Nachlese Jahreswechsel

Okay, ein Drittel Januar ist schon wieder rum und ich komme noch mit dem Jahreswechsel daher.  Etwas spät, aber noch nicht zu spät. Die letzte Woche war voll mit Trainingszeit gepackt, da hatte ich am Abend keinen Bock mehr, den PC hoch zufahren.

Aber heute kann ich mir die Zeit dafür nehmen. Durch das Wohnzimmer schnurrt grade der Saugroboter, in der Küche summt der Geschirrautomat und im Bad brummt die Waschmaschine. „Hausfrau lässt arbeiten, während sie die klappernden Tasten der Tastatur hören kann“ 😀 Ein buntes Gemisch an Geräuschen. Ansonsten gibt es keine weitere Geräuschkulisse mehr in meiner Wohnung. Früher hörte ich noch hammerlaute Techno-Musik, doch diese wilden Jahre sind vorbei, vorbei, wie das vergangene Jahr. Früher war eine Silvesterparty ohne berauschenden Alkohol mit Jux und Knallerei für mich undenkbar, heute schaue ich nur zu, wie andere ihr Geld in die Luft jagen und sich einen Kater antrinken. Mein Silvesterspektakel besteht aus alkoholfreien Sekt und Wunderkerzen.

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Einmal mit der Fähre Hohe Düne, hin und zurück. Die Ostsee erfrischt bei der Überfahrt jeden Geist und meine verschnupfte Nase erholte sich ebenfalls. Zum Glück, denn ich übernahm den Infekt meiner Enkeltochter und fühlte mich am Silverstermorgen elend und schlapp. Es gab nichts, was mir nicht weht tat. Bis zum späten Nachmittag hatte ich mich wieder berappelt und  mit einer IBU die Symptome im Griff, die frische Luft der Ostsee trug ihren Teil dazu bei.

Ostsee am Silversterabend

Mit dem Mädels verbrachte ich den Silversternachmittag in Warnemünde.

Aber noch bevor die Silvesterparty  auf der Promenade in die Vollen ging, machten wir uns auf den Rückweg. Es war schon dunkel, als wieder auf der Fähre standen und uns übersetzten ließen. Auf halber Strecke wunderte ich mich, warum das Ufer sich seitlich weg bewegte. Wollte der Fährmann etwa rückwärts die Passagiere und Autos auf der anderen Seite absetzten ober litt ich gar wegen des Infektes unter einer Schwindel-Attacke?  beides war nicht der Fall. Der Fährmann machte sich am Silvesterabend einen eigenen Spaß und drehte die Fähre auf halber Höhe einmal um die eigene Achse und fuhr normal weiter. Er legte also während er Überfahrt einen kleinen Tanzmove ein. Nach der Verblüffung der Fahrgäste kam als nächstes ein Raunen und anschließend ein Beifall. Auch die Fahrgäste hatten ihren Spaß am Spaß des Fährmanns.

Für den Silverster-Abend nahmen wir uns nichts spektakuläres vor. Auf Pro 7 lief der Film: „Der Schuh des Manitus“ bei dem wir herzlich ablachen konnten und für den Rest des Abends bis Mitternacht übernahm mein TV die weitere Unterhaltung für die Mädels und mich. Mit ihren 13 und 14 Jahren haben sie nach kein Verlagen nach Partyrausch. Das sah, wenn ich so an meine Teene-Zeit zurück denke, bei mir schon etwas anders aus. Im mir steckte schon früh eine Partymaus und wäre ich damals so gediegen, wie meine Enkelkinder ins neue Jahr gerutscht, dann hätte mir bestimmt was gefehlt.

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Aber die Mädels hatten immer noch ihren Spaß mit meinen Wunderkerzen auf dem Balkon, während massenhaft die gesprengten Silvesterraketen sich um Himmel mit einem Knall zu weiten Fontänen öffneten.