Kopfkino

Winterzeit, Kinozeit. Kinozeit ? Also wenn man am Wochenende und an Feiertagen in der Innenstadt von Rostock ins Kino gehen will, dem rate ich, nicht auf den letzten Drücker zu kommen. Vor 4 Wochen musste ich sogar einen Film sausen lassen, weil ich auf den allerletzten Drücker kam und eine lange Warteschlange vor mir hatte. Den Anfang des Filmes auch mitzubekommen, wäre bei der Schlage aussichtslos gewesen. Ich hätte mich wie zu Hause auf der Couch vor dem TV nur mitten drin reinzappen können, aber das wollte ich nicht. Aber ich hatte dazu gelernt : Nicht auf den letzten Drücker kommen.

Gestern war ich wieder im Kino. Und damit ich nicht den Anfang verpassen, stand ist schon eine Stunde vor Filmstart am Kinoschalter und sicherte mir meinen Platz. Man weiß ja nie. Der Weihnachtsmarkt war vollen Menschen und wenn nur ein paar davon einen Abstecher ins Kino machen wollten, wäre das Kino 4 voll gewesen.

Ich wollte mir den Film „Last Christmas“ ansehen. Ja..es wurde nach dem berühmtestem Song von und mit George Micheal benannt. Den Trailer dazu hatte ich schon gesehen. Es sah nach einem kitschen Weihnachtsfilm mit viel Bling Bling aus. Warum nicht? Die Musik von George Michael in einem Film serviert zu bekommen, nach seinem Tod. Das wollte ich mir doch ansehen, bevor der Film wieder aus den Kino verschwindet. Ich erwartete einen besinnlich kitschigen Weihachtsfilm und ? Ich wurde enttäuscht. Nicht von Film, aber was meine Erwartungen betrifft.

Erwartungen sind und bleiben die Quelle allen Leides. Man führt im Kopf Regie und ist enttäuscht, wenn das Leben nicht mitspielt“

Die klugen Worte sind nicht von mir, das haben die Buddhisten erkannt und ich las das rote Zitat beiläufig in einem Buch und schon hatte es sich in meinem Kopf eingenistet

Der Film Last Christmas begann auch genau so, wie ich es erwartet hatte und deshalb glaubte ich auch sicher, wohin das Ende führen wird. Aber Pustekuchen, trotz aller Komik wurde der Hintergrund der Geschichte ernster und ernster und machte wohl jeden Zuschauer nachdenklicher über Schicksale, die man nicht mal seinem Feind wünschen würde.

Inspiriert von berühmtesten Song aller Zeiten „Last Christmas“, einem Song, der um die Weihnachtszeit wohl jedem zu Ohren kommt, regte die berühmte Schauspielerin „Emma Thompsen“ zu einer rührenden und nachdenklichen Geschichte an, die sie ihren Zuschauern um die Weihnachtszeit erzählen wollte.

Last Christmas, I gave you my heart
But the very next day you gave it away
This year, to save me from tears
I'll give it to someone special
Letzte Weihnachten schenkte ich dir mein Herz
Aber schon am nächsten Tag hast du es verschenkt
Dieses Jahr, um mich vor Tränen zu retten
Ich werde es jemandem etwas Besonderes geben

Emma Thompsen hat aus den Zeilen von George Michael eine ganz besondere Geschichte gemacht, über die man noch einige Zeit nachdenken kann. Ich will die Geschichte hier nicht erzählen, damit die Überraschung bleibt, falls der eine oder andere sich den Film noch ansehen will. Auch wenn es viel zu lachen gab, ich kämpfte am Ende, als die Wahrheit an Licht kam, mit den Tränen. Und ich fand, die Geschichte war von sowas gar nicht kitschig. Die Darsteller haben alles gegeben, mich überzeugt und die Geschichte gemacht.

Ich gab dem Eintrag den Titel „Kopfkino“ weil er dem Film entspricht.

kleiner Mann, was nun?


Zum Glück habe ich mich damals in der letzten Phase meines Wachstums noch ausreichend gestreckt, so schaffte ich mit 4 cm den klar definierten „Kleinwuchs“ von unter 150 cm zu überschreiten. So bin ich nur klein, aber nicht kleinwüchsig.

Zur Zeit haben wir ein Kind in der Sportgruppe, der zu den Kleinwüchsigen zählt, wie man sie schon an ihrem Körperbau erkennt. Er macht mit, was er kann und wenn es ihm zu viel wird, darf er sich ausruhen. Für uns als Trainer ist es wichtig, dass wir keine „Extrawurst“ für ihn braten, nur der zwischenzeitlich Ausruhmodus ist erlaubt.

Und wir haben noch einen weiteren “ kleinen Mann“ in der Kindergruppe, der sich mit seinem Körper ganz anders auseinander setzen muss. Die Asthmasprayflasche muss er immer bei sich haben, ohne sie geht es nicht. Eher so nebenbei erzählte er mir, dass er am Herzen erkrankt wäre (oder mit einem Herzfehler geboren wurde – so genau weiß ich es nicht mehr) und deshalb hätte er das Asthma gekommen.

Wie sieht eine Trainingstunde mit solch einem kleine Kerl aus? Er will wie de anderen Kinder laufen, springen und toben, doch alle 15 Minuten muss ich mit ihm vor die Tür, damit er sich an der fischen Luft erholen kann. Nicht selten bricht er schon in der Sporthalle zusammen und schafft es allein ohne meine Hilfe nicht an die frische Luft.

Vorgestern wartete er – wegen der sommerlichen Temperaturen schon zusammengefallen und in den Schatten geflüchtet – mit den anderen Kindern vor der Sporthallentür darauf, dass er mit den anderen Kindern in die Halle stürmen zu dürfen. Er berappelt sich, doch kaum hatte er den Umkleideraum betreten, brach er wieder zusammen. Also entschied ich, er solle sich in der Sporthalle umziehen. Anders, als in der engen Umkleidekabine, in der sich auch noch viele Kinder aufhalten, zirkuliert die Luft in der großen Sporthalle besser. Und so war es auch. Er erholte sich schnell und trat wie die anderen Kinder zum Sport an.

Immer Donnerstags muss ich 30 Minuten die Kinder allein trainieren. Meine Kollegin kommt an den Tag immer später. Also kann ich mich um den“kleinen Mann“ nicht so intensiv kümmern. Ein weiteres Kind übernimmt in dem Fall die Fürsorge für den Kleinen. „Wenn es schlimm wird, dann rufst du mich“ gab ihm mit auf den Weg. Es sieht immer süß aus, wenn die beiden Jungs Hand in Hand an die Tür gehen.

Wenig später kam er aber aufgeregt in die Sporthalle zurück. „Frau H…., Frau H…., Frau H…, Ni….liegt im Flur auf dem Boden“ Es wurde also doch wieder schlimmer. Zum Glück war meine Kollegin schon eingetroffen und übernahm das Training. In solchen Momenten wird deutlich, warum immer zwei Trainer im Kindertraining vor Ort sein müssen. Ich konnte mich sofort wieder um den kleinen Mann kümmern. Er lag seitlich ausgestreckt und kraftlos im engen Flur, der von der Sonne aufgeheizt war und kam aus eigenen Kräften nicht wieder hoch. Ich hob ihn auf und unter dem Armen gestützt gingen wir wieder zur großen Ausgangstür, die zum Glück im Schattenbereich lag. Er erholte sich relativ schnell und ließ auch keine weiter Zeit verstreichen und fädelt sich sofort wieder in das laufende Training ein.

Diese Intervalle durchlaufen wir mit dem Kleinen zu jeder Traningseinheit. Der Vater erklärte uns, dass sein Sohn dieses Problem nur in der Sporthalle hätte, ansonsten hüpft er umher, ohne von den eben geschilderten Problem geplagt zu werden.

Ich frage mich, ob der Kleine wirklich nur in der Sporthalle so sehr wegen seines Herz- und Asthmaleidens eingeschränkt ist. Vielleicht wird er von seinen fürsorglichen Eltern eher ausgebremst? Für mich aber ist auffällig, dass er sich ganz schnell erholt und genau so schnell wieder ins Training einsteigt, natürlich auch mit „Hochgewindigkeit“, wie seine Altersgleichen es tun.

Und ich frage mich, ob das alles ist, was der Kleine an Lebensqualität auch für die Zukunft zu erwarten hat ? Wie sieht seine Prognose aus? Wird sie besser oder schlechter? Welcher Schatten geht seinem Leben voraus?

Was für s Herz

Die Weihnachtsvorbereitungen in den Familien laufen schon auf Hochtouren.Jeder möchte seine Lieben überraschen. Gar nicht so einfach in Zeiten von Überfluss, in dem wir leben. „Womit kann ich meinen Lieben eine Freude machen? “
Der Handel reibt sich schon die Hände und hofft auf extrem hohe Umsätze. Klar, wir Menschen sind für Konsum gemacht, jedenfalls im Sinne der Wirtschaft, die darauf aufbaut, das der Konsument ununterbrochen konsumiert.

Aber auch kleine Dinge können Freude machen. Besonders wenn sie von Herzen kommen, wie das große bunte Herz, das nach der Technik von ZenTrangel angefertigt wird.
Eine Weihnachtskarte mit selbst gemalten Herz gestaltet, wird bestimmt großen Anklang finden.

Das Internet ermöglicht einen großen Einblick in die Vielfalt dieser einfachen Maltechnik, die obendrein noch entspannen soll.

Ostseemaus