Die 27. Hansesail

fiel fast ins Wasser, also nur wettermäßig. Während heute die Sonne das Herz der Veranstalter uns Besucher erwärmt, mussten gestern die Besucher aushalten und sich nicht nicht vom Dauerregen in die Flucht schlagen lassen.

dichte Wolkendecke über der Hansesail

Uns begrüße die leuchten farbige Kulisse der Schausteller in einem rundum Grauschleier. Die Regenwolken schienen sich auf die Stadt abgesenkt zu haben. Umkehren oder mit eintauchen ? war die Frage, die wir uns stellten. Wir entscheiden uns, mit einzutauchen.

gut gerüstet

So gut gerüstet wie die Besucher, wie links auf dem Bild zu sehen ist, waren wir nicht. Die Regenjacke sollte es bringen. Tat sie es auch. So schnell brachte ich meine Besuch der Sail nicht hinter mir. Schnell durch die Menschenmenge und dann auf die andere Seite des Ufers, das war unser Ziel.

einsamer Barkeeper

Vorbei an den Buden und Bierzelten, aus denen die Stimmungsmusik laut nach außen dröhnte. Die Menschen hatten trotz Regen Spaß – schließlich ist die Hansesail nur einmal im Jahr. Für schöngeistige Getränke wurde an jeder Ecke gesorgt. Mann oder Frau kann sich das Wetter auch schön trinken. Zwinkerndes Smiley

nichts als die Wahrheit

So richtig farbenprächtig kam die Wahrsagerin mit ihrem wasserdichten Zelt rüber. Ob sie grade für einen Besucher der Hansesail in die Zukunft schaut ? Man sagt den Wahrsagerinnen nach, dass sie auch hochrangige Politiker und Wirtschaftsleute zu ihren Kunden zählt.Ich fragte mich, ob ich auch einen Blick in die Zukunft wagen würde.?

ein letzter Blick auf die Sail

Bevor wir die Uferseite wechseln, noch ein letztes Foto von der Sail. Die Regenwolken hängen quasi schon am Boden, doch wir wollen noch bis zum Feuerwerk ausharren. Dazu lassen wir uns mit der Fähre übersetzen.

Gehlsdorfs kleine Fähre

Vom gegenüberliegenden Ufer kann man dem Treiben der Sail aus der Entferung zusehen und auch zuhören, ich bin jedes Jahr auf s Neu erstaunt, wie die wirklich kleine Personenfähre sich zwischen die zahlreichen Segelschiffe, die den Stadthafen verlassen und oder wieder einkehren durchmanövrieren.

Eins von den großen Segelschiffen kam traf erst spät wieder im Stadthafen ein, Die Segel waren nur zum Teil eingezogen und die Eigenbeleuchtung lies der Segler wie einen Brillanten in der Dunkelheit leuchten.

Einlauf am Abend

Bis zum Beginn der Feuerwerks um 22.40 Uhr mussten wir uns im Regen noch die Zeit um die Ohren schlagen oder irgendwo einkehren, Auch auf der anderen Seite der Ufers gab es eine kleinen Festplatz in der Nähe einer alt eingesessen traditionelle Gaststätte „Zum alten Fährhafen“. Da würde es warm und trocken sein und schon saßen wir im maritimen Restaurant, das es schon seit einer gefühlten Urzeit gibt. Ich wärmte mich mit einer heißen Schokolade auf. Frau gönnt sich ja sonst nix. Punkt 22.40 Uhr stürmten alle Gäste vor die Tür des Restaurant und wir bestaunten gemeinsam das alljährliche Feuerwerk zur Hansesail

Feuerwerk
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lange nicht gehört und gesehen

Einer meiner Lieblingsfilme für verregnete Wochenenden oder gegen traurige Stimmung.

mal in die andere Richtung

dachte ich mir, denn der Rest der Stadt würde mit Sicherheit nach Warnemünde pilgern. Mit dem Stromerwachen wird die Sommersaison 2017 eingeleitet und das heißt, der kleine Ort wird randvoll mit Menschen angefüllt sein.

Also zog es mich in die andere Richtung. Die Liegewiese direkt am Ufer der Warnow schwebte mir vor Augen. Vor ein paar Tagen Anfang April ließ ich es mir dort gut gehen und das verlangte nach einer Wiederholung. Als nix wie los…Richtung Gehlsdorfer Ufer.

Beine von Sohnemann

Schnell die 7 Sachen zusammen in den Rucksack, Decke zum ausrollen, Buch zum Lesen, Kamera für Fotos, eine Flasche Wasser gegen den Durst und meine Beine in die Hand, weil der Bus in wenigen Minuten fahren würde.

Auf dem Weg zum Bus ein Blick auf s Handy, wegen der Uhrzeit, wie viele Minuten würde ich noch haben? Kann ich noch gehen oder muss ich schon laufen? Bis zum Ellenbogen grabe ich in der Handtasche auf der Suche nach dem Handy. Na so was aber auch, habe das Handy auf die Schnelle liegen lassen und was diese Tatsache mit mir macht, erschüttert mich jedes mal, wenn mir das passiert. Umkehren oder weiter gehen? Diese Entscheidung wäre noch das geringste Übel. Ich war ja nur zum flanieren unterwegs, wozu also das Handy? Geht auch ohne. Trotzdem gebe ich mit dem Gefühl weiter, als würde ich als Trapezkünstler einen doppelten Salto ohne Netz und doppelten Boden in der Luft machen. Warum nur fühlt man sich als Mensch nur soooooo komisch, wenn das Handy mal nicht in der Tasche ist? Bisher konnte ich mir die Frage selber nicht beantworten.

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