Schlagwort: Enkelkinder

Oma muss ran

Seid meine Enkelkinder wissen, das ich mich ganz gern mal in ihre Matheaufgaben vertiefe, kommen laufend Anfragen zur Nachhilfe. Als Schülerin fand ich Mathe spannend wie ein Krimi und ich finde es heute auch noch anregend, den Lösungswegen auf die Schliche zu kommen. Zum Glück lässt sich meine Erinnerung in Schulmathe bis zur 10 Klasse ganz gut reaktivieren. Ich hole mir die erste Auffrischung meiner verschollenen Mathekenntnisse aus dem Internet und schon kommen meine grauen Zellen wieder in die „Püschen“. Gestern investierte ich sogar 15 € für in Kompendium der Mathematik, so kann ich auch mal gemütlich auf der Couch nach den Lösungswegen suchen.

Also machte eben erst mal ihre Hausaufgabe, um dann mit ihr die Aufgaben zu besprechen. Sie ist in der 9. Klasse und schlägt sich zur Zeit durch die Flächenberechnungen. Im Falle ihrer gestellten Aufgaben geht es darum, all ihre Kenntnisse zur Flächenberechnung anzuwenden, d.h. die Welt in Quadrate. Rechtecke, Dreiecke, Trapeze oder Parallelogramme zu zerlegen. Mit anderen Worten in die Form eindringen und gucken, was in ihr steckt.

Wir wollen gleich die Aufgaben und die Lösungswege virtuell besprechen. In Vorbereitung auf unser Gespräch bat ich meine Enkeltochter, mit ausreichend Neugier an den Start zu kommen, ein offenes Ohr dabei zu haben und ihren Dauerschwarm Wincent Weiß mal kurz aus dem ihrem Kopf zu verbannen, dann klappt es auch mit der mathematischen Erleuchtung. 😀

mal wieder ein Lebenszeichen

Fast vier Wochen sind seid meinem letzten Eintrag ins Lang gegangen. Wiedermal mache ich die Feststellung. „Kinder, wie die Zeit vergeht“. Diese ist zwar nicht neu, doch in dem Moment, wo ich sie mache, scheint sie für mich neu entdeckt zu sein.

Erst mal vor weg, ja..es geht mir gut und nein, meine Enkelkinder haben mich nicht untergebuttert. In diesem Sommer gaben sie sich die Klinke in die Hand. Erst kam ein Mädel, dann kamen zwei Jungs, dann noch mal zwei Mädels. Und gleich darauf quatierte ich mich als Gast bei meiner Schwester ein. Sie hatte Sehnsucht nach mir und ich nach ihr. Und weil sie ein „Heimschläfer“ ist, bekomme ich sie kaum aus ihrem Haus gelockt und schon gar nicht in eine beengte Neubauwohnung, wie meine.

In der Zeit, als meine Enkelsöhne (8 und 11 Jahre) bei mir waren überdrehte sich fast mein Schrittzähler auf dem Handy, schließlich musste er aus der Bewegungsarmut (Lockdown) gleich in die vollen. Als ich am Morgen die Augen öffnete, wusste ich, ich musste die Jungs 10 – 15 km mit verlockenden Angeboten auf die Piste bringen, damit sie mir am Abend nicht über den Kopf steigen sollten. Aber nichts kam über die Ostsee und es schien, als hätte ich für sie extra kräftigen die Wellengang bestellt.

Nach dem Jungs kamen die Mädels (14/16 Jahre alt) und diese ließen sich nicht von mir durch die Gegend „schiefen“, nein, sie hatten andere Pläne. Endlich mal von morgens bis abends Serien auf Netflix sehen können. Eine verschwand mit einem kleinen Fernseher ins Schlafzimmer und sah sich ungestört ihre Lieblingsserie an, die andere hielt sich am Fernseher im Wohnzimmer fest. Für mich blieb nur noch der Balkon und die Küche übrig.😏😁. Naja..für die Enkelkinder opfert die Oma tagsüber ihre Couch, ich hatte sie ja nachts für mich allein, zum schlafen.

Das erst mal auf die Schnelle. Es gab mittendrin auch ein trauriges Ereignis, doch darüber später mehr.

Zeit ohne Internet?

Nach guten 4 Wochen Schreibpause raffe ich mich endlich auf, um wieder Beiträge für meinen Blog zu schreiben. Während ich mein handschriftliches Tagebuch weiter geführt hatte, lag mein Blog leider etwas auf Eis. Dafür gab es einen triftigen Grund. Meine Enkelkinder waren zu Besuch und ich war wieder wie eine junge Mutter eingespannt. Die Mädels (14 und 15) sind mir schon über den Kopf gewachsen und ich hatte Mühe, ihnen zu folgen.

Ich musste mit flinker Socke folgen

Zwei Teenies, von denen jedes seinen eigenen Interessen folgte. Die Große hatte sich über Netflix die Serie „Orange is the New Black“, eine Frauenknast-Serie, hergemacht und die Kleinere von den beiden fertigte ununterbrochen kleine Videoclips von ihrem Sänger Schwarm Wincent Weiss an. Selbst der Strand von Warnemünde war für sie deshalb nur Nebensache.

Vorbei ist die Zeit von Badespaß am Ostseestrand und Kleckerburgen bauen. Von einem Jahr auf das andere Jahr änderten sich die Schwerpunkte der Mädels. Mich sahen sie mit Bedauern an, weil ich meine Jugend in einer Zeit verbrachte, als es noch kein Internet gab.

Stimmt, ein Internet gab es in meiner Jugend nicht. Nicht einmal eine Vision davon, dass es so etwas wie ein Internet geben würde. TV gab es, aber nur in Schwarz-Weiß und ein teures TV-Gerät gab es nur in wenigen Haushalten. Also suchten wir als Teenies unsere Idole im Dorf. Es gab Dorfkapellen und diese Jungs hatten wir damals ins Auge gefasst und waren immer voller Hoffnung, das unser Schwarm uns auf der Tanzfläche wahrnahm. Und wenn mich mal ein Blick von meinen Schwarm traf, fiel ich fast in Ohnmacht. Als ganz so langweilig war meine Jugend dann doch nicht. Aber die Mädels sahen mich trotzdem mit Bedauern an. 😁😀

Und zum Abschluss noch ein paar maritime Bilder vom Stadthafen Rostock (leicht überzeichnet)

es weihnachtet sehr

Gestern hörte ich so im vorbeigehen im Radio, dass die Telefonseelsorge an den Weihnachtstagen Hochkonjunktur hätte. Die Mitarbeiter sollten pro Gespräch eine gute Stunden einplanen und gut im Zuhören geübt sein. Daher müssten noch zusätzliche Mitarbeiter über die Feiertag diesen schwierigen Job mit übernehmen. An diesen Tagen werden demnach viele Menschen von ihren Gefühlen überrollt. Vor ein paar Tagen hatte sogar ein Gast des Hotel Neptun seinen Gefühlen freien Lauf gelassen und sein Leben dort beendet. Oh, wie schrecklich und traurig für alle, die ihn von nun an vermissen werden und deren Tränen in Trauer um ihn unter den Weihnachtsbaum fließen werden. Es sei denn, der Gast hatte niemanden (mehr), der ihm eine Träne nachweint.

Aber wieder zurück zur Telefonseelsorge, deren Aufgabe es ist, Menschen über einen kritischen Punkt zu helfen, damit es nicht zu solch einer traurigen Eskalation kommt. Zu den Weihnachtstage gibt es , so ein Mitarbeiter, zwei große Schwerpunktthemen. Entweder, weil die Menschen an den Tagen allein sind und niemanden haben, oder weil die Familie anrück und sie deshalb in Stress kommen. Entweder zu wenig oder zu viel. Gar nicht so einfach der Mensch und sein Leben, dass er ja Tag für Tag lebt und organisiert.

Meine Weihachten hatte ich sich seit ein paar Jahren gravierend geändert. Der große „Familienauflauf“ , wie ich ihn immer liebte, findet nicht mehr statt. Der zentrale Sammelpunkt war damals unser Elternhaus und seit es unsere Eltern nicht mehr gibt, bröckelt es, was das Weihnachten in der erweiterten Familie betrifft. Ich bleibe in der Nähe von Sohnemann, der sonst niemanden hat, der auf ihn wartet, wenn er nach der Arbeit – Gastronomie – erst weit nach Mitternacht heim kommt.

Also fuhr ich gestern mit Sohnemann nach Warnemünde und machte dort einen Spaziergang an der frischen Ostseeluft. Er ging in sein Restaurant und ich ganz allein mit mir und meinen Gedanken den alten Strom entlang.

An solch einem Tag bzw. Nachmittag wie heilig Abend hat man Warnemünde fast für sich allein. Nur hier und da ein paar Glühweinstände, die gut besucht wurden.

Ansonsten waren die Straßen leer. Auch nicht schlecht, solch einen gut besuchten Ort wie Warnemünde mal fast für sich allein zu haben.

Man entdeckt , wenn etwas anderes läuft, als sonst, immer mal was neues, auch an sich. Ich rechnete mit einer aufkommenden Traurigkeit, weil ich den Rest des Tages und Abends allein verbringen musste. Der Tannenbaum stand geschmückt im Wohnzimmer und die Geschenke standen darunter, wie in Millionen anderen Wohnzimmern auch. Die Bescherung sollte aber erst stattfinden, wenn Sohnemann wieder heim kam. Dafür sollte es 2 Uhr werden. Das Restaurant, würde bis Mitternacht offen haben und die Küche wurde angewiesen, diese nicht vorher zu schließen. Also würde ich bis zur Übermüdung allein sein. Würde sich die Traurigkeit später einstellen?

Eine Traurigkeit, auch nicht unterschwellig, setze auch später nicht ein. Ganz im Gegenteil, ich genoss das Alleinsein und vermisste den Stress, vor Weihnachten gar nicht. Vielleicht hatte ich alles, was mit großen Familientreffen zu tun hat, schon damals abgearbeitet, als meine Eltern noch lebten. Ich partizipiere davon heute noch. Ich beame mich einfach in die Zeit zurück, erinnere mich an das Gefühl, dass ich damals hatte und habe aktuell wieder das Gefühl einer fröhlichen Weihnachten in mir.

So ganz allein verstrich der Abend dann aber doch nicht. Dank der Smarthphone und Facetime zeigten meine Enkelkinder mir,was sie von ihren Eltern bekommen haben. Damit hatten sie eine gute Stunde zu tun. Morgen kommt eine meiner Enkeltöchter dann schon mit dem Zug zu mir. Sie will mit ihrer Oma ein paar Tage ganz allein sein und 2 Tage später darf dann die große Schwester nachkommen. Mit den zwei reizenden Enkelkindern und Schwestern verbringe ich dann den Rest des Jahres. 😀

Ich wünsche allen Bloggern und Lesern ein schönes Weihnachtsfest und eine entspannte Zeit mit denen, mit denen ihr gern zusammen seid.

geschafft

aber zum Glück nicht körperlich oder so, nein. Ich erfreue mich bester Gesundheit und gebe mich zur Zeit nur dem Schlendrian hin. Die letzte Trainingseinheit hatte ich am Donnerstagabend und bis zum 5.1.2020 ziehe ich nicht mehr mit meinem Rucksack durch die Stadt von Sporthalle zu Sporthalle. Die Kinder haben Schulferien und die Erwachsenen haben genug mit der Vorbereitung für die Festtage zu tun.

In diesen Jahr fallen ja alle Festtag ja arbeitnehmerfreundlich. Nach dm Wochenende die Feiertage und dann schon wieder Wochenende. Na super, ich sehe mich in den Tagen dazwischen schon in den überfüllten Supermärkten, in denen die Einkaufswagen übervoll zur Kasse geschoben werden. Einkäufe der Deutschen, als gäbe es kein Morgen. Hurra, es lebe der Wohlstand.

Meine Weihnachtszeit läuft eher ruhig ab. Ich bleibe in der Nähe meines Sohnes, der über die Festtage malochen muss. Der Rest meiner Familie feiert dort, wo sie wohnen. Aber dann rollen sie an, meine Enkelkinder. Erst eins, dann noch eins. Von 5 kommen nur zwei zur selben Zeit zu mir und die anderen 3 werden auf die andere Oma verteilt. Also, die 3 Jungs fahren zur anderen Oma, die Mädchen kommen zu mir.

Meine große Enkeltochter hatte mich schon gebeten, doch ein paar Filme auszuleihen für die Zeit auszuleihen. Alles klar. Ich werde meine Mühe haben, die Mädels vor die Tür zu bekommen und kann ihr geplantes TV-Event nur mit Highlights toppen. Also schaute ich mich um, was Rostock im Dezember noch zu bieten hat. Und siehe da, der Rostocker Zoo hat sich was ausgedacht. Das Event nennt sich „Geheimnisvolle Lichterwelten“

Bildquelle: Rostocker ZOO

Und damit nicht genug. Das Turmleuchten 2020 in Warnemünde steht auch auf den Plan um die Enkeltöchter zu bespaßen. D.h. erst mal auf meinem Plan. Ich hoffe, ich kann die Mädels in die Kälte der ersten Neujahrsnacht nach Warnemünde locken. Dabei ist nicht die Kälte die Herausforderung, sondern der Rückzug, wenn die Menschenmassen nach dem Event alle nur in eine Richtung strömen, denn es geht nur über die Brücke zur S-Bahn. Da ist Geduld gefragt und auf keinen Fall darf man unter Platzangst leiden. Die Menschen stehen eng an eng, kommen nur langsam voran und damit diese die S-Bahn nicht extrem überfüllen, wird die Brücke über den alten Strom in Intervallen für kurze Zeit gesperrt. Aber wer alle die Mühe nicht scheut, geht mit einer schönen und emotionalen Erinnerung heim.

Die Feier.- und Festtage können kommen