Ich warte auf die rosige Zeit

21. Tag seit den Maßnahmen

Eigentlich können wir uns in Mecklenburg -Vorpommern nicht beschweren, denn die Anzahl der gemeldeten und bestätigten Infizierten hält sich in Grenzen. Auf 100 000 Einwohner wurden 32,35 Fälle bis 24.00 Uhr an die RKI gemeldet. Meine Milchmädchenrechnung besagt, dass bei einer Einwohnerzahl von 250000 in Rostock grade mal 80,88 Infizierte kommen. Die Kommazahlen ergeben sich einfach aus dem rechnen mit den Dezimalzahlen. Die Mathematik begleitet auch die Corona-Krise, in der wir zur Zeit weltweit leben.

Ich glaube, das erste mal seit seit Menschen Gedenken sitzt die ganze Welt im selben Boot. Auf der Arktis bzw. Antarktis könnte die Welt noch virenfrei sein, aber der Rest der Welt muss sich nun damit auseinander setzen. Ich bin neugierig, wie die Welt die Zukunft nach der Krise gestalten wird. Vielleicht lernen wir über Ländergrenzen hinaus endlich das Miteinander und nicht das Gegeneinander, wie so oft in der Vergangenheit. denn die Erkenntnis, dass man schwierige Zeiten wie diese, im Alleingang nur schwer bewältigen kann, sollte sich bei den maßgeblichen Personen durchsetzen.

Das fällt mir ein, von den AfDlern hört man gar nicht mehr so viel. Hat es ihnen die Sprache verschlagen, weil sie niemanden gefunden haben, den sie dafür an den Pranger stellen können, um endlich das machen zu könne, was sie am liebsten machen, Feindbilder in den Köpfen ihrer Anhänger aufbauen.

Feindbilder würden nur meinen Kopf vergiften und ich hätte keine ruhige zeit mehr. deshalb erinnere ich mich lieber an bessere Zeiten und das was mir wichtig ist, die Freiheit. Ich möchte wieder flanieren gehen. Auf Einkaufstraßen, in Grünanlagen und um Ufer der Warnow oder der Ostsee.

Aber bis es soweit ist, kann ich mich an alten Bildern erfreuen, aus einer Zeit, in der niemand auch nur in seinen schlimmsten Träumen sich vorstellen konnte, dass wir als Menschheit in eine so schwere Krise wie die Coronakrise 2020 schlittern würden.

Diese 👆🏻 kuschligen Bilder machte ich vor einem Jahr in Warnemünde.

Osterfeuer 2019 am Strand von Warnemünde 3 Wochen später

ungetrübter Spaß ?

Schier aus allen Ecken strömen  seit Tagen  die Menschen wieder ins Freie.  Der hartnäckige Winter hat auch mich sonnenhungrig gemacht und auch auf die Straße ins Freie getrieben. Bevorzugtes Ausflugsziel, die Innenstadt. ich mag es, mich in den Menschenstrom zu werfen. Ich könnte auch stundenlang dazwischen hocken.

In der Innenstadt sprudelt wieder der Brunnen der Lebensfreude. Klar, dass er gleich Anziehungspunkt der Kinder ist.

Eine zusätzlich schöne Kulisse für die Besucher der Innenstadt bot der Blick auf den Ostermarkt, der bis gestern dauerte. Der übliche Rummel, aber er zog wieder  viele Menschen an. Für die Kinder gab es jede Menge Spaß 
Solch ein Freiluftsalto ist ganz nicht umsonst, aber dafür war der Spaß und Kribbeln im Bauch garantiert.

Achja, an einer meiner Lieblingsmotive in der Innenstadt komme ich ohne ein Foto geschossen zu haben auch nicht vorbei. Nein, es ist nicht das Unigebäude, was für viele auch ein attraktiver Fotomotiv darstellt, nein, ich liebe den zur Seite geneigten bewachsenen Baum.

Die bunte Budenreihe hatte für mein Auge auch etwas.

Alles in allen gingen die Menschen ihren ungetrübten Spaß nach und niemand kam dabei auf die Idee, dass er an solch einem Platz in Gefahr geraten könnte.

Aber wiedereinmal hat das Leben gezeigt,  das es auch anders kommen kann. Kaum zu glauben, das Menschen immer noch unschuldige Menschen mit in den Tod reißen müssen, wenn sie ihr eigenes Leben beenden wollen. Tickende Zeitbomben, wie der Amokfahrer von Münster können die ungetrübte Lebensfreude unbeteiligter Menschen ein jähes Ende setzen.  Ich sehe dahinter nicht nur das zuvor erfahrene Leid des Amokfahrer ,sondern ein übergroßes Ego, dass mit dem eigenen Selbstmord  mit  Tötung unbeteiligter unschuldiger Menschen sich noch einen spektakulären Abgang verschaffen will. Zwei Menschen mussten deshalb ihr Leben lassen.  Die Nachrichten berichten stündlich über die neuen Erkenntnisse zur Person des Amokfahrers. Man sucht nach Erklärungen.

Ich  erwischte mich heute beim abchecken des  Außenbereiches in meinem Lieblingscafe`s . Ist er für eine Amokfahrt geeignet? Auf den ersten Blick nicht, aber was sagt der 2. Blick ?

so langsam wird´s

und der Frühling nistet sich nicht nur in meinem Innenhof  fest ein.


In Scharen sah ich am Sonntag die Ausflügler bei einem Zwischenstop auf der Wiese. Da wo man singt und lacht, da lass dich ruhig nieder. Sohnemann klärte mich auf, warum eine Traube Menschen an einer kleinen Bude klebte.  „Pesto Peter eröffnet seinen Imbissstand“ „Achja? Woher weißt du das? “ „Facebook“ seine kurze Antwort.

Das lassen sich die, die gerne ein Bier trinken, nicht zweimal sagen. Das Wetter spielte perfekt mit und bis zum Abend wurde fleißig ausgeschenkt. Am nächsten Tag beklagte sich Sohnemann.. er hätte keins mehr abgekommen, war schon alles ausgeschenkt.

Blick in die Kröpi

Die Gastronomie der Innenstadt bereitet sich auch auf die Sommersaison vor. Der Sommer kann kommen.

Ostseemaus