wieder einmal in den Süden….

hat es uns Frauen gezogen. Wieder mal nach Spanien, auf des Deutschen liebsten Insel, Mallorca. Noch vor dem Aufstehen (4.00 Uhr) mussten wir uns auf den Weg machen. Unser Flieger würde um 6 Uhr sonst ohne uns losfliegen. Die Fluggesellschaft von Airberlin sollte uns auf die Insel bringen fliegen.  Unser Abflug verzögerte sich etwas, die Transportbänder standen still und wir konnten unsere Koffer nicht so schnell loswerden wie sonst. Deshalb startete der Flieger verspätet, wir standen in einer “Warteschleife”. Es war ein kommen und gehen.. natürlich im alles im Flug.

Bevor wir starten konnten, musste unser Flieger die Ladungen eines anderen Fliegers abwarte. Hinter uns reihten sich schon die nächsten Flieger um auf die Start –und Landebahn zu kommen.

Wenig später lag auch schon Hamburg unter uns. Wir hatten herrliches Flugwetter und so konnte ich den Flug auch ohne Turbulenzen genießen. Nach 2 1/2 Stunden hatten wir schon spanischen Boden unter uns. Massen an Menschen strömten aus dem Flughafengelände. Fast könnte man glauben der Rest der Welt treibt sich auf Mallorca rum. 10 Tage spanische Sonne und Spaß lagen vor uns.

Schon am Vormittag konnten wir unser Hotelzimmer im Playa Golf  beziehen. Es liegt genau gegenüber dem B6 und gehört zu den ältesten Hotels vor Ort.  Vor dort aus können wir sternförmig ausschwärmen, erreichen binnen weniger Minuten alle bekannten Lokalitäten. Ja, wir Mädel gehören zu der Sorte Urlaubern, die sich auch wegen der Partymeile dort einfliegen lassen. Wer weiß, wie lange der Spaß dort noch dauern wird. Die sogenannten “Krawalltouristen”   arbeiten grade daran, dass man uns Deutsche auf der Insel nicht mehr haben möchten, wenn man den Worten des Bürgermeisters von Palma folgen wird.

Große Erwartungen setzte man in die Verwandlung vom B6 – im Volksmund Ballermann 6 genannt.  Man hofft, dass die trinkfreudige Gesellschaft nun fern bleibt. Was dem B 6 betrifft, halten die Menschen sich nicht dran. Sie treiben trotzdem ihren Spaß weiter.

Die Mauer zum Strand wurde entfernt. Der Strandabschnitt in der Breite vom B6  mit Sonnenschirme mit Liegen ausgestattet, die man nur bezahlt, wenn man Geld im Überfluss hat. Für 45 € pro Tag kann man sie in dem Abschnitt Schatten und Bequemlichkeit kaufen. Dieser Strandabschnitt blieb während der Tage, als ich dort war, fast immer leer. Es lohnte sich nicht mal ein Foto davon zu machen, weil nur Sand und zusammengeklappte Schirme als Motiv gewesen wäre. Dafür sah es 10 Meter rechts und links aus, wie ich es schon seit Jahren dort kenne.

Diese Aufnahmen machte ich auf dem Weg zum MEGA Park und es scheint, als würden sich diese Richtung verlagern. Im MEGA Park liegt am B 5 und kann man schon am Tag die große Sause machen. Wer empfindliche Ohren hat, wird dem MEGA Park nur mit Ohrstöpsel betreten können, wenn er überhaupt sich unter die Leute mischen will.

Die Mädels meiner Truppe hatten keinen Bock auf MEGA Park. sie gönnten sich Sonne und Strand.

Ich bin kein Sonnenanbeter und so zog ich um die Häuser am S`Arenal und brachte statt Sonnenbrand eine große Sammlung von Bildern mit.

Das war der erste Teil und der nächste folgt dann bald.

Geschichten, die das Leben schreibt

Nach ein paar Tagen auf Mallorca kam ich diesmal mit einem ganz anderen Eindruck wieder in die Heimat.

Wie immer waren die meisten Besucher nicht nur zum sonnen auf Mallorca,  sondern sie wollten , wie sollte es anders sein, auch tanzend und feiernd  durch die Nacht ziehen. In Deutschland kommt meine Freude am Tanzen einfach zu kurz, deshalb zog es mich auch in die Nacht und das bunte Treiben. Ich nenne es gern Karneval der Nacht

Jedes Jahr gibt es den besonders beliebten Partyhit, der dann fast aus jede Ecke zu hören ist. In der Regel ist es Musik, die die Menschen richtig anheizt, eben richtiger Partykracher. Dieses Jahr war es nicht „Atemlos durch die Nacht“, davon gab es im letzten mehr als genug zu hören. Für den Sommer 2016 entschieden sich die Menschen für einen anderen Titel und sie singen ihn mit voller Inbrunst mit, wenn der schlichte Text und die eingängige Melodie aus dem Lautsprecher tönt.

„Was ist das?“ fragte ich mich, als ich die Stimmung des Liedes aufnahm. Trotz großer Bemühungen konnte ich die Hauptzeile nicht wirklich verstehen, obwohl Hunderte in Partyzelt die Titelzeile laut mitsangen. Ich verstand nur Bahnhof um genau zu sagen „Immala“.  Hätte ja auch was spanisches sein können, englisch war es jedenfalls nicht. Der gesungene Text ging im Partylärm unter, nur die Hauptzeile, da waren sich alle einige, die konnten und wollten alle  möglichst laut mitsingen.

Dieser Partyhit hatte etwas, was die anderen Hits bis dato nicht hatten. Doch was war daran anders? Mit dem Ohrwurm ging ich wieder zurück ins Hotel und fragte die Mädels, mit denen ich nach Spanien gereist war, was das für ein Lied wäre. Sie klärten mich auf. Das hieße nicht „Immala“ sondern „Die, die immer lacht Achja ? Darin ist vom Lachen die Rede. Aber warum schwingt es trauriges in mir mit, wenn ich die Musik höre?

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Verwandlung

Als ich  mir gestern die Aufzeichnung zur Anfertigung eines farbigen Zentangle ansah, wollte ich  meinen Augen nicht trauen, Die Täuschung einer plötzlichen und perfekten Tiefenwirkung setzte für meine Augen ein, als von der Künstlerin die roten Kreise ausgefüllt wurden.

Aber seht selbst ..

Ostseemaus

Brautschau

Keine Frage, der Schalk unter uns 4 Geschwistern ist unsere jüngste Schwester. Damit will ich nicht sagen, dass sie das Leben nicht ernst nimmt. Sie ist der Meinung, das das Leben lustiger ist, wenn man sich auch Spaß im Leben gönnt. Schlagfertig reagiert sie auf ihr Umfeld und so richtig in Fahrt kommt sie, wenn wir auf Mallorca unterwegs ist..

Es ist kein Geheimnis und jeder weiß – auch der Nicht-Malle-Besucher – das die meisten Urlauber auf der Promenade angeheitert  unterwegs sind und die sonst Fremden so tun, als kennen sie sich schon seid Jahren.. Der Alkohol hebt die Distanz zwischen fremden Menschen auf und viele geben sich so dort so, wie sie sich es zu Hause nicht trauen würden. Wer will schon als Blödmann bezeichnet werden.

Doch auf dem Strandabschnitt vom B6 („Balneario Nº 6“ (spanisch für „Heilbad“). ist vieles erlaubt und findet sogar Anklang. Nach wüsten Saufereien hält der Zuschauertourist heute jedoch vergeblich Ausschau. Spanien hat aufgeräumt und duldet nicht mehr alles. was deutsche aber auch englische Touristen ihnen boten.

Während sich meine beiden Mädels ab und zu schon  ein Bier am Strand gönnen, halte ich mich eher an der Wasserflasche fest. Der erste Tropfen Alkohol darf erst am Abend über meine Kehle schwappen. In der Hitze der spanischen Sonne wäre ich für den Abend dann nicht mehr zu gebrauchen.

Am Abend erwacht die 2 Welt am S´Arenal . Auch wir wollen in die Nachtwelt abtauchen .„Atemlos durch die Nacht“ ist die Hymne vom S`Arneal geworden. Unser Weg war jeden Abend der selbe.  Die Bierstrasse auf den Weg in die Nacht bietet zur Einstimmung jede Menge Spaß und dieser wird nicht von der donnernd lauten Musik angeheizt, sondern auch von reichlich Alkohol der Dank Happy Hour  doppelt sprudeln kann.

Ich bin auch wieder nur mit einer schwachen Nummer dabei.. Wodka Wasser… nicht jeder Manns Sache. Ich musste mir keine Sorgen machen, dass mir jemand meinen Longdrink weg nehmen würde. Selbst als ich ihn verschenken wollte ich ihn nicht los werden. Die Mädels trinken lieber GinTonic. Die Herrlichkeiten, die ab und zu unseren Tisch aufsuchen trinken lieber ihr Bier.

Im September reist die Altersgruppe Ü 40 an und entsprechend werden die coolen Sprüche auf den Tshirts zur Schau getragen. Aber Spaß muss sein und wer auch richtig über sich selbst lachen kann,, hat echten Humor.

Wenn es 23 Uhr ist, erlischt das Licht auf der Bierstrasse und die Gäste zünden die Wunderkerzen an….

..und es erklingt die alte Weise.. Sierra Madre, das ursprünglich von Ronny geschrieben und gesungen wurde. Diese kurze Einlage ist aus der Bierstrasse heute nicht mehr wegzudenken.

Weit sichtbar ist das Lichtermeer der zahlreichen Wunderkerzen zu sehen. Die Menschen sind für kurze Zeit angetan und erfüllt von dem Klang der einfachen Weise, die das einfache und arbeitsreiche Leben der Bergbauern beschreibt.

Für eine Stunde donnert weiter die Musik aus den Lautsprechern., denn ab 24 Uhr ist Schluss mit lustig, donnernde Musik darf nur noch in Innenräume gespielt werden –   All die Gassenhauer, die alle mitsingen können, ach wenn die Zunge schon zu schwer von Bier und Longdrinks geworden ist.  Wir Mädels stellen fest, dass wir alles andere als Textsicher sind und wir genau wie die meisten Besucher der Bierstraße nur eine oder 2 Zeilen vom Refrain drauf haben. Aber wen stört das schon, die Musik ist eh laut genug und unsere Stimmen werden übertönt.

Unter den Gästen sind diesmal auch Besucher dabei, die sich auf Brautschau machen wollen. Die aufgelockerte Stimmung macht das anbandeln leichter und vielleicht wird ja was draus. In einem älteren Blogbeitrag beschriebt ich die Suche nach einem Mann am S´Arenal.

Wir Mädels singen und geben dabei unser Bestes, während die Musik weiter über unsere Köpfe hinweg donnert, als sich ein junger ..um nicht zu sagen, ganz junger Mann zu uns durcharbeitet. Er reicht er mir die Hand und ich nehme an, er will nur “Gib mir 5” mit mir spielen. Ich gebe ihm meine “5” und er arbeite sich weiter an das Ohr meiner Schwestern ran. Bei dem Lärm ist eine Verständigung schlecht aber nicht unmöglich. Irgend wann hat er es geschafft, sein Anliegen ins Ohr meiner Schwester zu transportieren. Sie wären 2 Brüder und hätten ihren Vater mitgebracht.  Er zeigte auf einen der Biertische an dem ein schwankender Mann  – Mitte Ende 50 vielleicht – stand und seine Augen nur mit Mühe offen halten konnte. wahrscheinlich war eins von 30 Bierchen schlecht.

“Wir suchen für unseren Vater eine Frau” und weil sie meine Schwester angesprochen hatten, war klar, die Jungs konnten sie sich ganz gut als Stiefmutter vorstellen.

Wie ich eingangs schon schreib meine Schwester ist schlagfertig und sagt nicht nein: “Ok…er soll aber erst mal nüchtern werden, dann sehen wir weiter” Wir sahen den Vater mit seinen 2 Söhnen nur noch einmal und das am selben Abend, auf den Weg zum Oberbayer.

Die Jungs stützen ihren Vater und waren fest entschlossen eine Frau für ihn zu finden. Ich musste  schmunzeln und fand es schon eher rührend, wie die Jungs das Glück für ihren Vater auf die Sprünge helfen wollten.

Ostseemaus