Ich hab geträumt heute Nacht

31. Tag seit der Maßnahme

In 8 Wochen wäre es wieder so weit gewesen. Reise, Reise. Am 3. Juni wollten wir Mädels wieder Richtung Mallorca fliegen und uns den Spaß gönnen, den wir uns jedes Jahr gönnen. Sommer, Sonne, Strand und mehr. Schön, schön, wenn es der Virus nicht wäre.

Reise, Reise ?

Ich habe geträumt heute Nacht. Nein, nein, nicht nur einmal, nein gleich zweimal zum selben Thema: Reise, Reise.

Im ersten Traum wollte wieder meine Reise nach Spanien antreten und ein paar schöne Tage auf den Balearen, am Stand von Palma de Mallorca verbringen, wie jedes Jahr im Juni. Mein Koffer, gepackt und überschaubar groß steht bereit. Die Reise kann beginnen. Am Flughafen hieß es dann aber, das wird heute nichts mit fliegen nach Palma de Mallorca. Was nun? Mein Gepäck hatte ich noch nicht aufgeben. Guter Rat teuer. Wann gehts los? Die Durchsage hatte dazu keine Information. Bleiben und warten? Ich entschloss mich, nur mein Gepäck dort zu lassen und stellte meine Koffer in einem langen Gang ab. Dort wurden schon jede Menge Koffer von anderen Reisenden abgestellt wurden. Nachdem ich meine Koffer dazu gestellt hatte, wachte ich auf. Gott sein Dank, ich hatte nur geträumt und schlief schnell wieder ein

Im zweiten Traum wollte ich die Reise wieder antreten. Ich betrat den Flughafen erneut. Mein Koffer war ja schon gepackt und abgestellt. Ich musste ihn nur vom Abstellort abholen. Eine unüberschaubare Menge an Koffer standen im Gang. Wo war mein Koffer? Ich fand ihn nicht auf Anhieb und lief mir die Hacken auf dem langen Gang wund, um meinen Koffer endlich aufgeben zu können. Die Durchsage im Flughafen, eine dringliche Aufforderung. Man sollte schnellstmöglich für Flug so und so einchecken. Wo war mein Koffer? Wurde er mir oder wusste ich nicht mehr, wo ich meinen Koffer abgestellt hatte?

Flughafen Hamburg

Die Zeit drängte, ich fand meinen Koffer nicht. Ich stand vor der Frage: Wollte ich den Flieger nicht verpassen, dann müsste ich ohne Koffer auf Reise gehen. Würde ich meinen Koffer weiter suchen wollen, dann würde der Flieger ohne mich in die Luft gehen. Wie sollte ich mich entscheiden? Bevor ich mich entschied, wurde ich wach. Mein Hals war trocken und ich hatte mir zum Glück am Abend zuvor eine Trinkflasche ans Bett gestellt. Bevor ich mich wieder auf die Seite legte, um weiter zu träumen, nahm ich einen kräftigen Zug aus der Wasserflasche. Zum Traum fand ich jedoch nicht mehr zurück, so blieb auch der Ausgang meine Entscheidung noch offen.

Hintergrund für meinen Traum war der Beitrag aus dem Mallorca-Magazin. „Tourismusstart auf den Balearen nicht vor August“ so denke mal. Den Malleurlaub im Juni hatte ich mir schon in den Wind geschrieben, der Septemberurlaub steht noch in den Sternen. Mein Unterbewusstsein hat mir die Szenarien schon mal durchgespielt.

Tag und Nacht

Treffe ich am Urlaubsort ein, dann denke ich: „Toll, noch so und so viel Tage liegen vor mir“ Eine gefühlte Ewigkeit mit viel Zeit, die ich für mich allein habe. Ich muss weder zur Arbeit, noch putzen, noch Betten manchen, noch Essen kochen, noch abwaschen, ich muss nur aufstehen und den Tag für mich gut sein lassen. Ich sag euch was, man kann sich daran gewöhnen. Aber ohne einen Volltreffer im Lotto wird sich das Luxusleben nur auf ein paar Tage im Jahr beschränken.

Unser Stammhotel

Mit Meerblick war gebucht, aber das Zimmer wird erst vor Ort vergeben. Wir hatten Glück und bekamen auf Wunsch ein Zimmer in der 6. Etage des Hotels. Höher hinaus kommt man in dem Hotel nicht. Die beliebte Mittelmeerbucht lag uns zu Füßen.

Für alle Besucher, die die absolute Stille lieben, wird dieser Ort zu laut sein. Denn Tag und Nacht dringt der Straßenlärm und das permanente Rauschen des Mittelmeeres bis ins Zimmer vor. Aber für uns war der Lärm kein Thema. Ich kann den Lärm gut ausblenden oder ich schloss die Balkontür, wenn ich noch bis in die Puppen schlafen wollte. Außerdem zog es uns jeden Abend in die Nacht und wir kamen erst gegen 5 Uhr wieder heim.

Uns zog es am Tag an den Strand und am Abend in die bunte Nacht.

Ebenso, was dem Lärm betrifft, gilt auch für die Menschen am Strand, die eng bei einander liegen. Im Juni und Juli sollen der Strand leer gewesen sein, aber im September strömten wie gewohnt die Massen wieder nach Mallorca. Die „Mittelalter“ hielt der Insel die Treue, die jungen Wilden blieben in diesem Jahr weg. Die haben sich ein anderen Domizil gesucht. Die Maßnahmen gegen den Sauftourismus haben erste Wirkungen gezeigt.

Wir hatten so unsere Laufstrecke, wenn es in die Nacht geht. Wir trafen immer gegen 22.30 Uhr in der Bierstrasse. Die Plätze waren knapp und die Stimmung auf Hochtouren. Als erstes machen wir uns zu „Yvönnchen“ auf dem Weg.(links im Bild)

Yvonne arbeitet im „Palmeiras Biergarten“ als Kellnerin und das nun schon seit 20 Jahren. Wir nennen sie Yvönnchen, weil sie kaum zu sehen ist, wenn sie sich mit dem voll beladenden Tablett durch die Menschen drängt.

Um 0 Uhr wird die donnernde Musik abgeschaltet und bis wir uns auf den Weg zur nächsten Etappe machen, dauert es etwas. Die Gespräche zu Ende führen, die Rechnung bezahlen. Doch um 1 Uhr kennt auch das Personal kein Pardon. Sie stapeln Tisch und Hochstühle, fegen die Straße und spätestens um 1.30 Uhr ist von dem Treiben der Menschen nichts mehr zu sehen.

Auf uns wartet eine weitete Etappe. Der Bolero, eine Diskothek mit einer Liveband, die sich „Sunny Way“ nennt. Mal nix aus der Tonspurkonserve, sondern live gespielt und gesungen. Die Band begrüßte uns mit Freude, man kennt uns schon :D. Zum Abschluß dieses Beitages noch ein kleiner zusammengestellter Videoclip, der die Sängerin nach getaner Arbeit zeigt. Sie tanzt mit einem Kellner, der auch froh ist, das die lange Nacht bald beendet ist.

bildhaft zusammen gestellt

Die Heimat hat mich wieder und das schon seit letzten Samstag. Doch Zeit für den Blog hatte ich noch nicht. Also dachte ich heute, warum nicht einen kleinen Videoclip zusammenstellen und als erste Zusammenfassung den netten Lesern anbieten. Er dauert nur eine knappe Minute, dafür habe ich dann doch gute 2 Stunden investiert. Schuld daran ist die Qual der Wahl. Man kommt mit einer gefühlten Million an Bildern wieder heim und daraus etwas auszuwählen trieb mir heute Vormittag den Schweiß auf die Stirn.

Naja.. und dann noch der Video-Editor, deren Bedienung ich mir so nebenbei aneignen musste. Deshalb verwendete ich fast nur Bilder. Das Ergebnis ist dürftig, aber Frau kann ja noch besser werden.