eingeschlafen

Wiedermal traf eine schlechte Nachricht bei mir ein. Meine Cousine rief mich an. „Falls du es noch nicht weißt, Tante I. ist gestern Abend eingeschlafen“ An dem Tag erhielt ist noch 2 mal die selbe Nachricht, Von der Tochter und der Schwiegertochter meiner Tante. Doch niemand verwendete das Wort „Gestorben“ sondern „eingeschlafen“ für das Fortgehen meiner Tante, die schon seid einigen Jahren im Altenheim lebt. Vielleicht liegt es daran, dass sie bereits schon 94 Jahre alt wurde. Sie erreichte ein biblisches Alter, doch den viel zu frühen Tod ihrer Sohnes Ende letztes Jahres hat sie wohl nicht mehr verwinden können.

Wenn jemand so alt wird, wie meine Tante, dann denkt man irgendwann, dass der Mensch ewig leben kann. Doch so ist es nicht.

Meine Tante ist eins vom 7 Kindern. Sie hatte 4 Schwestern und 2 Brüder. Einen Bruder verlor sie im Krieg. Er war der Stolz der Familie, denn er war der einzige, der damals eine Berufsausbildung hatte. Seine Eltern ließen ihn zum Kellner ausbilden. Eine ihrer Schwestern verstarb schon in jungen Jahren. Der Rest der Geschwister wurde richtig alt, obwohl sie zur Kriegsgeneration gehörten, die wirklich in ihrer Jugend kein leichtes Leben hatten. Im Krieg schon gar nicht und die Nachkriegszeit war auch nicht leicht. Trotzdem wurden alle alt, wurden 90 und über 90 Jahre und älter.

Meine Tante hatte ein einfaches Leben geführt. Auf ihrem Bauernhof das Vieh versorgt und das Feld beackert. In ihrer Freizeit sang sie im Kirchenchor des Dorfes. Sie hatte eine helle Gesangsstimme. Ansonsten war sie bescheiden und zurückhalten, philosophierte doch bis ins hohe Alter über das Leben und den Sinn des Lebens. Vielleicht war sie wie ihr verstorbener Sohn auch stetig auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens.

Am kommenden Freitag stehe ich dann wieder an der selben Grabstätte, an der ich schon Anfang Januar stand, als man ihren Sohn bestattet wurde. Wiedermal Friedhof .. zum 4.mal in diesem Jahr

Nachthimmel

Zwischen Windboen und Regengüssen riss immer mal wieder die Wolkendecke auf und als ich gegen 22 Uhr wieder zu Hause eintraf, hing der Mond über meinen Innenhof. Der Himmel ist nie langweilig 😄

Wetter

Na toll, besser geht’s nicht. Heute muss ich 3 Stadionen abarbeiten. Einmal Kindersport, zweimal Yoga und das über der Stadt verteilt, bis 21 Uhr.

Ab späten Nachmittag sind schwere Sturmböen angekündigt und ich hoffe, ich fliege da nicht mit meinem Rucksack von Sporthalle zu Sporthalle. 🥴🥴🥴

Ausgelesen

Ich versuche zu verstehen, zu begreifen und nutze dafür Sachbücher, vermeide dabei aber mein Wissen über Vorträgen von Youtube zu erweitern, Was ich gelesen habe, verstehe ich im großen und ganzen besser, weil es tiefgründiger ist und ich mir mehr Zeit für ein Thema nehmen kann/muss, als nur über die Länge eines Vortrages.

Noch schwirrt mir der Kopf von den zahllosen fremden Begriffen aus Biologie, Virologie und Medizin. Noch kreisen sie wie kleine Sterne durch meine grauen Zellen, die grade dabei sind, ein Gesamtbild aus dem gelesenen zu verschaffen. Es wurde von dem Biologen Sascha Karberg geschrieben und erzählt die Geschichte von von Ingmar Hoerr, der in 1999 entdeckte, dass eine RNA eine starke Immunreaktion hervorruft und seit dem unermüdlich forschte, einer fixen Idee bzw. Vision folgend, daraus einen Impfstoff z.b. Gegen Krebs, Demenz und zahlreiche andere Geiseln der heutigen Zivilisation herstellen zu können. Ein langer, langer Weg, gepflastert mit Rückschlägen jeder Art. Doch die Vision war stärker als die Resignation.

Wer sich mit dem mRNA Impfstoff von Biontech oder Moderna hat impfen lassen, kam in den Genuss des neuen Verfahrens, bei dem in einer menschlichen Zelle ein passender Impfstoff hergestellt wird.

Ich zitiere aus dem Buch

Das es bei COVID -19 so gut und so schnell geklappt hat, lag daran, dass zahlreiche Forscherinnen und Forscher zuvor Coronaviren erforscht und das „Spike“-Protein als höchstwahrscheinlich bestes Impfstoff-Antigen identifiert und auch bereits getestet hatten, etwa als Impfstoff gegen MERS, die im arabischen Raum gelegentlich von Kamelen auf Menschen überspringende Coronavirus-Variante.

Das nächste Buch liegt schon bereit und beschäftigt sich mit dem Klimawandel. Ich bin gespannt, was die Klimaforscherin Friederike Otto zu Tage fördert und dazu zu sagen hat.

Kesse Gesellen

Um mein bestelltes Buch „Wütendes Wetter“ von der Thalia abzuholen, musste ich in die Innenstadt fahren. Ich hatte für Freitag so einiges auf dem Zetteln, dass erledigt werden musste. Deshalb ließ ich die Kocherei für mich weg und gönnte mir wieder mal eine von „Fränkies Bratwürsten mit Pommes“. Das ist nicht das gesündeste Essen, aber immer wieder lecker. Mein schlechtes Gewissen deshalb gleiche ich am Abend mit einem großen grünen Salat aus.

Es war gestern verregnet und windig. Deshalb aß ich meine schnelle Mahlzeit am Brunnen der Lebensfreude. Dort stehen überall Bänke auf denen ich mein PommesBratwurstTeller abstellen könnte. Nach kurzer Zeit stand ich unter Beobachtung. Neben den Tauben, nahmen mich auch kleine schwarze Dohlen meine Pommes ins Visier. Keine Pommes konnte in meinen Magen verschwinden, ohne das zwanzig Augenpaare darauf fixiert waren.

Ohne ihre FluchtDistanz in Gefahr zu bringen, versuchten die Dohlen den Pommes näher zu kommen. Eine von Ihnen war besonders kess und ließ schon mal auf der Bank nieder, damit waren die Pommes schon mal näher. Auf der Bank sitzend, wurde ich weiter angestarrt. Vielleicht fällt ja doch was runter. Unauffällig ließ ich eine Pommes auf den Boden fallen und binnen weniger Sekunden verdoppelte sich die VogelSchar.

„Füttern verboten“ heißt es ja in der Stadt, also musste ich mich zurück halten. Die Stadt hatte vor Monaten große fest verschlossene Abfallbehälter aufgestellt, in der keine Möve, kein Vögel mehr nach Essensresten graben kann. Doch ein paar Pommes von mir wollte ich den kleinen schwarzen Gesellen doch noch gönnen. Wer kann schon den Augen der Dohlen wiedersehen 😏😄