cool..

Sogar die Möwen haben es begriffen 😁😁 und halten Abstand. Und das in Warnemünde, wo die Möwen ja geübt sind, im Sturzpflug den Touristen die Pommes aus den Tüten zu stehlen.

so langsam komme ich

65. Tag seit der ersten Coronamaßnahme

wieder in meine Püschen. Lange genug gedauert hat es ja, genau gesagt, 16 Tage war nichts mehr von mir zu lesen Nein, ich habe mir keinen Virus an Land gezogen. Zum Glück ist der Coronavirus im Mecklenburg-Vorpommern dünn gesät. Heute hatte das RKI keinen aktuellen Fall In Meck/Pom. ausgewiesen. Nein, ich war auch nicht sonst wie erkrankt, Ja..ich erfreue mich bester Gesundheit und so soll es auch bleiben.

Bei mir war Umzugsstress angesagt. Sohnemann hatte seine Wohnung in der Innenstadt aufgelöst und macht sich nun auf Suche nach einer bezahlbaren Wohnung Nähe Warnemünde. Das heißt, seine Möbel zogen erst mal in meine Wohnung ein und das bedeutetet für mich, alles aus meinem Haushalt verbannen, was ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit weder genutzt noch in der Hand hatte. Kaum zu glauben welch Trödel ich wider besseres Wissen aufbewahrt hatte. Möhl hier, Pröhl da. Also war der Umzug auch für mich eine gute Gelegenheit auszumisten. Nicht alles habe ich in die Tonne gekloppt, sondern „zum Mitnehmen“ an den Straßenrand gestellt. Hat gut geklappt, über Nacht verschwand, was ich am Tag rausgestellt hatte. Am Freitag zogen dann endgültig die Möbel um. Geschafft.

Am 25. Mai dürfen in Mecklenburg-Vorpommern die Sporthallen wieder für den Vereinssport öffnen, so die Regierungserklärung für unser Land. Juchhu…es geht wieder los. Dann die Ernüchterung. Es dürfen max 5 Teilnehmer an einer Trainingsstunde teilnehmen. Tanzende Fragezeichen auf meinen Kopf. Wer von den Mitgliedern darf kommen, wer muss zu Hause bleiben? „Der LSB (Landessportbund) muss die Gesetzesänderung aus Schwerin abwarten. Erst dann kann allgemein freigegeben werden. Danach ist erst das Sportamt dran mit einem genauen Starttermin“ Das schrieb mir der Chef des Vereins. So schnell schießen die Preußen dann doch nicht.

Sohnemann bekommt just in diesem Moment seine erste Arbeitseinweisung „Gäste bewirten in Coronazeiten“. Sein „Laden“ wird am kommenden Donnerstag wieder Gäste empfangen. Alle hoffen auf gute Geschäfte. Vielleicht wird Warnemünde in diesem Sommer für viele ein begehrtes Reiseziel, denn immerhin hat Warnemünde einen tollen Strand zu bieten.

Nachlese Jahreswechsel (2)

Am Neujahrmsmorgen erwachte ich mit einem „Quietschkopf“. Den habe ich gewöhnlich nur, wenn ich zu kräftig ins Glas gesehen habe. Der alkoholfreie Sekt dürfte also keine Aktien darin haben. Also war der Infekt noch dabei, sich zu entfalten und ich musste ich wieder mit einer IBU gegensteuern und den ersten Tag des neuen Jahres damit starten.

Als nächstes wunderte ich mich, dass schon wieder ein Jahr hinter mir lag und ich wieder mal nicht wusste, wo das vergangene Jahr geblieben war. Warum läuft einem die Zeit nur immer so schnell davon und das von Jahr zu Jahr schneller? Ich las mal über das Phänomen Interessantes.😏 Im Alter konzentriert man sich mehr auf Termine und den Alltag und freut sich weniger über die Highlights, die man vor sich hat, wenn man sich überhaupt noch welche in sein Leben mit einplant. Ich erinnere mich heute noch lebhaft daran, dass ich vor lauter Vorfreude auf den bevorstehenden (Dorf)Tanzabend schon 14 Tage die innere Spannung darauf aufsteigen ließ. Heute hacke ich oft die Feiertage einfach nur ab und gehe sofort zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Mit anderen Worten, ich lebte nur und erlebe zu wenig und erschaffte mir zu wenig Erinnerungen aus meinen alten Tagen.

Doch für den Neujahrstag 2020 sollte es anders werden. Mit meinen Mädels wollte ich mir das größte Neujahrsevent in Europa ansehen und mir die 21. Inszenierung rum um den Warnemünder Leuchtturm ansehen. In dem Zusammenhang mache ich hier mal die Feststellung, dass das mein 2. Besuch zum Turmleuchten war, d.h 19 mal schaffte ich es nicht, meinen Hintern von der Couch zu hieven. Zu kalt, zu dunkel, zu ungemütlich, zu nass, an Ausreden erfinden wurde ich nicht müde. Sah ich am nächsten Tag die zahlreichen Videos, die man auf Youtube online stellte, ärgerte ich mich über mich selbst.

In diesem Jahr gab es für mich keine Ausreden. Einmal. weil ich meinen Enkelkindern das Feuerwerk zeigen wollte. Auch das Wetter war auf unserer Seite. Keine Wolken am Himmel. kein Lüftchen, das wehte und die keine Minusgrade, die uns hätten kalte Füße beschwert hätten. Nichts dergleichen.

Wir mischten uns unter die 90 000 Besuchern, die sich entlang der Promenade und am Strand versammelten. Zum Glück hatten die Mädels kein Problem mit Menschenmassen und so zwängten wir uns mutig unter die Massen, ergatterten sogar einen der vordersten Plätze. Wir würden also ganz nah dran sein. Dafür nahmen wir aber auch eine 90 minütige Wartezeit in Kauf. Achja….. wenn man auf ein Ereignis wartet, können 90 Minuten ja soooo lang sein.

Dann war es endlich soweit. Der Button für den Start wurde auf der Bühne vor den Leuchturm betätigt und wenige Sekunden später tauchten die Zuschauer in eine zauberhafte Welt von Licht, Laser, Musik und Feuerwerk ein, die unter dem Motto „Schicksal“ lief und mit dem Worten eingeleitet wurde: „

„Es ist sinnlos, im Alter das Leben zu verlängern , die Jugend soll man verlängern. Das Leben ist dazu da, dem Schicksal den Kampf anzusagen.“

Das ist nur eine klitzekleine Auswahl an Bildern. Massig Bilder und viele Videos befinden sich auf meinen Handy. Auf Youtube findet man zahlreiche Vollversionen auch von den zurück liegenden Jahren. Wer möchte, kann sich auf Youtube die komplette Show ansehen. Doch live ist live und das live erleben kann kein Video ersetzten und Erinnerungen schaffen. Erinnerungen, auf die man immer, wann man es möchte, zurück greifen kann.

Jeder Song, jedes Bild, was durch Feuerwerk, Licht und Laser am Himmel geschaffen wurde, erzeugte in mir eine Emotion und besonders emotional war für mich wieder der traditionelle Teil dieses Show, der denen gedenkt, die nicht mehr unter uns weilen und mit den Worten: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ eingeleitet wurde. Auf diese Weise brachte man die Lieben, die nicht mehr auf dieser Welt sein dürfen, nochmal zurück und lies sie in unserem Inneren daran teil haben.

Ein unvergesslicher Abend, ein unvergesslicher Jahresbeginn.

Nachlese Jahreswechsel

Okay, ein Drittel Januar ist schon wieder rum und ich komme noch mit dem Jahreswechsel daher.  Etwas spät, aber noch nicht zu spät. Die letzte Woche war voll mit Trainingszeit gepackt, da hatte ich am Abend keinen Bock mehr, den PC hoch zufahren.

Aber heute kann ich mir die Zeit dafür nehmen. Durch das Wohnzimmer schnurrt grade der Saugroboter, in der Küche summt der Geschirrautomat und im Bad brummt die Waschmaschine. „Hausfrau lässt arbeiten, während sie die klappernden Tasten der Tastatur hören kann“ 😀 Ein buntes Gemisch an Geräuschen. Ansonsten gibt es keine weitere Geräuschkulisse mehr in meiner Wohnung. Früher hörte ich noch hammerlaute Techno-Musik, doch diese wilden Jahre sind vorbei, vorbei, wie das vergangene Jahr. Früher war eine Silvesterparty ohne berauschenden Alkohol mit Jux und Knallerei für mich undenkbar, heute schaue ich nur zu, wie andere ihr Geld in die Luft jagen und sich einen Kater antrinken. Mein Silvesterspektakel besteht aus alkoholfreien Sekt und Wunderkerzen.

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Einmal mit der Fähre Hohe Düne, hin und zurück. Die Ostsee erfrischt bei der Überfahrt jeden Geist und meine verschnupfte Nase erholte sich ebenfalls. Zum Glück, denn ich übernahm den Infekt meiner Enkeltochter und fühlte mich am Silverstermorgen elend und schlapp. Es gab nichts, was mir nicht weht tat. Bis zum späten Nachmittag hatte ich mich wieder berappelt und  mit einer IBU die Symptome im Griff, die frische Luft der Ostsee trug ihren Teil dazu bei.

Ostsee am Silversterabend

Mit dem Mädels verbrachte ich den Silversternachmittag in Warnemünde.

Aber noch bevor die Silvesterparty  auf der Promenade in die Vollen ging, machten wir uns auf den Rückweg. Es war schon dunkel, als wieder auf der Fähre standen und uns übersetzten ließen. Auf halber Strecke wunderte ich mich, warum das Ufer sich seitlich weg bewegte. Wollte der Fährmann etwa rückwärts die Passagiere und Autos auf der anderen Seite absetzten ober litt ich gar wegen des Infektes unter einer Schwindel-Attacke?  beides war nicht der Fall. Der Fährmann machte sich am Silvesterabend einen eigenen Spaß und drehte die Fähre auf halber Höhe einmal um die eigene Achse und fuhr normal weiter. Er legte also während er Überfahrt einen kleinen Tanzmove ein. Nach der Verblüffung der Fahrgäste kam als nächstes ein Raunen und anschließend ein Beifall. Auch die Fahrgäste hatten ihren Spaß am Spaß des Fährmanns.

Für den Silverster-Abend nahmen wir uns nichts spektakuläres vor. Auf Pro 7 lief der Film: „Der Schuh des Manitus“ bei dem wir herzlich ablachen konnten und für den Rest des Abends bis Mitternacht übernahm mein TV die weitere Unterhaltung für die Mädels und mich. Mit ihren 13 und 14 Jahren haben sie nach kein Verlagen nach Partyrausch. Das sah, wenn ich so an meine Teene-Zeit zurück denke, bei mir schon etwas anders aus. Im mir steckte schon früh eine Partymaus und wäre ich damals so gediegen, wie meine Enkelkinder ins neue Jahr gerutscht, dann hätte mir bestimmt was gefehlt.

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Aber die Mädels hatten immer noch ihren Spaß mit meinen Wunderkerzen auf dem Balkon, während massenhaft die gesprengten Silvesterraketen sich um Himmel mit einem Knall zu weiten Fontänen öffneten.

es weihnachtet sehr

Gestern hörte ich so im vorbeigehen im Radio, dass die Telefonseelsorge an den Weihnachtstagen Hochkonjunktur hätte. Die Mitarbeiter sollten pro Gespräch eine gute Stunden einplanen und gut im Zuhören geübt sein. Daher müssten noch zusätzliche Mitarbeiter über die Feiertag diesen schwierigen Job mit übernehmen. An diesen Tagen werden demnach viele Menschen von ihren Gefühlen überrollt. Vor ein paar Tagen hatte sogar ein Gast des Hotel Neptun seinen Gefühlen freien Lauf gelassen und sein Leben dort beendet. Oh, wie schrecklich und traurig für alle, die ihn von nun an vermissen werden und deren Tränen in Trauer um ihn unter den Weihnachtsbaum fließen werden. Es sei denn, der Gast hatte niemanden (mehr), der ihm eine Träne nachweint.

Aber wieder zurück zur Telefonseelsorge, deren Aufgabe es ist, Menschen über einen kritischen Punkt zu helfen, damit es nicht zu solch einer traurigen Eskalation kommt. Zu den Weihnachtstage gibt es , so ein Mitarbeiter, zwei große Schwerpunktthemen. Entweder, weil die Menschen an den Tagen allein sind und niemanden haben, oder weil die Familie anrück und sie deshalb in Stress kommen. Entweder zu wenig oder zu viel. Gar nicht so einfach der Mensch und sein Leben, dass er ja Tag für Tag lebt und organisiert.

Meine Weihachten hatte ich sich seit ein paar Jahren gravierend geändert. Der große „Familienauflauf“ , wie ich ihn immer liebte, findet nicht mehr statt. Der zentrale Sammelpunkt war damals unser Elternhaus und seit es unsere Eltern nicht mehr gibt, bröckelt es, was das Weihnachten in der erweiterten Familie betrifft. Ich bleibe in der Nähe von Sohnemann, der sonst niemanden hat, der auf ihn wartet, wenn er nach der Arbeit – Gastronomie – erst weit nach Mitternacht heim kommt.

Also fuhr ich gestern mit Sohnemann nach Warnemünde und machte dort einen Spaziergang an der frischen Ostseeluft. Er ging in sein Restaurant und ich ganz allein mit mir und meinen Gedanken den alten Strom entlang.

An solch einem Tag bzw. Nachmittag wie heilig Abend hat man Warnemünde fast für sich allein. Nur hier und da ein paar Glühweinstände, die gut besucht wurden.

Ansonsten waren die Straßen leer. Auch nicht schlecht, solch einen gut besuchten Ort wie Warnemünde mal fast für sich allein zu haben.

Man entdeckt , wenn etwas anderes läuft, als sonst, immer mal was neues, auch an sich. Ich rechnete mit einer aufkommenden Traurigkeit, weil ich den Rest des Tages und Abends allein verbringen musste. Der Tannenbaum stand geschmückt im Wohnzimmer und die Geschenke standen darunter, wie in Millionen anderen Wohnzimmern auch. Die Bescherung sollte aber erst stattfinden, wenn Sohnemann wieder heim kam. Dafür sollte es 2 Uhr werden. Das Restaurant, würde bis Mitternacht offen haben und die Küche wurde angewiesen, diese nicht vorher zu schließen. Also würde ich bis zur Übermüdung allein sein. Würde sich die Traurigkeit später einstellen?

Eine Traurigkeit, auch nicht unterschwellig, setze auch später nicht ein. Ganz im Gegenteil, ich genoss das Alleinsein und vermisste den Stress, vor Weihnachten gar nicht. Vielleicht hatte ich alles, was mit großen Familientreffen zu tun hat, schon damals abgearbeitet, als meine Eltern noch lebten. Ich partizipiere davon heute noch. Ich beame mich einfach in die Zeit zurück, erinnere mich an das Gefühl, dass ich damals hatte und habe aktuell wieder das Gefühl einer fröhlichen Weihnachten in mir.

So ganz allein verstrich der Abend dann aber doch nicht. Dank der Smarthphone und Facetime zeigten meine Enkelkinder mir,was sie von ihren Eltern bekommen haben. Damit hatten sie eine gute Stunde zu tun. Morgen kommt eine meiner Enkeltöchter dann schon mit dem Zug zu mir. Sie will mit ihrer Oma ein paar Tage ganz allein sein und 2 Tage später darf dann die große Schwester nachkommen. Mit den zwei reizenden Enkelkindern und Schwestern verbringe ich dann den Rest des Jahres. 😀

Ich wünsche allen Bloggern und Lesern ein schönes Weihnachtsfest und eine entspannte Zeit mit denen, mit denen ihr gern zusammen seid.

ist mir Scheiß egal….

Nein, damit war nicht eine Aussage von mir gemeint. Bevor mir solch ein Satz rausrutscht, muss es schon ganz ganz dicke kommen. Den Satz hörte ich gestern ist der S-Bahn nach Warnemünde. Die S-Bahn vom Hauptbahnhof Rostock nach Warnemünde fährt alle 7 Minuten. Die Bahn ist lang, aber nicht doppelstöckig. Ich wollte gestern auf halber Strecke zusteigen, als die Ansage kam, dass eine Bahn auffällt. Sohnemann: „Ohje..dann wird die nächste Bahn knall voll sein“ Und so war es auch. Als die nächste Bahn einfuhr, fanden wir kaum Platz zum stehen, die die nach mir in dein Zug einsteigen wollten, mussten sich schon quetschen.

An der nächsten Haltestelle das selbe Spiel. Die aussteigen wollten, mussten sich akrobatisch zur Tür vorarbeiten und die einsteigen wollten , sahen besorgt in die prall gefüllte S-Bahn. Ob sie noch mit einsteigen können? Ich konnte die Fragezeichen auf ihrem Kopf regelrecht tanzen sehen. Aber ich hatte Glück. beim Wechseln konnte ich einen Sitzplatz ergattern. Na super. Nur noch ein paar Haltestellen, dann bin ich in Warnemünde.

Aber Pustekuchen, die S-Bahn rührte sich nicht von der Stelle und statt dessen melde sich eine jung klingende Stimme aus den Lautsprechern. Es wurde eine dringende Ansage von Lokführer gemacht. „Wenn ihr dahinten nicht gleich aufhört, Blödsinn zu machen und die Tür weiter blockiert, dann bleibe ich hier stehen. Das ist mir scheiß egal. ich habe erst um 23 Uhr Feierabend.“

„Houw…ich habe die gesprochen.“ …wir Fahrgäste sahen uns lachend an. Wahrscheinlich hatten im hintern Wagen einige Fahrgäste zu nah an der Tür gestanden und damit die Abfahrt blockiert. Der Lokführer fand das gar nicht lustig.

Aber bei dem Wetter, das wir gestern hatten, strömten Massen von Menschen Richtung Warnemünder Strand. Ich war rundum von Menschen umzingelt, dabei war es schon vorgerückter Nachmittag.

Auf der Brücke wartete schon der weiße Mann auf die „Zugereisten“ und begrüßte den einen mit einem Pfeifen, den anderen mit einem Handschlag oder Handkuss, wie man auf dem Bild gut sehen kann. Wer öfter in Warnemünde ist, kennt den weißen Mann sicher schon. Er steht schon seit Jahren an der selben Stelle und verdient seinem Lebensunterhalt als lebende Statur. Die Massen strömen zum Strand.

Etwas Abseits vom Alten Strom wurde es wieder ruhig und man begegnete nur ab und zu Menschen.

Der Park ist unweit vom Strand und man kann sich nach einem Strandtag in ihm wunderbar erholen. Für die Leseratten findet sich im Park eine Saule…

die sich „Bücherbüxe“ nennt und man kann sich Bücher nehmen oder auch ausgelesene Bücher darin deponieren. Ein perfekten Geben und Nehmen für Leseratten und solche, die es werden wollen.

Der zweite Park – dafür muss man eine Straße übergueren – , nennt sich Stephan- Janzen-Park und entstand 1999 aus deinem Friedhofsgelände. In dem geht es noch besinnlicher zu, denn der Besucher teilt den Park mit berühmten Verstorbenen der Stadt.

Warnemünde hat halt für jeden Platz. Für die Einwohner sowieso und jeder der dort leben darf, kann sich glücklich schätzen. Für viele viele Urlauber und noch mehr Tages- und Badegäste.

Und für die, die es lieber ruhiger und abgeschiedener mögen und für die, die in Warnemünde ihre ewige Ruhe gefunden haben.

Glück gehabt..

das Wetter war super. Nachdem der Orkansturm Zeetje das Turmleuchten am 1.1.2019 im wahrsten Sinne des Wortes regelrecht weggeblasen hatte.

Kaum hatten damals die Veranstalter nach wochenlanger Vorbereitung all ihre Technik zum 1.1. 2019 aufgebaut, mussten sie alles null Komma nix wieder abbauen. Trotz des extremen Sturmes besuchten viele Warnemünde. Sie folgten dem Naturschauspiel. Sie sahen zu, wie das Wasser über die Mole stäubte oder wie Wagemutige sich in die Wellen stürzten.

surfen bei Orkansturm ..endlich Wellen an der Ostsee

Man musste sich auf der Mole schon gegen den Sturm stemmen um vorwärts zu kommen. Die eisige Kälte hielt meine Spaß an den Naturextrem in Grenzen. Wenig später wurde der Nachholetermin für die Turmleuchten bekannt geben, am 6. April.

Am 6. April herrschten nahezu sommerliche Temperaturen und nicht nur das Wetter lockte viele Besucher nach Warnemünde. Alle wollten das Licht – Laser- und- Feuerwerk- Spektakel Turmleuchten erleben. Wer die Promenade in Warnemünde kennt, weiß, es muss richtig eng geworden sein. Ich mischte mit 3 von meinen 5 Enkelkindern auch unter die Massen. Der Rest meiner Familie verzichtete lieber das die „extra kuschlige“ auf der Promeade. Mir macht es nichts aus. eng an eng zu stehen. Ich sehe nach vorn und gut ist es. Meinen kleinen Begleitern ging es ebenso.
Das „Bombenwetter“ war natürlich perfekt für die große Show und schon am Nachmittag strömten die Menschen von allen Seiten Richtung Leuchtturm.

Zustrom über eine Nebenstraße
das sommerlich warme Wetter lud zum Sonnenbaden ein
das Klettergerüst am Strand hing voller Kinder
jeder suchte dann besten Ausschauplätzen
Bis zum Beginn sind es noch 90 Minuten, es ist noch zu hell. Die Zeit muss vertreiben werden

Dann endlich, es ging los.

Das große Staunen konnte beginnen
das große Staunen konnte beginnen

Die Lichtverhältnisse hatten sich für das große Spektakel entwickelt, es war dunkel. 20.45 Uhr wurde des Startknopf von einem 9 Jährigen gedrückt und das 30 minütige große Staunen konnte beginnen.

Das Licht- Feuerwerks- und Musikspektakel versetzte mich in die unterschiedlichsten Stimmungen und besonders emotional war das Gedenken an die lieben Menschen, die nicht mehr bei uns Erdenmenschen sein können. Da musste ich doch etwas mit dem Tränen kämpfen.

Nach 30 Minuten kehrte die Realität zurück und die Menschenmassen strömten Richtung S-Bahn. Dem Nahverkehr stand nun eine große Aufgabe bevor. 75 000 Menschen strömten Richtung S-Bahn. Wer schon mal in Warnemüde war, weiß, dass der Weg zum S-Bahnhof nur über eine Brücke führt.

Allen haben das selbe Ziel – S-Bahnhof hinter der Brücke

Damit zu guter Letzt kein Unglück passiert, wurde die Brücke zeitweilig gesperrt und die Menschenmassen mussten auf dir Freigabe warten. Wir fädelten uns in den 2. Schwall ein und hielten uns fest an den Händen. Nur ein kurze Weg und wir würden auf der anderen Seite sein. Zum Glück litt keiner von uns vier unter Platzangst, denn auf der Brücke wurde es richtig kuschlig eng.

Jetzt gab es nur noch eine Hürde zu nehmen. Mit der S-Bahn Richtung Innenstadt. Man hatte 3 S-Bahnen hintereinander gekoppelt, trotzdem stand man auch in die Bahn eng an eng. Aber es klappte alles gut. Es gab deshalb natürlich wieder ein paar Meckerer, aber ich denke, der Nahverkehr der Stadt hatte sein bestes gegeben.

Es war ein wunderschöner Abend, den hoffentlich auch meine Enkelkinder in bester Erinnerung behalten.

so langsam wird´s

Schon 4 Tage alt ist der Frühling 2019. In diesem Jahr stand die Sonne schon am 20. März um 22.58 Uhr direkt über den Äquator. Na super schon einen Tag eher als sonst. Die Südstaatler Deutschlands hatten ja schon richtig warmes Wetter, wir Nordstaatler müssen noch warten. Nicht, das der Himmel über Rostock nicht blau ist, nein, so ist es nicht. Aber bis Mittag muss man sich gedulden und die Wärme bleibt dann doch hinter dem Horizont hängen.

Zu meinen kurzen Ausflug nach Warnemünde hätte ich mir gestern besser eine dickere Jacke angezogen. Auf der Fähre war es dann doch frisch, aber das hielt die Menschen nicht von ihren Wochenendausflügen ab.

Eigentlich war es kein richtiger Ausflug. Sohnemann wurde Freitag aus seinem freien Tag zur Arbeit gerufen. Eine Kollegin war plötzlich erkrankt und konnte nur zum Arzt, wenn jemand für sie einspringt.

Na super …ade..freier Tag. Er wurde erst weit nach Mitternacht abgelöst und übernachtete bei einem Kollegen, der seine Wohnung in Warnemünde hat. Nicht schlecht, Herr Specht, damit ersparte Sohnemann sich die Nachtfahrt von A nach B. Aber, er hatte keine Tabletten gegen seine Epilepsie für den nächsten Tag dabei. Also, was macht Mutters? Packt ein kleines „Köfferchen“ und legt zum Medikament auch gleich ein frisches weißes Hand dazu. Man weiß ja nie.

Am Abend erzählte Sohnemann mir, dass das besagte Hemd nicht er, sonder sein Kollege tragen würde. Einer der Köche hatte seine Kelleneroutfit aus Jux und Dallerei einmal kurz mit dem Schlauch der Spüle nass gespritzt. So richtiger Spaß konnte dabe aber nicht aufkommen. Naja..ich hätte es auch nicht lustig gefunden, wenn ich tropfnass vor die Gäste treten müsste. Aber Jungs lieben halt die derben Späße.

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Fantasie

Ein Bild, wie es in unteren Absatz zu sehen ist, regt meine Fantasie an. Ich sehe darin eine Palme, ein Waldgespenst sowieso, ja, ich sehe darin auch eine trage Figur. Real sind auf dem Bild die Linden in der Mühlenstrasse, einer kleinen Einkaufsstraße von Warnemünde. Sie besäumen den Straßenrand. Mit ihren kahlen Geäst, sprechen sich mich mehr als mit Laub an.

gestutze Linden in der Mühlenstrasse Warnemünde

Aber leider habe ich dem Prachtstück zu verdanken, dass man mich im Friseursalon Mühlenstrasse nicht mehr bedienen konnte. Ich verbrachte zu viel Zeit damit, die Bäume fototechnisch angemessen in Szene zu setzen. Mit 45 Minuten vor Ladenschluss war ich dennoch zu spät. Zwei Kunden vor mir würden die verbleibende Zeit aufbrauchen. Okay..musste ich mit meinen Zotteln wieder Leine ziehen.

Also nahm ich noch ein paar Fotoeindrücke von Warnemünde mit.

Blick auf dem alten Strom zur linken Seite

Blick auf die Anlegestelle