„dann geht doch ….

..zu Penny“ schreit es aus einer bekannten Werbung. Wohl kaum einer, der diese Werbung noch nicht gesehen hat. Und ja, ich gehe zu Penny. Aber nicht, weil mir die Werbung mich dazu animiert hat, sondern weil der Markt in meiner Nähe ist. Aber auch nicht nur deshalb gehe ich dort hin, sondern weil das Personal nett ist. Sie arbeiten die Kunden an der Kasse nicht stoisch ab. Sie lächeln nicht, weil die Firmenleitung ihnen das aufgetragen hat, sondern sie immer natürlich und entspannt und geben den Kunden ein nettes Wort mit auf den Weg. Man kennt sich halt schon.

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hier ein Bild aus alten Zeiten

Es ist ein junges Team, das zum Glück nur selten  wechselt. Sie blieben zu mindest in der letzten Zeit immer in der selben Formation. Als ich mit meinem Einkauf an der Kasse stand, unterhielt das Personal sich nur kurz miteinander. Aus dem Wortwechsel konnte ich erkennen, dass es sich um einen gemeinsamen Grillnachmittag am Sonntag handelte. Man sah ihnen die Vorfreude darauf schon an. Ich schmunzelte in mich rein, denn zu genüge kannte ich die Vorfreude auf gemeinsames Grillen mit Kollegen aus jüngeren Jahren. Spaß muss auch mal sein.

Es fielen nur ein paar Sätze, die das Essen fürs Grillen betraf, als sich ein Kunde aus der Warteschlange an der Kasse lautstark bemerkbar machte. Der Klang seiner Stimme dröhnte hart und freudlos. „Über privates können sie (oder hat er ihr gesagt?) nach Feierabend reden und machen sie ihre Arbeit !!!!!!!!!!“  DAS konnte ich auf das von mir geschätzte Personal nicht sitzen lassen. dabei stieg nicht mal mein Blutdruck an, als ich das Personal in Schutz nahm „Ein bisschen Spaß wird doch wohl  erlaubt sein. Die Mädels arbeiten doch trotzdem weiter und lassen ihre Arbeit deshalb nicht liegen“ Mein Satz wurde von einem Kollegen erweitert : „..und Jungs“ Stimmt, einer junger Kollege des Teams schob ja grade meine Ware über den Scanner. „..und Jungs“ betonte ich noch einmal lautstark und sah mich dabei bei um, wer der Mann war, der zum lachen in den Keller geht.

Ein hochgewachsener dunkelbraun gebrannter Mann im höheren  Mittelalter, er sah böse und unversöhnlich in die Runde. Unterstützung von anderen Kunden bekam er keine. Und er schwieg und konterte auch nicht auf meinen Einwurf. Aber augenblicklich war die bis dahin lustige Stimmung erstickt und ein Art totenstille herrschte an der Kasse.

Dabei erinnerte ich mich, dass der Yogalehrer uns damals bei der Ausbildung den Rat gab, uns nicht in die negative Energie einer frustrierten Person ziehen zu lassen. Negative Energie, auch als schlechte Laune bekannt, sein ansteckend und wenn man sich nicht anstecken lassen will, empfahl er uns, sollte man  mit „Das ist ja interessant“ kontern, Dann wäre die Luft raus und sie Ansteckungsgefahr gebannt. Schade, der Satz fiel mir erst später ein.

Vielleicht war der Mann an dem Tag schlecht gelaunt oder aber er hatte kein Verständnis für einfaches und menschenliches. Manchmal finde ich es traurig, das es Menschen gibt, die glauben, dass ihnen das Person gehört, die für sie eine Dienstleistung erbringt. Ich denke, wir sollten weniger verbissen durch die Welt gehen und nicht glauben, dass man als Mensch in der Arbeitswelt nur funktionieren muss. Man darf auch menschlich und lustig sein.

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Gut zu wissen

„Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, dass ein Mensch viele gute Taten tun muss, um zu beweisen, dass er ein tüchtiger Mensch ist, aber nur einen Fehler begehen braucht, um zu beweisen, dass er nichts taugt.“

George Bernard Shaw

Verlorene Seelen

Weiß der Teufel warum mein Kopf mich ab und an mit einer Migräne in den Tag schicken will. Nicht nur, dass einem der Schädel brummt, auch der Magen vibriert leicht und Gerüche werden verstärkt ans Gehirn weiter geleitet. Trotzdem verdonnere ich mich dazu, den Tag auch ohne Tabletten zu überstehen und ich hoffe auf ein Wunder. Wunder soll es bekanntlich ja immer wieder geben. Doch gestern blieb das Wunder aus und dafür aber die Migräne mein Begleiter bis in die Abendstunden.

Jeden Donnerstag absolviere ich eine große Runde, d.h. ich gehe bzw. fahre mit Bus und Bahn von Training zu Training. Kindertraining und Yoga stehen also nacheinander auf dem Plan. Zuvor musste ich noch nach Warnemünde und nutze von meiner Wohnung aus  eine Buslinie, die durch Wald und Wiese führt. Das Grün der Natur würde meinem Kopf gut tun, grün beruhigt und entspannt. Die letzte Etappe. um nach Warnemünde zu kommen ist die Fähre, ich lies mich übersetzen.

Der Frühlingswind in Ostseenähe fühlt sich alles andere als frühlingshaft  an und überzog meinen Körper spontan mit einer Gänsehaut. Deshalb nutzte ich den kleinen abgeschlossenen Raum der Fähre. Ein paar Fahrgäste waren schon drin. Ich hielt die Tür noch in der Hand, als mir eine , von Vortag abgestandene, Alkoholfahne mir entgegen wehte. In der Ecke, aus der der Geruch kam, saß ein kleines Hutzelmännchen, er hielt sein Bier liebevoll in der Hand. Was für ein Leben dieser Mann wohl führt? Gibt es in seinem Leben überhaupt noch Menschen, für die er wichtig ist? Eine verlorene Seele, die ihr Leben auf der Erde in Alkohol ertrinkt?

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Um 21 Uhr pochte es in meiner Schläfe immer noch, doch in habe der Tag geschafft und ich machte mich auf den Heimweg per Straßenbahn.

Kaum betrat die ich die Bahn, schlug mir abermals ein unangenehmer Geruch entgegen.Ich schaute nur kurz in die Richtung, aus der der Geruch kam. Ein abgehalfterter Mann saß allein auf einem Doppelplatz. Er stank fürchterlich. Ich nahm an, das weder seine Haut noch seine Sachen, die er trug, in den letzten Wochen Wasser gesehen haben.  Was für ein trauriges Leben. Was mag der Mann in seinen jungen Jahren mal vom Leben erwartet haben ? Und was brachte ihm in diese Lage ? Wieder eine verlorene Seele. Nach drei oder vier Haltestellen verließ der abgehalfterte Mann die Staßenbahn und mit ihm der Geruch von Schmutz und altem Schweiß.

Mit dem neuen Fahrgast, der just in diesem Moment einstieg, kam eine andere Dunstglocke in die Bahn. Dieses mal war es ein junger Mann. Kahlköpfig in einer blauen Freizeitjacke, die über den Rücken und von einem Arm zum anderen einen breiten hellen Streifen hatte. In der Hand hielt er einen geöffnete Bierflasche und er selbst war von einer „Graswolke“ umgeben. Er saß zwei Plätze vor mir und ich fragte mich, was au dem Mann mal werden würde. Wird er es besser machen, als die beiden Männer, die mir vor ihm aus geruchstechnischen Gründen ins Auge fielen? Oder ist sein Schicksal schon vorgezeichnet ?

 

Nach 22 Uhr war endlich wieder daheim war, fiel ich todmüde ins Bett und wachte heute früh mit einem Rest von Migräne auf. Momentan trinke ich stündlich ein großes Glas Wasser. Das ist meine Therapie gegen Kopfschmerz, deren Ursache ich im Flüssigkeitshaushalt meines Körper sehe.

Von Winter-Ade..

kann noch nicht die Rede sein. Zumindest, wenn man den Vorhersagen der „Wetterfrösche“ glaubt. Seit einigen Tagen wird uns in den Medien vor der „russischen Kältepeitsche“ gewarnt.  Das hört sich ja richtig brutal an. Wir sollen uns warm anziehen, heißt es,  und auch den dicken Schal und die dicken Handschuhe nicht zu Hause liegen lassen. Wir sind halt nicht geübt in kalten Wintern. Und wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich schon an den Frühling gedacht, aber niemals an sibirische Kälte, wie sie  ab Sonntag über Deutschland herfallen soll.

Bildquelle – Klick hier 

Heute sah es trotzdem erst mal nach Frühling aus.  Der Himmel so blau, ja sogar der Mond stand schon am Nachmittag am blauen Himmel über uns.

Mondschau am Nachmittag

In Rostock bekanntester Einkaufsstraße – Kröpeliner Straße – waren heute eher wenig Menschen unterwegs. Wegen der schneidend kalten Luft hüllten sich alle in ihren warmen Winterklamotten und erschienen für meine Augen fast im Einheitslook. Trägt die Stadt Trauer? Man möchte es fast glauben,. wenn man sich den schwarz gekleideten Menschenzug auf dem Bild sieht.

Samstag Nachmittag beim Einkaufsbummel

Aber „Omi“ traut sich und erscheint im leuchten Rot auf dem Boulevard.

Außenseiterin 🙂

So wie ich, laufen all die anderen heute etwas zügiger von ein Geschäft ins andere um Besorgungen zu machen und dann wieder schnell, ab in die warme Bude.  Hunni ist nicht ganz im Einheitslook mit Frauchen, aber wen stört das schon.

schnell wieder ins Warme

Die Tauben auf der Wiese vor dem Rostocker Universitätsgebäude suchen überall hastig nach Nahrung. Dort findet sich immer was fressbares, solange noch kein Schnee liegt.

Gemeinschaftsküche

Das „Kaffebike“ auf der Straße findet auch noch Absatz,

warmer Kaffee ist immer gut

Eine von den hungrigen Tauben ließ mich etwas näher an sich ran – hoffte wahrscheinlich auf Futterkrümel – und so konnte ich ihr farbenprächtiges Gefieder auf meiner Kamera festhalten.  Leider sind sie in der Stadt unerwünscht und nennt sie deshalb die Ratten der Lüfte. Dabei sind sie mit ihren Narvigationssystem im kleinen Taubenhirn ein Wunder der Natur.

buntes Federkleid

Kaum war ich wieder in meinen warmen 4 Wänden, zogen schon die ersten dunklen Wolken auf und brachten den ersten Schnee. Aber das war nur ein kleines Vorspiel die zu erwartenden „Kältepeitsche“