Gesicht der Einsamkeit

Eigentlich wollte ich in mein Lieblingscafe gehen Der Kaffee ist lecker, aber kostet.

Cafe Ecke Breite Straße – Langestraße Rostock

Kurzgesagt, ich überschlug den Preis für einen Milchkaffee und einer Packung Kaffee aus dem Edeka. Ok…überredet, Kaffee im Cafe fällt heute aus. Statt dessen wollte ich vor dem Cafe  Wasser aus der grade gekauften Flasche trinken. Der Verschluss war jedoch bombenfest. Sie lies sich nur mit Kraft öffnen. Das Ende vom Lied war, ich übergoss mich auf offener Straße mit Wasser und sah nun richtig bekleckert aus.

Just in dem Moment sprach mich ein Mann an, der die Prozedur beobachtet. Nicht mehr der Jüngste, aber von kräftiger Statur, Die Kapuze, unter der sein Kopf steckte, lies ihn fast komplett mit dem Grau seines Anoraks verschmelzen. Er machte sich über die System der Flaschenöffnung lustig und legte dann los, er eröffnete ein Gespräch zwischen uns beide, das länger dauern sollte.

Ich kann gar nicht sagen, wie und warum er von meiner Trinkflasche auf meine Heimat kam. Vielleicht war ich einer der wenigen, die sich mit ihm auf ein Gespräch einließen. Jedenfalls legte er mir als erstes einen großen Brocken vor  die Füße. . Mecklenburg wäre das furchtbarste  Bundesland in Deutschland. Er käme aus Niedersachsen und dort wären die Menschen viel entspannter und netter und überhaupt. viel klüger drauf. Ihm käme das so vor. als wäre die Zeit hier oben im Norden stehen geblieben. Kurz und gut, es machte mein Bundesland, meine Stadt. nieder, bis nichts mehr blieb. Und das bewies er mich wissenschaftlich.

Die Nordsee hätte nur salziges Wasser, aber die Ostsee vermischt sich mit Süßwasser und das würde die Menschen im Kopf, die an die Ostsee leben, schwer beeinträchtigen und das im negativen Sinne. Er wäre Wissenschaftler und Erfinder und wüsste das genau.

Ich weiß nicht warum, ich hörte mir seine Schimpftirade über den hohen Nordosten gelassen an. Keins seiner harten Worte traf mich wirklich, sondern ich fragte mich, warum ist der Mann nur so hart drauf ? „Naja..“ich versuchte ihm zu begegnet “ man bezeichnet uns  ja nicht umsonst als die sturen Mecklenburger.“  Damit wollte ich ihm die Mentalität hier oben erklären. Ich gehöre vielleicht nicht  ganz dazu, weil ich alles andere als stur bin und es macht mir auch nichts aus, mich mit einem wildfremden Menschen auf der Straße zu unterhalten, auch wenn er dabei über meine Heimat herfällt und an ihr kein gutes Haar lässt.

Dann kam er zu dem, was ihn in den hohen Nordosten brachte. Er wäre Erfinder und hätte für die Jachten eine Erfindung an den Mann, bzw. an den Schiffbau bringen wollen. Aber er fand kein Gehör, man härte hier oben kein Absatz dafür.  Und wieder bekam mein Bundesland sein Fett weg. „Kein Wunder, warum Mecklenburg/Vorpommern in der Wirtschaft gang hinten steht“ Bei der Gelegenheit zeigte er mir auf seinem Handy die Jachten, an denen er mitgewirkt hatte. Nur in Rostock wollte man von seiner Erfindung nichts wissen.

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gefallener Mann

Es war schon dunkel, als ich am Samstag den Supermarkt verlies. Meinen Tretroller hatte ich an den Metallpfählen zwischen den Parkflächen  fest gemacht. Mit dem Roller kann ich gut kurze Strecken fahren. Auch wenn der Supermarkt nur eine Bushaltestelle von mir entfernt ist, zu Fuß ist das dann doch ne ganze Ecke.

Während ich mich über den Roller beuge, sprach mich ein Mann von hinten an. Ich fand das gruselig, denn der Parkplatz war nur spärlich beleuchtet, doch als ich den Mann sah, war´s mir noch gruseliger. Ein Mann, so um die 60  oder 70 oder 80 oder 90 ? Das war schwer einzuschätzen. Das erste, was mir von ihm ins Auge stach, weil seine geschundene Nase. Quer über der Nase zwischen den Augenbrauen klaffte eine große Wunde. Sie war nicht mehr ganz frisch. Es sah aus, als wäre er über eine Tischkante oder so etwas gestürzt. Er hielt einen Einkaufsbeutel fest in der Hand, einen Mantel hatte er sich nicht übergeworden und wie es aussah, hatte er auch die festen Schuhe vergessen. Er trug leichtes Schuhwerk. Die Wunde, die quer über der Nase war – in meiner Erinnerung war sie ca 5 cm breit und 7 cm  über die Nase, Ein Wunder, dass sein Auge nicht lädiert war.

“Ich muss dringend in die Schillingalle” seine Stimme klag kratzig  belegt, wie eine stumpf gewordenes Reibeisenstimme. Er sprach genau so unbeholfen, wie er sich bewegte. Schillingsallee ist die Straße, in der die Notaufnahme der Stadt ist.Die liegt im Stadtzentrum, wir befanden uns am Stadtrand. Er müsse dringend zu seinem Arzt und hätte kein Geld, sich ein Fahrschein dorthin zu lösen. “Nur 1 €” um mehr bat er mich nicht. ich atmete durch und holte den €uro  aus meiner Geldbörse. Warum nicht einen Mann in Not helfen.. Es war für mich unschwer zu erkenne, warum der Mann gestürzt war, Der Alkohol hatte ihn sein Leben wahrscheinlich schon vor vielen Jahren genommen und aus ihm ein” Zombie”gemacht. Wahrscheinlich konnte er nicht mehr mit und auch nicht mehr ohne Alkohol leben. Er befand sich sozusagen in einer Zwischenwelt.

Als ich ihm den Euro reichte, überkam ihm eine freudige Erregung. Er bebte förmlich vor Erregung und überschütte mich mit einem Wortschwall, den ich nicht verstand. Es hörte ich an, als hätte ich für einen Rundfunksender, den ich hören wollte, zu schlechten Empfang. Das kratzen in seiner Stimme sollte ein spaßiger Unterton für seine Worte sein, von denen ich nur “Schillingallee”, “mein Arzt” und am “6. Termin” verstand. Ich zeiget ihm die Bushaltestelle. Sie lag nur wenige Meter entfernt.. Unsicher auf den Beinen bog jedoch in  Richtung Supermarkt ab, in Hauslatschen und mit Einkaufsbeutel in der Hand

Der Mann, ein Bild des Jammers, das sich mir bot. Noch auf dem Heimweg klang diese kurze Begegnung mit den gefallenen Mann nach. Was aus einem Menschen doch werden kann. Ich fragte mich, woran der Mann in deinem Leben wohl gescheitert sein mag. Sicher war auch er ein Baby, das der Stolz seiner Eltern war, ein Kind, das nach Abenteuer suchte, ein Jugendlicher, der die Welt erobern wollte. Was man diesen Mann umgehauen habe? Und seit wann läuft er als geknickter “Zombie” durch sein Leben?

Auf dem Heimweg fuhr der Bus an mir vorbei. Weil es draußen dunkel war, konnte ich jedem Fahrgast in Bus sehen. Der gefallene Mann war nicht dabei.

Humor hat der

der über sich selber lacht

und der wird in diesem Clip und den nachfolgenden erfrischend vorgeführt.

Als ich die  erste Folge  heute sah, lag ich anschließend schlapp vor Lachen in der Ecke.

Ostseemaus

So ist das Leben

Wie die Jahre vergehen – und das nächste Jahr steht auch schon vor der Tür

 

Wann ist ein Mann ein Mann ?

Die “Prinzen” haben es auf ihren Punkt gebracht. “Frauen sind die neuen Männer”

Die Prinzen – Frauen sind die neuen Männer on MUZU.TV.

Frauen und Männer sehen zwar unterschiedlich aus, sind  aus ihrer Sicht in ihren Verhalten fast deckungsgleich mit den Männern.

Die Geschlechterrollen heben sich auf, die Frau geht zur Arbeit und der Mann bleibt zu Haus und windelt das Baby. Ein neues Rollenspiel nur mit Rollentausch? Werden aus den Männern weiche Frauenversteher, weil die Frauenwelt genau dies von Ihm verlangt und erwartet ? Aber ist ein Frauenversteher noch ein echter Mann oder hat sich das Symbol des Männlichkeit damit aufgelöst?

Für mich ist ein Mann ein Mann,

  • wenn er Besonnenheit ausstrahlt,
  • wenn er in keiner Lebenssituation wankt oder gar zu Boden geht.
  • Wenn er  in seiner Stärke statt auf Muskeln auf den Geist setzt.
  • Wenn er keine Pseudo- Männlichkeitsrituale wie Schlägereien und Sauftouren braucht, um eine Mann zu sein.

Ein Mann, der ins sich ruht, auf den Frau sich verlassen kann , den  wünschen sich alle Frauen, sie  wollen einen verlässlich berechenbaren männlichen Partner.

Aber das beantwortet die Frage, ob das ein Mann ist, im Sinne der Frage?

Wissenschaftlich gesehen geht “Abenteuer Forschung der Frage “wann ein Mann ein Mann ist”  nach. Für mich ein überraschendes Fazit, das meinen Blick auf die Männer noch einmal verändern wird, jedoch die oben aufgezählten individuellen Anforderungen an den Mann nicht außer Kraft setzt.

Von einem der auszog, ein richtiger Kerl zu werden, berichtet der Selbstversuch des Buchautors von “Chromosomen XY ungelöst” Christoph Koch, der sich den unterschiedlichen internationalen Anforderungen an den Mann stellte.

Ostseemaus