Schlagwort: Corona

Ausgelesen

Ich versuche zu verstehen, zu begreifen und nutze dafür Sachbücher, vermeide dabei aber mein Wissen über Vorträgen von Youtube zu erweitern, Was ich gelesen habe, verstehe ich im großen und ganzen besser, weil es tiefgründiger ist und ich mir mehr Zeit für ein Thema nehmen kann/muss, als nur über die Länge eines Vortrages.

Noch schwirrt mir der Kopf von den zahllosen fremden Begriffen aus Biologie, Virologie und Medizin. Noch kreisen sie wie kleine Sterne durch meine grauen Zellen, die grade dabei sind, ein Gesamtbild aus dem gelesenen zu verschaffen. Es wurde von dem Biologen Sascha Karberg geschrieben und erzählt die Geschichte von von Ingmar Hoerr, der in 1999 entdeckte, dass eine RNA eine starke Immunreaktion hervorruft und seit dem unermüdlich forschte, einer fixen Idee bzw. Vision folgend, daraus einen Impfstoff z.b. Gegen Krebs, Demenz und zahlreiche andere Geiseln der heutigen Zivilisation herstellen zu können. Ein langer, langer Weg, gepflastert mit Rückschlägen jeder Art. Doch die Vision war stärker als die Resignation.

Wer sich mit dem mRNA Impfstoff von Biontech oder Moderna hat impfen lassen, kam in den Genuss des neuen Verfahrens, bei dem in einer menschlichen Zelle ein passender Impfstoff hergestellt wird.

Ich zitiere aus dem Buch

Das es bei COVID -19 so gut und so schnell geklappt hat, lag daran, dass zahlreiche Forscherinnen und Forscher zuvor Coronaviren erforscht und das „Spike“-Protein als höchstwahrscheinlich bestes Impfstoff-Antigen identifiert und auch bereits getestet hatten, etwa als Impfstoff gegen MERS, die im arabischen Raum gelegentlich von Kamelen auf Menschen überspringende Coronavirus-Variante.

Das nächste Buch liegt schon bereit und beschäftigt sich mit dem Klimawandel. Ich bin gespannt, was die Klimaforscherin Friederike Otto zu Tage fördert und dazu zu sagen hat.

PLURV und die Folgen

Der letzte Winter mit Pandemie? Ich hoffe es, jeder hofft es. Alle wollen das Regelwerk zur Eindämmung eine zügellosen Virusausbreitung hinter sich lassen. Im März letzten Jahres dachte ich noch locker: „Ein paar Wochen zu Hause verschanzen und gut ist.“ Seit dem ist schon jede Menge Zeit ins Land gegangen und es ist immer noch nicht gut, doch diese Zeit hat viele von uns verändert.

Während der Schock nach der 1.Welle überwunden war, teilten sich die Geister und bildeten Lager. Während man in einem Lager der Wissenschaft folgte, entschied man sich im anderen Lager der freien Interpretation und so überwucherten die unterschiedlichen und unübersichtlichen Auslegungen die Geister, die etwas anderes hören und lesen wollten, als „Gefahr in Verzug“ und so begann das Uminterpretieren von Gefahr auf politisches Szenario. Man folgte lieber denen, die etwas anderes zum Thema Coronavirus zu sagen hatten. Eben alles außer Mainstream.

Ich trage mal zusammen, wie ich die Veränderung bei denen wahrgenommen habe, die keine Gefahr durch das Coronavirus sahen. Auffällig für mich war, dass fast alle den selben geistigen Weg gingen.

Hier meine Beobachtung

Das Gefahr, die vom Virus auf uns Menschen ausgeht, wurde bagatellisiert Das Virus sei harmlos, nur ein GrippeVirus, mehr nicht. Daraus ableitend wurden die Maßnahmen der Politik erst kritisiert dann dramatisiert und damit das Virus politisiert, der Staat sogar zum Feind erklärt und kriminalisiert, sie seinen alle Verbrecher, die die Demokratie des Landes abbauen und ihre Macht ausbauen wollten. In der nächsten Stufe wurde moralisiert. Man stellte die Moral der Politiker in Frage, weil sie schamlos das Virus für einen Umbau von Demokratie auf Autokratie ausnutzten, ihn in einen Nazistaat umbauen wollten. Häufig wurden die Begriffe faschistisch und totalitär dafür verwendet. Anschließend wird die eigene Moral aufgewertet, als Ergebnis der Betrachtung, ganz weit nach oben gestellt, während den Politikern und derer, die ihre Entscheidungen mittragen, jede Moral abgesprochen wird und die Bürger nicht aufwachen wollten.

Herrausragend zu dem Schema zur Wissenschaftsleugnung, erzähle ich mal kurz über ein Gespräch, in dem wir uns zufällig wegen Corona verhakten. Sie gehörte zum Lager der Leugner und ich zum Lager der Wissenschaft. Wie nicht anders zu erwarten, ging es dann heiß her. Nicht auf meiner Seite, weil meine Argumente sachlicher Natur waren. Dabei erwähnte ich einmal den Namen von Prof.Drosten, der führende Wissenschafter in Sachen SARS Forschung. „Hör mir auf mit dem Drosten“ war die Antwort. Sie hielt die Hände abwehrend mit den Handinnenflächen nach außen vor ‚ s Gesicht, trat ein paar Schritte zurück. Sie gab mir das Gefühl, als hätte ich grade einen Serienmörder eine gute Seite abgewinnen wollen. 🥴. Ich konnte nicht glauben, was ich da sah. Deutlicher konnte man in meinen Augen die Wissenschaft nicht leugnen.

Das ist natürliche jedem seine PrivatSache, wie er sich zur Wissenschaft stellt und damit die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum SARS Virus, ob er sich impfen lässt oder auch nicht. Doch sie vergessen dabei, dass man sich auch Sorgen um diese Personen macht. Stecken sie das Coronavirus so einfach weg, wie die glauben, wenn es sie erreicht und das wird es. Oder wartet ein Leidensweg auf sie, der im schlimmsten Fall auch tödlich enden kann?

Gibt es überhaupt die Entscheidung zwischen Impfen oder Nichtimpfen? Um sich zu Immunisieren geht es nur um die Entscheidung zwischen Impfen und Infektion. Besorgt sehe ich denen hinterher, die sich für letztes entscheiden.

Unter Strom

Seit heute ist die Sommerzeit 2020 gelaufen. Statt um 8 Uhr auf mein, wie m altbackenen Wecker war es auf meinem Handy erst 7 Uhr. Ja, ich bin ein bekennender Langschläfer und schäme mich nicht, wenn ich erst um 9 Uhr meine Bettdecke beiseite werfe und mich dem Tag widme. Solange es nicht schon wieder dunkel wird, kann ich noch einiges schaffen, was ich mir fürs Wochenende vorgenommen habe wie z.B. Fensterputzen, damit ich wieder besser durchsehen kann.😁👍

Aber erst mal registriere ich, das die warme Jahreszeit vorbei ist, vorbei auch die langen Tage voll Sonne und Wärme, vorbei die Ruhe vor dem Sturm. Mit dem Beginn der Winterzeit marschiert der Virus, der die ganze Welt in Atem hält, wie ein mittelalterlicher Trupp zu einem Feldzug auf, der zum Generalangriff übergeht. Wer jetzt immer noch kein Einsehen hat, weil er glaubt, alles sei nur Lüge und Panikmache, deshalb Schlachtfeld nicht verlassen will, muss damit rechnen, dass er von einer Speerspitze getroffen wird. Vielleicht wird er nur leicht verletzt, vielleicht aber auch schwer. Vielleicht trifft es nur die Atemwege, vielleicht aber auch die Lunge und niemand weiß, welche „Splitter“ solch ein Speer im Körper zurücklässt.

Ich muss mein „Gehirnskasten“ gar nicht groß bemühen, um auf den Schluss zu kommen, dass der nächste Lockdown nicht mehr weit ist. Nicht so lange, wie im Frühjahr, aber der Hebel muss wieder für kurze Zeit auf Out gestellt werden. Aber ich frage mich im Zusammenhang mit der neusten Entwicklung, welche Argumente die Coronaleugner sich zusammenstellen, damit sie ihre Sicht darüber für sie glaubwürdig bleibt und gegenüber anderen aufrechterhalten werden kann. Vielleicht flüchten auch alle erst mal in ihre Echokammer – Telegram – um sich gegenseitig ihre Theorie von Zwangsimpfungen, die Bill Gates eingeleitet haben soll, zu bestätigen.

Naja..jeder geht mit einer Krise auf seine Weise um. Für mich ist die Krise eine Stromleitung, der die Isolierung fehlt und diese Tatsache muss ich beachten. Was heißt das für mich? Finger weg von der Stromleitung und einen respektablen Bogen darum machen. Ich will und muss auch nicht prüfen, ob auch wirklich Strom durch die Leitung fließt. Ich vertraue den Aussagen der Fachleute, auch wenn diese darüber streiten, ob es sich um Schwach-, Haushalts oder sogar Starkstrom handelt und ob wirklich eine Isolierung nötig ist. Für mich ist Strom Strom und ich möchte einfach keinen Schlag bekommen.

Ach ja, bei Strom fällt mir Amerika ein. Das Land steht ja zurzeit unter Strom. Nicht nur, weil das Virus im Land der unbegrenzten Möglichkeiten weiter wütet, sondern weil das große weite Land einen neuen Präsidenten wählt. Der alte Präsident dreht frei und gibt alles, was seine Lügenkiste hergibt. Er bezeichnet seine Lügen jedoch als alternative Fakten. So kann es das Wort „Lügen“seinen Gegnern unterstellen. So gehts auch. Ich kann deshalb kaum glauben, dass ihn seine Fans fast fanatisch verehren. Mit fanatischen Menschen kann man ja nicht reden und trotzdem hatte ich es versucht, auf Instagram.

Ich hatte mir erlaubt, einen deutschen Verehrer von Trump meine Meinung in einem Kommentar zu dem Mann. Einfach gesagt, ich hatte ein Lobkommentar für Trump kommentiert. Trump sei ein Narzisst vor dem Herren, der weder an sein Land, noch an die Menschen denkt, die in dem Land leben. Ein Narzisst, wie er leidet nicht nur unter dem Zwang, sich stets und ständig selbst zu überhöhen, er leidet auch an einen ausgeprägten Größenwahn. Wie zu erwarten bekam ich gleich „Breitseite“. “ …das wird dir hier im Fernsehen gezeigt, was wirklich abgeht, wird hier extra nicht gezeigt. Aber lieber Biden, was? Oder am besten noch die alte Clinton Kindermörderin…“ Puh, das saß, ich hatte mein Fett weg. Aber mich hat das wenig gejuckt. Der Typ hatte deftig ausgeteilt, aber seine negative Energie war schnell verpufft. Ein stinkender Furz hängt auch nicht ewig in der Luft.

Ein Wahlbeobachter stellte kürzlich fest, je schlechter sie Aussichten von Trump auf einen Wahlsieg, desto fanatischer werden seine Fans. Das ist auch eine Möglichkeit, die Tendenz abzulesen. Nur noch knappe 2 Wochen und wir werden wissen, was Amerika gewählt hat. Bis dahin wird Trump noch kräftig austeilen und Gift und Galle auf alles und jeden spucken, der sich ihm in den Weg stellt. 😁😁😁😁😁😁😁

Zum Abschluss noch ein schönes Herbstbild aus meinem Zimmer mit Ausblick

Was läuft?

Heute läuft oder lief nicht viel. Der Freitag gehört mir. Ich habe freitags keine Verpflichtungen, kann also den lieben Tag Tag sein lassen. Wie jeden Tag sah ich mir heute früh die neusten Zahlen an, die unser Leben seit genau 202 Tagen unser Leben weltweit bestimmen. Ja..ich habe ich die Tage seit der ersten Coronamaßnahme gezählt und den 1. Tag mit der Schließung von Schulen und Kindergärten gewählt. Die Infektioneszahlen steigen wieder und wir wandeln wieder in eine Zitterpartie rein.

Der Coronavirus macht uns alle auch im Kopf zu schaffen und jeder reagiert anders darauf. Ich will das nur aussitzen und halte mich an die Regeln. Sehe sie nicht überzogen und fühle mich trotz Mundschutz in Bus/Bahn oder Geschäft kein bisschen bevormundet. Regelmäßig meine Hände zu waschen und Abstand halten, strengt mich auch nicht sonderlich an. Meine Sorge ist einfacher Natur. Ich möchte mich auf meine alten Tage nicht mit dem Virus anstecken. Andere machen sich Sorgen um die Demokratie und sorgen sich weniger um die Gesundheit, sondern fühlen sich vom Staat bevormundet. Viren hätte es schon immer gegeben und dieses Coronavirus wäre auch nur einer von vielen. Aber so richtig nachvollziehen konnte ich diese Bagatellisierung nicht. Und ich weiß eigentlich gar nicht, warum sich die Coronaleugner am Virus abarbeiten und warum sie das tun.

Ich spüre deshalb schon Spannungen in bekannten Kreisen. Nachdem die gegensätzlichen Meinungen heftig aufeinander prallten, versucht nun jeder das Thema Coronavirus zu umgehen, schließlich will man keinen Streit herauf beschwören. Einer kann oder will den Standpunkt des anderen nicht verstehen und will ihn auch nicht nachvollziehen. Ich komme, egal welchen Standpunkt nachgehe, immer nur zu einem Schluss. Mit einem Virus kann man nicht verhandeln, nicht diskutieren oder gegen ihn demonstrieren. Hätte der Staat dem Virus keine Beachtung geschenkt, dann wäre sicher auch die Hölle losgebrochen. „Der Staat lässt uns mit allem allein“.

Seit heute liest, hört und sieht man nur eine Meldung, die weltweit die Medien beherrscht. Den größten Lügner der Welt hat es getroffen. Donald hat sich infiziert und er geht artig in Quarantäne. Und schon werden Stimmen laut: „Eine List, mit der Donald Trump auf Stimmenfang geht. Nun wird er täglich über Twitter darüber berichten, wie gut es ihm ginge und dass der Virus gar nicht so gefährlich ist, wie man behauptet“ Es bleibt abzuwarten, die Wahrheit werden wir nicht erfahren. Ich bin jetzt ein ganz böser Mensch und würde es ihm zutrauen, dass er der Welt dieses Theater vorspielt, denn der Gedanke, dass er die Wahl vielleicht doch nicht gewinnen könnte, ist für ihn wahrscheinlich unerträglich. Denn immerhin spricht er schon von Wahlbetrug, obwohl die Wahl erst am 3. November angesetzt ist.

paradox

46. Tag seit der Maßnahme

Schon den 11. Tag in Folge wurden in Rostock keine COVID-19-Erkrankungen mehr gemeldet. Die Zahl blieb seit dem auf 75 stehen. Noch 3 Tage, dann sind 14 Tage rum und Rostock ist „clean“. „Rostock ist Corona frei“, verkündete der Bürgermeister unserer Stadt schon vor ein paar Tagen. Es heißt: „Die Möglichkeit, sich in Rostock anzustecken, ist derzeit zwar nicht ausgeschlossen, die Wahrscheinlichkeit aber gering.“ (Zitat aus diesem Beitrag)

Die Frage ist, warum hat der Rostocker Bürgermeister dies seinen Bürgern wissen lassen, wohl wissend, dass es sich dabei nur um eine Momentaufnahme handelt? Nicht alle haben seine Mitteilung mit Applaus aufgenommen, denn sie befürchteten einen laxen Umgang mit den Regeln, die uns von oben auferlegt wurden. Der OB wollte seinen Bürgern eine Perspektive bieten und das tat er, zumindest bei mir.

Jetzt braucht es nur eine Mauer um Rostock und das alte vertraute Leben kann wieder aufgenommen werden? Wir Rostocker wären wieder frei, dank einer Mauer um die Stadtgrenze? Ist das nicht paradox? Freiheit und Mauer in einem Satz?

Natürlich wird nicht ausgeschlossen, dass der Corona-Virus sich wieder einschleicht und ein neuer Hotspot aufploppt und alles wieder von vorn beginnt. Denn seit gestern sind die Spielplätze wieder offen und ab heute dürfen auch die großen Geschäfte wieder öffnen. In den letzten Wochen wir braven Bürger es ja, uns auf Abstand zu halten.

Mein 1. Mai war gestern vom herumsitzen geprägt. Na gut – Mittag gekocht habe ich zumindest im Stehen. Den Rest des Tages verbrachte ich auf dem Balkon zum Zeichnen und auf der Couch. Dabei sah ich mir den Film „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ an. Bei starken Szenen im Film kamen mir sogar die Tränen. Frau gönnt sich ja sonst nichts und zeigt auch Gefühle. Das Wetter war wie allerorts. Sonnig, verregnet und sogar Gewitter zog über die Stadt.