Nur langsam schlägt der Puls

47. Tag seit der Maßnahme

der Stadt wieder, aber er schlägt. Die Einkaufsstraßen füllen sich. So dicht gedrängt, wie auf dem Titelbild sind die Menschen noch nicht unterwegs. Aber, das seit gestern die großen Geschäfte wieder öffnen durften, was schon zu erkennen.

Als ich gestern die Straßenbahn verließ, fielen mir als Erstes die Stände auf dem Marktplatz auf.

Ein vertrauter Anblick, der nur noch besser werden kann, wenn nicht, ja wenn uns nicht noch eine weitere Viruswelle überrollt. Aber erst mal kann Deutschland aufatmen, auch wenn die Wirtschaft halb am Boden liegt. Ich vertraue auf die Wirtschaftskraft des Landes und den Mut der verzweifelten Wirtschaftsbosse. Wie oft hat das Land sich schon aus dem Sumpf gezogen? Und was noch wichtiger ist, den meisten Erkrankten konnte geholfen werden, auch wenn auch genügend gab, die COVID-19 nicht überlebten.

Kröpeliner Straße Rostock

Aber zum Einkaufen fuhr ich gestern nicht Stadt einwärts, sondern ich war mit Sohneman unterwegs. Seine Wohnung in der Innenstadt wird bis zum Monatsende aufgelöst. Bis zum Möbeltransport dauert es noch ein paar Tage und deshalb holten wir Kleinkram per Rollkoffer aus seiner „verblichenen“ Wohnung. Ohne Auto ist alles umständlicher, aber machbar.

Wir nahmen den Weg über die Wallanlagen der Stadt. Eine grüne Oase mitten in der Stadt. Im Frühling, wenn das Grün sprießt, kann man an diesem Ort für kurze Zeit die Welt vergessen,

Mecklenburg-Vorpommern-Tag

Bevor in Rostock in 33 Tagen die ganz große Bambule anlässlich der 800 Jahre Rostock und 600 Jahre Universität Rostock steigt, fand am Wochenende im Vergleich zur großen Bambule kleineres Event statt. der Mecklenburg-Vorpommern-Tag . Es war der 13.Meck-Pom-Tag. Meine Zeit war knapp. ich konnte mich nicht ausgiebig umschauen. In den zahlreichen aufgestellten Zelte konnte man sich mit dem Landtagsabgeordneten über alle Themen, die für den einzelnen wichtig waren, direkt unterhalten. Jedes Ministerium und jeder Land- oder Stadtkreis hatten ihren Stand.

Also, wer wollte, konnte mit dem Landespolitiker seiner Wahl sprechen ujnd nachfragen, wie weit sie ihr Wahlversprechen eingehalten haben, wie z.B. das Wahlversprechen, den jungen Familien kostenfreie Kita-Plätze anzubieten. Letztes ist, wie im verlinken Artikel zu lesen ist, bereits beschlossene Sache.

Ich hatte keine Fragen an die Politiker des Landes und ich musste mir sogar beschämend eingestehen, dass ich die Landespolitiker weder mit Namen noch ihr Resort kannte. Echt traurig und das, obwohl ich mich täglich politisch auf den neusten Stand bringe, aber halt „nur“ in der großen Weltpolitik.

Hier ein paar Schnappschüsse

Ich zog mit meiner Kamera über die Kröpeliner Straße und machte ein paar Bilder so im vorbei gehen. Am Ende blieb ich bei dem beiden Jungs hängen, die an einer schattigen Seitenstraße Ecke Kröpeliner mit Gitarre und Schlagzeug ihre ersten Fans begeisterten. Ein paar Takte konnte ich noch aufnehmen und sind im kurzen Video-Clip zu hören. Aus den beiden kann noch was werden

Von Winter-Ade..

kann noch nicht die Rede sein. Zumindest, wenn man den Vorhersagen der „Wetterfrösche“ glaubt. Seit einigen Tagen wird uns in den Medien vor der „russischen Kältepeitsche“ gewarnt.  Das hört sich ja richtig brutal an. Wir sollen uns warm anziehen, heißt es,  und auch den dicken Schal und die dicken Handschuhe nicht zu Hause liegen lassen. Wir sind halt nicht geübt in kalten Wintern. Und wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich schon an den Frühling gedacht, aber niemals an sibirische Kälte, wie sie  ab Sonntag über Deutschland herfallen soll.

Bildquelle – Klick hier 

Heute sah es trotzdem erst mal nach Frühling aus.  Der Himmel so blau, ja sogar der Mond stand schon am Nachmittag am blauen Himmel über uns.

Mondschau am Nachmittag

In Rostock bekanntester Einkaufsstraße – Kröpeliner Straße – waren heute eher wenig Menschen unterwegs. Wegen der schneidend kalten Luft hüllten sich alle in ihren warmen Winterklamotten und erschienen für meine Augen fast im Einheitslook. Trägt die Stadt Trauer? Man möchte es fast glauben,. wenn man sich den schwarz gekleideten Menschenzug auf dem Bild sieht.

Samstag Nachmittag beim Einkaufsbummel

Aber „Omi“ traut sich und erscheint im leuchten Rot auf dem Boulevard.

Außenseiterin 🙂

So wie ich, laufen all die anderen heute etwas zügiger von ein Geschäft ins andere um Besorgungen zu machen und dann wieder schnell, ab in die warme Bude.  Hunni ist nicht ganz im Einheitslook mit Frauchen, aber wen stört das schon.

schnell wieder ins Warme

Die Tauben auf der Wiese vor dem Rostocker Universitätsgebäude suchen überall hastig nach Nahrung. Dort findet sich immer was fressbares, solange noch kein Schnee liegt.

Gemeinschaftsküche

Das „Kaffebike“ auf der Straße findet auch noch Absatz,

warmer Kaffee ist immer gut

Eine von den hungrigen Tauben ließ mich etwas näher an sich ran – hoffte wahrscheinlich auf Futterkrümel – und so konnte ich ihr farbenprächtiges Gefieder auf meiner Kamera festhalten.  Leider sind sie in der Stadt unerwünscht und nennt sie deshalb die Ratten der Lüfte. Dabei sind sie mit ihren Narvigationssystem im kleinen Taubenhirn ein Wunder der Natur.

buntes Federkleid

Kaum war ich wieder in meinen warmen 4 Wänden, zogen schon die ersten dunklen Wolken auf und brachten den ersten Schnee. Aber das war nur ein kleines Vorspiel die zu erwartenden „Kältepeitsche“