geschafft und bombensicher

Geschafft bin ich nicht, zum Glück. Aber ich hatte gut zu tun . Zur Zeit laufe ich von einer Sporthalle zur anderen und trainiere Kinder in jedem Alter. Angefangen bei 2 Jahren und die Größten sind 10 Jahre alt. Mein Hauptgeschäft ist Yoga, aber der Trainermangel des Vereins „zwingt“ mich, auch im Kindersport aktiv zu sein und das ist echt eine Knüppelarbeit.

Am Montag hatte ich die Kindergartenkinder im Alter von 4 – 6 Jahre. Fröhlich zogen sie mit mir Richtung Sporthalle, doch als wird drin waren, hatten sie keine Lust mehr auf Sport. Spontan stauten sich bei mir die Schweißperlen auf der Stirn und ich wünschte mir, ich hätte ein Stimmorgan, dass jeden an die Wand nagelt. wenn ich ihn ihn laut und deutlich anspreche. Doch meine Stimmfrequenz geht im Kinderlärm unter und ich musste andere „Geschütze“ auffahren. Und ? es hat geklappt. Ich bekam spontan Aufmerksamkeit mit der Ansage: „Wenn das mit euch nicht klappt, wird am Ende nicht mehr gespielt“ Sie sahen mich mit großen Augen und versprachen Besserung. Bei der Gelegenheit zog und ziehe ich vor jeder Erzieherin den Hut. Kein Wunder, dass der Krankenstand bei den Erziehern oftmals hoch ist.

Am Dienstag hatte ich die Kinder im Alter von 6 – 10 Jahre. Und auch bei denen muss sich eine Frau wie ich durchbeißen. Die 10 Jährigen wollen einem gern auf der Nase rumtanzen und davon muss ich sie zu jedem Training abhalten. Bei den meisten gelingt es mit einer Ermahnung, aber eine von den „lieben“ Kindern verhält sich, wie ein Aal, der einem permanent durch die Finger rutscht. Sie sitzt heulend in der Ecke, wenn andere Mädels , nachdem sie einen Blick auf sie geworfen haben und lachen. Sie glaubt, man würde über sie lachen. Umgekehrt teil sie unter anderen aus, dass es nur so raucht. Nun überlege ich schon seit Tagen, wie ich dem Mädchen bei kommen kann.

Am Mittwoch zwei Trainingseinheiten mit Vorschulkinder. Die waren alle lieb und hatten Spaß. Zum Glück kamen die Kinder nicht aus der Innenstadt, denn die Innenstadt wurde am Mittwoch Vormittag evakuiert.

Weiterlesen
Werbeanzeigen

Bilder sprechen für sich

 

Rostock in Trauer

Die Nachricht nahm gestern jeder Rostocker mit Traurigkeit auf. Jetzt wird der Spielmann-Opa das Stadtbild nur noch in der Erinnerung derer prägen, die ihn mit seinem Akkordeon im Stadtzentrum erlebt haben. Für die Rostocker war er sowieso ein Vertrauter und die Touristen machten gern ein Foto von ihm. Er gehörte ebenso zum Stadtbild wie der Brunnen der Lebensfreude.

Bildquelle: Wikipedia – Klick Bild

Als ich am Freitag über den Platz ging, auf dem der Spielmann-Opa seinen Standort hatte, musste ich daran denken, das sich ihn schon lange nicht mehr gesehen hatte. Ich nahm an, die Hitze würde ihn davon abhalten, mit seinem Akkordeon-Spiel die vorbeigehenden Menschen zu unterhalten. Leider verstarb an dem Tag der Mann, der sich zu seinem 95. Geburtstag gemeinsam mit dem Rostocker Rapper Materia in das Ehrenbuch der Stadt eintragen durfte und ein kleines Denkmal bekam er auch.

Die lokalen Medien informierten gestern die Bürger der Stadt darüber und wer wollte, konnte auch seine Gefühle über die Nachricht mitteilen. und auch das NDR-Fernsehen hatte an ihn gedacht und seiner gedacht.

Ruhe in Frieden Spielmann-Opa. 😦 Ich bin sicher, du wirst weiter deinem Spiel Musik machen und für die Engel im Himmel spielen.