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PLURV und die Folgen

Der letzte Winter mit Pandemie? Ich hoffe es, jeder hofft es. Alle wollen das Regelwerk zur Eindämmung eine zügellosen Virusausbreitung hinter sich lassen. Im März letzten Jahres dachte ich noch locker: „Ein paar Wochen zu Hause verschanzen und gut ist.“ Seit dem ist schon jede Menge Zeit ins Land gegangen und es ist immer noch nicht gut, doch diese Zeit hat viele von uns verändert.

Während der Schock nach der 1.Welle überwunden war, teilten sich die Geister und bildeten Lager. Während man in einem Lager der Wissenschaft folgte, entschied man sich im anderen Lager der freien Interpretation und so überwucherten die unterschiedlichen und unübersichtlichen Auslegungen die Geister, die etwas anderes hören und lesen wollten, als „Gefahr in Verzug“ und so begann das Uminterpretieren von Gefahr auf politisches Szenario. Man folgte lieber denen, die etwas anderes zum Thema Coronavirus zu sagen hatten. Eben alles außer Mainstream.

Ich trage mal zusammen, wie ich die Veränderung bei denen wahrgenommen habe, die keine Gefahr durch das Coronavirus sahen. Auffällig für mich war, dass fast alle den selben geistigen Weg gingen.

Hier meine Beobachtung

Das Gefahr, die vom Virus auf uns Menschen ausgeht, wurde bagatellisiert Das Virus sei harmlos, nur ein GrippeVirus, mehr nicht. Daraus ableitend wurden die Maßnahmen der Politik erst kritisiert dann dramatisiert und damit das Virus politisiert, der Staat sogar zum Feind erklärt und kriminalisiert, sie seinen alle Verbrecher, die die Demokratie des Landes abbauen und ihre Macht ausbauen wollten. In der nächsten Stufe wurde moralisiert. Man stellte die Moral der Politiker in Frage, weil sie schamlos das Virus für einen Umbau von Demokratie auf Autokratie ausnutzten, ihn in einen Nazistaat umbauen wollten. Häufig wurden die Begriffe faschistisch und totalitär dafür verwendet. Anschließend wird die eigene Moral aufgewertet, als Ergebnis der Betrachtung, ganz weit nach oben gestellt, während den Politikern und derer, die ihre Entscheidungen mittragen, jede Moral abgesprochen wird und die Bürger nicht aufwachen wollten.

Herrausragend zu dem Schema zur Wissenschaftsleugnung, erzähle ich mal kurz über ein Gespräch, in dem wir uns zufällig wegen Corona verhakten. Sie gehörte zum Lager der Leugner und ich zum Lager der Wissenschaft. Wie nicht anders zu erwarten, ging es dann heiß her. Nicht auf meiner Seite, weil meine Argumente sachlicher Natur waren. Dabei erwähnte ich einmal den Namen von Prof.Drosten, der führende Wissenschafter in Sachen SARS Forschung. „Hör mir auf mit dem Drosten“ war die Antwort. Sie hielt die Hände abwehrend mit den Handinnenflächen nach außen vor ‚ s Gesicht, trat ein paar Schritte zurück. Sie gab mir das Gefühl, als hätte ich grade einen Serienmörder eine gute Seite abgewinnen wollen. 🥴. Ich konnte nicht glauben, was ich da sah. Deutlicher konnte man in meinen Augen die Wissenschaft nicht leugnen.

Das ist natürliche jedem seine PrivatSache, wie er sich zur Wissenschaft stellt und damit die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum SARS Virus, ob er sich impfen lässt oder auch nicht. Doch sie vergessen dabei, dass man sich auch Sorgen um diese Personen macht. Stecken sie das Coronavirus so einfach weg, wie die glauben, wenn es sie erreicht und das wird es. Oder wartet ein Leidensweg auf sie, der im schlimmsten Fall auch tödlich enden kann?

Gibt es überhaupt die Entscheidung zwischen Impfen oder Nichtimpfen? Um sich zu Immunisieren geht es nur um die Entscheidung zwischen Impfen und Infektion. Besorgt sehe ich denen hinterher, die sich für letztes entscheiden.

Wartezeit vertreiben

Vor einer Stunde haben wir aus gecheckt. Bis zum Abflug vertreiben wir uns die Zeit im Spa-Bereich des Hotels. Hier ist es kühl und weniger laut. Nur gedämpfte HouseMusik wir eingespielt. Ein Erholung für die Ohren. In der Promenade ist es immer laut.

Während due Mädels noch ein paar spanische Kosmetika besorgen, hab ich es mir auf dem Liegestuhl am Pool gemütlich gemacht und arbeite mich weiter durch meine Lektüre. Wieder mal eine spannende Geschichte..In diesem Fall von der Grundlagenfirschung der RNA bis zur Anwendung der Biotechnologie. Und wie immer ein langer Weg von der Vision bis zur Anwendung. Heute bekannt als der Impfstoff, mit dem sich die meisten haben impfen lassen..mit Biontech.

Das große Ziel dieser Technologie ist es ein Impfstoff gegen Krebs und Diabetes zu entwickeln

Der Anfang ist gemacht

Mit dem ersten Schultag am Montag in Mecklenburg-Vorpommern nahmen nach 4 1/2 Monaten auch die Vereine ihre Tätigkeit auf. Alle warteten schon ungeduldig darauf, dass es weiter losgehen würde. Erstaunlicherweise blieben die Mitglieder der Gruppen bis auf einige wenige dem Verein treu. Kündigungen ihre Mitgliedschaft gab es nur vereinzelt, weil anfangs niemand wusste, wie es nach dem Lockdown weiter gehen wird. Schließlich durchleben wir alles und das weltweit das erste Mal eine Pandemie. Pandemie, ein Wort das ich nur aus Filmen kannte.

Ich durfte also am Montag als erste Trainerin den Reigen der Sportveranstaltungen der 3 Sportvereine, für die ich tätig bin, eröffnen. Wir, die Yogis, trafen uns nach 20 Wochen Trainingspause wieder in der Sporthalle und damit haben wir ein Stück Vertrautheit aus alten Zeiten zurückgewonnen und wir hoffen alle, dass wir nicht wieder auseinander laufen müssen. Die Infektionszahlen stiegen wieder an und der Staat überlegt schon, wie sie damit umgehen werden. Trotzdem hoffen wir, dass der Staat nicht wieder die Notbremse für alle ziehen muss, sondern nur hier und da etwas strenger vorgehen. Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern mussten nur wenige Tage nach Schulbeginn ihre Tore wieder schließen.

Am Dienstag/Donnerstag waren die Kinder dran. Von 35 Kindern der Gruppe erschienen erst mal nur 6. Für meine Kollegin und mich war das auch erst mal ein guter Anfang. So können wir uns besser einspielen, d.h. den Umgang mit dem verpflichtenden Hygienekonzept. Die Kinder müssen sich gleich nach dem Betreten der Sporthalle die Hände waschen. Nach dem Benutzen der Sportgeräte werden alle Geräte vor dem Wegräumen wieder desinfiziert und nach dem Verlassen der Sporthalle werden die Klingen ebenfalls desinfiziert. Wir müssen eine neue Routine entwickeln. Aber die Kinder machen mit und halten sich an die Ansagen von uns Trainern.

Ab nächste Woche geht es dann mit den Vorschulkindern weiter. Dann wird es nicht mehr lange dauern und mein Kalender ist randvoll mit Trainingsterminen vollgepackt. Weil ich einer Vereinschefin versprochen habe: „Ich helfe dir beim Wiederaufbau“ hat sie mich reichlich mit Trainingszeiten eingedeckt und für die eine oder andere Gruppe sogar den „Hut“ aufgesetzt, d.h. ich trage die Hauptverantwortung die Sportstunde.

Dazu muss man wissen, das im Kindersport immer 2 oder sogar mitunter sogar 3 Trainer mit den Kindergruppen arbeiten. Davon leitet ein Trainer die Sportstunde und macht die Ansagen, er hat also den Hut auf und die anderen Trainer unterstützen Haupttrainer und Kinder. Ich bin nicht wirklich scharf den „Trainerhut“, sondern trage lieber dem Haupttrainer den Ball nach 😀😎

So gemütlich, wie die Enten durch Wasser gleiten, werden meine nächsten Wochen wohl nicht sein.

Zeitdokumente

32. Tag seit der Maßnahme

Kaum zu glauben, wie sich die Welt in wenigen Wochen geändert hat. Vor 6 Wochen habe ich nicht mal im Traum daran gedacht, dass ich mal solche Fotos im Vorbeigehen machen kann, wie sie in der Galerie zu sehen sind. Und da ist das Foto mit dem abgesperrten Spielplatz noch relativ harmlos. Das Absperrband hätte auch auf einen reparaturbedürftigen Spielplatz hin deuten können. Aber in Zeiten von Corona hat das Bild eine ganz andere Bedeutung. Er zeigt uns, wie sehr unser Leben durch den Virus auf den Kopf gestellt wurde und auch in Zukunft noch wird.

Die anderen Bilder sind aus dem Supermarkt, in meiner Nähe. Gestern nahm ich eine bildhafte Erinnerung an diese außergewöhnliche Zeit mit. Besonders fiel mir natürlich der Hinweis ins Auge, der die häusliche Gewalt anspricht. Schlimm für den – meistens sind es ja sie Frauen, die in die Bedrängnis geraten – der in solch einer beklemmenden Situation auf engsten Raum leben muss. Wie gut, dass der Staat dafür auch ein Angebot macht und den Hilfesuchenden einen Weg aufzeigt. Ich kenne häusliche Gewalt und weiß, wie schlimm es ist, wenn jemand in seiner Ohnmacht Macht demonstrieren will.

Aber auch zu Hause, in meinen sicheren 4 Wänden gilt es schon Zeitdokumente festzuhalten. Sohnemann und ich kamen uns gestern Abend, was das TV-Programm betraf in die Quere. Also hat Sohnemann mein TV als SEIN TV während meiner kurzen Abwesenheit markiert.

So kann es Mutter gehen, wenn Sohn als Gastronom zu Hause Däumchen drehen muss. TV hatte er bisher immer abgewinkt und sich lieber auf seinem Laptop Filmchen auf YouTube oder auf Netflix angesehen. Natürlich war alles nur ein Spaß, worüber wir auch später noch herzlich lachen werden können.

Frau gönnt sich ja sonst nix

Sohnemann hat seid der Schließung der Restaurants keine Gäste mehr zu bewirten, die er auf Bestellung mit einem leckeren Cocktail beglücken kann.  Drinks oder Cocktails mit allen seinen Feinheiten und Raffinessen zusammenzustellen, ist nicht nur ein bloßer Job für ihn, nein, er zelebriert das mit Würde und Freude.  Nun bekomme ich jeden Abend ein Probiergläschen serviert, so wie gestern Abend. 

Während Sohnemann den Cocktail für mich fertig mixte, klapperte ich Netflix ab, suchte nach einem Film, den wir beide abnickten. Okay..12 Monkeys – den Film wollten wir uns beide ansehen. Einmal, weil Bruce und Brad im Film gemeinsam auftraten und weil das Thema, dass im Film behandelt wurde, in die Krisenzeit von heute passt, wie der Topf auf den Deckel. Es geht um einen Virus, der die Menschen fast ausgerottet hatte. Ich hatte mich schon gewundert, warum der Film auf verschiedenen Kanälen im TV immer wieder lief, ich ihn aber jedes mal verpasste. Jetzt wollte ich ihn mir doch ansehen. Grandios, wie die beiden Männer gespielt haben. Deshalb störte es mich nicht, wenn ich mitunter durch das hin und her durch die Zeitschleifen den Überblick verlor.

In Filmen mit Bruce Willis ist man als Zuschauer ja gewöhnt, dass er die Welt rettet, doch in diesem Film wartete ich vergeblich darauf. Außergewöhnlich für amerikanische Filme, die Filme dieser Arte gern heroisch und gut enden lassen Das Drehbuch sollte umgeschrieben werden, denn ich wünsche mir ein hoffnungsvolleres Ende.