Fragen an den Herbst

Herbst im Wohngebiet

 

Ohne ein schönes Herbst Bild gemacht zu haben, komme ich selten nach Haus. Nicht jedes Bild eignet sich, um es hier auch zu zeigen. Doch das zarte Geäst  des Baumes vor einem Wohnblock auf dem Weg zur Straßenbahn sah im Vorbeigehen so schön aus, dass ich den Moment unbedingt festhalten wollte. Die Natur ändert ihr Aussehen momentan rasant und ich finde es  auch dieses Jahr wie jedes Jahr spannend, dieser Veränderung zu folgen. Digitale Kameras machen es möglich, den Prozess auch festzuhalten.

“Wie viele Jahre noch werde ich meine Bilder noch machen können?” fragte ich mich beim letzten mal, als ich mir die Bilder ansah. Ich befinde mich auch im Herbst, wenn man ein Menschenleben mit der Jahreszeit vergleicht. Noch sind meine Tage nicht gezählt und aus heutiger Sicht  auch noch nicht die Jahre. Aber ein Leben für die Ewigkeit wird auch nicht auf mich warten.

Mit dem älter werden bestaune ich den Wandlungsprozess der Natur mit wachsender Interesse.

Wo waren nur  früher meine Augen, frage ich mich dann manchmal?

Gehört es zum älter werden dazu, wenn man sich mehr und mehr dem Wunder der Natur bewusst wird? 

Wird die Natur auch bis zum letzten Tag die Faszination auf mich ausüben, wie jetzt? 

So wie die Äste und ihre Verzweigungen am entlaubten Baum sichtbar werden, werden auch im Alter menschliche Eigenschaften und gelebte Lebenseinstellungen sichtbar. Das Gesicht im Alter kann trotz Falten freundlich aussehen, weil Lachfalten die Mimik geprägt haben. Aber auch Griesgram, chronische Unzufriedenheit oder z.b.dauernde Traurigkeit hinterlassen ihre Spuren im Gesicht. Gehe ich im Alter nach vorn geneigt, weil eine gewisse Resignation mein Leben beeinflusst hat oder kann ich mich trotz alter Knochen immer noch einen aufrechten Gang pflegen?

Ostseemaus

eiserne Lady

Herbst im Wohngebiet

 

Die Birke ist im Frühjahr der erst Laubbaum, der sein Laub zeiht und im Herbst einer der letzten, die sich vom Baum lösen.

Erstmalig bewunderte ich ihre Zähigkeit in Norwegen, als sich noch in eisigen Höhen darum bemüht war, immer noch ihr grün zu zeigen.

Deshalb musste ich die Birke kurz vor ihrer totalen Entlaubung noch einmal auf dem Foto festhalten.

Ostseemaus

erleuchtender Herbst

Die Temperaturen sinken und sinken. Noch hat uns der Herbst verschont und mit milden Temperaturen verwöhnt. So wirklich mag ich nicht an den Winter denken. Winter mit seinen dunklen, düsteren kurzen Tagen, mit düsterem Dreckwetter und eisigen verschneiten Wintertagen.

Blick in den Innenhof

Man sagt, wir bekommen einen milden Winter: Wer sagt das? weiß ich nicht, hab´s nur irgendwo aufgeschnappt. Wir gut haben es die, die sich nicht auf das nasskalte Wetter einstellen müssen. Sommer auf ewig, Sonne warm und kräftig, eine nie endender Sommer. das wär was.

Meine Freundin erschauert schon, wenn sie schon an den Winter denkt. “ich gehöre nicht hier her” sagt sie dann, “Ich gehöre in den Süden, wo der Sommer nie endet” Mich erschauert der Gedanke, dass ich genau in solchen einer Gegend leben sollte, wo der Sommer nie endet. Mein Auswanderungsland würde ich nur Richtung Norden suchen. In Gegenden, wo es im Winter so richtig kalt wird, vorausgesetzt, ich habe ein Dach über den Kopf, versteht sich.

Aber ich liebe es kalt. Fühle mich in kalten Zonen  wohl, auch wenn ich den Wechsel von warm auf kalt auch ganz gern hinauszögern würde.. Klar ist für  mich ist, das Wärme mich eher lähmt, aber  kühle Temperaturen mich mobil werden lassen. Mein Freundin ist demnach ein Kind des Südens und ich ein Kind des Nordens. Sie ist voller Freude, wenn der Sommer kommt, ich werde erst munter, wenn es kühl wird.

Echt komisch , oder doch nicht ?

Wie in zahlreichen anderen Philosophien sieht man auch im Yoga den Menschen als Teil des großen Ganzen, ja, sogar als Teil des Universums. Demnach hat das Universum mich an den richtigen Platz der Erde ausgesetzt, in einer Zone, die von 4 Intervallen geprägt ist. Frühjahr, Sommer Herbst und Winter.

Ohne diese Intervalle des Wetter würde  mir etwas fehlen. Auf einen ewigen Sommer ist mein Organismus nicht eingestellt.

Ostseemaus

der letzte Rest

der Belaubung hält sich noch am Baum, andere Bäume zeigen schon das blanke Gerippe ihrer Baumkrone.

Der Herbst ist der Frühling des Winters..diese kleine Weisheit  lass ich gestern in einem Blog. Also nahm ich meine Kamera und suchte vom Balkon aus den letzten Rest des Sommers in  Überschneidung mit dem Herbst, wie diese sich vor meinem Fenster zeigt.

Heute bin ich auch dort angekommen, wo mein Vater damals in meinem heutigen Alter war. Während ich als junge Frau  die Welt erkundete und nur Ausschau nach großen Erlebnissen und Abenteuer  hielt, beobachtete er die Natur in unseren Hausgarten. Für mich war das alles andere als abenteuerlich um nicht zu sagen, extrem langweilig.

Wie kann das spannend sein, was man direkt vor der Nase hat? Kann etwas, was jeden Tag für mich greifbar ist überhaupt eine Spannung erzeugen? Für war nur spannend, was sich in der großen weiten Welt tat und diese war damals nicht größer als mein Dorf und die Menschen, die in ihm lebten.

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im Auge des Sturms

Irgendwie habe ich in diesem Jahr keinen Bock auf die kalte Jahreszeit. Der Abschied vom Sommer in diesem Jahr fällt mir schwerer als sonst. Vielleicht fehlten mir noch ein paar sonnige Tag, vielleicht habe ich keine Lust auf die dunkle Jahreszeit. An den Fingern zähle ich die Monate ab, bis die Sonnen wieder an dem Punkt kommt, wenn die Tage wieder genau so lang sein werden wie die Nächte. Ab November sind es noch 5 Monate, bis der Zeit der langen Tage wieder anbricht.

Aber der Wechseln der Jahreszeit ist so unabdingbar die der Tod, der an das Leben geknüpft ist, auch wenn man ihn lieber nicht sehen will. Wenn es an der Zeit ist, muss auch der Mensch abtreten, auch wenn er keinen Bock auf einen Abgang hat.

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Bild

Fundsache

Genau so wie mein Handy trag ich auch meine kleine Kompaktkamera mit mir rum. Anfags Fotografiete ich alles, was mir vor die Linse kam..das hat sich jetzt geändert. Ich Hab festgestellt, dass es einen Unterschied zwischen knipsen und fotografieren git…im Hinblick auf das Egebnis. Mein Motiv richtig in Szene setzen, das ist etwas, was mir bisher kaum oder nur sehr selten gelang. Es waen whl eher Zufallstreffer.

Am letzten farbenprächtige Laub der Essigbäume, die um die nahegelehne Berufsschule stehen,  konnte ich heute nicht vorbei – zu schön waren die Farben, um sie nur mit einem Blick zu streifen. Ich kroch unter das Laub oder stellte mich zwischen Mauer und Laub und tat dabei fast auf ein vergessenes Cola-Glas.

Ich liebe solch Zufallsmotive halte sich mit dem Foto als Stilleben für die Nachwelt fest 😉

Herbstimpressionen

Sonne durchdringt das rot der Kletterpflanze – nur ein paar Tage noch, dann verliert sich die Farbenbracht des Herbstes in tristem grau

Nicht perfekt getroffen mit dem Laternenmast in der Mitter des Bildes, jedoch das Meer von Orange sollte in meinem Blog berücksichtig werden.

Blick aus meinem Schalfzimmer

Heut früh ( Bild vor meinem SZ) war es dann so weit – grau in grau und daran hat sich noch nichts geändert – die farbenprächtige Natur von gestern ist immer noch im dichten Nebel versunken.

Ostseemaus