Männerstress

Heute hab ich mich noch mal auf den Rostocker Weihnachtsmarkt gewagt. Das Wetter und die letzten Weihnachtseinkäufe haben heute viele Menschen in die Einkaufsstraße gelockt. Die Straßenbahnen waren voll, die Geschäfte waren voll und die Straßen waren voll. Neben der Weihnachtsmusik, die von den Schaustellern unter die Menschenmassen gedonnert wurde, konnte ich ganz deutlich auch das Quengeln der Kinder und das Knurren der Männer raus hören. Sie hatten wirklich Null-Bock auf das Gewühl in den Geschäften, während die Frauen sich mit Freude ins Getümmel stürzen.

Ich ging mit dem Menschenstrom ins größte Einkaufszentrum von Rostock, das „KTC“. Vor mir gingen zwei Männer. Einer von ihnen hielt sein Kind an der Hand. Ich schnappte die wenigen Worte auf : „Wenn ich Massen schon sehe, die alle KTC strömen“ knurrte einer von ihnen. Der andere bestätige den Stress, dem auch er sich nicht entziehen konnte. Wahrscheinlich waren ihre Frau schon im Einkaufszentrum und sie folgten ihnen brav. Ich konnte mit etwas Fantasie ihre aufgestellten Haare sehen. Aber mit gefangen, mit gehangen .

Wenig später. Ich hatte Hunger und kaufte mir eine Bratwurst mit Pommes und Currysoße. Obwohl die Kröpeliner Straße voller „Fressbuden“ stand, auch der Bratwurststand – Fränkis Currybratwurst- hatte voll zu tun. Ich musste mich schlank machen, damit ich an einem Stehtisch mein Essen abstellen konnte. Und auch hier wurde ich ungewollter Mithörer eines Gesprächs. Zwei Frauen und ein Mann gönnten sich wie ich eine kleine Mahlzeit zwischendurch. Kaum hatte der Mann den letzten Rest seiner Bratwurst verdrückt, verdrückte er sich . „Oder soll ich mit euch mitkommen?“ frage er höflich aber unlustig die beiden Frauen, die er begleitet. „Oh nein, du wärst uns nur ein Klotz am Bein“ . Erleichtert zog der Mann Leine, nachdem sie einen Zeitpunkt vereinbart hatten, wann sie sich wieder treffen wollten. Die Frauen nahmen sich 2 Stunden Zeit für ihren Einkaufsbummel und er bekam 2 Stunden frei zum bummeln.

Anstehen musste man heute überall. Egal, ob an der Kasse oder an der Toilette, ja, ich musste mich sogar an eine lange Schlange zum Geldautomaten anstellen.

Männer

Bevor wir unsere Yogastunde beginnen , erzählen die Yogis, wie ihreWoche so war. Dafür gebe ich einen kleinen Stein in die Runde, der dann von Hand zu Hand gereicht wird. Jeder, der den Stein in der Hand hält, erzählt, was er erzählen möchte. Die Gruppe besteht aus 9 Frauen und einem Mann. 

Gestern Abend machte der Stein wie immer zu Beginn seine Runde und eine Teilnehmerin erzählte, wie sie am letzten Wochenende den Rügendamm überquert hatte. Das Großveranstaltung nennt sich Rügenbrücken-Marathon. Ein Massenevent 🙂  für Marathonläufer, für Läufer, für Walking und wer wollte, konnte als Spaziergänger die Rügenbrücke überqueren. „Dabei sein ist alles“ hieß es für den, der keine Rekorde anstrebte.

„Ich hatte eine Fußverletzung und nahm deshalb nur in Nordic Walking mit meinem Mann daran teil“ erzählte uns die Lauf begeisterte Teilnehmerin. „Aber, wie Männer so sind. Als er die Ziellinie sah, ließ er mich einfach zurück und beeilte sich, um schnell die Ziellinie zu überqueren“ Sie lachte darüber. Es amüsierte sie „Wie Männer halt so sind“

Darauf hin sprach ich kurz den einzigen männlichen Yogi der Gruppe an: „S, du kannst dann, wenn du möchtest das Image des Mannes wieder aufpolieren“ 😀 Gesagt, getan, Als er dran war, erklärte er seine Version und wie er es machen würde.

„Wenn meine Frau es nicht mehr geschafft hätte, hätte ich sie auf den Arm genommen und auf Händen vor mir her durch das Ziel getragen, so dass sie das Gefühl gehabt hätte, als erste durchs Ziel zu laufen“ 😀

Ich dachte: „Was für ein Mann“ Seine Frau, die auch zur Gruppe gehört, schmunzelte und war sicher in dem Moment stolz auf ihren Mann. 😀 😀 😀

Männerwirtschaft

Mann hat schwer zu tragen

“Babys lächeln durchschnittlich 200 Mal pro Tag. Frauen dagegen 62 Mal und Männer nur 8 Mal” Hab ich kürzlich gelesen. Naja….ihr Männer, warum fällt euch das lächeln so schwer ? Die Frage kann Mann sicher nur allein beantworten.

Ein Licht ging mir in dem Zusammenhang aber gestern auf, als ich eine Dokumentation über das Liebesleben bzw. Liebesrausch der Tiere sah. Zumindest bei den Tieren haben die  Männchen es wirklich nicht leicht. Entweder müssen sich sie erst um die Angebetete bis auf Blut schlagen oder sie müssen sich den kritischen Augen des Weibchens stellen, aufplustern ist die beste Methode, um aufzufallen. Oder noch schlimmer, sie werden nach der Begattung gefressen, wenn die sich nicht schnellsten aus dem Staub machen. Ein Löwenweibchen verlangt alles 25 Minuten, wenn sie läufig ist, nach Sex. Da macht auch bald der stärkste Löwe schlapp und er muss seinen Bruder um Unterstützung bitten.

In der Schlangengrube geht es dann wieder ganz anders zur Sache. 100 männlichen Schlagen buhlen um eine weibliche Schlange. Im Hormonrausch bedrängen sie das Weibchen, bis sie Reiß aus nimmt. Das ist dann doch zu viel des guten für die Angebetete.

In einem Dorf…den Namen des Dorfes habe ich vergessen, spielte sich ähnliches ab. Bekannt wurde die Geschichte, weil die Männer des Dorfes eine Internetseite schalteten.

Weil alle Frauen in die Ferne zogen, die Männer jedoch das gemütlich Heim bei Muttern nicht aufgeben wollten,  kam es dazu, dass der Männerüberschuss ähnlich wie in der Schlangengrube war. Eine Frau konnte ohne von zahlreichen Männeraugen verschlungen zu werden, nicht mehr durchs Dorf gehen. Aber einer hatte es geschafft, hatte ein Freundin aus einem anderen Ort an Land gezogen. Natürlich zeigte er sie allen, ging auch mit ihr in die Dorfkneipe. Aber das Bier konnte er nicht genießen. Misstrauisch beäugte er die Rivalen. Statt seiner Angebeteten ein charmantes Lächeln zu schenken, stand er Zähne fletschend neben ihr und  gluderte mit grimmigen Augen die Männer des Dorfes an, denn die rückten auch ganz nah an sie ran. “…angucken ja aber wehe, wenn ihr sie anfasst” sollte das wohl heißen. Genervt verlies die Frau die Lokalität, den Ort und später auch den Mann.

Achja..Mann hat es wirklich nicht leicht, wie soll er da noch an lächeln denken Zwinkerndes Smiley

Ostseemaus