Schlagwort: Ferien

mal wieder ein Lebenszeichen

Fast vier Wochen sind seid meinem letzten Eintrag ins Lang gegangen. Wiedermal mache ich die Feststellung. „Kinder, wie die Zeit vergeht“. Diese ist zwar nicht neu, doch in dem Moment, wo ich sie mache, scheint sie für mich neu entdeckt zu sein.

Erst mal vor weg, ja..es geht mir gut und nein, meine Enkelkinder haben mich nicht untergebuttert. In diesem Sommer gaben sie sich die Klinke in die Hand. Erst kam ein Mädel, dann kamen zwei Jungs, dann noch mal zwei Mädels. Und gleich darauf quatierte ich mich als Gast bei meiner Schwester ein. Sie hatte Sehnsucht nach mir und ich nach ihr. Und weil sie ein „Heimschläfer“ ist, bekomme ich sie kaum aus ihrem Haus gelockt und schon gar nicht in eine beengte Neubauwohnung, wie meine.

In der Zeit, als meine Enkelsöhne (8 und 11 Jahre) bei mir waren überdrehte sich fast mein Schrittzähler auf dem Handy, schließlich musste er aus der Bewegungsarmut (Lockdown) gleich in die vollen. Als ich am Morgen die Augen öffnete, wusste ich, ich musste die Jungs 10 – 15 km mit verlockenden Angeboten auf die Piste bringen, damit sie mir am Abend nicht über den Kopf steigen sollten. Aber nichts kam über die Ostsee und es schien, als hätte ich für sie extra kräftigen die Wellengang bestellt.

Nach dem Jungs kamen die Mädels (14/16 Jahre alt) und diese ließen sich nicht von mir durch die Gegend „schiefen“, nein, sie hatten andere Pläne. Endlich mal von morgens bis abends Serien auf Netflix sehen können. Eine verschwand mit einem kleinen Fernseher ins Schlafzimmer und sah sich ungestört ihre Lieblingsserie an, die andere hielt sich am Fernseher im Wohnzimmer fest. Für mich blieb nur noch der Balkon und die Küche übrig.😏😁. Naja..für die Enkelkinder opfert die Oma tagsüber ihre Couch, ich hatte sie ja nachts für mich allein, zum schlafen.

Das erst mal auf die Schnelle. Es gab mittendrin auch ein trauriges Ereignis, doch darüber später mehr.

Schluss, aus und vorbei

..mit der Gammelei der letzten Wochen. Seit gestern sind die Sporthallen und Übungsräume wieder meine Arbeitsräume. Die Yogis und Kinder warten auf ihre Programme und Angebote im Sport. 6 Wochen Ferien in Meck-Pom liegen hinter uns und wir dürfen wieder in die Sporthallen.

Für mich wurde es Zeit. Vom vielen Sitzen bekam ich schon Rückenschmerzen und Stimmungsschwankungen. Rente zu bekommen ist toll, macht aber nicht nur körperlich träge, sondern auch im Kopf und wenn man sich kein bewegtes Leben selbst organisiert, verfällt man in dumpfes Brüten. Der Schweinehund hatte mich im Griff und lässt nun nachhaltig mit steifen Gelenken grüßen 😦 . Aber nach ein/ zwei Yogastunden – auch als Vorturner – ist der Rückenschmerz schon wieder Geschichte. Zum Glück. 😀

Statt den Schweinehund zu pflegen, kultiviere ich nun wieder den Yoga – Hund und schon hat sich der Rücken wieder eingekriegt.

ab in den Sommer

..heißt es heute für die Kinder in Mecklenburg Vorpommern. Doch bevor es soweit ist, müssen sie ihre Zeugnisse  Empfang nehmen. Für einige Kinder eine Sternstunde, für andere ein trauriger Moment. Um diese Zeit – 12.00 Mittags – dürften alle Schulkinder das Landes ihre Zeugnisse in der Hand halten. Wir nannten die Zeugnisse zu meiner Schulzeit Giftblätter und daran hat sich bis heute wohl nichts geändert. Der Begriff „Giftblätter“ sagt ja alles. Wenn es nach mir ginge, würde ich die Zensuren abschaffen und dieser Meinung ist auch ein Professor der Rostocker Uni  Damit wird sich die Politik wohl sicher schwer tun.

Zensierung erinnert mich an eine Tante in meiner Familie, dessen Kinder von der Größe in den Himmel schossen. Wir kleinen Mitglieder der Familie mussten sich, immer wenn sie auftauchte,  Rücken an Rücken mit ihren Kindern  messen lassen. Ich wäre auch gern so groß wie ihre Kinder gewesen, aber was nicht ist, ist nicht. Später versteckte ich mich, wenn ich meine Tante mit ihren großwüchsigen Kinder kommen sah. Ich wollte nicht schon wieder als Messlatte für die Kinder meiner Tante dienen und sie dann in ihrem Stolz glänzen sehen. Warum sie so stolz auf ihre für ihr Alter so groß geratenen Kinder war, weiß ich nicht.  Ihre Schulzeugnisse waren ähnlich durchschnittlich wie unsere und mehr aus ihrem Leben machten sie aber auch nicht, als der Rest der Familie meiner Generation.

Für die Kinder im Breitensport geht zum Schuljahresende eher spaßig zu. Wir bieten den Kindern als Trainer an, was ihnen Spaß macht und fordern/fördern aber auch den Kampf- und Gemeinnschaftsgeist und Fair Play ohne Druck und Bewertung. Deshalb haben Trainer auch einen anderen Status als Lehrer und Eltern, sie sind keine Erzieher.

Gestern verabschiedeten wir uns mit Spaß und Spiel in die Sommersaison 2018.  Die „Schatzsuche“ gehört du unserem Standardprogramm. Dafür mussten die Kinder nach kleinen versteckten Zettelchen mit Symbolen in der Sporthalle suchen und bevor die den Schlüssel für sie Schatzkiste bekommen konnten noch einige Aufgaben aus dem Sport lösen. Ein riesiger Spaß am letzten Trainingstag und niemand geht leer aus. Jeder darf mal in die Schatzkiste greifen und nach einem kleinen Funde nach ihrem Geschmack suchen.

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Bei uns werden keine Giftblätter erteilt.

Ihre Sportschuhe, jedenfalls  von den meisten , gehen auch in Ferien.

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ab in die Ferien

Wieder ist ein Schuljahr vorbei

Gestern war die letzte Trainingsstunde für unsere Gruppe. Sogar ein paar Tränen sind geflossen, weil einige Kinder die Gruppe aus “Altersgründen” – 10 Jahre – verlassen. Mit den Jahren hatten sich Freundschaften heraus gebildet, die jetzt ihre eigenen Wege gehen. Und ich hoffe für die Kinder, sie werden ihre Freundschaft auch darüber hinaus weiter pflegen und erhalten können

Auf die in die Sommerferien – Im September sehen wir uns wieder

Ostseemaus

kleine Geister

vog-02Von 0 auf 100 beschleunigt sich mein Tag, wenn die kleinen Geister wieder einschwirren. Sie nehmen alle Räume in Beschlag, auch die in meinem Kopf, die sonst auch ab und an Raum für Tagträume haben. Doch auch die letzten Winkel werden von den kleinen Geistern besetzt und in Beschlag genommen.

Schon der Morgen beginnt zu einem Zeitpunkt, an dem von hellwach bei mir noch keine Rede sein kann. Ich bin kein Langschläfer aber auch kein Frühaufsteher.  Ich treibe im Mittelfeld dazwischen. Doch das interessiert die kleinen Geister nicht. Sie rücken an, wenn sich ihre Augen vom ersten Tageslicht öffnen. Ihr Lebenshunger treibt sie aus ihrem Bett  in mein Bett, in dem dann kein Platz mehr für mich ist, ich liege am Boden.

Statt Männer umschwirren die kleinen Geister mich bei allem. was ich im Haushalt zu erledigen habe. Mein noch verschlafener Geist muss sich konzentrieren und die kleinen Geister in die richtigen Bahnen lenken. “Stell schon mal die Frühstücksteller auf den Tisch” oder “Du legst das Besteck dazu” oder “Du kannst schon mal Staub saugen”. und der Kleinste müht sich mit der Wäsche auf dem Balkon ab. Er ist kaum hinter den großen Badetuch zu sehen, dass er mühevoll auf die Leine hängt. Aber egal, dabei sein ist alles Zwinkerndes Smiley

Die kleinen Geister sind fleißig wie die Bienen, wenn sie Aufträge bekommen, bekommen sie keine, dann rummelt es auch gleich in Karton. Hauptstreitpunkt ist das Eigentum, das jeder für sich beansprucht. “Das ist meeeeeeeeeinnnns” ist der Lieblingssatz, wenn einer von den kleinen Geister einen Übergriff auf das Eigentum des anderen wagt. Wenn der Protest nicht reicht, wird  das Eigentum ohrenbetäubend verteidigt und wenn das nicht reicht, hagelt es schon mal ein Knuff oder Schupser und wenn das nicht reicht, hagelt es Beschwerden bei der Mutter oder bei mir. Egal, wie die Erwachsenen den Streitfall regeln, ein kleiner Geiste protestiert immer “Das ist aber ungereeeeeeeecht !”

Schon vor dem Frühstück  werden von den Erwachsenen schon zahlreiche Streitfälle gerichtet und geschlichtet. Dabei immer und für jeden Gerechtigkeit walten zu lassen ist wie ein Kampf gegen Windmühlen, denn jeder noch so kleine Geist sieht das Recht auf seiner Seite. Sogar der kleinste Geist im Krabbelalter mischt mit und will an sich reißen, was ihm gefällt.

Wie kleine Enten  folgen die kleinen Geister der Mutter in die Stadt auf der Suche nach Spaß, Spielplätze und Ostseestrand. Sonne, Sand und Meer sind auf ihrer Favoritenliste ganz weit oben und von allem haben wir zum Glück ausreichend. Die kleinen Geister machen sich sofort ans Werk, gestalten ein Stück des Standes nach ihrem Vorstellungen um. In Kurzer Zeit steht die erste Kleckerburg am Wasser, von einem Wassergraben umgeben, mit angeschwemmten Strandgut verziert.

Die Erwachsenen können die Schlichtungsstelle für Streitfälle erst mal reduzieren. Nur noch wenige Beschwerden werden eingereicht. Die kleinen Geister sind damit beschäftigt aus der Kleckerburg eine Kleckerburgenstadt werden zu lassen. Erst jetzt können sich die Erwachsenen über Gott und die Welt unterhalten.

Auf dem Rückweg wollen die kleinen Geister sich schon mal die besten Plätze im Leben sicher. “Erzählst du uns heute Abend eine Gruselgeschichte? “ werde ich gefragt, “Neeinnn…ich will keine Gruselgeschichte” meldet sich ein kleiner Geist dazwischen. “OK..dann lese ich euch was aus – der kleine Prinz – vor” schlage ich als Ausgleich vor. “Neeeeeeinnnn, du sollst dir eine Geschichte ausdenken” und dann bestellen die kleinen Geister, was alles in der ausgedachten Geschichte vorkommen soll. Ein Prinz oder eine Prinzessin oder eine Zauberin darf nicht fehlen.-

Mit müdem Haupt setze ich mich neben die kleinen Geister, die schon unter ihre Federn gekrochen sind. “Aber keine Gruselgeschichte” werde ich vom Kleinsten noch einmal gebeten. Ok..ich lass mir was einfallen und warte auf die Einfälle, der beim Erzählen wie Blumen am Wegesrand wachsen sollten. Die selbstgemachte Geschichte wird als Mehrteiler jeden Abend weiter entwickelt. Am Ende war es die Geschichte eines kleinen Prinzen, der wegen Angeberei und Aufschneiderei von einer Zauberin zu einem winzigen kleinen  Prinzen verzaubert wurde, der nur noch auf den Schultern der Erwachsenen aus dem dunklen Wald ohne Sonne wieder nach Haus gebracht werden konnte. Alle Hindernisse, um wieder nach Haus zu kommen,  konnten nur mit einer guten Tat des kleinen verzauberten Prinzen überwunden werden.

Am Sonntag flogen die kleinen Geister wieder aus, sind wieder zu Haus und verleben die letzten Ferientage dieses Sommers in ihrer Heimatstadt und dann geht es wieder mit Schultasche in das  nächste Schuljahr.

Kinder, wie die zeit vergeht.

Ostseemaus