Ich hab geträumt heute Nacht

31. Tag seit der Maßnahme

In 8 Wochen wäre es wieder so weit gewesen. Reise, Reise. Am 3. Juni wollten wir Mädels wieder Richtung Mallorca fliegen und uns den Spaß gönnen, den wir uns jedes Jahr gönnen. Sommer, Sonne, Strand und mehr. Schön, schön, wenn es der Virus nicht wäre.

Reise, Reise ?

Ich habe geträumt heute Nacht. Nein, nein, nicht nur einmal, nein gleich zweimal zum selben Thema: Reise, Reise.

Im ersten Traum wollte wieder meine Reise nach Spanien antreten und ein paar schöne Tage auf den Balearen, am Stand von Palma de Mallorca verbringen, wie jedes Jahr im Juni. Mein Koffer, gepackt und überschaubar groß steht bereit. Die Reise kann beginnen. Am Flughafen hieß es dann aber, das wird heute nichts mit fliegen nach Palma de Mallorca. Was nun? Mein Gepäck hatte ich noch nicht aufgeben. Guter Rat teuer. Wann gehts los? Die Durchsage hatte dazu keine Information. Bleiben und warten? Ich entschloss mich, nur mein Gepäck dort zu lassen und stellte meine Koffer in einem langen Gang ab. Dort wurden schon jede Menge Koffer von anderen Reisenden abgestellt wurden. Nachdem ich meine Koffer dazu gestellt hatte, wachte ich auf. Gott sein Dank, ich hatte nur geträumt und schlief schnell wieder ein

Im zweiten Traum wollte ich die Reise wieder antreten. Ich betrat den Flughafen erneut. Mein Koffer war ja schon gepackt und abgestellt. Ich musste ihn nur vom Abstellort abholen. Eine unüberschaubare Menge an Koffer standen im Gang. Wo war mein Koffer? Ich fand ihn nicht auf Anhieb und lief mir die Hacken auf dem langen Gang wund, um meinen Koffer endlich aufgeben zu können. Die Durchsage im Flughafen, eine dringliche Aufforderung. Man sollte schnellstmöglich für Flug so und so einchecken. Wo war mein Koffer? Wurde er mir oder wusste ich nicht mehr, wo ich meinen Koffer abgestellt hatte?

Flughafen Hamburg

Die Zeit drängte, ich fand meinen Koffer nicht. Ich stand vor der Frage: Wollte ich den Flieger nicht verpassen, dann müsste ich ohne Koffer auf Reise gehen. Würde ich meinen Koffer weiter suchen wollen, dann würde der Flieger ohne mich in die Luft gehen. Wie sollte ich mich entscheiden? Bevor ich mich entschied, wurde ich wach. Mein Hals war trocken und ich hatte mir zum Glück am Abend zuvor eine Trinkflasche ans Bett gestellt. Bevor ich mich wieder auf die Seite legte, um weiter zu träumen, nahm ich einen kräftigen Zug aus der Wasserflasche. Zum Traum fand ich jedoch nicht mehr zurück, so blieb auch der Ausgang meine Entscheidung noch offen.

Hintergrund für meinen Traum war der Beitrag aus dem Mallorca-Magazin. „Tourismusstart auf den Balearen nicht vor August“ so denke mal. Den Malleurlaub im Juni hatte ich mir schon in den Wind geschrieben, der Septemberurlaub steht noch in den Sternen. Mein Unterbewusstsein hat mir die Szenarien schon mal durchgespielt.

Stubenhocker

Tag 12, seit dem Erlassen der Maßnahmen, die unser Leben wegen Corona so sehr einschränkt. In meinem Tagebuch bezeichne ich diese Zeit als Teilquarantäne, weil ich  seit letzten Samstag meine Wohnung nicht mehr verlassen habe. Statt dessen wurde nun meine Wohnung zum eingeschränkten Bewegungsraum, der sich sonst durch die ganze Stadt zog. Auf meinen Schrittzähler im Handy muss ich gar nicht mehr schauen. Aus den 5 bis 7 Kilometer Fußweg – ohne Kindersport in den Sporthallen, in denen ich ja auch genug Kreise zog – kommen nun täglich nur noch ein paar Meter zusammen.

Heute habe ich mich gefragt, warum ich so wenig Bock habe, vor die Tür zu gehen. Sind es die z.T. winterlichen Temperaturen, fehlt mir der Antrieb, weil ich keine Aufgaben mehr außer Haus habe? Oder finde ich an der Gammelei Gefallen? Heute kam ich drauf. Die Erkenntnis brauchte es, um in meinen Kopf vorzudringen. Wenn ich jetzt als Stubenhocker mutiere, dann nur aus einem einzigen Grund. In meinen 4 Wänden hat sich die Welt noch nicht verändert, vor der Tür aber schon. Die ungewohnte Einsamkeit auf den Straßen macht mir schmerzlich bewusst, wie sehr wir Menschen weltweit in einer schwierigen Situation stecken, aus der es für niemanden ein Entrinnen gibt. Akribisch verfolge ich die Fallzahlen in der Welt, in Mecklenburg-Vorpommer und Rostock. Zum Glück haben wir hier oben im Norden noch nicht soo viele Infizierte auf 100 000 Einwohner gerechet. Es sind immer noch unter 16. In Rostock wurden aktuell 50 Fälle gemeldet. Aber was macht das schon. Fängt das Leben wieder wie gewohnt an, wie wird der Verlauf der Infektionen sich dann darstellen ?

Vollbildaufzeichnung 27.03.2020 114252.bmp-001

Klick Bild um auf die Seite vom RKI zu gelangen

Trotz alledem schlafe ich jede Nacht wie in Murmeltier, ohne dass ich von Albträumen geweckt werde. Naja..ein Albtraum weckte mich gestern schon. Ich hatte mein Händy auf einer Reise verloren. Ich saß im Reisebus und vertreib mir die Zeit mit dem Handy. Als es mir aus der Hand glitt, rutschte es durch eine Öffnung, die ich erst sah, als mein Blick dem Handy folgte. Ich konnte gar nicht glauben, dass mein Reisebus solch ein löchrigen Boden hatte, so das ich sogar ein Teil der Straße sehen konnte und das von meinem Sitzplatz aus. 

Ich stand jetzt vor der Entscheidung, entweder mein Handy sausen lassen oder meine Reise.Ich entschied mich für´s Handy und sprang aus dem fahrenden Bus. Komisch, warum war mein Handy mir so wichtig? Oder fand ich den löchrigen Boden zu suspekt? Er hätte ja auch durchbrechen können oder so. Naja.. als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte und mein Handy auch wieder in meine Händen hielt. fand ich mich mitten in einer Gruppe von demontierenden Menschen wieder. Worum es den Demonstranten ging, konnte ich nach dem Aufwachen nicht mehr in meine Erinnerung zurück holen. Ich erinnerte mich nur daran, dass ich unentschlossen war, mich den Demonstranten anzuschließen. Als Traumdeuter kam man einiges an Erkenntnissen daraus ziehen. Eine Reise im Traum hat ja schon einen deutlichen Symbolwert. 

P1080896

Spatzen in der Morgensonne

Als erstes ging ich ich heute nach dem Aufwachen auf den Balkon und hielt die Spatzen mit meiner Kamera fest, die es sich in der Morgensonne gemütlich gemacht haben. Ansonsten waren nur die Hundehalter auf GassiGang und die jungen Eltern mit ihren Kleinkindern unterwegs. 

Aus dem Fenster

Nachlese Jahreswechsel (2)

Am Neujahrmsmorgen erwachte ich mit einem „Quietschkopf“. Den habe ich gewöhnlich nur, wenn ich zu kräftig ins Glas gesehen habe. Der alkoholfreie Sekt dürfte also keine Aktien darin haben. Also war der Infekt noch dabei, sich zu entfalten und ich musste ich wieder mit einer IBU gegensteuern und den ersten Tag des neuen Jahres damit starten.

Als nächstes wunderte ich mich, dass schon wieder ein Jahr hinter mir lag und ich wieder mal nicht wusste, wo das vergangene Jahr geblieben war. Warum läuft einem die Zeit nur immer so schnell davon und das von Jahr zu Jahr schneller? Ich las mal über das Phänomen Interessantes.😏 Im Alter konzentriert man sich mehr auf Termine und den Alltag und freut sich weniger über die Highlights, die man vor sich hat, wenn man sich überhaupt noch welche in sein Leben mit einplant. Ich erinnere mich heute noch lebhaft daran, dass ich vor lauter Vorfreude auf den bevorstehenden (Dorf)Tanzabend schon 14 Tage die innere Spannung darauf aufsteigen ließ. Heute hacke ich oft die Feiertage einfach nur ab und gehe sofort zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Mit anderen Worten, ich lebte nur und erlebe zu wenig und erschaffte mir zu wenig Erinnerungen aus meinen alten Tagen.

Doch für den Neujahrstag 2020 sollte es anders werden. Mit meinen Mädels wollte ich mir das größte Neujahrsevent in Europa ansehen und mir die 21. Inszenierung rum um den Warnemünder Leuchtturm ansehen. In dem Zusammenhang mache ich hier mal die Feststellung, dass das mein 2. Besuch zum Turmleuchten war, d.h 19 mal schaffte ich es nicht, meinen Hintern von der Couch zu hieven. Zu kalt, zu dunkel, zu ungemütlich, zu nass, an Ausreden erfinden wurde ich nicht müde. Sah ich am nächsten Tag die zahlreichen Videos, die man auf Youtube online stellte, ärgerte ich mich über mich selbst.

In diesem Jahr gab es für mich keine Ausreden. Einmal. weil ich meinen Enkelkindern das Feuerwerk zeigen wollte. Auch das Wetter war auf unserer Seite. Keine Wolken am Himmel. kein Lüftchen, das wehte und die keine Minusgrade, die uns hätten kalte Füße beschwert hätten. Nichts dergleichen.

Wir mischten uns unter die 90 000 Besuchern, die sich entlang der Promenade und am Strand versammelten. Zum Glück hatten die Mädels kein Problem mit Menschenmassen und so zwängten wir uns mutig unter die Massen, ergatterten sogar einen der vordersten Plätze. Wir würden also ganz nah dran sein. Dafür nahmen wir aber auch eine 90 minütige Wartezeit in Kauf. Achja….. wenn man auf ein Ereignis wartet, können 90 Minuten ja soooo lang sein.

Dann war es endlich soweit. Der Button für den Start wurde auf der Bühne vor den Leuchturm betätigt und wenige Sekunden später tauchten die Zuschauer in eine zauberhafte Welt von Licht, Laser, Musik und Feuerwerk ein, die unter dem Motto „Schicksal“ lief und mit dem Worten eingeleitet wurde: „

„Es ist sinnlos, im Alter das Leben zu verlängern , die Jugend soll man verlängern. Das Leben ist dazu da, dem Schicksal den Kampf anzusagen.“

Das ist nur eine klitzekleine Auswahl an Bildern. Massig Bilder und viele Videos befinden sich auf meinen Handy. Auf Youtube findet man zahlreiche Vollversionen auch von den zurück liegenden Jahren. Wer möchte, kann sich auf Youtube die komplette Show ansehen. Doch live ist live und das live erleben kann kein Video ersetzten und Erinnerungen schaffen. Erinnerungen, auf die man immer, wann man es möchte, zurück greifen kann.

Jeder Song, jedes Bild, was durch Feuerwerk, Licht und Laser am Himmel geschaffen wurde, erzeugte in mir eine Emotion und besonders emotional war für mich wieder der traditionelle Teil dieses Show, der denen gedenkt, die nicht mehr unter uns weilen und mit den Worten: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ eingeleitet wurde. Auf diese Weise brachte man die Lieben, die nicht mehr auf dieser Welt sein dürfen, nochmal zurück und lies sie in unserem Inneren daran teil haben.

Ein unvergesslicher Abend, ein unvergesslicher Jahresbeginn.

es weihnachtet sehr

Gestern hörte ich so im vorbeigehen im Radio, dass die Telefonseelsorge an den Weihnachtstagen Hochkonjunktur hätte. Die Mitarbeiter sollten pro Gespräch eine gute Stunden einplanen und gut im Zuhören geübt sein. Daher müssten noch zusätzliche Mitarbeiter über die Feiertag diesen schwierigen Job mit übernehmen. An diesen Tagen werden demnach viele Menschen von ihren Gefühlen überrollt. Vor ein paar Tagen hatte sogar ein Gast des Hotel Neptun seinen Gefühlen freien Lauf gelassen und sein Leben dort beendet. Oh, wie schrecklich und traurig für alle, die ihn von nun an vermissen werden und deren Tränen in Trauer um ihn unter den Weihnachtsbaum fließen werden. Es sei denn, der Gast hatte niemanden (mehr), der ihm eine Träne nachweint.

Aber wieder zurück zur Telefonseelsorge, deren Aufgabe es ist, Menschen über einen kritischen Punkt zu helfen, damit es nicht zu solch einer traurigen Eskalation kommt. Zu den Weihnachtstage gibt es , so ein Mitarbeiter, zwei große Schwerpunktthemen. Entweder, weil die Menschen an den Tagen allein sind und niemanden haben, oder weil die Familie anrück und sie deshalb in Stress kommen. Entweder zu wenig oder zu viel. Gar nicht so einfach der Mensch und sein Leben, dass er ja Tag für Tag lebt und organisiert.

Meine Weihachten hatte ich sich seit ein paar Jahren gravierend geändert. Der große „Familienauflauf“ , wie ich ihn immer liebte, findet nicht mehr statt. Der zentrale Sammelpunkt war damals unser Elternhaus und seit es unsere Eltern nicht mehr gibt, bröckelt es, was das Weihnachten in der erweiterten Familie betrifft. Ich bleibe in der Nähe von Sohnemann, der sonst niemanden hat, der auf ihn wartet, wenn er nach der Arbeit – Gastronomie – erst weit nach Mitternacht heim kommt.

Also fuhr ich gestern mit Sohnemann nach Warnemünde und machte dort einen Spaziergang an der frischen Ostseeluft. Er ging in sein Restaurant und ich ganz allein mit mir und meinen Gedanken den alten Strom entlang.

An solch einem Tag bzw. Nachmittag wie heilig Abend hat man Warnemünde fast für sich allein. Nur hier und da ein paar Glühweinstände, die gut besucht wurden.

Ansonsten waren die Straßen leer. Auch nicht schlecht, solch einen gut besuchten Ort wie Warnemünde mal fast für sich allein zu haben.

Man entdeckt , wenn etwas anderes läuft, als sonst, immer mal was neues, auch an sich. Ich rechnete mit einer aufkommenden Traurigkeit, weil ich den Rest des Tages und Abends allein verbringen musste. Der Tannenbaum stand geschmückt im Wohnzimmer und die Geschenke standen darunter, wie in Millionen anderen Wohnzimmern auch. Die Bescherung sollte aber erst stattfinden, wenn Sohnemann wieder heim kam. Dafür sollte es 2 Uhr werden. Das Restaurant, würde bis Mitternacht offen haben und die Küche wurde angewiesen, diese nicht vorher zu schließen. Also würde ich bis zur Übermüdung allein sein. Würde sich die Traurigkeit später einstellen?

Eine Traurigkeit, auch nicht unterschwellig, setze auch später nicht ein. Ganz im Gegenteil, ich genoss das Alleinsein und vermisste den Stress, vor Weihnachten gar nicht. Vielleicht hatte ich alles, was mit großen Familientreffen zu tun hat, schon damals abgearbeitet, als meine Eltern noch lebten. Ich partizipiere davon heute noch. Ich beame mich einfach in die Zeit zurück, erinnere mich an das Gefühl, dass ich damals hatte und habe aktuell wieder das Gefühl einer fröhlichen Weihnachten in mir.

So ganz allein verstrich der Abend dann aber doch nicht. Dank der Smarthphone und Facetime zeigten meine Enkelkinder mir,was sie von ihren Eltern bekommen haben. Damit hatten sie eine gute Stunde zu tun. Morgen kommt eine meiner Enkeltöchter dann schon mit dem Zug zu mir. Sie will mit ihrer Oma ein paar Tage ganz allein sein und 2 Tage später darf dann die große Schwester nachkommen. Mit den zwei reizenden Enkelkindern und Schwestern verbringe ich dann den Rest des Jahres. 😀

Ich wünsche allen Bloggern und Lesern ein schönes Weihnachtsfest und eine entspannte Zeit mit denen, mit denen ihr gern zusammen seid.

Es werde Licht

So langsam sollte ich mal wieder zum bloggen in die Püschen kommen, sonst droht mein Blog noch in den Winterschlaf zu fallen. Am 21. Dezember beginnt der offizielle Winter und bis dahin sollte zumindest in meinem Blog wieder mehr Lebendigkeit erfahren.

Jedes Jahr grault es mich etwas mehr vor der dunklen Jahreszeit und ich zähle an den Fingern ab, wie viele Monate ich noch durchhalten muss, bis die Sonne wieder ganz hoch und warm am Himmel steht. Ab jetzt sind es nur noch 4 Monate und die Sommerzeit katapultiert mich wieder in die langen Tag. Bald ist es geschafft und 1/5 tel der Zeit ist ja auch schon rum. Seit ich Yoga mache, kenne ich zum Glück weder Herbst- noch Winter-Blues. Na super, nicht nur die Gelenke bleiben dabei geschmeidig, sondern auch die Stimmung. Was will Frau mehr. 😀

Und zum Glück gibt es in Rostock, wahrscheinlich wie in vielen anderen Städten auch, schöne Lichtfeste, die für kurze Zeit die dunkle und schmuddelige Jahreszeit in den Hintergrund treten lassen. Vor 14 Tagen lief die Lichtwoche aus. Für die letzten 2 Abende kamen meine Enkelkinder aus Hamburg und wir sahen uns am Freitag die Lasershow an und am Samstagabend konnten die Rostocker sich auf ein umfangreiches Feuerwerk direkt auf dem Uniplatz freuen So nah kommt man einem Feuerwerk sonst nicht und mit der Musik dazu, bekommt solch ein Feuerwerk auch einen ganz andere emotionale Note.

Am Freitagabend gab es also die Lasershow und wer einen Eindruck dazu gewinnen möchte, kann sich in das kurze Video einklicken. Es fängt etwas laut und hektisch an, aber dann kommt Partystimmung auf. Weil die Clip aus kleinen kurzen Aufnahmen zusammen gestellt wurde, hat man beim zuhören leider das Gefühl, als würde eine Schallplatte einen kleinen Sprung haben.

Am Samstag gab es das Abschluss-Feuerwerk. Die Stadtwerke und die weiteren Sponsoren der spektakulären Licht-. Laser-, und Feuershow haben mal wieder alles gegeben und bleibende Eindrücke bei mir und hoffentlich auch bei meinen Enkelkindern hinterlassen.

Solche Momente tragen mich von einer Minute zur anderen aus dem Alltag und in eine andere Welt, in der die Welt heil und bezaubernd ist. Ich fühle mich in solchen Momenten verzaubert und bin für diese Zeit emotional auf einen anderen Planeten.

ich war noch niemals in New York

„Hast du dir den Film schon angesehen?“ fragte sie mich.

Der Film „Ich war noch niemals ins New York“ ist zur Zeit in meinem Umfeld aller Munde. Er gehört wohl zu den Filmen, die auch Leute ins Kino lockt, die sich sonst eher auf das Streamen stehen. Die meisten wollen warten, bis Netflix oder Amazon den Film in ihr Repertoire mit aufnimmt. Aber für mich ist das wie aufgewärmtes Essen. Ich sehe mir die Filme lieber im Kino an. Ganz allein mit der Leinwand und die einzige kurze Ablenkung, wenn man seinen Nachbarn etwas zuflüstern möchte, was nicht warten kann.

„Nein, ich habe ihn mir noch nicht angesehen“ antwortete ich, dabei frage ich mich, ob sie meine Gedanken lesen kann? Denn ich hatte die selbe Frage auf den Lippen. „Wollen wir am Samstag uns den Film gemeinsam ansehen?“ Gesagt getan, gestern sahen wir uns dem Film an. Ich war zwar noch nie ein Fan von Udo Jürgens, denn auf seine Songs baute das Filmmusical ja auf. Ich war gespannt.

Gespannt war ich auf Katharina Thalbach. Der Trailer zum Film lief ja schon seit einigen Wochen und ich wollte auf keinen Fall einen Film mit Katharina Thalbach versäumen. Aber auch auf Moritz Bleibtreu war ich neugierig. Er spielte sonst immer ernste Rollen mit komplizieren Charakteren, zumindest, was ich von im gesehen habe.

In quietschbunten Farben lief der Film, wie schon im Trailer zu sehen war, über die Leinwand. Schon nach kurzer Zeit sog die Filmhandlung mich in sich auf und ich ging mit den Protagonisten auf die Reise nach New York. Ich ließ mich mit mitreißen, mit all den Emotionen, die im Film verpackt waren Es wurde gelacht, es wurde geweint. Eigene Lebensmomente spiegelten sich in so manch einer Szene wieder.

Geflasht war ich vom „Griechischen Wein“, getanzt von Pasquale Aleardi.. Mein Gott, war das ein Auftritt. Mir blieb die Spucke weg und ich war mir sicher, schon allein deshalb werde ich mir den Film noch einmal ansehen 😀

Eine wirklich große Überraschung für mich waren die beiden Schauspieler, die im Video zu sehen sind. Sie spielten zwei Schwule, die sich sofort ineinander verliebten. Im Clip beantworten sie einige Fragen dazu.

Fast jede Form der Liebe konnte man im Film sehen. Die Jugendliebe, die gleichgeschlechtliche Liebe und die Liebe von zwei Menschen, die sich neu verlieben. Doch bevor sie zusammenfinden konnten, musste jeder für sich innere Hürden überwinden, wollten sie ihrer Liebe nicht im Wege stehen.

„Ja, da war für jeden etwas dabei“ fasste meine Bekannte, als der Abspann lief.

„Jeder muss über seinen Schatten springen, wenn er sein Glück finden will“ ergänzte sie noch.

Dem konnte ich nichts mehr hinzufügen. In Liebensdingen tut man sich oft schwer. Vielleicht hat man die eine oder andere Chance im Leben verpasst, weil man sich selber im Wege stand ?

bildhaft zusammen gestellt

Die Heimat hat mich wieder und das schon seit letzten Samstag. Doch Zeit für den Blog hatte ich noch nicht. Also dachte ich heute, warum nicht einen kleinen Videoclip zusammenstellen und als erste Zusammenfassung den netten Lesern anbieten. Er dauert nur eine knappe Minute, dafür habe ich dann doch gute 2 Stunden investiert. Schuld daran ist die Qual der Wahl. Man kommt mit einer gefühlten Million an Bildern wieder heim und daraus etwas auszuwählen trieb mir heute Vormittag den Schweiß auf die Stirn.

Naja.. und dann noch der Video-Editor, deren Bedienung ich mir so nebenbei aneignen musste. Deshalb verwendete ich fast nur Bilder. Das Ergebnis ist dürftig, aber Frau kann ja noch besser werden.

der Himmel kann warten

Und, kaum hab ich mich einmal umgesehen, ist mein Urlaub auf Mallorca in die Geschichte eingegangen. Kaum zu glauben. Heut sah ich mir noch einmal die Bilder an und kann gar nicht glauben, dass ich für 9 Tage in die Spanien war. Aber noch weniger konnte ich glauben, dass die Möglichkeit bestand, dass ich gar nicht erst an meinem Urlaubsort ankommen könnte. Nur ab und zu holte mich ein Gedanke ein. Was ist, wenn der Flieger abstürzt? Kaum taucht ein ängstlicher Gedanke zum Fliegen auf, wische ich ihn auch schon fort. Täglich gehen tausende und abertausende Flugzeuge in die Luft und alle sind heil wieder runtergekommen. Warum also sollte der Flieger von „Condor“ nicht auch heil runterkommen?

Bevor wir als Mädelsgruppe gemeinsam in die Luft gehen können, musste ich vor meiner Abreise noch ein paar Vorbereitungen treffen. Dann standen endlich der Reisekoffer vor der Tür und meine Fahrt mit dem Fernbus nach Kiel war meine erste Etappe für unsere gemeinsame Reise.

Am nächsten Morgen .. ach, was schreibe ich, noch in der Nacht stand das Taxi vor der Tür. Zu um 3.20 Uhr bestellt und es stand pünktlich bereit. Nach einer knappen Stunde Schlaf mussten Schwesterherz und ich uns wieder aufraffen, der Flieger wird auf uns nicht warten. Mein Schwester wohnt am Stadtrand von Kiel und wir machten uns deshalb als erste auf den Weg. Unterwegs würde die 3.aus unserem Bunde noch dazu kommen und gemeinsam sollte es zum Flughafen Hamburg gehen.

Meine Schwester setzte sich neben den Taxifahrer und ich döste auf dem Hintersitz. Kaum Verkehr auf der Straße, nur ein paar LKW s zogen auf der Gegenfahrbahn an uns vorbei. Ich sah aus dem Seitenblick ihre gefühlten tausend Lichter auf Motorhaube und rund um die Fahrerkabine. Ich wusste gar nicht, dass die Brummis bei Nacht wie überbelichtete Tannenbäume aussehen.

Es rauschte ein Brummi seitlich vorbei, schon kam der nächste Brummi und der nächste Brummi war auch schon in Sicht. Einer nach dem anderen, kurz hinter einander. Der dritte Brummis hätte auch an meinem linken Auge vorbei fahren müssen, tat er aber nicht Unausgeschlafen, wie ich war, wunderte ich mich, dass das Lichtermeer des Brummis direkt auf uns zu fuhr und nicht, wie anderen wenige Momente zuvor, nicht links an uns vorbei fuhr. „Warum fährt er auf uns zu?“ Irgendwas stimmt da nicht. Irgendwas ist hier nicht richtig. Während ich mich wunderte und mich fragte, was hier nicht richtig ist, machte der Taxifahrer eine Vollbremsung und lenkte das Auto zeitgleich nach rechts. Ruckartig standen wir am rechten Rand eine Straßengrabens und nun stimmte auch das Bild wieder, was ich sah. Der Brummis zog links an uns vorbei.

„Wollte der uns überfahren?“ fragte ich naiv. Ich war noch nicht aus meinen Wundermodus raus. Hatte ich vielleicht als nächstes gedacht, das Taxi fährt die Flügel aus und überwindet im Überflug dem Brummi, der von der Gegenrichtung auf unserer Fahrbahn kam? Der Taxifahrer wetterte dem Brummifahrer hinterher, weil dieser wahrscheinlich mit Augen zu und durch auf unserer Fahrbahn die beidenBrummis überholen wollte und Dank des Taxisfahrer an uns vorbei rauschen konnte. Er hatte ja grade zu einem Überholmanöver angesetzt und deshalb beschleunigt. „Klar, wir wären jetzt platt gewesen. Den Frontalzusammenstoß hätten wir nicht überlebt“ sagte meine Schwester.

Ich fasse für mich zusammen. An diesem Morgen wären wir auch unter diesem Umstanden in den Himmel gegangen und ich wahrscheinlich mit dem fragenden Gedanken, warum der 3. Brummi nicht links an uns vorbei zieht, wie die anderen beiden auch, sondern seine Lichter direkt auf die Frontscheibe des Taxis zufahren. Für mich war der Moment so ein Art Nahtoderfahrung, bei der ich feststellte, dass meine Seele wundernd in die Himmel aufgestiegen wäre. Ich erinnerte mich noch an den Titel der letzten Blogeintrage „Die Tage sind gezählt“ Ich fand sie damals makaber und deshalb lustig.

Doch das Schicksal hatte zum Glück für uns zwei Schwestern kein so dramatisches plötzliches Ende vorgesehen und vor uns lagen wieder 9 lustige gemeinsame Tage auf Mallorca. Unser Flieger hob pünktlich 6.20 Uhr vom Hamburger Flughafen ab.

Von dem Schrecken in den frühen Morgenstunden erholten wir uns schnell, denn unser Fokus war ja auf Urlaub gerichtet. Nur ab und an schoss mit der Schrecken wegen des Beinaheunfalls noch in die Glieder.

Hotelzimmer mit Ausblick

Wie erhofft bekamen wir wieder ein Hotelzimmer in der oberen Etage und die Bucht lag wieder vor unseren Füßen. Die Mädels legten erst mal die Füße hoch und ich hielt den Moment auf der Kamera fest.

Der erste Urlaubstag kann beginnen

Nein, auf dem Tisch liegen keine Zigaretten, sondern ein Rommyspiel. Die Mädels haben endlich das Rauchen hinter sich gelassen und da dachte ich, falls sie doch noch eine Jieper auf eine Zigarette bekommen, dann sollten sie sich z.B. mit einen Kartenspiel ablenken können. Aber sie bekamen weder einen Jieper noch spielen wir Karten.

Die Tage sind gezählt

Nein, nicht die Tage meiner Lebenszeit, sondern die Tage bis zu meinem Abflug. D.h. in 72 Stunden werde ich um diese Zeit im Hotel Playa Golf einchecken. Und wir Mädels hoffen darauf, dass wir wieder solch ein schönes Zimmer wie im letzten Jahr bekommen, wie auf dem unteren Bild zu sehen ist. Also in 72 Stunden werde ich es wissen und ich werde es euch wissen lassen.

Hotelbett mit Aussicht

Mit meinen Ablug lasse ich auch für 14 Tage meinen Job als Ehrenamtliche in 3 Sportvereinen hinter mir. Damit bessere ich nicht nur meine Rente auf, sondern ich halte über diese Tätigkeit Kontakt zu allen Altersgruppen von Menschen. Angefangen bei den ganz Kleinen – ab 3 Jahre – bis hin zu denen, die auch noch im Alter fit bleiben wollen. Ich habe mal gezählt, wieviele Menschen ich die Woche über bewege. Da kommen 100 Kinder von 3 – 10 Jahre und 35 Erwachsene zusammen. Wer hätte das gedacht, nicht mal ich 😀 .

Vorbereitung für die Kleinen

Die letzten Arbeitstage des alten Bürgermeisters in Rostock sind auch gezählt. Mit dem letzten Wahlsonntag steht fest, Rostock hat links – ehemaliger Sozialsenator LINKE – und weltoffen – einem Dänen ohne deutschen Pass – gewählt. Am 16.Juni 2019 wird es die Stichwahl zwischen den beiden ersten Kandidaten geben und erst dann werden die Rostocker wissen, wer die Strippen der Stadt in die Hände bekommt. Ich habe meine Stimme gestern schon in den Briefkasten geworfen. Die Briefwahl ist eine tolle Sache, so kann man keine Wahl verpassen. Als gelernter DDR- Bürger kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Wahl ohne meine Stimme an mir vorbei läuft.