Erinnerung, kunterbunt, Leben, Menschen, Natur, Wissen

Cäsar Milan .. die Zweite

Wer hätte das gedacht. aber die Show von Cäsar Milan , die ich am Sonntag Abend sah, wirkt bei noch heute nach. Das fiel jedoch mir erst auf, als ich Bekannten darüber etwas erzählte. Dann stelle ich fest. wie lehrreich viele seiner Aussagen für mich waren.

Zu Weihnachten bekam ich die Karte von Sohnemann geschenkt und sie lag monatelang auf dem Sideboard. Sie sollte auf keinen Fall von mir verlegt werden, so dass ich im entscheidenden Moment meine Wohnung auf den Kopf stellen müsste. So hatte ich die bevorstehende Show auch täglich vor Augen.

Je näher die Show kam, je mehr befürchtete ich, dass ich von dem Mann, den ich für seine Arbeit, der Resozialisierung von schwiegen Hunden vor laufenden Kamera,  im TV bewunderte, vielleicht enttäuscht wurde, dass ich mir falsche Vorstellungen von ihm machte und diese wie eine Seifenblase zusammenfiel. Oder  vielleicht würde da ein kleines Hutzelmännchen auf der Bühne stehen, denn auch Cäsar Milan war in die Jahre gekommen. Und zwischen den TV Auftritten und seiner Liveshow lagen Jahre, Jahrzehnte? Aber nein, die Ausstrahlung des Mannes hatte die selbe Intensität wie in seinen TV Shows.

Mit mir strömten die Massen in die Stadthalle Rostock, die erst wenige Tage zuvor als vollständig saniert und modernisiert übergeben wurde. Tausenden Zuschauer warteten auf Cäsar Milan. Obwohl er schon seit Jahren durch Deutschland tourt, in Rostock war er das erste mal.

kräftige Jungs waren auch mit am Start 😉

Alle wollten Cäsar Milan live auf der Bühne erleben und das Wissen mit ihm teilen, dass er im Laufe seines Lebens mit schwierigen Hunden gesammelt hatte. Ich will nicht sagen, dass Cäsar Milan wie ein Lehrer rüber kam, aber die Struktur seiner Show glich einer Lektion in einer Uni und die Zuschauer waren die wissbegierigen Studenten, die jedes Wort, jeden Satz, jeden Gedanken aufsogen. Dabei war es gar nicht so schwer und abwegig, was er seine Fans zu vermitteln hatte. Dabei ging es um grundsätzliches, dass sich auf auch auf den Umgang mit den Menschen übertragen lässt. Die Bedürnisse des anderen kennen und gegenseitiger Respekt. Grundtenor waren klare Strukturen und Regeln. Der Spaß kam dabei auch nicht zu kurz. Der Mensch wirkt mitunter urkomisch, wenn er ohne Erfolg versucht, die Führung seines Hundes zu übernehmen. Das typische Bild z.B., der Hund, der sein Herrchen an der Leine nach sich zieht.

Die Beziehung Mensch – Hund sollte, so Cäsar Milan,  eine Win-Win-Beziehung sein, wie auch in einer Beziehung zwischen Mensch und Mensch. Das heißt, jeder Beteiligte hat auch Bedürfnisse und diese sollten nicht ignoriert werden. Der Hund, dessen einzige Aufgabe in der Neuzeit ist, der Freund des Menschen zu sein, sollte aus der Beziehung zum Menschen auch profitieren und damit ist nicht das Futter gemeint. Der Hund hat Bedürfnisse die hundgerecht befriedigt werden müssen, damit es nicht  zu Konflikten kommt. D. h. jeder Hund braucht Aufgaben, die er zu erfüllen hat, bevor er Zuwendung und Futter bekommt. Das entspricht seiner Natur. Einfach nur ein Knuddelhund zu sein, reicht weder dem kleinen noch dem großen Hund. Bei überschüssiger Energie wegen Mangel an Bewegung und Aufgaben reagiert der Hund sich frustriert auf unterschiedlichste Weise ab.

Spontan erinnerte ich mich an den tragischen Unglücksfall aus jünger Vergangenheit., bei dem 2 Menschen von ihrem Hund getötet wurden. Der Hund wurde vor ein paar Tagen eingeschläfert, nachdem eindeutig die Bisse des Hundes als Todesursache von Mutter und Sohn festgestellt wurden.  Ich denke diese Nachricht ging an niemandem  vorbei. Dieser tragische Unglücksfall zeigte allen Hundehaltern und die, die es werden wollten, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse des Hundes, der an seinem Leben teilhaben soll,  zu kennen und diesen auch gerecht zu werden Geschieht das nicht, können z.B. große Hunde, die dafür gezüchtet wurden, Beute zu machen ausrasten und dass endete im dem Fall o.g.Beispiel mehr als tragisch. Der besagte Hund war ein Staffordshire-Mix , der täglich locker 30 km lange Spaziergänge machen kann. Gehalten wurde dieser jedoch in einem Hundekäfig und auf dem Balkon. Der Hund wurde vor ein paar Tagen eingeschläfert. In dieser Mensch/Hund/Beziehung gab es nur Verlierer. Aber es zeigt, wie wichtig es ist, dass der Hundehalter sein Tier und dessen Bedürfnisse kennt und diesen auch gerecht wird.

Zu gern hätte ich gewusst, wie Cäsar Milan diesen Vorfall beurteilt hätte. Ein Statement dazu gab es nicht ab.

Dafür zeigte Cäsar Milan auf der Bühne an einfachen Beispielen, wie er mit Hunden arbeitet. Über seine Methoden konnte der Zuschauer sich in den zahlreichen Dokus, die auf SIXX heute noch laufen, ausreichend informieren.  Erstaunlich für mich war, dass die Hunde sofort ihr Verhalten änderten, sowie Cäsar Milan die Leine in die Hand nahm.

Am Ende seiner Show betraten die „Heldenhunde“ die Bühne. Heros nannte es die Hunde, die das tägliche Leben der Behinderten Menschen erleichterten und wieder Lebenswert machten.  Der Hund erfüllte damit gleich 2 Bedürfnisse des behinderten Menschen, er war für sie Helfer und Freund zu gleich. Betroffene berichteten auf der Bühne über das Leben mit ihrem Hund. Die Menschen im Saal waren gerührt.

Nicht zu vergessen sind die Polizeihunde, die in ihrem Einsatz vielfältige Aufgaben lösen.  Aufgaben, die der Mensch nicht übernehmen kann, ganz einfach, weil er nicht über so eine überaus empfindliche Schnüffelnase verfügt.

 

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Auf den Hund gekommen…

bin ich im Sinne des bekannten Satzes nicht. Zum Glück. Aber einen Hund hätte ich schon gern. Doch weil sich dieser Wunsch zur Zeit noch nicht erfüllen lässt, schaue ich mir als Ersatz die bei fast allen Hundehaltern bekannte Doku „Der Hunderflüsterer“ an. Zur Zeit läuft die Serie auf Sixx in der Woche rauf uns runter. So wird auch der letzte Nichtwissende erreicht, der von dem mexikanischen Hundeflüsterer Cäsar Millan noch nichts gehört oder gesehen hat.

Cäsar Millan ist Vertreter der Rudeltheorie  und diese ist umstritten.  Zu dem Schluss kam ich jedoch nie. Ich fand alle Lösungsansätze logisch und nachvollziehbar, die er seinen „Klienten“ und den Zuschauern als Ausweg aus der festgefahrenen Mensch-Hund-Beziehung anbot.  Er gab klare Regeln vor, die weder für Mensch und noch Tier ein kompliziertes Regelwerk darstellten und wenn diese konsequent angewendet wurden, sollte die Mensch-Hund-Beziehung super laufen.

Meine Begeisterung für Casär Millan wuchs mit jeder Doku, die ich sah. Er begeisterte mich nicht nur wegen seiner Arbeitsmethoden, sondern auch wegen seiner „Spiritualität“ die er damit verband.  Meine Familie schenkte mir deshalb eine Karte für Cäsar Millan live und gestern war es dann endlich so weit.

Eintritt für Cäsar live

Die Rostocker Stadthalle füllte sich mit Menschenmassen.

alle und noch mehr wollen und werden  Cäsar live sehen

Es folgen 2 Stunden in 2 Teilen Cäsar Milan live. Cäsar Milan kam wie in seinem Dokus 1 zu 1 rüber. Es gab für mich kein Unterschied zwischen beiden. Cäsar überzeugte mich von der 1. Minuten seines Programms. Er war lustig und es war lehrreich und es machte nachdenklich. Die Ausstrahlung des Mannes zog mich wie in seinen Dokus in seinen Bann……

Fortsetzung folgt…..

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vierbeiniger Lehrmeister

Mit Hund, Katze, Maus, Hühner, Kühe und Pferde wuchs ich auf einem Bauernhof auf. Normal all die Tier um mich herum. Schnell wusste man als Kind, welchen Tieren man lieber aus dem Weg gehen sollten, wie z.B. Gänse und Puten, wenn sie einen langen Hals machten, nix wie weg. Andere Tiere wurden zu Freunden erklärt, weil sie mit uns Menschenkindern kommunizierten. Dazu gehörte unser Hofhund, ein schwarzer Mischlingshund, namens Bobbi. Damals bekamen die Hunde noch klassische Hundenamen wie Hasso oder Bobbi oder Bello.

Neben der Hauptaufgabe eines Hofhundes, den Hof zu bewachen oder auch nur Ratten und Mäuse vom Hof fernzuhalten, spielte er auch mit uns Kindern. Lief mit uns um die Wette  oder hielt sich nur so in unsere Nähe auf, nur um dabei uns zu sein.

Später als Stadtmensch musste ich auf die Gesellschaft des Hundes verzichten. Das soll sich im Zukunft ändern. Bis es so weit ist, schau ich mir andere Hunde an, die von ihren Haltern über Youtube an den Späßen ihrer Hunde teilhaben lassen, wie dieser kleine Clip zeigt.

Achja.. vor kurzem las ich, das der Anblick von Hundewelpen den Menschen sanfter macht, den Blutdruck senken und die Stimmung aus dem Tal holen kann.  Vorausgesetzt. man mag Hunde, dann kann man sich schon an ihren Bildern erfreuen. Manchmal braucht es nicht viel um wieder in Stimmung zu kommen.

Ostseesemaus

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wahre Freude

Gestern schrieb ich über Freundschaften, die wir Menschen pflegen, weil sie unserer Leben reicher machen. Zufällig fand ich gestern ein Clip passend zum Thema und welche Höhenflüge wahre Freundschaften annehmen können.

Hier ein Höhenflug der Freude, der zur Ohnmacht führte, eine herzzerreißend Wiedersehensfreude von Hundchen, als er Frauchen nach 2 Jahre Abwesenheit wieder begrüßen durfte.

 

Damit wird wieder einmal deutlich, warum wir Menschen den Hund als unseren besten Freund ausgesucht haben. Hier der Clip mit Übersetzung und Kommentar.

Ostseemaus 

 

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geben und nehmen

Also das ist wirklich nicht der Ort, auf dem man mit einem Rollator gut voran kommt. Schon von weitem sah ich den gebrechlichen Mann, der sich mühevoll mit dem Rollator über eine holprige Wiese mit hoch gewachsenem Gras bewegte.

Und dazu kommt noch, dass zwischen ihm und dem nahegelegenem Gehweg ein tiefer Graben lag, auf dem ich mich flott mit meinem Cityrolle von A nach B bewegte. Ich schickte gleich mal meinen Wunsch an´s Universum, das es meine Beweglichkeit bis zu m einem jüngsten Tag erhält. Es sah wirklich sehr mühevoll aus, wie der gebrechliche Mann auf dem grünen Randstreifen sich bewegte.

Als ich auf seine Höhe kam, sah ich einen schwarzen Hundeschwanz wedelnd über das hohe Gras herausragen. Sein Fell glänzte in der Sonne, die Leine war mit dem Rollator verbunden. Der Hund beschnüffelte die Gegend Grashalm für Grashalm. War vertieft und glücklich mit dem, was er tat. Ebenso glücklich sah der gebrechliche Mann auf seinen Hund, der sich sichtlich auf dem Rasenstück in seinem Element fühlte.

Der gebrechliche Mann wirkte nun nicht mehr gebrechlich auf mich, sondern wandelte sich in meinen Augen zu einen fürsorglichen Hundehalter.Auch wenn er körperliche Einschränkungen hatte, sein Hund sollte darunter nicht leiden. Der Hund – ein schwarzer Spitz – machte seinem Herrchen sichtlich Freude, wenn er begeistert mit Schnüffelnase und Schnauze die Wiese untersuchte und nicht nur das. Für Herrchen gab es keinen Zweifel, er musste 2 – 3 mal täglich bei jedem Wetter vor die Tür um seinem Hundchen die nötige Bewegung zu verschaffen und das konnte nur gut für den Mann sein, dem das gehen sichtlich sehr schwer fiel. Doch mehrmals täglich an die frische Luft zu kommen, ist tausend mal besser, als vor dem TV auf den jüngsten Tag zu warten. Der Hund gibt dem Mann wieder ein Stückchen Lebendigkeit und Lebensfreude zurück.

Ostseemaus

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was guckst du ?

 

“meine Herrschaften haben mich hier mal kurz abgestellt und angeleint. Sie suchen nach  Schnäppchen wie ich meine versteckten Knochen in der Erde. Ähh…in nächsten Leben natürlich, wenn die Natur mir die Schnauze zum buddeln wieder zurück gibt.  Aber dafür ist schon ein schönes rosa Klamöttchen für mich abgefallen. Der Hund gönnt sich ja sonst nix und kommt nicht auf den gemeinen Straßenköter”

Diese Worte hab ich Hundchen einfach mal in sein Maul gelegt. Der arme Kerl wartete geduldig im Kaufhaus auf seine Herrchen und musste sich von jedem anglotzen lassen – so wie von mir auch 😉

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Leben, Natur

Eine Klimaanlage….

…könnte ich an einem heißen Tag wie diesem gut gebrauchen. Die Wärme drückt sich regelregt durch den Spalt der an gekippten Fenster in die Zimmer. Der langersehnte Sommer hat sich nicht mit sanfter Wärme niedergelassen, sondern er krallt sich mit Hitze Tag und Nacht in mein Leben. Ich glaube, ich lebe am falschen Platz auf dieser Erde. Es gibt Menschen, die sehnen sich nach dem Süden des Mittelmeeres und fühlen sich mit jedem Grad, der im Thermometer nach oben steigt, besser und besser. Bei mir läuft mein Wohlgefühl mit jedem Grad nach oben schlechter und schlechter. Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen sind die Begleiterscheinungen bei Temperaturen über 20 °C und ich sehne mich nach dem hohen Norden.

An solch heißen Tagen wie diesen suche ich gern  Plätze mit dicken fetten Bäumen auf. Sie sind für mich wahre Naturwunder. Unter ihrem dicken Blätterdach fühlt sich die Luft frisch und belebend an.

Ein paar Sonnenstahlen dringen durch, aber das war es auch schon.

Diese große freistehende Rotbuche spendet sogar 2 Schatten. Einen großflächigen weniger gekühlten und einen im Kern, mit Extra Kühlung. Der zugige Wind unter ihr erfrischt zusätzlich.

Direkt im Kernschatten der Rotbuche kann sich mein vor Hitze geschwächte Körper wieder erholen. Nach wenigen Minuten merke ich schon, wie sich meine Lebensgeister beleben und räkeln. Der Schatten hat sie wieder auf die Beine gebracht. Zum Glück hat die Stadt viele solch natürlichen Klimaanlagen.

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