Neue Herausforderungen

In MV ist der Schulbetrieb schon die 3. Woche im vollen Gang. Mit dem beenden der Sommerferien nehmen auch die Sportvereine ihre Tätigkeit auf. Im YogaBereich haben während der langen Lockdown Zeit nur wenige den Verein verlassen. Es hat sich also für mich und den Verein in der Vergangenheit gelohnt, aus der Gruppe eine Gemeinschaft werden zu lassen, d.h. Sie fühlen sich in der Gruppe zu Hause. Dafür zahlten sie monatlich ohne Murren die laufenden Beiträge. Und ab Freitag darf ich eine weitere Yogagruppe aufbauen. Ein neuer Anfang, der für mich Zeichen setzt.

Der Kindersport läuft auch wieder, mit den ganz kleinen und den 6-10 Jährigen. Letztere sind ab diesem Jahr eine Herausforderung für mich. Im Kindersport müssen ab 15 Teilnehmer immer 2 Trainer vor Ort sein. Doch meine Kollegen ist, was den Vereinssport betrifft, in Rente gegangen. Sie war sehr beliebt und ich muss diese Lücke für sie jetzt füllen.

Wie der Gastronomie die Mitarbeiter während des Lockdown ausgegangen sind, fehlen auch in den Vereinen zur Zeit Trainer aus unterschiedlichensten Gründen. D.h. für mich, ich stehe erst mal allein vor der Kindergruppe, mit Jungs, die viel Freude am balgen haben. Ist man da als Trainer nicht fokussiert, tanzen sie einem schon mal auf dem Kopf rum und bei meiner Körpergröße von 1.54 m ist das für Sie kein Problem 😄 Nur mit Fokus und Selbstvertrszen kann Frau in der Kindergruppe seinen Mann stehen.😄

Doch ich habe festgestellt, dass die zurückliegenden Zeit etwas auch etwas positives mit den Kindern gemacht hat. Sie sind nicht mehr so überdreht, wie vor der Pandemie und das macht mir das Arbeiten mit ihnen leichter 🙏😄

mal wieder ein Lebenszeichen

Fast vier Wochen sind seid meinem letzten Eintrag ins Lang gegangen. Wiedermal mache ich die Feststellung. „Kinder, wie die Zeit vergeht“. Diese ist zwar nicht neu, doch in dem Moment, wo ich sie mache, scheint sie für mich neu entdeckt zu sein.

Erst mal vor weg, ja..es geht mir gut und nein, meine Enkelkinder haben mich nicht untergebuttert. In diesem Sommer gaben sie sich die Klinke in die Hand. Erst kam ein Mädel, dann kamen zwei Jungs, dann noch mal zwei Mädels. Und gleich darauf quatierte ich mich als Gast bei meiner Schwester ein. Sie hatte Sehnsucht nach mir und ich nach ihr. Und weil sie ein „Heimschläfer“ ist, bekomme ich sie kaum aus ihrem Haus gelockt und schon gar nicht in eine beengte Neubauwohnung, wie meine.

In der Zeit, als meine Enkelsöhne (8 und 11 Jahre) bei mir waren überdrehte sich fast mein Schrittzähler auf dem Handy, schließlich musste er aus der Bewegungsarmut (Lockdown) gleich in die vollen. Als ich am Morgen die Augen öffnete, wusste ich, ich musste die Jungs 10 – 15 km mit verlockenden Angeboten auf die Piste bringen, damit sie mir am Abend nicht über den Kopf steigen sollten. Aber nichts kam über die Ostsee und es schien, als hätte ich für sie extra kräftigen die Wellengang bestellt.

Nach dem Jungs kamen die Mädels (14/16 Jahre alt) und diese ließen sich nicht von mir durch die Gegend „schiefen“, nein, sie hatten andere Pläne. Endlich mal von morgens bis abends Serien auf Netflix sehen können. Eine verschwand mit einem kleinen Fernseher ins Schlafzimmer und sah sich ungestört ihre Lieblingsserie an, die andere hielt sich am Fernseher im Wohnzimmer fest. Für mich blieb nur noch der Balkon und die Küche übrig.😏😁. Naja..für die Enkelkinder opfert die Oma tagsüber ihre Couch, ich hatte sie ja nachts für mich allein, zum schlafen.

Das erst mal auf die Schnelle. Es gab mittendrin auch ein trauriges Ereignis, doch darüber später mehr.

Das Leben geht weiter und weiter

Bevor meine Enkelin zum Sommerbesuch bei mir anreiste, bat sie mich, nicht über die Trauer zu sprechen, die in den letzten Monate und Tage mein Leben überschattet. „Bitte nicht, es stresst mich auch“ bat sie mich und ich versprach, mich nur dem Hier und Jetzt zu widmen. Das ist das Gute an Kindern. Sie zwingen einen, sich nur auf die Gegenwart zu konzentrieren, ja sogar die kleinen Zipperlein zu ignorieren, die sonst auch ganz gern die Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchten. Meine Selbstbeschau endet mit ihrem Besuch abrupt. In dieser Woche ist eine meiner Enkeltöchter (auf dem Bild Richtung Fingerzeig sehen) bei mir, nächste Woche werden 2 meiner 3 Enkelsöhne bei mir sein.

Zum Glück lebe ich dort, wo andere, Urlaub machen, in Strandnähe. Für Strandbesuche könnte das Wetter besser sein und uns bleibt nur, in die Lücke von Regentage zu springen.. Mit 14 Jahren ist meine Enkeltochter jedoch aus dem Alter raus, in dem sie Kleckerburgen baut. Und Zack sind die verspielten Kinderjahre vorbei und die Schwärmerei für einen auserwählten Star – in ihren Fall Wincent Weiß – macht es deutlich, die jugendlich Teenie-Zeit hat unwiderruflich begonnen.

Aber nicht nur Wincent Weiß bestimmt ihr Leben, sondern auch das Handy. Auf dem Bild zu sehen, wie sie die untergehende Abendsonne im Spiegelbild einer Pfütze mit ihren Handy festhalten will. Heut hat sich mich um eine Kopflänge überholt, doch ihr Start ins Leben war denkbar schlecht. Eintrag im alten Blog von Twoday.

MiniPüppi

Es vergeht kein Tag, ohne dass ich mich bei meiner Tochter nach ihrem Befinden erkundige. Die kleine MiniPüppi, die viel zu früh auf die Welt kam und ihr Überleben den medizinischen Fortschritt verdankt.

Klein zart und zerbrechlich liegt sie im Brustkasten und wartet darauf, ihr wahres Geburtsdatum und Geburtsgewicht zu erreichen. Die kleinen Fortschritte in ihrem kurzen Leben machten uns alle optimistisch.

Der Beatmungschlauch gehört schon der Vergangenheit an. Die kleine Lunge schafft es jetzt mit Hilfe einer schnorchelhaften Nasendusche schon allein. Und auf diese Weise schnorchelt sie sich von einem Tag zu anderen.

Zweimal am Tag kommen ihre Eltern zum Kuscheln. Die KrankenSchwestern heben den zarten Körper aus dem Brutkasten und legen es Mutter oder Vater auf die entblößte Brust. Und MiniPüppi kuschelt sich gleich wie ein kleiner Frosch auf die nackte Haut ihrer Eltern. Geräuschvoll bedankt sie sich für die Wohltat. Wie von einen Welpen hören sich ihre Töne an, die sagen wollen „Das gefällt mir“ und sie schmiegt sich noch mehr an Mutti´s oder Papa´s Brust….

Heute ist das alles Geschichte und nichts erinnert an die Zeit, als wir damals um ihr Leben bangten. Das Leben ging weiter und geht heute auch weiter. Nach dem letzten Ereignissen hat das Leben für mich die Gestalt von einem Fließband, das ständig in Bewegung ist und die Menschen auf aber auch abspringen.