Leben, Menschen, Natur, Sport

Schluss, aus und vorbei

..mit der Gammelei der letzten Wochen. Seit gestern sind die Sporthallen und Übungsräume wieder meine Arbeitsräume. Die Yogis und Kinder warten auf ihre Programme und Angebote im Sport. 6 Wochen Ferien in Meck-Pom liegen hinter uns und wir dürfen wieder in die Sporthallen.

Für mich wurde es Zeit. Vom vielen Sitzen bekam ich schon Rückenschmerzen und Stimmungsschwankungen. Rente zu bekommen ist toll, macht aber nicht nur körperlich träge, sondern auch im Kopf und wenn man sich kein bewegtes Leben selbst organisiert, verfällt man in dumpfes Brüten. Der Schweinehund hatte mich im Griff und lässt nun nachhaltig mit steifen Gelenken grüßen 😦 . Aber nach ein/ zwei Yogastunden – auch als Vorturner – ist der Rückenschmerz schon wieder Geschichte. Zum Glück. 😀

Statt den Schweinehund zu pflegen, kultiviere ich nun wieder den Yoga – Hund und schon hat sich der Rücken wieder eingekriegt.

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wer rastet…

..der rostet. Ein bekanntes Sprichwort. Doch mit den Sommerferien werden die Sporthallen geschlossen, die Vereine schließen ebenfalls ihre Tore. Für die Yogis meiner Gruppen würde das eine 6 wöchige Pause bedeuten.  Naja…mal ne Pause machen? Auch nicht schlecht oder doch nicht? Nur wenige mögen ihre Yogamatte im Wohnzimmer ausrollen und allein Yoga machen. Zusammen macht es mehr Spaß.

Also suchten wir für die Sommerzeit ein Plätzchen im Grünen, wo wir unsere Yogamatten auszurollen konnten.  Rostock hat genügend Grünflächen und wir entschieden uns für einen richtig großen Sportplatz.

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Leichtathletik Stadion Rostock

Das Leichtathletik Stadion gehört der Stadt und ist für jedermann zugänglich, der sich sportlich betätigen möchte. Im Hintergrund sieht man die Flutlichtstrahler vom Ostseestadion Rostock

Nach dem Extremregen der letzten Tage hatten wir gestern mit dem Wetter großes Glück. Nur blauer Himmel und Sonne satt. Bevor wir begannen, wies ich darauf hin, das unser gemeinsames Yoga eine reine Privatveranstaltung ist und damit jeder für sich selber verantwortlich ist. Damit waren die Formalitäten erledigt und wir konnten loslegen.

Erst aufwärmen mit mir als „Vorturner“ 😉

Das gute am Yoga ist, man kann es fast überall machen und in diesem Sommer in einem großen Stadion. Während wir unsere Übungen – Asanas – machten umrundeten uns permanent die Jogger und Läufer zahlreicher Sportgruppen.

Gegen 20 Uhr machten wir uns nach einem 90 minütigen Yogaprogramm mit allem Drum und Dran wieder auf den Heimweg und wenn das Wetter mitspielt, werden wir am nächsten Donnerstag wieder unsere Yogaübungen gemeinsam machen.

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Heute ist wieder so ein Tag

Blidquelle Klick Bild

..der einen zusätzlichen Namen bekommen hat. Heute ist der Weltyogatag. Obwohl Yoga schon auf eine zig-Tausendjährige Geschichte – die ersten Schrifte dazu tauchten bereits ca 700 v. Chr. auf – zurück blicken kann, ist der Weltyogatag noch relativ jung. In 2014 wurde beschlossen, das Yoga alljährlich am 21. Juni seinen Welttag bekommt. Die Begründung dafür sind vielfältig, aber um nur einige zu nennen, dass Yoga förderlich für die Gesundheit ist, das Yoga die Menschen über die Ländergrenzen hinaus verbindet. Yoga ist international und bedarf keine Anpassung an die unterschiedlichen Nationen..

Für mich entdeckte ich Yoga erst mal auf körperlichen Ebene, denn ich fühlte mich nach jeder Yogapraxis nicht nur kräftiger und wohl, sondern auch entspannter. Ich konnte besser schlafen und das ohne „Hamsterrad“ im Kopf. Das hatte zuvor nachts immer mit einem Gedanken begonnen und der wiederum löste den nächsten und der den nächsten und den nächsten Gedanken aus. Am Morgen steig ich erschöpft aus meinen Bett und startete übermüdet und zermürbt in den Arbeitstag. Seit ich Yoga praktiziere, haben sich die Plagegeister der Nacht aus dem Staub gemacht.

Später erkannte ich, dass Yoga meine mentalen Kräfte wachsen lies. Stress stresste mich nicht mehr so sehr, wie ich es sonst in meinem Leben gewöhnt war. Er lies sich von meiner neu gewonnenen mentalen Kraft gut beherrschen und damit gewann ich für mich eine neue Form der Lebensqualität.

Meine Kinder meinen immer, „Du wirst nicht krank, du machst ja Yoga“ Und wenn ich zurück schaue, gehört ein Arztbesuch für mich wirklich zur Seltenheit. Vielleicht habe ich auch nur gute Gene, ober ich habe Glück oder ich habe mir meine Gesundheit mit Yoga erhalten können.

Zur Zeit leite ich mehrere Yogagruppen und gefühlt kann ich das noch 30 Jahre machen. Die älteste Yogalehrerin, die zur Zeit unterrichtet, ist jetzt 99 Jahre alt.

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Asylanten

„Ja, jetzt sind wir auch Asylanten“  mit diesen Worten eröffnete ich die gestrige Yogastunde. Zum Glück folgten mir meine treuen Anhänger auch in den neuen Übungsraum, den  uns „Kraft ihrer Wassersuppe“ die Vereinschefin auf die schnelle besorgen konnte.  Freie Übungsräume in der Innenstadt zu bekommen ist eine Herausforderung und fast aussichtslos. Alle möglichen Räume sind bis in die Abendstunden belegt und wer von null auf jetzt, so wie wir,  seinen Übungsraum verliert, steht im Freien, So erging es uns vorletzten Donnerstag.

„Aus gegebenen Anlass wird die Nutzung des Gymnastikraums bis auf weiteres UNTERSAGT“ 

Gestempelt und unterschrieben von Stadtsportbund Rostock. Später erfuhren wir, das wenige Stunde vorher der Gymnastikraum baupolizeilich gesperrt werden musste. Also kein schnelles Ende in Sicht, was die Reparatur oder gar Sanierung betrifft und wir suchten Asyl.

Gelandet sind wir in einem Kindergarten, der in den Abendstunden den Sportraum vermietet und so kamen wir schließlich in einem erfischenden Übungsraum unter. Die Wände orange gestrichen und rundum Fenster – mit Sonnenuntergang inklusive. Was will mal als Yogi mehr. Wir haben es für unser „Asylantendasein“ wirklich gut getroffen, aber nicht ohne ein paar Hinweise von dem Übungsleiter der Vorgängergruppe. „Wir möchten uns doch etwas ruhiger verhalten“ Klar.. wir sind erst mal Fremdlinge ;-).

Nun noch ein Schnappschuß, der mir heute über den Balkon gelungen ist. Naja..nicht ganz ein Schnappschuß, denn als ich mit der Kamera auf leiden Sohlen auf den Balkon trat, flogen die 2 aufgebrachten Elstern ganz fix in die Bäume. Ich wurde auf das „Spektakel“ aufmerksam, weil 2 Elstern einen Höllenlärm machten und einen Sturzflug nach dem anderen Richtung Rasen machten.

Was hatte hatten die Gefiederten denn ins Visier genommen? Eine Katze, sie lag eng am Boden und rührte sich nicht von der Stelle, während die beiden Elstern sie von 2 Seiten attackieren – aus der Luft und auch von Boden aus –  und sie zu verjagen. Ok, als ich auf den Balkon trat, machten sie sich davon, auf nimmer Wiedersehen ?

Anschließend blickte die Katze noch  ganz lieb in meine Kamera. Wenn man in ihre lieben Augen schaut, kam man sich kaum vorstellen, dass ab und zu ein Vogel in ihrem Maul landet.

 

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Emotionen, Leben, Menschen, Natur

von links hat Vorlauf

Alles lief nach Plan, bis der Schlüssel im Schloss klemmte. Ich war nur zur Vertretung in den Yogagruppen und die Veranstaltung ging bis 21 Uhr. Der Sportverein, für den ich tätig war, betreut seine Mitglieder aufs beste und unternimmt alles, damit kein Training ausfällt. Ich nenne sie mal “die Chefin” des Vereins, die alles managt. Der Veranstaltungsort ist für mich als Autolose zu weit entfernt, so stellte die Chefin sich als mein Chauffeur zu Verfügung. Eine temperamentvolle , taffe Frau, die wie ein Wirbelwind auch zahlreiche Übungsgruppen betreut.

Um 21 Uhr verabschiede ich die letzte Gruppe, Die Chefin fährt das Auto vor. Jeder von beiden Frauen will möglichst schnell in seinen Feierabend. Die Chefin hat zum Abschluss das Tages noch die ehrenvolle Aufgabe, das Gebäude, das wir als letzte verlassen, scharf zu schließen. d.h. mit einem Chip wird die Sicherheitsanlage angestellt und dann kann es in den Feierabend gehen. “Der Schlüssel klemmt irgendwie” sagte sie beiläufig. Die Tür lies sich trotzdem schließen, aber die Sicherheitsanlage lies sich nicht anstellen. Das sind die Momente, die einem den Feierabend verderben können.  Wir suchten den Fehler und fanden ihn nicht. Ein Hin und Her mit dem Wach- und Sicherheitsdienst, denn einfach abhauen und nach uns die Sintflut ist nicht. Nach 30 Minuten war das Problem endlich gelöst. Innerlich danke ich Gott, das ich nicht allein vor der Situation stand

Fast 22 Uhr und der Feierabend ist greifbar nah. Das Wohngebiet liegt in der Nähe einer Waldgegend, alles sehr idyllisch. Die Rushhour ist schon lange vorbei und wir haben die Straße für uns. Kein Auto weit und breit zu sehen, Wir unterhalten uns nebenbei über Gott und die Welt, biegen ab, auf eine Nebenstraße, der Blick ist frei und der Straßenrand von Bäumen umsäumt, als die Chefin voll auf die Bremse tritt. Ich bin erschrocken, denn ich sehe keinen Grund dafür, oder doch? Eine dunkle Gestalt wechselt die Straßenseite. Für eine Katze zu groß und für einen Hund zu bullig. Die Kontur passt nur zu einem Wildschein. Ein Wildschwein, nur wenige Meter vor uns und so nahe bei der Stadt.

Das Auto kommt zum Stillstand, denn ein  Schwein kommt selten allein. Und siehe da, die nächste Schweineschnauze tauch aus der Dunkelheit des Straßenrandes auf und das nächste Schwein überquert die Straße. “Jetzt haben sie noch einen Nachwuchs” sagt die Chefin. Denn sonst hätte man mit einem Gefolge rechnen können.

Nach wenigen Minuten war die Fahrbahn wieder frei und die Chefin noch immer nicht entspannt. Die sonst taffe Frau hatte einen riesigen Schreck bekommen, denn nur ihr war die Gefahr deutlich, die ich noch nicht erkannte.  Ein Auffahrunfall, ein Zusammenstoß .. daran dachte ich zum Glück nicht. Eine  defekten Schließanlage  und  Wildschweine, so etwas kann man nun wirklich nicht gebrauchen.

Die Chefin, die gern mal ein steifes Bein beim fahren einsetzt, war sich sicher, den Rest des Weges wird sie ganz brav fahren und auch nicht bei “orange” noch schnell über die Kreuzung fahren.  Wir verabschiedeten uns vor meiner Haustür und sie fuhr brav weiter nach Hause – noch einmal Glück gehabt.

Ostseemaus

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Erinnerung, Leben, Menschen, Spaß

meine Oma sagte immer

Gestern war ich zum vierten mal in der neuen Yogagruppe.

Die Gruppe übernahm ich ab 8.1.2015. Der vorherige Übungsleiter – er gab eine Mischung aus Yoga und Pilates – hatte nur für begrenzte Zeit die Gruppe unterrichtet und diese Zeit war abgelaufen. In Pilates bin ich nicht ausgebildet, aber die Teilnehmer waren  bereit, es auch mal mit Yoga zu probieren. Auf der anderen Seite kann ich mich über Pilates schlau machen und mir ein Übungsprogramm zusammenstellen, denn zahlreiche Elemente sind aus dem Yoga übernommen worden. So müssen die Teilnehmer nicht ganz auf ihr geliebtes Pilates mit dem kräftigen Bauchtraining verzichten.

Gestern waren nur 4 Teilnehmer dabei und das gab uns die Möglichkeit, auch ein wenig zu plaudern. Bevor die Übungspraxis beginnt, wird ein kleiner Stein von einer Hand zur anderen gereicht und  jeder, der den Stein in der Hand hält, kann ein paar Worte sagen, die er, wenn er möchte, mit der Gruppe teilt. Auf diese Weise erfahren die Teilnehmer etwas von einander, Wer nichts sagen möchte, gibt den Stein einfach weiter.

Die kleine 4er-Gruppe nutze die Möglichkeit und so erzählte jeder, was er gerne mitgeteilt hätte. “Ich freue mich” sagte die einer Teilnehmerin und erzählte, dass ihr ein Umzug bevorsteht. Die Wohnung, für die sich entschieden hat, hat 2 Etagen und ist lichtdurchflutet. “Mein Problem sind die Lendenwirbel” sagte der nächste männliche Teilnehmer und ich sah ihm an, dass er darauf hofft, dass die Übungspraxis ihm helfen wird.  Die jüngste Teilnehmerin erzählte, dass sie nach der letzten Übungspraxis etwas unter Muskelkater gelitten  hätte. Auweia.. ich riet ihr zu etwas mehr Zurückhaltung. 😉

Die vierte Teilnehmerin im Bunde erzählte von ihrer Oma, die immer sagte:

“Das schönste am Wochenende ist der Freitagabend” 

Der Donnerstagabend ist damit schon eine gute Vorfreude auf den Freitagabend ;-). Um 21 Uhr war unsere gemeinsame Übungspraxis beendet und jeder ging in seinen Feierabend. Vielleicht auch schon mit dem Gedanken an das bevorstehende Wochenende.

Ostseemaus

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Emotionen, Leben, Natur, Spaß, Spiel, Traumzeit

lachen steckt an

“Mach du” sagte mein Trainer, als ich ihm vorschlug, wie wir das gemeinsame Wochenende einleiten könnten. Naja..so habe ich es mir nicht vorstellt, aber wer A sagt muss nun auch B sagen, also übernehme ich den ersten Teil, der das gemeinsame WE einleiten sollte. Später erfuhr ich von einem Teilnehmer, der sinngemäß zu sich selber sagte: “Worauf hab ich mich eingelassen?”

Doch der Verlauf der Gesamtveranstaltung söhnte ihn dann wieder aus, er war bei allen Angeboten mit viel Spaß und großer Leidenschaft dabei.

Der Ort, wo wir uns trafen, was Idylle pur.

Die zahlreichen Räume konnten wir nutzen um Yoga, Tai Chi, Qi Gong und Meditation zu machen.

Hier im sogenannten Ahnensaal, der mit viel Liebe und Hingabe nach alten Fotos wieder hergestellt wurde.

Oder hier, im Nebengebäude. Es diente mal als Scheune und nun ist es ein Raum, in dem wir gemeinsam Yoga machen, bzw. Tai Chi, Qi Gong, Meditation. Auch Trance Tanz mit verbundenen Augen stand auf unseren Plan.

Die Teilnehmer waren  Mitglieder des Vereins und einige davon brachten ihre Partner mit. So war es eine bunte Mischung von Menschen, die mehr oder weniger Erfahrungen mit all dem hatten.

Den Anfang sollte ein Spaliertanz sein, der, wenn man Spaß daran hat, gleich die richtige Stimmung bringt, um den Alltag schnell ablegen zu können. Dazu stellten die Teilnehmer sich in ein Spalier und jeder durfte mal durch die Gasse tanzen, Er konnte sich so der Gruppe vorstellen und bekam auch Aufmerksamkeit der gesamten Gruppe. Zuvor tanzten wir uns jedoch etwas warm und ein, der Spaliertanz war das Finale. Mein Trainer und Leiter des Wochenendes, der auch Gi Gong Meister ist, hat es mit dem Tanzen nicht so und überlies mir das Feld der Anleitung und Vorführung.

Damit konnten man den Alltag abhängen und angekommen. Für´s erste sollte das reichen, der Abend kann kommen, der nächste Tag auch. Das Wetter meine es gut mit uns und wir plauderten bis zum  dunkel werden im Innenhof und fielen müde ins Bett. jeder hatte eine Arbeitswoche hinter sich.

Der Samstag war ausgefüllt mit zahlreichen Veranstaltungen, wie dynamische oder stille Meditation oder auch Atemmeditationen, ja sogar eine Babbelstunde war dabei,.Jeder konnte für sich nutzen was er wollte oder auch auf die Teilnahme verzichten und sich der grünen ländlichen Idylle widmen.

Zuschauer und Zaungäste gab es nicht, außer ein paar Kühe, die jeden mit ihren neugierigen Blicken verfolgten.

Am Samstag Abend saßen alle beisammen. Ein Teilnehmer hatte seine Gitarre und eine kräftige Stimme dabei. Mit gemeinsamen Gesang beendeten wir den 2. Tag.

Am Sonntag übten wir uns im Lachyoga. Die ersten inneren Widerstände waren schnell gebrochen. Jeder lachte über jeden und über sich selbst. Lachen steckt an , davon konnte sich jeder nun auch überzeugen.

Zum Abschluss gab es den schon bekannten und berühmten Trance Tanz, der für jeden ein anderes Erlebnis bringt. Die Augen werden verbunden, damit man nicht den anderen oder sich selbst beobachtet. Die Seele soll zum Tanzen angeregt werden und ca. 60 Minuten tanzte jeder nach seiner Fasson nach der lauter Trommelmusik die in unsere Ohren dröhnte. Schwitzend und zufrieden beendeten wir unser gemeinsames Wochenende und hoffen darauf, dass die ländliche Idylle uns noch erhalten bleibt. Während unsere Anwesenheit lief ein Maklermit Interessenten über das Gelände, Die große Burg soll verkauft werden. Aber noch ist nicht alle Tage Abend und wenn sie doch den Besitzer wechselt, wird sich sicher ein anderes idyllisches Plätzchen für unsere Aktivitäten finden.

Ostseemaus

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Bemerkenswert – das erste Yogaprogramm dokumentiert mit Webcam. Ab und zu ist der Hauptdarsteller aus dem Bild…aber dafür hüpft Sohnemann als Pausenclown durch Bild. Als nette Deko im Hintergrund ein Skelett an der Tür, vielleicht hat dies genau die Figur, die von dem noch  fülligen Yogamann angestrebt wird.

Bemerkenswert die Familie, die im Hintergrund ungestört ihren Interessen nachgeht.

Ostseemaus

Menschen, Sport, Tränen

durchgebogen

Sie ist nicht mehr die Jüngste aber ehrgeizig: Sie will am liebsten alle Übungen im vollem Umfang mitmachen. Manchmal schießt sie dabei sogar über das Ziel hinaus. “Teil deine Kräfte ein und benutze nur die Muskeln, die du für die Bewegung brauchst” rate ich ihr, als sie statt nur die Hände zu schwingen zeitgelich auch den Kopf mitschwingen lässt, so als würde sie permanent heftig nicken. Beim Yoga kommt es auf jeden Muskeln an..ihn für die Haltungen die richtige Position zu bringen, bzw. sie nur in einer sanften Muskelkontraktion zu halten . Wenn die Muskeln nicht ausreichend gestärkt sind, ist eine Hilfestellung angebracht.

“oh jahh ..das tut guuut” sage sie, als ich unterstützend an ihren Bein nach hinten zog. Damit entfällt die Haltearbeit für  den unteren Rücken und dieser kann nun  dehnend in eine leichte Rückbeuge geführt werden. Bei der Wiederholung  mit dem anderen Bein, die selbe Resonanz. “Ohhh..jahhh..das tut gut” Sie genießt  die Haltung.

Doch der Genuss sollte nicht lange anhalten. Wenig später kann sie sich kaum bewegen, weder vor und zurück. Das sind die Momente, die ich als Yogalehrer lieber nicht erleben möchte. Zum Glück ist diese Teilnehmerin nicht ängstlich “Das wird schon wieder” beruhigt sie mich, denn mein sorgenvoller Blick war nicht zu übersehen. Ich versuche sie aus der momentanen Starre zu befreien, doch sie ist steif, kann mich mal mehr das, was sie vor der Übung noch salopp konnte. “Leg dir eine Wärmflasche in den Rücken, wenn du zu Hause bist” rate ich ihr “Und wenn es nicht besser wird, gehe zu deinem  Hausarzt”

Ich erinnere mich an ähnliche Ereignisse nach meinen Yogaübungen. in mir. Besonders beeindruckend für mich war, dass ich für einen Moment meine Beine mehr spürte…sie verschwanden ins Nichts und ich lag am Boden. “Was nun? Bin ich gelähmt” Ängstliche Fragen durchrauschen wie ein aufbrausender Wind meine Gedankenwelt, während ich am Boden lag und scheinbar vom Bauchnabel abwärts kein Gefühl mehr hatte. “Also so fühlt es sich an, wenn ein Mensch Querschnittsgelähmt ist” Da ist nichts mehr..nur noch die körperliche Hülle des Unterkörpers, von der man nicht weiß, zu wem sie gehört. Das eigene Gehirn kann keinen Muskel mehr ansprechen. Wenig später war der Albtraum vorbei und meine Beine wieder da. Ich stelle mich auf den Balkon und dankte Gott im Himmel, dass er mir meine Unterkörper wieder zurück gab. Ich bin nicht gläubig, aber in außergewöhnlichen Momenten wie diesen, war der Glaube auch für mich vorhanden. Mein Herz schlug noch ängstlich, aber ruhig, der Kreislauf kann es also nicht gewesen sein.

Am nächsten Tag rufe ich die Teilnehmerin zu Hause an..”Es tut noch weh, aber es geht, ich halte es aus” Da klingt für mich nicht beruhigend und fühle mich verantwortlich. “Wenn ich laufe. ist alles weg” sagt sie. “Also gehe ich jetzt mit meinen Mann spazieren” “OK, das ist gut, aber wenn´s nicht besser wird, bitte zum Arzt gehen” sie verspricht es mir.

Am Samstag kam folgende Mail von ihr:

Liebe I…,
ich muss Dir unbedingt mitteilen, dass es mir wieder gut geht. So plötzlich wie dieser Schmerz kam, so plötzlich war ich ihn wieder los. Wie ein Wunder kam es mir vor, zumal ich schon gedanklich am Montag bei meiner Orthopädin war. Es gibt sie eben diese Wunder, man muss nur zuversichtlich sein und fest daran glauben. So scheint es jedenfalls! Ich bin beweglicher als vorher. Es tut mir leid, dass ich Dir Sorgen gemacht habe, liebe I. Ich bin Dir dankbar für jede Yogastunde, die Du so wunderbar gestaltest, mit Humor und vollkommen locker. So denken auch Deine anderen“ Mädels“.
Dir wünsche ich ein schönes Wochenende!
Lass Dich herzlich grüßen von G.

Nun kann ich mich wieder entspannt zurück lehnen.

Es kommt mitunter bei Yogaübungen zu chiropraktischen Vorgängen im Körper, die sich anfangs schmerzhaft anfühlen, weil das Umfeld noch unter Spannungen steht. Haben diese sich verflüchtigt, kommt die alte  oder eine bessere Beweglichkeit wieder zurück.

Ostseemaus

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Emotionen, Leben

erste Hilfe

Sonste nehme ich immer einen anderen Weg, doch gestern entschied ich mich für einen Umweg. Mein altes Leeegut wollte ich noch in die Röhre schieben und das konnte ich gut auf den Weg zur Yogstunde erledigen.

Heut wollte ich mit dem Mädels eine Yogastunde dem Herzen widmen. Chi Yoga, dass das Herz und seine dazu gehörigen Organe stärkt. Auch auf diese Weise kann man sich seinem Herzen nähern. Nur noch um die nächste Hausecke und dann hab ich die Sportahlle erreicht, wo die Mädels sicher schohn auf mich warten.

Ich sah ihn schon von weitem liegen – zuckend und nicht ansprechbar. Eine traurige Gestalt lag am Boden – quer über dein Eingangsweg ins Haus. Wahrscheinlich stockbesoffen, denk ich mir so…oder doch nicht? Vielleicht ein Anfall oder Zuckerschock? Die Zweifel melden sich, ich gehe näher ran. Ein junger Mann – anfang 20 schätze ich. Über dem linken Auge eine Platzwunde, aus der kein Blut mehr kommt. Er liegt und zuckt und reagiet auf mein Ansprechen nicht. Bestimmt ist er besoffen und kuz vor der Tür umgefallen. Aber wenn doch nicht? Oder wenn er sich bei dem Sturz am Kopf verletzt hat? Ich war auch mal jung und konnte nicht einschätzen, was ich an Schöngeistigen Getränke vertragen. Außer mir bleibt niemand stehen. Alle gehen nach einen flüchtigen Blick vorbei. Weiterlesen

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