Gut zu wissen

Zitat

Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben

Indianische Weisheit

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Wo bleiben sie denn?

Ich weiß nicht, woher er diese Geste hat. Sicher ist, von mir hat er sie nicht geerbt. An seinem Gehaltstag sehe ich diese bei Sohnemann besonders deutlich. An dem Tag sitzt das Geld bei ihm besonders locker. Als ich darüber einen Scherz machte, zeigte er mir aus Spaß, wie das Geld an flüssigen Tagen bei ihn läuft.

Er legte auf einen geöffnete Handfläche, die zu Himmel zeigt. die Innenseite zweiten Hand und schob damit die fiktiven Geldscheine, einen nach dem anderen, in die Weite des Universums. Es sieht so aus, als würde eine Spielkartenautomat die Spielkarten im Kreis der Spieltisches an die Spieler verteilen. Der Blick von Sohnemann war gen Himmel gerichtet. Wären tatsächlich Geldscheine auf seiner Hand, würde er nicht mal sehen, wohin sie fliegen würden. Er fand diese Geste lustig.

„Du siehst ja nicht mal, wo dein Geld bleibt“ Ich teilte Sohnemann meine Feststellung mit. „Deine Körpersprache, deutlicher kann sie nicht sein“ Er musste lachen, ich musste lachen. Klar, selbst mir geht es so. Manchmal weiß ich nicht, wohin all meine Scheine verschwunden sind. Fragezeichen im Kopf, dabei hatte der die Aufgabe, darauf zu achten, wohin all die Scheine des Monats wandern.

Diesen Monat werde ich mich nicht auf meinen Kopf verlassen und all meine Ausgaben schriftlich festhalten. Dann werde ich es wissen, wohin die Scheinchen Monat für Monat verschwinden. Gesagt getan. Ein kleines Büchlein soll jetzt Aufschluss darüber geben, wo die kleinen und großen Scheine des Monats bleiben. Man nennt so ein Buch auch Haushaltsbuch und ist in den meisten Familien fester Bestandteil der Haushaltsführung.

Und ja. ich oute mich, ich hatte in der Vergangenheit nur ein paar klägliche und unvollendete Anfänge, ein Haushaltsbuch zu führen Doch nun will ich es durchziehen und sehen, wo mein Geld bleibt. Weil mein monatliches Budget gering ist, gibt es neben den Fixkosten nicht viel zu erfassen. Lebensmittel, darauf besteht der größte Anteil meiner Ausgaben.

Und wenn ich schon mal dabei bin, wollte ich Sohnemann auch zur Führung eines Haushaltsbuches anregen. Wie man sich vorstellen kann, hat er meinen Vorschlag nicht mit Applaus honoriert. „Oder soll ich für dich deine Ausgaben erfassen? Das geht aber nur, wenn du ehrlich bist“ Okay…damit war Sohnemann einverstanden. Ich war froh, was er sich auf den Vorschlag einließ und er damit doch noch einen Blick darauf wirft, wo sein Geld bleibt.

Nur nach wenigen Tagen arbeitete sich die Ausgabe mit dem Namen „Sause“ bis an die Spitze der Ausgaben. Essen kann man, muss man aber nicht :-). Klar, man ist nur einmal jung und er wird die Sause noch lange Zeit als das Non plus Ultra seines Lebens deklarieren, bis sich mit dem älter werden die Interessen in eine andere Richtung lenken. Zumindest war das bei mir so.