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neue Bettelkultur

Das bunte Treiben in der Kröpeliner Straße fällt im Februar eher mäßig aus. Überschaubar der Boulevard, nur hier und da ein paar  Stände, um im Vorbeigehen etwas eß- oder trinkbares mit zu nehmen. Essen hält halt Leib und Seele zusammen, so eine alte Volksweisheit. Wir leben in Deutschland je nach Einkommen im Überfluss oder kommen über die Runden, aber selten an den Bettelstab. Der Staat sorgt im Falle des Falles  (im wahrsten Sinne des Wortes)  auch für die, die gar nichts mehr haben. Er ist dann ein Sozialfall mit der Auflage, sich unermüdlich um einen Job zu kümmern, damit eine Eingliederung ins normalen gesellschaftlichen Leben wieder möglich zu machen. Vielleicht gehört man eines Tages ja wieder zu denen, die sich im Vorbeigehen ein Würstchen und einen Kaffee leisten  können.

So gut  wie in Deutschland geht es den Menschen an Rand der Gesellschaft in anderen Ländern jedoch nicht. Einige werden in armen Ländern akquiriert mit dem Versprechen, dass sie in Deutschland ihr Glück machen können.  Hier angekommen werden sie als Bettler ihren Lebensunterhalt verdienen müssen und ich bin sicher,  dass sie den größten Teil , wenn nicht sogar alles, ihrer Einnahmen an die Hintermänner abgeben müssen.

Neuerdings verfolgen die Hintermänner eine neue Strategie  in der Bettelkultur. Dabei bedienen sie sich des Deutschen liebstes Kind – der Hund. Mal locker gesagt, der Bettelstab  auf den Hund gekommen. Die Sache mit den Krücken – um die Weihnachtszeit sah man nur Krückenbettler –  muss weniger erfolgreich gewesen sein.

Auf dem Rostocker Boulevard saßen heute an verschiedenen Plätzchen die Bettler. Sie hielten die Kleinhunde artig auf ihren Schoß, die eher apathisch als lebendig aussahen. Sie stehen unter Drogen, sagt das Internet und die Tierschützer schlagen schon Alarm wegen Tierquälerei.

Kaum zu ertragen, der Anblick für mich. Ich weiß, es gibt Aussteiger auch aus der deutschen Gesellschaft, die sich für s betteln entschieden haben. Auch sie haben häufig einen Hund bei sich. Doch dieser Hund steht in  Beziehung zu dem Menschen,, mit er auf der Straße lebet. Er ist das, was er für viele Menschen der jeder Gesellschaftsschicht bedeutet, des Menschen bester Freund.

Für die neue Bettelkultur steht der Hund  keiner Beziehung zu dem Menschen, mit er auf Boulevard bettelt , es soll das Geld der Passanten auf der Straße lockerer werden zu lassen.  Ob das der Fall ist?

Ich unterstütze das nicht, d.h. von mir keinen Cent !!!

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Ein Zeitproblem ?

Angestellt

So richtig glauben konnte ich das noch nicht. Ich nahm an, das  Holzhaus ist der erste Vorbote für den Weihnachtsmarkt Rostock. Aber der Termin ist ja noch weit weg, naja…sooo weit weg auch nicht mehr. In knapp 5 Wochen geht der Trubel wieder los.

Nach dem ganzen Thowobabu der letzten Monate war ich doch tatsächlich schon gedanklich bei den Festtagen angelangt. Denn immerhin preisen die Supermärkten ja schon Lebkuchen und andere Weihnachtsnaschereien an. Die erste Weihnachtsdeko in den Geschäften wird sicher auch nicht mehr lange auf sich waren lassen. Dann blinkt und leuchtet es an jeder Ecke in den Innenstadt und auch sonst rückt mir der geschmückte Weihnachtsbaum im Handel schon viel zu stark auf die Pelle und verpufft mir die Freude am Weihnachtsbaum im eigenen Wohnzimmer  Um die Weihnachtszeit  hab ich dann fast schon genug von dem ganzen Blink Blink und Weihnachtsliedern überall, wo man geht und steht.

Aber wofür das Holzhaus vor dem KTC am Kröpeliner Tor aufgestellt wurde, werde ich erst  während der nächsten Tag herausfinden. Halloween  steht ja noch an..vielleicht darf man sich als zahlender Gast  sich darin vom Hausgeist zum gruseln und erschrecken bringen lassen. Zwinkerndes Smiley

Ostseemaus

Nachtrag

Ein hölzernes Restaurant – vielleicht sogar auf Dauer angelegt ?

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so langsam wird´s

und der Frühling nistet sich nicht nur in meinem Innenhof  fest ein.


In Scharen sah ich am Sonntag die Ausflügler bei einem Zwischenstop auf der Wiese. Da wo man singt und lacht, da lass dich ruhig nieder. Sohnemann klärte mich auf, warum eine Traube Menschen an einer kleinen Bude klebte.  „Pesto Peter eröffnet seinen Imbissstand“ „Achja? Woher weißt du das? “ „Facebook“ seine kurze Antwort.

Das lassen sich die, die gerne ein Bier trinken, nicht zweimal sagen. Das Wetter spielte perfekt mit und bis zum Abend wurde fleißig ausgeschenkt. Am nächsten Tag beklagte sich Sohnemann.. er hätte keins mehr abgekommen, war schon alles ausgeschenkt.

Blick in die Kröpi

Die Gastronomie der Innenstadt bereitet sich auch auf die Sommersaison vor. Der Sommer kann kommen.

Ostseemaus

Abschied

Alter aber noch nicht ausgedienter Schuhschrank

Bevor der Wagen der Obdachlosenhilfe Rostock vorfährt, noch ein Abschiedsfoto der Sachen, die ich für den Weiterverkauf spenden werde. Der Schuhschrank für meine Wohnung zu dunkel, für den Müll zu schade. Deshalb entschied ich mich dafür, diesen der Obdachlosenhilfe zu spenden. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Obdachlosenhilfe zu Gute. Kaufen kann jeder, egal ob arm oder reich und ist deshalb anders, als im im Sozialkaufhaus, in dem nur der einkaufen kann, der einen entsprechenden Nachweis dafür hat.

/PHOTO_20160405_112033Ich krieg es nicht fertig, die Dinge die noch von Nutzen sind, einfach weg zu werden. Auch profitiere ich davon, wenn ich das eine oder andere Möbelstück für wenig Geld auch dort erwerben kann. Möbel. die mehrfach auf und abgebaut wurden und immer noch heil sind, haben eine Aussicht auf ein langes Leben.

Der olle Sessel darf auch noch mal sein 2. Leben antreten, falls die Fahrer die Obdachlosenhilfe ihn für den Weiterverlauf mitnehmen möchten. Und wenn er nur noch 5 € bringt, Geld ist Geld.

Na dann, in wenigen Minuten kringelt es an meiner Tür und die Möbelstück und ein paar Textilien verlassen gleich meinen Haushalt

Ostseemaus

die Welt ist bunt

Das bunte Treiben auf den alljährlich Ostermarkt erfreut wieder viele Besucher der Stadt, auch die Einheimischen, das ist klar. Der Ostermarkt hatte gestern schon etwas frühlingshaftes. Der Himmel so blau, die Sonne so hell, die Luft so mild.

Mit den Besuchern des Ostermarktes tummeln sich in diesem Jahr ganz andere Gesellen, die ich bis dato noch nie sah. Das sich an solchen Tagen auch die Bettler an den Wegesrand setzen, ist auch nicht s neues, Sie werden eigens dafür in die Großstädte gebracht. Längst sind wir Bürger schon so weit aufgeklärt, dass wir wissen, dahinter steht ein, wenn ich mal so sagen darf, eine Management, dass sie entsprechend die Strippen sieht.

Neu in diesem Jahr ist, dass die Bettler nicht nur stumm mit der Bettelschale und mit einem leidvollen Gesicht da sitzen, nein, die kommen jetzt mit Krücken und humpelnden Beinen daher, stellen sich den Menschen den Weg, damit sie nicht einfach vorbei laufen können, sondern einen Bogen machen müssen.

Eine weitere Masche, die Z.Z. neu in der Stadt ist zu sehen und mir deshalb aufgefallen ist, sind ihre Standorte der Bettler, nämlich neben den zahlreichen Geldautomaten, die der Besucher in der Einkaufsstraße nutzen kann, wenn ihm das Bargeld ausgegangen ist. Sie sitzen oder stehen nicht nur stumm leidend da, sondern sprechen die Menschen gezielt an, die sich Geld aus dem Automaten gezogen haben.

Sehr unangenehm und deshalb dachte ich mir, “gehe ich halt in die Bank und hole mit dort mein Scheinchen”. Aber auch dort saß ein Mann leidend und stumm in einer Ecke und als ich den Vorraum der Bank verlies, sprach er mich auch auf mein Geld an.

Ich gehe davon aus, das diese Menschen wirklich bettelarm sind und deshalb in diese mieslige und demütigende Lebenslage kamen. Aber ich bin mir auch sicher, dass diese Menschen das Geld abliefern müssen und davon nur das schwarze unter dem Nagel bekommen würden.

Fahre ich am Abend mit der Straßenbahn nach Hause, zeigt sich wieder ein anderes Bild um mich herum, Die meisten Fahrgäste unterhalten sich nicht in meiner Heimatsprache. Um mich herum kommunizieren Menschen in allen möglichen Sprachen. Wir stehen vor einer neuen Zeit, dass wird mir in solchen Momenten deutliche klar. Unsere Welt verändert sich jeden Tag und unsere Köpfe müssen mithalten, wenn wir die neue Welt verstehen wollen.

Die neue Zeit spielgelt sich auch im Kindertraining wieder. Am Mittwoch schlichen sich fremde Kinder in die Sporthalle, in der wir grade Kinder im Alter von 4 – 9 Jahre zum Training hatten. Sie schauten uns neugierig zu. An ihrer Seite stand ein mir bekanntes Mädchen und sie erklärte mir: “Das sind meine neuen Freunde. Ich verstehe zwar nicht, was sie sagen, aber das stört mich nicht” So einfach stellt sich die neue Zeit für die Kleinen dar. Die fremden Kinder waren syrische Kinder und stürmten mit Freude die Sporthalle, als sie grünes Licht von uns Trainern dafür bekamen, So einfach und unkompliziert erobern sich die Kinder die neue Welt, in die das Leben sie gebracht hat.

Die Sprachbarriere löste eine Mutter mit dem Handy. So konnten wir den fremden Kindern übermitteln, dass sie zum nöchsten Training kommen sind, wenn ihre Eltern das erlauben würden. Dabei erfuhren wir, dass die syrische Großfamilie in einer nahegelegenen Straße Einzug gehalten hat. Wir werden sehen, wie es weiter geht.

Zur Zeit  setze ich wie viele andere Menschen auch meine Hoffnung auf den zur Zeit laufenden EU-Gipfel, der heute endlich über einen gangbaren Weg für alle in der Flüchtlingskrise verhandelt, damit alle Menschen, die davon betroffen sind, wieder eine Lebensperspektive bekommen.

Bei der Gelegenheit möchte ich hier noch zum besten geben, dass ich von vielen europäischen Ländern nicht nur enttäuscht sondern auch über ihre Haltung zur Flüchtlingskrise entsetzt war. Das von 28 Ländern der europäischen Union nur wenige Staaten bereit waren, Flüchtlinge in Not aufzunehmen, geht bis heute nicht in meinen Kopf rein.

Ostseemaus

Dezemberfrühling

Die letzten Tage vor Weihnachten: Das Fest steht fast vor der Tür. In der Stadt verdichtet sich der Menschenstrom. Die, die ein Geschenk nicht per Mausklick übers Internet sondern über den Ladentisch erwerben wollen, werden täglich aktiver. Mich wird man ab Montag auch bei meinen letzten Angstkäufen in den Geschäften antreffen. Erst kommt der Plan, dann der Kauf.

Die Spannung steigt.

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ganz nah dran

Alle Jahre wieder verziehen wir uns in der Sommerpause ins Freie, um dort unsere Yogapraxis zu machen. Gestern trafen wir uns im IGA-Park, nahe dem Weidendom. Ein schönes Fleckchen Erde und ganz nah an der Natur zu sein, während der Yogaübungen ist, wenn es auch erst anstrengend scheint, belebend.

Seid gestern lies sich auch wieder bei uns im Norden der Sommer nieder, fast kein Wölkchen am Himmel.

Aus der Ferne hörte ich hämmern und schwere Geräte auf und ab fahren.. Ungewöhnliche Geräusche in einer Naturanlage wie diese, in der man nicht mal ein Hundegebell hörten kann, weil Hunni keinen Zutritt hat.

Einer Teilnehmerin kam die Erleuchtung, Xavier Naidoo ist auf Tour und wird am 15. August im IGA-Park seine Fans begrüßen. Die Bühne wurde schon aufgebaut.

Also flanierte ich anschließend über das Gelände und nahm ein paar Eindrücke vom Aufbau der Bühne mit.

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