große Reise ohne Rückkehr

Ich hatte mal vor einiger Zeit gelesen, dass es Menschen mitunter einfacher fällt, wenn sie in dem Moment allein sind. In dem Moment, wenn sie die Welt für immer verlassen. Vielleicht hat Jan Fedder sich deshalb entschieden, die Welt zu verlassen, wenn seine schöne Frau nicht zu Haus ist.

Man wusste ja aus den Medien, dass er zeitweise sehr krank war. Doch ich schöpfte Hoffnung, dass es mit ihm wieder aufwärts geht, als ich ihn kürzlich in einem Interview im Fernsehen sah. Mir fiel auf, dass seine Worte schnalzend klangen. Aber er war grade dabei zu erklären, warum es so war. Die Ärzte haben aber das bester daraus gemacht.

Doch das Jahresende hat er dann doch nicht mehr geschafft, ist noch vor Silvester gegangen. Der Aufschrei über seinen viel zu frühen Tod war deutschlandweit und er hinterlässt nicht nur seine trauernde Familie sondern auch eine große große Fangemeinde.

Ich sah Jan Fedder das erste mal nicht in seinen berühmten Klassikern – Das Boot und Großstadt-Revier – von denen heute immer die Rede ist, sondern in einer kurzen Fernsehproduktion. Sie lief vor vielen Jahren, daher erinnere ich mich an den Titel nicht mehr. Ein Schauspieler spielte in ein paar wenigen 10-Minuten-Kurzgeschichten immer die Hauptrollen, die dem Zuschauer nacheinander gezeigt wurden. Und jedes mal stellten dieser einen ganz anderen Charakter dar. Der Zuschauer bekam in kurze Zeit die breite Palette der Schauspielkunst zu sehen. Und Jan Fedder begeisterte mich damals über alles, denn seine Mimik in einer Szene ersetzten tausend Worte. Er hatte mir damit einen unvergesslichen Unterhaltungmoment geschenkt.

Ich könnte heulen, dass er schon viel zu früh gehen musste.