Asylanten

„Ja, jetzt sind wir auch Asylanten“  mit diesen Worten eröffnete ich die gestrige Yogastunde. Zum Glück folgten mir meine treuen Anhänger auch in den neuen Übungsraum, den  uns „Kraft ihrer Wassersuppe“ die Vereinschefin auf die schnelle besorgen konnte.  Freie Übungsräume in der Innenstadt zu bekommen ist eine Herausforderung und fast aussichtslos. Alle möglichen Räume sind bis in die Abendstunden belegt und wer von null auf jetzt, so wie wir,  seinen Übungsraum verliert, steht im Freien, So erging es uns vorletzten Donnerstag.

„Aus gegebenen Anlass wird die Nutzung des Gymnastikraums bis auf weiteres UNTERSAGT“ 

Gestempelt und unterschrieben von Stadtsportbund Rostock. Später erfuhren wir, das wenige Stunde vorher der Gymnastikraum baupolizeilich gesperrt werden musste. Also kein schnelles Ende in Sicht, was die Reparatur oder gar Sanierung betrifft und wir suchten Asyl.

Gelandet sind wir in einem Kindergarten, der in den Abendstunden den Sportraum vermietet und so kamen wir schließlich in einem erfischenden Übungsraum unter. Die Wände orange gestrichen und rundum Fenster – mit Sonnenuntergang inklusive. Was will mal als Yogi mehr. Wir haben es für unser „Asylantendasein“ wirklich gut getroffen, aber nicht ohne ein paar Hinweise von dem Übungsleiter der Vorgängergruppe. „Wir möchten uns doch etwas ruhiger verhalten“ Klar.. wir sind erst mal Fremdlinge ;-).

Nun noch ein Schnappschuß, der mir heute über den Balkon gelungen ist. Naja..nicht ganz ein Schnappschuß, denn als ich mit der Kamera auf leiden Sohlen auf den Balkon trat, flogen die 2 aufgebrachten Elstern ganz fix in die Bäume. Ich wurde auf das „Spektakel“ aufmerksam, weil 2 Elstern einen Höllenlärm machten und einen Sturzflug nach dem anderen Richtung Rasen machten.

Was hatte hatten die Gefiederten denn ins Visier genommen? Eine Katze, sie lag eng am Boden und rührte sich nicht von der Stelle, während die beiden Elstern sie von 2 Seiten attackieren – aus der Luft und auch von Boden aus –  und sie zu verjagen. Ok, als ich auf den Balkon trat, machten sie sich davon, auf nimmer Wiedersehen ?

Anschließend blickte die Katze noch  ganz lieb in meine Kamera. Wenn man in ihre lieben Augen schaut, kam man sich kaum vorstellen, dass ab und zu ein Vogel in ihrem Maul landet.