warte, warte noch ein Weilchen

25.Tag der Maßnahme

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Ostern steht vor der Tür

So richtig weiß ich mit den kommenden Festtagen nichts anzufangen, außer vielleicht einen Osterspaziergang zu machen ? Auf mehr wird es wohl auch nicht hinauslaufen. Das Wetter lädt dazu ein und es riecht schon nach Frühling. Wir leben zur Zeit alle in einer Welt, die so unwirklich ist, dass man sich am liebsten selber aus dem Traum reißen möchte. Doch liest, hört oder sieht man die Nachrichten, wird alles, was man zu träumen glaubt, doch zu Realität.

Es werden die Infizierten, die Genesenen und die Toten gezählt und sie werden alle Teil der Statistik und ich verfolge täglich die Statistik die das RKI veröffentlicht in der Hoffnung, ich könnte daraus die Zukunft ablesen. Wann kehren wir wieder zum Alltag zurück? Doch niemand, weder Politiker, noch Wissenschaftlicher wagen einen Vorstoß und lassen durchblicken, ab wann das Leben wieder pulsieren darf.

Selbst auf dem Lande war damals mehr los, obwohl es weder TV, noch Autos oder anderes technisches Know How gab. Die Menschen standen vor ihren Häusern und unterhielten sich miteinander. Das liebe Vieh sorgte ebenfalls für eine stetige Geräuschkulisse. Traktoren tuckerten Laut durch Dorf. Aber solch eine Stille, wie sie heut auf den Straßen im Zentrum der Stadt vorherrscht, gab es noch nie, solange ich denken kann. Diese Arte Stille kennen ich nur von Trauerfeiern. Auch heute scheint es mir, die Menschen würden sich nur im Flüsterton unterhalten.

In solchen Zeiten, die man sich eher wegwünscht, half mir in der Vergangenheit immer nur ein Gedanke über eine zähflüssige Zeit, die scheinbar nicht enden wollte, Der Grund dafür war auch oft eher banal, wie z.B eine Ewigkeit auf einen zugigen Bahnsteig stehen und auf den Zug zu warten. Man sehnt sich den Moment herbei, in dem der Zug in den Bahnhof einfährt. Man glaubt, die Zeit ist gekommen und der Zug fährt jeden Moment ein. Doch statt des Zuges kommt eine Durchsage: „Der Zug hat heute 60 Minuten Verspätung“ 🙄😌😏

Statt auf Jammern und Klagen schaltete mein Hirn mit folgenden Worten auf Hoffnung um: „Alles geht einmal zu Ende. Wenn das eigene Leben auch eines Tages enden wird, so wird auch dieses unendliche Warten auch bald ein Ende haben“

Auf den Supervollmond hatte ich zwar nicht gewartet, doch ich hatte heute früh das Glück, noch eine Rest von ihm zu erwischen. Gegen 6 Uhr hing er über den gegenüberliegenden Häuserblock und ich konnte noch kurz vor seinem Abtauchen ein Foto mit in den Tag nehmen.

mal wieder….

…stand Warnemünde auf meinem Ausflugsplan für Ostern.

Genauer gesagt, für Ostersamstag. Ein großer Fackelumzug mit anschließenden Osterfeuer am Strand wurde angekündigt. Warnemünde als Touristenort will seine Besucher immer bestens unterhalten, deshalb ist alle naselang was los und die Massen strömen Richtung Strand.

Vom Fackelumszug habe ich nix gesehen. Angeblich sollten 30 Minuten vor Beginn Fackeln verkauft werden und dann sollte es mit brennenden Fackeln gemeinsam Richtung Strand gemeinsam weitergehen. Ich nehme an, dass der Fackelumzug der erhöhten Waldbrandgefahr Stufe 4 zum Opfer fiel . Seit Tagen wurde darauf schon hingewiesen und Ostern durften deshalb nur wenige große Osterfeuer angezündet werden. In Warnemünde wurde das Osterfeuer zum Glück der vielen Besucher nicht untersagt.

Als wir den Strand erreichten, war das Feuer schon von weitem zu sehen. In der Nähe war nur noch Platz, wenn man sich in die schwarze Rauchwolke stellte. Naja…soweit ging meine Intresse, ganz nah ans Feuer zu kommen nicht. Ich hätte mich leicht verräuchert auf den Heim machen müssen. Also blieb ich auf Abstand.

Die Kinder hatten sich aber gute Aussichtsplätze sichern können.

Andere Zuschauer machten es sich am Strand so richtig gemütlich 🙂 und hatten den heimischen Chouchmodus am Strand weiter gepflegt. Mann gönnt sich ja sonst nix.

Am Ende wurde das Hotel Neptun kräftig eingeräuchert. Die Hotelgäste sollen ja schließlich auch was davon haben. Um 19 Uhr war das Feuerzauber vorbei, doch vor dem Leuchtturm wurde noch Musik gemacht und getanzt.

Und über alles stand er Warnemünder Osterhase und sah aus luftigen Höhen dem menschlichen Treiben zu

Mir war es inzwischen kalt geworden, denn vom Wasser wehte ein kräftiger kalter Wind und ich war als Sommerfrischler mit Flip Flops unterwegs.

Der Tag ging eh zu Ende und die warme S-Bahn wartete schon darauf, mich wieder heim zu bringen.

OSTERN – Voll verschneit

Erstaunlich, wie schnell solche zeitlich angepassten Bildchen durch die Medienlandschaft ziehen. Mehr als einmal bekam ich dieses Bildchen als Ostergruß per WhatsApp und auch in anderen sozialen Netzwerken tauchte es häufig auf. Der Schneemann holt sich als erster die Ostereier, falls jemand hier oben im Norden auf die Idee kam, das Osternest für seine Lieben in die Freie Natur zu verlagern.

In diesem Jahr machte der Winter keine halben Sachen und verschneite auch noch den 1. Ostertag. So richtig außer Haus mochte ich wegen der Schneemassen nicht, deshalb suchte ich mach Motiven von meinem Balkon aus und fand auch das eine oder andere Motiv

Die Taube im schneebedeckten Baum – kaum zu sehen.

Die Kinder hatten auf jeden Fall ihren Spaß, auch wenn das Ostsernest nicht im Freien versteckt wurde

Ein schöner Schleier

Filigranes Geäst

„Piepschen“ im verschneiten Baum

Verschneite Autos vor der Tür

2. Ostertag – Noch einmal darf der Schlitten aus Keller

Der Hund hat auch seinen Freude an der weißen Natur

„Piepschen“ in der Sonne

Das Osterwetter hatte sich in 2018 von einer ganz anderen Seite gezeigt und ich war froh, dass ich nicht auf Reise gehen musste. Heut scheint sie Sonne wieder satt und wenn man den Wetterbericht glauben darf, wird heut in einer Woche ein warmer Frühlingshauch auch über unsere nördlichen Gefilde ziehen.