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mal in die andere Richtung

dachte ich mir, denn der Rest der Stadt würde mit Sicherheit nach Warnemünde pilgern. Mit dem Stromerwachen wird die Sommersaison 2017 eingeleitet und das heißt, der kleine Ort wird randvoll mit Menschen angefüllt sein.

Also zog es mich in die andere Richtung. Die Liegewiese direkt am Ufer der Warnow schwebte mir vor Augen. Vor ein paar Tagen Anfang April ließ ich es mir dort gut gehen und das verlangte nach einer Wiederholung. Als nix wie los…Richtung Gehlsdorfer Ufer.

Beine von Sohnemann

Schnell die 7 Sachen zusammen in den Rucksack, Decke zum ausrollen, Buch zum Lesen, Kamera für Fotos, eine Flasche Wasser gegen den Durst und meine Beine in die Hand, weil der Bus in wenigen Minuten fahren würde.

Auf dem Weg zum Bus ein Blick auf s Handy, wegen der Uhrzeit, wie viele Minuten würde ich noch haben? Kann ich noch gehen oder muss ich schon laufen? Bis zum Ellenbogen grabe ich in der Handtasche auf der Suche nach dem Handy. Na so was aber auch, habe das Handy auf die Schnelle liegen lassen und was diese Tatsache mit mir macht, erschüttert mich jedes mal, wenn mir das passiert. Umkehren oder weiter gehen? Diese Entscheidung wäre noch das geringste Übel. Ich war ja nur zum flanieren unterwegs, wozu also das Handy? Geht auch ohne. Trotzdem gebe ich mit dem Gefühl weiter, als würde ich als Trapezkünstler einen doppelten Salto ohne Netz und doppelten Boden in der Luft machen. Warum nur fühlt man sich als Mensch nur soooooo komisch, wenn das Handy mal nicht in der Tasche ist? Bisher konnte ich mir die Frage selber nicht beantworten.

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Die Welt von oben

Mein Reisegebäck ist bereit und ich bin es auch. Hinter mir liegen aufregende Wochen. Eigentlich fühle ich mich reif für die Insel und Abstand von all den traurigen Ereignissen könnte mir gut tun.

Zum Zeitpunkt der Abreise ist es so heiß, wie ich es nur aus Spanien kenne. Denn immerhin ist es schon Mitte September. Deshalb bin ich froh, dass ich den spanischen Fächer vom letzten Spanienbesuch noch auf die Schnelle in meine Handtasche warf. Er ha sich als Klimaanlage bewährt und mit mir während der 3 stündigen Busfahrt genug frische Luft beschert.

Dann ist  es wieder soweit. Der Flieger steht  für uns bereit. Nein, nicht ganz. Er kam zu spät von Mallorca und wir mussten warten, bis wir an Bord können. Aber dann, dann ist es soweit.

Alle Plätze sind schnell besetzt und die Spannung steigt – bei mir. Nicht das ich Flugangst hätte, aber ich bin froh, wenn ich die Röhre wieder verlassen kann und das ohne das Abenteuer der Turbulenzen erlebt zu haben. Bis nach Palma der Mallorca sind es nur 2 Std. und 40 Minuten. Damit habe ich den Zenit meiner Belastbarkeit als Fluggast erreicht.

Der Start lässt dann auch nicht lange auf sich warten und der Flieger bewegt sich langsam aber stetig auf die Startbahn.

Dann hebt der Flieger auch schon ab. Kaum zu glauben, aber wenige Sekunden beschleunigt der Flieger nur, düste dann los und schon liegt er in der Luft,

Der Zufall wollte es, dass ich eine Woche vor dem Start mit meiner Hamburger Familie bei einem Spaziergang in die Nähe des Hamburger Flughafens kam und so den Start auch von Boden aus erleben konnte.

Um mich von dem Unbehagen, den der Start bei mir dann doch immer wieder verursacht, abzulenken. nehme ich mit meiner Kamera alles auf, was mir unter die Linse kommt. Hier ein schöner Blick auf Hamburg. und wie man sieht, eine wirklich grüne Stadt.

Und wieder ein Stück höher.. kaum zu glauben. Ich staune jedes mal auf s Neue, warsdie Menschheit alles entwickelt hat und um sich nicht nur auf dem Boden bewegen zu müssen

Nach 2 Stunden ist die Insel wieder in Sicht. Der Landeanflug dauert ca. 20 Minuten, dann ist es wieder geschafft.

Die Welt sieht unter mir wie ich Schachbrett aus. Klein und filigran die kleinen Orte, die sich in die Karree´s einschmiegen.

Ungewöhnlich war der Anblick eines Golfplatzes aus luftigen Höhen. Um genau zu sein, habe ich auch noch nie einen Golfplatz gesehen, werder von Boden aus noch aus der Luft. Ich fragte mich spontan, wie man in Spanien, ein Land das im Sommer unter Gluthitze leidet, eine solch grünen und satt aussehenden Rasenfläche erhalten kann.

Die Landung ist  sanft und erleichternd für mich. Keine Rüttelei während des Fluges, keine Turbulenzen, die mich hätten in Angst versetzt.

Zur Begrüßung beschert Spanien uns einen so wunderschönen Abendhimmel Ein Woche Spanien liegt vor uns.

Ostseemaus