Emotionen, Leben, Menschen

Wer erinnert sich noch …

an den verführerischen Song mit der verfüherischen Stimme von Amanda Lear ?

Bin grade ein wenig in Youtube versackt und weil ich eine alten Hit angeklickt hatte, kam auch dieser Vorschlag mit Amanda Lear. Als sie den Song damals sang, ging das Gerücht um, sie wäre mal ein Mann gewesen und hätte sich umoperieren lassen. Natürlich mochten wir damals solche Geschichten, dass machte uns die Künstlerin damals noch interessanter. Und jedesmal wenn wir sie im Fernsehen sahen, war auch jedesmal einer unter uns, der die Geschichte von Amanda Lear noch nicht kannte. Er wurde unverzüglich aufgeklärt. „Das war mal ein Mann“. „Oh…“ Erstaunen konnte man damit schnell ernten. Geschlechtsumwandlungen waren zu der Zeit ja noch eine Seltenheit. Nicht nur aus medizinischer Sicht, sondern auch in den Köpfen der Menschen.

Erst viel viel später klärte Amanda Lear ihre Fans auf. Das mit der Geschlechtsumwandlung war nur ein PR-Gag. Das Gerücht hätten sie nicht gestreut, aber dem Gerücht auch nicht widersprochen. Etwas verworren liest es sich dazu aber in Wiki

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Das Song-Conest-Fieber steigt und und wer Fan ist. wird auch mit den deutschen Teilnehmerinnen mitfiebern. Ich steige da nicht ganz so intensiv ein und lasse mich am Ende über die Medien mitteilen, wer dann das Rennen gemacht hat. Ich lasse das Vorfeld sowie auch die Hauptveranstaltung ohne meine Zuschaueraugen an mir vorbei rauschen. Deshalb dringt zu mir nur vor, wer von meinem Gefühl her das Rennen machen könnte, so wie Lena vor 9 Jahren. „Alles klar, sie könnte es schaffen“ Das sagte zumindest mein Bauchgefühl. Leider drang der Song der beiden Mädels „Sisters“ nicht zu mir vor. Sie starten zuversichtlich und am Wochenende werden wir wissen, auf welchen Platz sie es geschafft haben.

2012 gewann die Schwedin Loreen mit „Euphoria“ den Songcontest und jedes mal, wenn ich mir die Aufzeichnung von damals ansehe, gerate ich in den selben Bann, wie schon vor 7 Jahren. Sie zelebriert die Euphorie nahezu auf die Bühne mit vollem Körpereinsatz und nur einem einzigen technischen Hilfsmittel, der Windmaschine und geschicktem Einsatz von Licht und Schatten. Der plötzlich aus dem auftauchende Tanzpartner vollendet das Bild der Euphorie.

Die Sängerin kam ohne großen BlinckBlinck und berauschenden Lichtkonzepten aus, sie berauschte sich und damit auch ihre Zuschauer an der euphorischen Melodie und ihrem Gesang. Ein glänzender Auftritt von eine bemerkenswerten Sängerin.

erin kam ohne großen BlinckBlinck und berauschenden Lichtkonzepten aus, sie berauschte sich und damit auch ihre Zuschauer an der euphorischen Melodie und ihrem Gesang. Ein glänzender Auftritt von eine bemerkenswerten Sängerin.

„Der Deutsche liebt seinen Schlager“ sagte Gitte Henning in einer Dokumentation, in der es um das Phänomen Schlager in Deutschland geht. Sie weiß, wovon sie spricht, denn sie war schon in der Zeit, als es die ZDF-Hitparade gab, ein großer Schlagerstar in Deutschland.  „Ich will ´nen Cowboy als Mann“ sang sie damals für ihre Fans. Jeden Montag Abend 19.30 Uhr saß die Familie geschlossen – Großeltern, Eltern und Kinder- vor dem Fernseher, verfolgen die Schlagersendung , jeder hoffte auf den besten Platz für seinen Lieblingsschlager. Plötzlich verschwand die Schlagerszene in der Versenkung.

Schlager singen und hören, war uncool und nur etwas für die Senioren. Deutsche Songs singen wurde unmodern. Die Plattenlabels fanden dafür nur noch mäßigen Absatz. Die Hochzeit für Schlagersänger wie z.B. für Roland Kaiser war vorbei.schien sogar für alle Zeit vorbei zu sein. Auch ich glaubte nur Rockkonzerten die Erfüllung meiner musikalischen Wünsche zu finden. Worüber die Band in den Songs sag, verstand ich nicht. Hauptsache rockig.

Heute ist der Schlager wieder da und es darf auch wieder deutsch gesungen werden. Es darf wieder geschlagert und geschnulzt werden .. der Schlager boomt und nicht nur in Malle, sondern auch auf großen Bühnen. Abendfüllende Samstagabendprogramme bis Mitternacht werden den deutschen Zuschauer wieder serviert. … und bestätigen Gittes Worte: „Der Deutsche liebt seinen Schlager“

Gestern Abend zappte ich mich ab un zu in den Schlagerboom, ich wollte die Kellys erwischen. Deren erstes öffentlicher Auftritt nach 18 Jahre wurde angekündigt und diesen Auftritt wollte ich auf keine Fall verpassen. Ich rechnete jedoch erst am Ende der Sendung mit ihrem Erscheinen, sozusagen als Höhepunkt des Abends, neben Helene Fischer, versteht sich 😉 Ein Sänger überraschte mich mit seinen Auftritt – DJ Ötzi. Ich wurde auf meiner Couch, die mich schon fast verschlungen hätte nur durch die schwungvolle Melodie und der glasklaren Stimme des Sängers wieder  zum Leben erweckt.

Schwungvolle Musik macht nicht nur gute Laune, sie kann auch „Scheintote Couchprotetos “ wieder Leben einhauchen. DJ Ötzi besingt, wie sollte es bei Schlager anders sein, über die Liebe. :-). Ein Dauerthema, das sich seit Generationen durch die Menschheit und alle Musikrichtungen zieht.

So wie damals alle Generationen  im Wohnzimmer versammelt vor dem TV saßen um der deutschen Schlagerszene zu folgen, sieht man heute alle Generationen in großen Hallen und sogar Stadien versammelt, um gemeinsam ihre Schlagerstars  zu feiern. Egal, ob jung, oder alt, ob Weiblein oder Männlein, sie alle tauchen tanzend für ein paar Stunden in ihre Schlagerwelt ab. Neben den neuen Schlagersternen haben auch wieder die schon vergessenen geglaubten Schlagersterne Hochkonjunktur.

Nach 6 Wochen Trainingspause treffen wir uns schon seid Jahren vor der Sporthalle. Dort warten die Kinder schon auf uns, wollen Sport treiben und Spaß haben.

„Mein Sohn hat in Rostock seinen Videodreh abgeschlossen“ erzählt mir meine Kollegin. „So in 3 Wochen wird es online stellt werden können“ Weil Sohnemann mir auch schon erzählte Materia dreht in Rostock den Clip zu seinem Lied  „mein Rostock war ich schon ganz gut darüber unterrichtet. Meine Kollegin erzählte mir, an welchen Plätzen sie  waren und das sie als Mutter wohl auch einmal drauf zu sehen sein wird. (Im Videoclip sieht man Mutter und Sohn vor dem Haus sitzen, in dem Materia seine Kindheit verbrachte)

Gestern berichtet die lokale Presse über die Veröffentlichung des Videoclips. Der Rapper Materia abgebildet auf allen Titelseiten der Stadt.

Alle Darsteller im Videoclip sind Menschen dieser Stadt. Über die Stadtgrenzen hinaus ist auch der kleine Spielmann, der schon seid zig Jahren in der Kröpelinerstraße das Stadtbild prägt.

„Ein Lied über seine Heimat schreibt man nur einmal im Leben. ich bin stolz darauf“ So die Worte von Materia bei der Präsentation seines Musikvideos.

Am 20.September tritt Materia  mit diesem Titel beim Bundesvision-Songcontest auf. „Bei diesem Wettbewerb geht es für mich nicht darum, den ersten Platz zu belegen, sondern meiner Heimat etwas zurück zu geben. Ich will 3 1/2 Minuten nutzen, um für Rostock etwas zu machen“

Hört und seht selbst

Ostseemaus