder erwidert seinen Blick. Der Platz neben ihm ist leer und eine ältere Dame, die an der Haltestelle  mit ihrem Rollator in die StraBa schiebt, lässt sich neben ihn nicht ungefragt nieder. Er nickt und legt auch verbal gleich los. “Die Ärzte sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Da kann man hingehen und die machen einfach nix. Ich krieg nicht mal Medikamente” dröhnt er der älteren Dame ins Ohr. “Hmm” antwortet sie. “Na, zum Glück kann ich noch laufen, dabei bin ich schon 64 Jahre alt” Seine Worte gehen durch ihre Ohren durch. “Da muss  man eben einfach mal ne Flasche Schnaps trinken” erzählt er und meint damit seine Selbstmedikation. “Hmm – so  ist das” antwortet seine Nachbarin und lässt sich von ihm nicht ins Gespräch verwickeln.

“Also unsere Politiker sind ja auch nicht mehr das, was sie mal waren. Das sind ja alles Verbrecher” beklagt er sich. Dann nuschelt er was unverständliches vor sich her. Nur ein paar Wortfetzen erreichen mein Ohr. “Die stecken sich das dicke Geld ein und uns lassen sie verhungern …dieser Scheiß Staat….und mit der Flasche Schnaps “, die er auf den Ärger trinken muss, beendet er sein Selbstgespräch. Seine Nachbarin “hmm..so ist das” und steht auf. Sie hat ihre Haltestelle erreicht und nimmt ihr verschlossenes Ohr gleich mit. Der Mann vor mir fällt wieder ins dumpfe Brüten. Vielleicht will er schnell nach Haus, da warte seine Frau oder Flasche ? auf ihn.

In der S-Bahn dröhnt ebenfalls ein lautes Gespräch an mein Ohr. “Den werde ich aber morgen die Fresse polieren” sagt eine junge Stimme neben mir. “Warum denn das?” fragt sein Bekannter: “Hat das was mit den Hunderter zu tun?” “Ne..das ist schon lange vorbei. Der kriegt wegen was anderes auf die Fresse” droht der Jüngling neben mir  noch einmal. dabei lässt er sich die Worte “Fresse” und “polieren” so richtig auf der Zunge zergehen, sieht wahrscheinlich schon die blutende Fresse vor seinen Augen.  Doch warum der andere seine Fresse poliert bekommen soll, erfahre ich leider nicht mehr, mit der nächsten Haltestelle haben sie und auch ich unser Reiseziel erreicht. Sie verlassen vor mir die Bahn, ich nach ihnen. Ohje..jetzt sehe ich die beiden deutlicher – vor mir sind 2 Wadenbeißer. Und der Kleinere von beiden wollte ja an die Fresse des anderen. Ich frage mich “Ob der kleine Wadenbeißer überhaupt an die Fresse reichen wird?”

Das Kindertraining ist schon im vollen Gange. Alle haben Spaß, fast alle haben Spaß. Die Stimmung eines kleines Mädchens schlägt plötzlich um,  sie bricht mitten im Wuhling der 20 Kinder in Tränen aus. Der Spaß, den sie bis eben noch hatte, ist verflogen, hat sich in Nichts aufgelöst. “Was hast du?” frage ich nach. Die Kleinen schauen in solch betrübten Momenten am liebsten zu mir, sie warten auf meine Resonanz. Meine Kollegin leitet die ganze Gruppe, ich kümmere mich um die Tränen. Die Kleine stottert, wenn sie aufgeregt ist, aber im Kinderlärm erzählt sie mir, was ihr am Herzen lag. “Als eben die ganzen Jungs an mir vorbei gelaufen sind, musste ich an meinen Bruder denken” und wieder fließen die Tränen in Strömen. Ihr Bruder musste kurz vor Weihnachten eine Haftstrafe antreten und dass macht der Kleinen nicht zum ersten mal zu schaffen. “Das kann ich verstehen” sage ich ihr, wir gehen gemeinsam an den Rand der Sporthalle. “Ich habe ihn schon soo lange nicht gesehen und ich vermiss ihn so” ihre Tränen kullern und kullern. Aufmunternde Worte sind schwer zu finden. „Vielleicht kannst du ihn ja bald besuchen. Wir machen jetzt eine paar Fotos – (meine Cam habe ich immer dabei) – und ein kleines Video. Wenn du deinen Bruder besuchst, dann zeigst du ihm, welchen Spaß dir der Sport macht” Die Kleine ist wieder aufgeheitert. Sie springt ein paar mal ins Bild , macht faxen und wieder raus, ist wieder am lachen.

Ein weiteres Mädchen steht auch am Rande der Halle. Immer wenn ich in ihre Nähe kommen, scheint sie förmlich an mir zu kleben, will dann nicht zu den anderen. “Was hast du“?” ich will ihr auch mal ein Ohr leihen, aber sie will keins haben. “Nichts” antwortet sie, auch ihre Tränen laufen, wie sie sagt, ohne Grund. Niemand hat sie geärgert, auch keine Laus, die ihr über die Leber gelaufen ist. Sie ist einfach nur traurig. Die Kleine kommt aus Togo, lebt hier in Deutschland in einer fremden Kultur. Ihr Deutsch ist fließend, aber ihr Naturell wird ein anderes sein. Sie muss sich von Zeit und Zeit anlehnen und dafür hat sie mich ausgesucht.

Zwei Kinder halten sich für ein paar Minuten unter meinen Flügeln auf und dann schwirren sie wieder davon, ins Getümmel der Kinder.

Ostseemaus

durchgebogen

Sie ist nicht mehr die Jüngste aber ehrgeizig: Sie will am liebsten alle Übungen im vollem Umfang mitmachen. Manchmal schießt sie dabei sogar über das Ziel hinaus. “Teil deine Kräfte ein und benutze nur die Muskeln, die du für die Bewegung brauchst” rate ich ihr, als sie statt nur die Hände zu schwingen zeitgelich auch den Kopf mitschwingen lässt, so als würde sie permanent heftig nicken. Beim Yoga kommt es auf jeden Muskeln an..ihn für die Haltungen die richtige Position zu bringen, bzw. sie nur in einer sanften Muskelkontraktion zu halten . Wenn die Muskeln nicht ausreichend gestärkt sind, ist eine Hilfestellung angebracht.

“oh jahh ..das tut guuut” sage sie, als ich unterstützend an ihren Bein nach hinten zog. Damit entfällt die Haltearbeit für  den unteren Rücken und dieser kann nun  dehnend in eine leichte Rückbeuge geführt werden. Bei der Wiederholung  mit dem anderen Bein, die selbe Resonanz. “Ohhh..jahhh..das tut gut” Sie genießt  die Haltung.

Doch der Genuss sollte nicht lange anhalten. Wenig später kann sie sich kaum bewegen, weder vor und zurück. Das sind die Momente, die ich als Yogalehrer lieber nicht erleben möchte. Zum Glück ist diese Teilnehmerin nicht ängstlich “Das wird schon wieder” beruhigt sie mich, denn mein sorgenvoller Blick war nicht zu übersehen. Ich versuche sie aus der momentanen Starre zu befreien, doch sie ist steif, kann mich mal mehr das, was sie vor der Übung noch salopp konnte. “Leg dir eine Wärmflasche in den Rücken, wenn du zu Hause bist” rate ich ihr “Und wenn es nicht besser wird, gehe zu deinem  Hausarzt”

Ich erinnere mich an ähnliche Ereignisse nach meinen Yogaübungen. in mir. Besonders beeindruckend für mich war, dass ich für einen Moment meine Beine mehr spürte…sie verschwanden ins Nichts und ich lag am Boden. “Was nun? Bin ich gelähmt” Ängstliche Fragen durchrauschen wie ein aufbrausender Wind meine Gedankenwelt, während ich am Boden lag und scheinbar vom Bauchnabel abwärts kein Gefühl mehr hatte. “Also so fühlt es sich an, wenn ein Mensch Querschnittsgelähmt ist” Da ist nichts mehr..nur noch die körperliche Hülle des Unterkörpers, von der man nicht weiß, zu wem sie gehört. Das eigene Gehirn kann keinen Muskel mehr ansprechen. Wenig später war der Albtraum vorbei und meine Beine wieder da. Ich stelle mich auf den Balkon und dankte Gott im Himmel, dass er mir meine Unterkörper wieder zurück gab. Ich bin nicht gläubig, aber in außergewöhnlichen Momenten wie diesen, war der Glaube auch für mich vorhanden. Mein Herz schlug noch ängstlich, aber ruhig, der Kreislauf kann es also nicht gewesen sein.

Am nächsten Tag rufe ich die Teilnehmerin zu Hause an..”Es tut noch weh, aber es geht, ich halte es aus” Da klingt für mich nicht beruhigend und fühle mich verantwortlich. “Wenn ich laufe. ist alles weg” sagt sie. “Also gehe ich jetzt mit meinen Mann spazieren” “OK, das ist gut, aber wenn´s nicht besser wird, bitte zum Arzt gehen” sie verspricht es mir.

Am Samstag kam folgende Mail von ihr:

Liebe I…,
ich muss Dir unbedingt mitteilen, dass es mir wieder gut geht. So plötzlich wie dieser Schmerz kam, so plötzlich war ich ihn wieder los. Wie ein Wunder kam es mir vor, zumal ich schon gedanklich am Montag bei meiner Orthopädin war. Es gibt sie eben diese Wunder, man muss nur zuversichtlich sein und fest daran glauben. So scheint es jedenfalls! Ich bin beweglicher als vorher. Es tut mir leid, dass ich Dir Sorgen gemacht habe, liebe I. Ich bin Dir dankbar für jede Yogastunde, die Du so wunderbar gestaltest, mit Humor und vollkommen locker. So denken auch Deine anderen“ Mädels“.
Dir wünsche ich ein schönes Wochenende!
Lass Dich herzlich grüßen von G.

Nun kann ich mich wieder entspannt zurück lehnen.

Es kommt mitunter bei Yogaübungen zu chiropraktischen Vorgängen im Körper, die sich anfangs schmerzhaft anfühlen, weil das Umfeld noch unter Spannungen steht. Haben diese sich verflüchtigt, kommt die alte  oder eine bessere Beweglichkeit wieder zurück.

Ostseemaus

immer noch ohne mich

Meine Traininsgleute sind auch außerhalb von Rostock unterwegs und dieses WE leider wieder ohne mich. Meine Zeit ist knapp..ich muss was äandern, damit am Ende auch für mich was bleibt.

Auf diesem kurzen Clip sind meine Mitstreiter beim üben von Techniken im Aikido zu sehen. Sie trafen sich am Samstag um auch außerhalb ihres Vereins  zu trainieren.

Aikido ist eine Kampfkunst ohne Angriffstechnik und von Gewichts- und Altersklassen komplett umabhängig. Was zählt ist ein sicheres Gespür für den bevorstehen Angriff, damit die richtige Technik den Angreifer außer Gefecht setzen kann. Für die Frau eine ideale Verteidigungstechnik, mit der sie sich in einer kritischen Situation körperlich verteidigen und damit schützen kann.

Damit diese Bewegungsabläufe nicht nur automatisierte Abläufe, sondern auch in Fleisch und Blut übergehen, muss der Aikidoka üben – üben -üben -üben…um auch die damit einhergehenden Emotionen im Griff zu bekommen. Um zum Üben fehlte mir in der Vergangenheit die Zeit oder besser gesagt, mein Zeitmanagemant hat versagt. Naja…ich kann es ja überarbeiten und so gestalten, das der Zeitmangel sich in Zeitgewinn umwandelt. Dabei kann ich nur gewinnen:

Ostseemaus

Neujahrslauf

“Jetzt hat der Alltag uns wieder” …diese Randbemerkung von mir hasste meine Tochter immer. Während sie noch etwas in der freien Zeit schwelgen wollte, stimmt ich mich auf das neue Arbeitsjahr ein.

“Jetzt hat der Alltag uns wieder” und das neue Jahr wartet darauf, dass ich meine Vorsätze in die Realität umsetze. “Weniger ist mehr” lass ich in zahlreichen Ratgebern der letzten Tage zum Jahresende. Also weg mit der langen Liste und  nur einen Vorsatz ins Auge fassen. Die erfolgreiche Umsetzung kann die Motivationsschiene für neue sein. Die fetten Mahlzeiten in Kombination mit Bewegungsarmut liegen mir schon seid Tagen schwer im Magen. Der Rettungsring um meinen Hüftgürtel droht anzuschwellen.  Essen lassen?  Nee…das ist nichts für mich. Aber soll ich mich auf meine alten Tagen noch einmal auf die Laufstrecke bringen?  Muss ich das noch mache ? Für mein Alter fühle ich mich noch fit, bin aber zu träge geworden, um fit zu bleiben. Gesagt, getan…der Plan steht, das neue Jahr will ich mit mehr Bewegung beginnen.

Neujahrsmorgen..Wetter ist schlecht. Nass, verregnet. aber nicht kalt. Grau und trübe..der Tag hat den Nebel nicht bei Seite schieben können. “Neeee..heute nicht. Bei deeeeem Wetter ?” Viel hat nicht gefehlt und der innere Schweinehund hätte die Führung übernommen.  Während es weiter quengelt,  suche ich mir die passende Laufklamotten zusammen und wenig später laufe ich durch den grauen Neujahrsmorgen. So sollen auch die anderen Tage beginnen. Mein Lunge arbeitet wie ein träger Motor, der schon lange nicht mehr bewegt wurde. Ich entscheide mich, den Laufmodus von 2 zu 1 in der Makro Variante durchzuführen. Statt 2 Min. laufen, 1 Min. gehen….1. min. laufen. 30 Sekunden gehen .und das gaannz langsam. Weniger ist mehr.

Nach 10 Minuten bin ich drin..langsam , vorbei auch  an anderen Läufern. Einige haben einen drahtigen Stil, andere wieder schleppen sich. Ich höre das an dem Schleifen der Füße und sehe an den schlackernden Handgelenken. Der Schulmeister will sich einmischen und den jungen Mann., der sich laufend an mir vorbei schleppt darauf hinweisen. Er läuft ungehört an mir vorbei. er hat Stöpsel in seinen Ohren. Musik als Motor, auch nicht schlecht..aber nix für meine Ohren.

Die Muggi-Buden-Kette McFit wirbt entlang der Straße in  mein Wohngebiet um neue Kunden. “Der stärkste Muskel ist dein Wille” oder ähnliche Sprüche, die die Willenskraft stärken, wechseln sich ab. Damit haben sie den Sportwilligen am Ehrgeiz gepackt. Ich baue darauf, dass mein Wille, den Neujahrslauf fort zu setzen und  über´s Jahr erhalten bleibt.

Ich wünsche allen, die diesen Beitrag bis zu Ende gelesen habe..ein gesundes Neues ;.)