Emotionen, Erinnerung, kunterbunt, Leben, Menschen, Spaß, Sport, Tränen

auf Halbmast

Am Mittwoch konnte ich es mir zum Weltmeisterspiel im Fußball Deutschland – Südkorea vor dem Fernseher nicht gemütlich machen und mit Spannung das alles entscheide Spiel für Deutschland mir sehen. Meine Yogis warteten auf mich, auch wenn einige wegen der Spiel abgesagt hatten.

Auf dem Weg zur Sporthalle schien ich durch eine Geisterstadt zu gehen. Es regte sich nichts. Weder fuhr ein Auto, noch bellte ein Hund oder das Lachen und Quietschen der Kinder, das man am späten Nachmittag sonst hören kann, war verschwunden. Nichts, fast Totenstille. Statt dessen hörte ich aus verschiedenen Fenstern, die geöffnet waren, fluchende Männerstimmen. Das hörte sich gar nicht gut an und daraus schloss ist, das es im Fußballspiel für Deutschland wohl gar nicht so gut aussah.

Wenig später erfuhr ich, dass es noch schlechter um Deutschland stand, als ich nach der totenstille im Wohngebiet befürchtet hatte. Anfangs habe ich fest mit einem Sieg von Deutschland gerechtet. Es bestand für mich kein Zweifel. dass die deutsche Nationalmannschaft das Spiel schon wuppen würde. Was sollte ein kleines Land wie Südkorea der siegesgewohnten deutschen Nationalmannschaft schon antun können.? Aber sie haben es getan und 2 Bälle ins Tor gebracht.

Die Nation unter Schock , sie Nation trauert, die Nation sucht einen BuhMann. Die Fahnen werden auf Halbmast gesetzt, oder nicht? Schon am Abend fiel mir auf, dass die vor meinen Haus parkenden Autos nicht mehr mit  Deutschlandfahnen geziert waren. Die enttäuschten Fans haben nicht nur auf Halbmast gesetzt, sondern die Fahnen gleich verschwinden lassen.  Auch am nächsten Tag sah ich weder eine Deutschlandfahne an den Autos, noch an den Häusern.

Die Weltmeisterschaft muss nun ohne Deutschland weiter gehen.

Aber nein, halt Stop. Ein einsamer Fan hat trotzdem noch an sich gehalten und die Fahne nicht gleich eingezogen.

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Ich bin kein Fußballfan und sehe deshalb auch diese Niederlage gelassen  Es kann eben nur einer gewinnen. Und für unsere Nationalmannschaft ist es in diesem Jahr nicht gut gelaufen. Ich denke, das wird die Nation schon verkraften. Ein Trostpflaster, der immer passt : „Dabei sein ist alles“

 

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mit Glück

Die beiden Bilder habe ich mit Absicht zusammengefügt, weil sie bis heute Abend zusammengehören. Auf dem rechten Bild lässt sich vielleicht unschwer ein Zusammenhang mit Fußball erkennen, aber was hat das mit dem linken Bild zu tun?

Kurz erklärt. Mein Kocher hatte schon seit längerem ein Leck und er musste dringend ausgetauscht werden. Gestern hatte ich endlich Zeit, mir einen neuen Kocher aus dem Saturn- Markt in Rostock zu holen. Alles, was ich vor Ort einkaufen kann, erledige ich auch vor Ort und order nur sehr selten online. Warum? Weil ich gern beim shoppen die Ware auch anfassen mag, weil ich mein Geld vor Ort lassen will und meinen Beitrag auf diese weise dazu leisten will, dass der Handel in der Stadt nicht verkümmert und am Ende nur noch Schuhläden in den Geschäftsstraßen zu finden sind.

Aber zurück zum Bild. Mit meinem Einkauf bekam ich eine Karte vom Kassierer überreicht. Er fragte mich, ob ich mitspielen wollte. Das Glücksspiel sei ganz einfach. Die freigerubbelte Nummer würde die Rückennummer – in meinen Fall 17 mit Jérôme Boateng als Spieler – des Fußballers unserer Nationalmannschaft freilegen und wenn dieser Spieler im Spiel am Samstag , also heute, einen Tor schießt und Deutschland das Spiel gewinnt, dann bekomme ich das Geld für meinen Einkauf zurück. Na, wenn das alles ist und mein Glücksspiel nix kostet, bin ich natürlich mit dabei.

In meinem stillen Kämmerlein hatte ich bedauert, dass ich mir gestern keinen neuen Fernseher angeschafft hatte, aber man will ja nicht gleich gierig werden und so kann ich heute Abend auch auf ein kleines Glück hoffen.

Ich bin kein Fußballfan, und so bekomme ich nur am Rand mit, wie unsere Jungs gespielt haben. Und in letzten Spiel sahen sie ja nicht so gut aus. Ich möchte heute Abend nicht in ihrer Haut stecken, denn die Erwartungen der Nation und ihrer Fans sind heute heute doppelt hoch. Sie MÜSSEN das verlorene Spiel gegen Mexiko vergessen machen.

Den Jungs wünsche ich nicht nur wegen meines Wasserkochers Glück im Spiel heute Abend gegen Schweden. Und Jerome, streng dich nicht nur für Deutschland und deine Fans an, sondern auch für meinen Wasserkocher 😉

Jérôme Boateng
MJK30405 Jérôme Boateng (Berlinale 2017).jpg

auf der Eröffnungsfeier der Berlinale 2017

Personalia
Name Jérôme Agyenim Boateng
Geburtstag 3. September 1988
Geburtsort Berlin, Deutschland
Größe 192 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
1998–2002 Tennis Borussia Berlin
2002–2006 Hertha BSC
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005–2007 Hertha BSC II 24 (1)
2006–2007 Hertha BSC 10 (0)
2007–2010 Hamburger SV 75 (0)
2010–2011 Manchester City 16 (0)
2011– FC Bayern München 156 (4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2005 Deutschland U17 4 (1)
2005–2007 Deutschland U19 17 (2)
2007–2009 Deutschland U21 15 (1)
2009– Deutschland 72 (1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2017/182 Stand: 17. Juni 2018

Jérôme

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Fliegerposten

Was den Fußball betrifft bin ich dumm wie Bodenstroh. Ich hab 0 Ahnung und kann mit Sicherheit nur sagen, wenn ein Tor gefallen ist.

Und nicht ohne Schmunzel schau ich den Hansa Fans hinterher, wenn sie  sich zur Feier des Fußballtages verkleiden und die Pfingstochsen aussehen. Damit möchte damit keinen Hansa Fan zu nahe treten – sorry. Aber was den Tabellenplatz in der Liga betrifft, können sie wenig Einfluss nehmen. Außer anfeuern haben sie keine weitere Möglichkeiten.

Da sind der Trainer und die Mannschaft gefragt.

Für FC Hansa zeichnete die wieder mal eine Talfahrt ab. Sie seinen mit 9 Punkten  auf dem 14. Tabellenplatz gelandet. Das ist entschieden zu nah am Verliererposten.

Der Vorstand zieht die Reißleine und schmeißt den aktuellen Trauner raus.

Trainer Wolfgang Wolf wird gegen Trainer Marc Fascher ausgetauscht.

Das ist der übliche Weg, wenn eine Mannschaft in den unteren Reihen landet. Die Entlassung der Fußballtrainer ist in jedem Fall vorprogrammiert…denn nur einer kann gewinnen. Nur eine Mannschaft kann die Tabellenspitze erreichen.

So ein Trainer eines Fußballvereins befindet sich so oder so immer auf einem Fliegerposten. Kein leichtes Los.

Aber erst mal geht es mit Daumen hoch in die nächste Runde und auf den Erfolgskurs. Fascher wird´s schon richten.

Ostseemaus

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Fußballfieber

mit Verdunklungsgefahr, zumindest, was den Untermieter dieses Wohnblocks betrifft.  Ein leidenschaftlicher Fußballfan hängt seinen Nationalstolz sehr weit aus dem Fenster. Heute Abend wird sein Patriotismus und das vieler anderer FuBaFans wieder auf eine harte Probe gestellt.

Mich berührt dieses Fieber nicht und ich kann deshalb diese Stimmung von jubelnder Berauschtheit, wenn Deutschland wieder mal ein Tor geschossen hat, nicht nachvollziehen. Vielleicht geht mir ja auch etwas verloren – ein Glücksgefühl verbunden mit einer großen Gemeinschaft, die mit “Wie haben gewonnen” die Emotionen höher und höher schaukeln lässt.

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