Schlagwort: Gesundheit

Lange vorbereitet

Heute stelle ich mich der harten Realität des Lebens, auch wenn mein Vorhaben eher harmlos klingt. Ich werde einen netten Mann zum gemeinsamen Kaffee trinken „entführen“. Den kleinen Ausflug haben wir terminlich 3 Monate vorbereitet. Heute hat jeder von uns die Zeit.

Bis vor 2 Jahren war er mein Quotenmann in einer Yoga Gruppe, bis ein Schlaganfall ihn vor im Juni 2019 seinem alten Leben ein Ende setzte.

Seit dieser Zeit kämpft er sich nun Stück für Stück mit kurzen Babyschritten ins Leben zurück. Doch ohne Hilfe von außen ist sein Leben nicht mehr möglich.

Nachdem er damals aus der Gruppe von Null auf Jetzt verschwand, hielt uns seine Lebenspartnerin über seinen gesundheitlichen Zustand auf dem Laufenden. Sie ist ebenfalls Mitglied der Gruppe. So konnte ich ihrem Gesicht ansehen, das sie immer mal wieder ein mentales Tief durchlief.

Im Mai besuchte ich beide zu Haus. Er kam mir mit freundlichen Augen strahlend im Rollstuhl entgegen. Dieser gibt ihm wieder etwas von der alten Freiheit zurück. Und da alle Verkehrsmittel in Rostock barrierefrei sind, werden wir heute das Wohngebiet gemeinsam verlassen und ins Stadtzentrum fahren. Dort wartet schon eine weitere Frau aus der Gruppe auf uns. Ich hoffe nun auf Sonnenschein und gute Laune und was genau so wichtig auf freie Plätze im Außenbereich vom Café. So können wir ihm zeigen, dass er trotz seiner Abwesenheit nicht aus unseren Köpfen verschwunden ist.

Überstanden

Hier ein 2 1/2 minütiger Bericht des an COVID 16 erkrankten ehemaligen ZDF-Moderator von „Volle Kanne“ (Montags bis Freitags von 9 – 10.30 Uhr) Ingo Nommsen, Man kann seiner Mitteilung Glauben schenken oder auch nicht, man seine Schilderung respektieren, relativieren oder auch bagatellisieren. Ich glaube ihn und nehme seine Hinweise weiter ernst.

Leider hat es auch Günter Jauch getroffen. Ich hoffe für ihn, dass er mit leichten Symptomen davon kommt.

Einsichten

Tag 19 seit der Maßnahme

Nur eine Vision 

Ich erinnere mich noch ein Softwareprogramm, entwickelt vor 15 oder 20 Jahren oder so, dass von einem der Entwickler der Welt vorgestellt wurde, in der Hoffnung, weltweit Abnehmer dafür zu finden. Die Presse machte das Programm über die TV- und Printmedien publik. Daraufhin ging ein weltweiter Aufschrei um die Welt. Das Programm ermittelte ganz banal den finanziellen Aufwand und Nutzen für die Heilung eines Menschen. Ganz simpel, bestand in der Prognose wenig Hoffnung auf Heilung und Genesung, dann sollten dem Programm zu Folge keine kostenaufwendige Behandlungen an dem Patienten mehr durchgeführt werden. Parameter wie Alter und so, wurde zur Analyse hinzugezogen. Vielleicht erinnert der eine oder andere sich noch an den Vorfall von damals. Es war, so glaube ich, ein japanischer Programmierer, der sein Werk vor laufender Kamera verteidigte. Ein Computer sollte über Leben und Tod entscheiden.

So schlimm ist es dann doch nicht gekommen, wie die Vision des Programmierer für einen Moment uns vor Augen führte. Aber nicht nur wer im Gesundheitssystem arbeitet, kann ein Lied davon singen, wie sehr das Gesundheitssystem in der Vergangenheit auf Effizient und Rentabilität getrimmt wurde. Dafür gibt es eine Bezeichnung – kaputt sparen. Aber auf der anderen Seite haben wir noch immer eins der besten Gesundheitssyteme im Vergleich zu anderen Ländern.

In den USA werden sich in naher Zukunft wahre Dramen abspielen und Trump schwört seine Anhänger, sein Land schon darauf ein: „Wir werden viele von uns verlieren“ Grausige Information an sein ? Volk.

Angesichts der Coronakrise werden jetzt in Deutschland schon neue Denkansätze schon laut und ich hoffe, sie werden lauter.

Bild vom TV aufgenommen

Gestern kam in meiner Lieblingssendung „Brisant“ ein Zukunftsforscher zu Wort. „Man wartet schon seit 15 Jahren darauf….“ ….nein ich will den „brisanten Satz“ des Zukunftsforscher nicht abkürzen und damit etwas verzerrt wiedergeben was er so nicht gesagt hat. Daher verlinke ich den 3 Minuten Beitrag von Brisant hier mal kurz. Man kann ihn sich noch bis zum 8.4. in der Mediathek ansehen.

Bilder des Tages

ich lebe gesund

In der Regel kreisen meine Gedanken in der Gegenwart, ab und zu gleiten sie über eine Zeitschiene in die Zukunft oder auch Vergangenheit. Das Gute am beweglichen Geist ist, es bedarf für die Zeitreisen keinen Körper.

Einstein2-animVor ein paar Tagen kam mir eine frühere Kollegin in den Sinn, von der ich seid der Wende nicht mehr gehört hatte. Damals ging sie grade in Rente, sie musste sich in der fremden Arbeitswelt, die auf uns Ossis mit der Wende zurollte, keinen Platz mehr erobern. Wie aus dem Nichts kam sie in meine Erinnerung. “Ob A.  noch lebt?” Wohl eher nicht, denn es sind ja schon mehr als 20 Jahre seid dem vergangen.

Ich war vor mehr als 20 Jahren ihre Nachfolgerin am Arbeitsplatz. Sie wollte kürzer treten und ich wollte mich in der Firma neu etablieren. Ihr damaliger Chef wurde mein Chef und er schien mir sichtlich erleichtert. Ihr Redefluss hatte ihn auch schon mal an die Wand gedrückt. Da kam ihn so eine schüchtern Frau, wie ich damals war, ganz recht.

A. war schon immer stolz auf ihre Gesundheit. “Ich lebe gesund” ihr Leitsatz, zum Leid ihres Mannes, der den Satz schon nicht mehr hören konnte und auch mein Chef von damals ertrug den Satz nicht mehr. “Ich war in meinen Leben noch nie krank” und bestätigte sich und uns damit, dass ihr Leitsatz richtig war. Doch dann das entsetzliche für A…sie wurde krank und hielt wie unter Schock den ersten Krankenschein ihres Lebens in der Hand. Die  Betriebsärztin hatte ihn ihr ausgestellt. Ihrem Schockgesicht zu urteilen, hätte es eine Todesnachricht sein können, aber es war nur ein Infekt, der sie für ein paar außer Gefecht setzte. Ich sehe A. heute noch mit ihren geschockten Gesichtsausdruck und dem Krankennschein in der Hand auf der großen Treppe der Firma stehen. Alle Kollegen schmunzelten etwas – ein Infekt, weiter nichts.

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