Bilder sprechen für sich

 

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Rostock in Trauer

Die Nachricht nahm gestern jeder Rostocker mit Traurigkeit auf. Jetzt wird der Spielmann-Opa das Stadtbild nur noch in der Erinnerung derer prägen, die ihn mit seinem Akkordeon im Stadtzentrum erlebt haben. Für die Rostocker war er sowieso ein Vertrauter und die Touristen machten gern ein Foto von ihm. Er gehörte ebenso zum Stadtbild wie der Brunnen der Lebensfreude.

Bildquelle: Wikipedia – Klick Bild

Als ich am Freitag über den Platz ging, auf dem der Spielmann-Opa seinen Standort hatte, musste ich daran denken, das sich ihn schon lange nicht mehr gesehen hatte. Ich nahm an, die Hitze würde ihn davon abhalten, mit seinem Akkordeon-Spiel die vorbeigehenden Menschen zu unterhalten. Leider verstarb an dem Tag der Mann, der sich zu seinem 95. Geburtstag gemeinsam mit dem Rostocker Rapper Materia in das Ehrenbuch der Stadt eintragen durfte und ein kleines Denkmal bekam er auch.

Die lokalen Medien informierten gestern die Bürger der Stadt darüber und wer wollte, konnte auch seine Gefühle über die Nachricht mitteilen. und auch das NDR-Fernsehen hatte an ihn gedacht und seiner gedacht.

Ruhe in Frieden Spielmann-Opa. 😦 Ich bin sicher, du wirst weiter deinem Spiel Musik machen und für die Engel im Himmel spielen.

 

Vorher – nachher

Zur Zeit wird in der Innenstadt von Rostock viel gebaut. Es werden Bauflächen erschlossen, die auch außergewöhnlich sind. Aber die Planer finden immer die richtige Lösung, um auch attraktive Lagen zu bebauen. Die Wohnungen sind für anspruchsvolle Mieter, d.h. es sind deftige Mieten zu zahlen.

Leider verschwinden damit auch urige Flächen, die ich gern für meine Spaziergänge in der Innenstadt nutzte.
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Unter dem überhängenden Gebäude, das in diesem Jahr fertig gestellt wurde, lustwandelt es sich für mich nicht mehr so gut. Für mich verschlimmbessert so manchen neue Bauwerk meine Stadt. IMG_0248-min

(K)eine Zeitschleife ?

Wieder einmal brante eine Hütte in Rostock. Dabei ist der Begriff Hütte stark untertrieben. Auf den letzten Metern in Richtung Wohnung begrüßte mich gestern Abend eine dicke Rauchfahne, die direkt über meinem Haus zu schweben schien. Oder brannte sogar meine „Hütte“ ?

Erschrocken checkte ich innerlich ab, ob ich den Herd ausgemacht habe, bevor ich die Wohnung verlassen hatte. Aber ich schaue immer noch mal bewusst in die Ecke, in der mein Küchenherd steht. Auch das Bügeleisen, dass ich am Vormittag im Einsatz hatte, hatte ich aufgewickelt weggestellt. Und einen Tauchsieder – wenn es den überhaupt noch in Haushalten gibt – gibt es bei mir auch nicht. Also meine Hütte kann nicht brennen, es sei denn, jemand anderes hat vergessen, seinen Herd auszumachen.

Kaum hatte ich den Durchgangstunnel betreten und der Blick frei war, sah ich woher die Rauchfahne kam. Wieder einmal war ein Feuer auf den Recyclinghof entstanden, der nur wenige Kilometer von meiner Wohnung entfernt liegt. Wie kann das sein ? Bin ich in eine Zeitschleife geraten und diese hat mich wieder in den Monat Mai zurück gebeamt ?

Aber nein, das was ich vor meiner Haustür sah, war real. Es brannnte und wieder steht der Recyclinghof in Flammen und das Feuer machte fette weit sichtbare Rauchwolke über Rostock.

Das Internet weiß alles und mit wenig Klicks konnte ich die brandneue Nachricht lesen. „Großbrand auf Rostocker Deponie“. Nicht nur Brand, sondern „Großbrand“ schrieb man in der Lokalpresse. Und der Schaden? Astronomische Summen. „10 Millionen Euro werden nicht reichen“ hieß es weiter. Ohje.. nicht „nur“ das uns die Luft verpestet wurde, das ganz wird noch sauteuer für den Konzern von Veolia. Die Jungs werden jetzt den Kopf aber richtig voll haben….

und müssen sich ernsthafte Gedanken machen, damit niemand weiter zu Schaden kommt. Weil es schon der 4. Brand dieser Art in und um Rostock seit Mai war, wird nun untersucht, warum immer und immer wieder einige Kilometer weit sichtbare Rauchwolke über Rostock schwebt und die Luft der Bewohner der Stadt erheblich verpestet.

Erster Erklärungsversuch Zitat Rostock Heute:

„Nach ersten Erkenntnissen kam es während des Häckselns von Restmüll zur thermischen Erhitzung des zerkleinerten Mülls, der dem Zerkleinerungsprozess erneut zugeführt werden sollte. Hierbei kam es zum Ausbruch eines offenen Feuers. Die Flammen erfassten schnell den restlichen Müll und griffen dann auf die Anlagen und das Gebäude über. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. „

Einen weiteren Erklärungversuch las ich in einem anderen Bericht. Eine Batterie könnte einen Funkenflug beim Schreddern der gelben Säcke verursacht und damit den Brand ausgelöst haben. Sollte eine gemeine Haushaltsbattrie für das gestrige Flammeninferno verantwortlich sein?

Auf jeden Fall werden den Verantwortlichen während der nächsten Tage und Wochen die Köpfe ordentlich rauchen und vielleicht sogar welche rollen. Wer weiß, was wir nahe gelegenen Bürger der Stadt während der Brandzeit eingeatmet haben. Den Ruß, der sich auf die Erde gelegt hat, wird man auch nicht als Dünger bezeichnen können und vielleicht hat sogar die Ernten von Getreide bzw. Erdbeeren mit Schadstoffen belastet. Ich mag das gar nicht zu Ende denken.

Jedenfalls, als ich heute morgen auf den Balkon ging, roch die Luft nicht wie sonst, angenehm frisch, sondern sie war mit einem süßlichen Fremdgeruch gemischt.